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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2026

raffiniert und doch bodenständig

Nicht
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Durch Zufall hat mich das Buch ausgesucht. Der Autor war mir bisher nicht bekannt. Nach der Lektüre muss ich nun definitiv weitere Werke von ihm lesen.
Der Inhalt ist nicht spektakulär, es geht um einen ...


Durch Zufall hat mich das Buch ausgesucht. Der Autor war mir bisher nicht bekannt. Nach der Lektüre muss ich nun definitiv weitere Werke von ihm lesen.
Der Inhalt ist nicht spektakulär, es geht um einen Mann Anfang 50, der seine Frau verloren hat und glaubt, dass es das mit der Liebe gewesen ist. Aber plötzlich tritt eine Frau in sein Leben und alles ist anders. Sie hat einen geliebten Hund, der eine große Rolle im Roman spielt. Ohne zu spoilern, in einer Schocksituation reagiert der Mann einmal anders, als es viele tun würden. Daraufhin baut sich ein Lügenkonstrukt auf, das sich zunehmend zuspitzt.
Dror Mishani hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, er vereint Raffiness und Bodenständigkeit in einem. Trotz einfacher Sprache zieht einen die Geschichte in einen Bann und die eigenen Gedanken bleiben nicht aus. Mich hat das Buch gepackt!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

ein Pageturner

REM
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Ich bin ehrlich gesagt normalerweise kein großer Fan von Horror, aber die Kombi der Autoren hat mich neugierig gemacht. Nun, man wird definitiv nicht enttäuscht. Ein regelrechter Pageturner, ...

Ich bin ehrlich gesagt normalerweise kein großer Fan von Horror, aber die Kombi der Autoren hat mich neugierig gemacht. Nun, man wird definitiv nicht enttäuscht. Ein regelrechter Pageturner, ich hatte das Werk in kürzester Zeit regelrecht verschlungen. Die Idee dahinter fand ich stimmig und auch die Verbindung mit der aktuellen Zeit in der wir leben.
An manchen Stellen musste ich an den Film Matrix denken, aber sonst werde ich hier nichts spoilern.
Es gibt viele Kapitel (82 auf rund 300 Seiten), die für zusätzliche Spannung und Dynamik sorgen. Der Schreibstil ist irgendwie realistisch, man nimmt die Story ab und die Gruselmomente sind hervorragend eingebaut. Als Film könnte ich es vermutlich nicht anschauen, aber lesen geht gut. Natürlich dürfen gewisse Twists im Plot nicht fehlen. Ich finde die neue Kombi aus Horror und Thriller sehr gelungen und werde mit Sicherheit auch das nächste Buch davon verschlingen.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

ein Buch, das bleibt

Der Fluss der Zeit
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Normalerweise bin ich kein Freund von Kurzgeschichten. Nachdem mir der Autor jedoch mit dem Werk Nachtzug nach Lissabon sehr gut im Gedächtnis geblieben ist, war ich neugierig. Schade, dass wir keine weiteren ...

Normalerweise bin ich kein Freund von Kurzgeschichten. Nachdem mir der Autor jedoch mit dem Werk Nachtzug nach Lissabon sehr gut im Gedächtnis geblieben ist, war ich neugierig. Schade, dass wir keine weiteren Geschichten von ihm lesen können, Pascal Mercier ist 2023 verstorben. Das Buch besteht aus fünf kurzen Episoden. Man taucht schnell in die jeweilige Begebenheit ein. Ohne viel Worte beschreibt der Autor die Situationen. Obwohl es nicht emotional geschrieben ist, fühlt man intensiv mit. Was wäre wenn? Was macht ein Leben aus und wie lange können Tage eigentlich sein? An wenigen Beispielen wird klar, dass man am Rad der Zeit nicht drehen kann, weder zurück noch nach vorne. Für mich ein Meisterwerk, das ich mir sicherlich noch in gedruckter Version für meine Sammlung kaufen werde.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

eine warme Umarmung

Mathilde und Marie
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Ein zauberhaftes Werk, das entschleunigt und sich wie eine nicht enden wollende Umarmung anfühlt.
Für manche Leser vielleicht ein bisschen zu viel des Guten, aber ich habe es genossen. Wie der ...

Ein zauberhaftes Werk, das entschleunigt und sich wie eine nicht enden wollende Umarmung anfühlt.
Für manche Leser vielleicht ein bisschen zu viel des Guten, aber ich habe es genossen. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es um Marie, eine junge Frau, die dem lauten Paris spontan den Rücken kehrt und dank einer schicksalhaften Begegnung in einem kleinen belgischen Bücherdorf landet. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Im Zeitverlauf kommt Marie im Dorf an und lernt auf ihre Instinkte zu vertrauen. Empathie und Glück, Liebe und Freundschaft, sind Kern des Buchs. Und natürlich auch die Botschaft, weniger ist mehr, zurück zum Ursprung.
Ich mochte die ruhige und beobachtende Schreibweise sehr. Die Perspektivwechsel und kurzen Kapitel waren zudem gut gewählt, ich konnte das Werk schlecht zur Seite legen. Dem Autor ist ein außerordentliches Debüt gelungen.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

verschachtelte Spannung

Tod zur Teestunde
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Das ist meine erste Berührung mit Susan Ryeland. Es fängt ziemlich harmlos an, Susan fühlt sich auf Kreta persönlich nicht wohl und es zieht sie zurück in die englische Heimat, London. Als Lektorin ...

Das ist meine erste Berührung mit Susan Ryeland. Es fängt ziemlich harmlos an, Susan fühlt sich auf Kreta persönlich nicht wohl und es zieht sie zurück in die englische Heimat, London. Als Lektorin wird ihr ein neues Buch angeboten, das ziemlich interessant klingt. Also greift sie zu und das Drama gewinnt an Fahrt.
Trotz der beinahe 600 Seiten wird es nicht langweilig, im Gegenteil, nach und nach baut sich ein zweiter Fall auf, verschachtelt Buch im Buch. Immer wieder überschneiden sich die Stränge, Personen und Geschehnisse. Susan wird immer mehr hineingezogen in beide Fälle. Ich liebe die Anagramme und die doppelten Charaktere. Es ist eine gute Mischung aus Sherlock Holmes und Escape Rätseln. Mit durchweg britischem Understatement und Humor, ich fühlte mich bestens unterhalten. Also bestens geeignet für Leser, die die guten alten Krimis lieben und sicherlich auch eine prima Filmvorlage.

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