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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Wenn Frauen eine Stimme bekommen

Die Sammlerin der verlorenen Wörter
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Der Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. ...

Der Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie lebt nicht von Spannung, oder unerwarteter Wendungen, sondern von den wirklich liebenswerten Charakteren. Unsere Protagonistin lernt im Verlauf ihres Lebens die verschiedensten Personen, jeglichen Alters und gesellschaftlicher Stellung kennen und die meisten davon schließt man direkt ins Herz. Zudem konnte ich die Figuren in ihrem Denken und Handeln sehr gut verstehen, auch wenn sich meine Lebensrealität stark von ihrer unterscheidet. In ihrem Leben steht Esme vor schwierigen Entscheidungen und sie muss auch den ein oder anderen Schicksalsschlag verkraften, wo ich kurz schlucken musste, weil ich insgeheim auf glücklichere Wendungen gehofft hatte. Aber gerade das hat Esme und ihrer Geschichte mehr emotionale Tiefe gegeben und sie authentisch gemacht. Interessant fand ich auch die verschiedensten Wörter und deren Definitionen, die immer wieder eingesträut wurden.

Einen Stern ziehe ich ab, da Esme und ihr Leben recht romantisiert dargestellt werden. Esme kommt aus priviligierten Verhältnissen, wird in kein gesellschaftliches Korsett gepresst, darf ihr Leben mehr oder weniger frei gestalten und auch die Männer, die in ihr Leben treten sind für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlich in ihrem Denken. Das eher schwierige Leben als Frau zu diesen Zeiten bekommen wir eigentlich nur durch andere Charaktere mit, was ich teilweise schade finde.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Höhen, Tiefen und unerwartete Wendungen

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Zuallererst: Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen!

Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und da ich ein großer Fan asiatischer Literatur bin, sowie Romanen, die in einem asiatischen Setting ...

Zuallererst: Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen!

Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und da ich ein großer Fan asiatischer Literatur bin, sowie Romanen, die in einem asiatischen Setting spielen, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Die grundlegende Idee hat mich direkt angesprochen.

Leider hat das Buch auch einige Schwächen. Im ersten Kapitel lernen wir Sora und ihr Leben bei ihrer Mutter kennen. Ab Kapitel 2 sind wir dann schon auf dem Anwesen des Vaters und seinem Clan. Hier wird es etwas chaotisch. Es werden viele Charaktere/Familienmitglieder erwähnt, aber fast niemand wird wirklich vorgestellt. Dadurch war mir nie richtig klar, in welcher familiären Verbindung alle zueinanderstehen. Ein Stammbaum wäre hilfreich gewesen, um alle Charaktere besser zuordnen zu können. Zudem passiert zu Beginn so viel, was ich überhaupt nicht so schnell verarbeiten konnte und ich musste ab und zu wieder zurückblättern, weil ich dachte, ich hätte irgendwas nicht richtig mitbekommen. Sora hört leider auch nie richtig zu und kann keine vernünftigen Unterhaltungen führen, wodurch sich alle Gespräche oft wie eine Wiederholung der vorherigen anhören. Im ersten Drittel sind die meisten Charaktere ziemlich flach und es gibt keine richtige Charakterentwicklung. Das ändert sich aber im letzten Drittel komplett. Hier werden endlich nach und nach alle Fragen beantwortet und es gibt wirklich mehrere Plottwists, die ich teilweise überhaupt nicht hab kommen sehen. Es war richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Zum Ende hin scheint die Geschichte eigentlich wie ein Einzelband auserzählt zu sein, aber auf den lezten paar Seiten werden wir dann noch einmal richitg überrascht, überrumpelt und mit einem fiesen Cliffhanger sitzen gelassen.

Fazit: Trotz vieler Schwächen, die mir den Einstieg in die Geschichte nicht gerade einfach gemacht haben, hat mich das letzte Drittel komplett überzeugt und ich werde definitiv Band 2 lesen.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

spannender Auftakt einer Dilogie

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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Mich hat direkt das Cover angesprochen. Es ist farblich sehr dunkel gestaltet und durch die Illustration wirkt es düster und geheimnisvoll. Auch der Farbschnitt ist passend darauf abgestimmt.
Den Klappentext ...

Mich hat direkt das Cover angesprochen. Es ist farblich sehr dunkel gestaltet und durch die Illustration wirkt es düster und geheimnisvoll. Auch der Farbschnitt ist passend darauf abgestimmt.
Den Klappentext fand ich auch spannend und der Ansatz mit der Fähigkeit der Bloodcarver hat mir gut gefallen. Das Buch ist einfach und flüssig geschrieben. Man kann es sehr gut lesen und die Kapitel haben auch eine angenehme Länge.
Zum Inhalt:
Nhika ist eine Heartsooths und kann durch direkten Körperkontakt in die Anatomie und Körperfunktionen anderer eingreifen. Ihre Fähigkeit ist für die Heilung und somit einem guten Zweck gedacht, aber mittlerweile werden sie und ihresgleichen von anderen gefürchtet und Bloodcarver gerufen. Nhika hat ihre Familie bereits verloren und schlägt sich irgendwie alleine durch, mehr schlecht als recht. Als sie als Bloodcarver erkannt wird, überschlagen sich die Ereignisse und sie wird ungewollt in eine Mordermittlung hineingezogen.
Bis etwa zur Hälfte war ich komplett begeistert. Ich habe nicht erwartet, dass es sich um eine Art historisch-asiatischen Krimi mit Fantasyelementen handelt, aber es hat mir sehr gut gefallen. Ab der Hälfte des Buches kann ich Nhikas Verhalten leider nicht mehr komplett nachvollziehen. Ohne Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, vertraut sie einfach gewissen Personen und läuft nur noch nebenher. Das fand ich überhaupt nicht schlüssig und es passte auch gar nicht zu ihrem bisher beschrieben Charakter und Handlungen. Zudem war die Aufklärung/Hintergründe des Mordfalles ein wenig flach und schwach. Das Ende, bzw. Nhikas Handlungen am Schluss kamen unerwartet und das meine ich überhaupt nicht negativ. Das Ende in Kombination mit dem Klappentext vom zweiten Band machen mich total neugierig, wie es weitergeht.
Fazit:
Das Buch hat stark gestartet und obwohl mich der mittlere Teil nicht überzeugen konnte, werde ich definitiv Band 2 lesen. Die Grundidee und das Ende von Band 1 haben mir sehr gefallen. Es lässt sich leicht lesen und ich habe neben Nhika auch viele andere Charaktere liebgewonnen und möchte wissen, wie es mit ihnen weitergeht.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Cozy Romance im Land der aufgehenden Sonne

Der kleine Teeladen in Tokio
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Ich begeistere mich eigentlich nicht so sehr für reine Romance-Bücher, allerdings hat mich das Cover angesprochen und ich liebe Asien, vor allem Japan. Die Geschichte war dann aber wirklich sehr süß und ...

Ich begeistere mich eigentlich nicht so sehr für reine Romance-Bücher, allerdings hat mich das Cover angesprochen und ich liebe Asien, vor allem Japan. Die Geschichte war dann aber wirklich sehr süß und das Setting war zauberhaft beschrieben, vor allem der kleine Teeladen. Die Geschichte hat hier uns dar ein paar Schwächen, vor allem der Konflikt, bevor es zum Happy End kommt, hat mich nicht richtig überzeugt. Alles in allem hat mich das Buch aber gut unterhalten und immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Ich wollte danach direkt selbst nach Japan fliegen

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Veröffentlicht am 12.11.2025

absolut empfehlenswert

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Das Antiquariat am alten Friedhof ist der vierte Roman, der uns in das Graphische Viertel in Leipzig entführt. Für mich war es tatsächlich das erste Buch der Reihe. Da man sie aber unabhängig voneinander ...

Das Antiquariat am alten Friedhof ist der vierte Roman, der uns in das Graphische Viertel in Leipzig entführt. Für mich war es tatsächlich das erste Buch der Reihe. Da man sie aber unabhängig voneinander lesen kann, braucht es keinerlei Vorwissen. Ob einige der Charaktere bereits in den andern drei Büchern vorkommen, oder ob man sich ggf. Handlungsstränge spoilert, kann ich leider nicht beurteilen.

Kai Meyer ist einer meiner liebsten Autoren, weswegen ich große Erwartungen hatte und ich wurde nicht enttäuscht. Ich kam schnell in die Geschichte rein, es ist flüssig und sehr bildhaft geschrieben und trotz der Zeitsprünge zwischen 1930 und 1945 konnte ich der Geschichte gut folgen. Diese Sprünge haben das Buch sogar spannender gemacht, da oft mit einem Cliffhanger geendet wurde, wodurch ich nicht aufhören konnte zu lesen. Das sich die Geschichte schnell zu einer Art Krimi entwickelte, hat sein übriges getan.

Kleine Schwächen gibt es allerdings auch. Die Geschichte hat das gesamte Buch über ein angenehmes Tempo, nur auf den letzten ca. 100 Seiten wirkt es gehetzt. Zudem lernen wir eigentlich nur den Protagonisten Felix näher kennen, da die Geschehnisse die meiste Zeit aus seiner Sicht geschildert werden. Wirklich viel wissen wir dennoch nicht über ihn. Die übrigen Charaktere bleiben eher blass. Ich mochte dennoch viele von ihnen und auch ihre Beweggründe waren weitestgehend nachvollziehbar. Etwas mehr Charaktertiefe wäre wünschenswert gewesen.

Nichtsdestotrotz hatte ich viel Spaß beim Lesen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Das wird sicherlich nicht mein letzter Ausflug ins Graphische Viertel gewesen sein. Für mich eine klare Leseempfehlung!

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