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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2018

Lebndiger als eine Serie

Bis zum Himmel und zurück
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“Bis zum Himmel und zurück” ist ein Roman, der einen von der ersten Seite packt und in Katjas Welt entführt. Katja ist Drehbuchautorin und schreibt Serien, das fällt ihr leicht. Doch wenn man sich selbst ...

“Bis zum Himmel und zurück” ist ein Roman, der einen von der ersten Seite packt und in Katjas Welt entführt. Katja ist Drehbuchautorin und schreibt Serien, das fällt ihr leicht. Doch wenn man sich selbst wie in einer lebendigen Serie fühlt und nicht die Strippen zieht, ist es nicht mehr so einfach und man kann nicht weg laufen. Dabei ist unsichtbar sein Katjas Stärke.

Das lebensfrohe Cover strahlt Lebensfreude und Harmonie aus. Katjas Leben ist allerdings alles andere als harmonisch. Außer ihrer Freundin Alexa weiß keiner wie es wirklich in ihr aussieht.

Ihre Familie ist zerbrochen als Katja noch sehr jung war und die gibt sich die Schuld dafür. Schuldgefühle sind hier ein wichtiges Gefühl. Wer kennt schon Schuldgefühle nicht? Doch Katjas Schuldgefühle führen zur Zerstörung. Sie hat lange gebraucht um mehr oder weniger ein normales Leben zu führen, zumindest nennt sie es so, aber eigentlich lebt sie nicht sondern versteckt sich vor dem Leben , weil sie sich ihrer Vergangenheit nicht stellt.

Plötzlich wird sie wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und kann diesmal nicht davon laufen.

Die Autorin , Catharina Junk, ist selbst unter anderem auch Drehbuchautorin, was dazu führt, dass die Protagonistin Katja sehr authentisch dargestellt ist. Der Schreibstil ist so lebendig , dass man das Gefühl hat sich alles ganz genau vorstellen zu können. Es besteht eine hervorragende Balance und Harmonie zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Ich finde es bemerkenswert , wie die Autorin es schafft trotz des ernsten Themas, Leichtigkeit und Humor rein zu bringen.

Mir hat das Buch sehr gefallen und ich bin wirklich begeistert. Es war mein erstes Buch von Catharina Junk, aber garantiert nicht das Letzte.

Veröffentlicht am 31.03.2018

Liebe findet immer einen Weg

Nichts ist gut. Ohne dich.
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Kann man bzw darf man einen Menschen lieben, der für den Tod des eigenen Bruders mit verantwortlich ist? Diese Frage stellt sich Jana in dem Roman „Nichts ist gut. Ohne dich.“, von Lea Coplin. Dank vorablesen.de ...

Kann man bzw darf man einen Menschen lieben, der für den Tod des eigenen Bruders mit verantwortlich ist? Diese Frage stellt sich Jana in dem Roman „Nichts ist gut. Ohne dich.“, von Lea Coplin. Dank vorablesen.de und dtv junior Verlag durfte ich das eBook lesen. Es erscheint am 20.4.

Seit dem tragischen und tödlichen Unfalls ihres Bruder zerbricht Janas Famillie und der einzige Mensch, der sie immer verstand, verschwindet aus ihrem Leben. Jana erfuhr nie was damals wirklich passiert ist, sie weiß nur, dass nach diesem Tag ihr komplettes Leben sich verändert und sie plötzlich den Sinn verliert. Ihr Bruder stirbt und Leander, der beste Freund ihres Bruders und auch ihr Freund, verschwindet ohne ihr zu erklären was wirklich passiert ist. Sie weiß nur, dass Leander am Steuer saß und gegen einen Baum gefahren ist. Er hat überlebt, ihr Bruder nicht.

Jana lebt vor sich hin bis plötzlich Leander wieder auftaucht und sie wie ein Defibrillator wieder zum Leben bringt.

So sehr die beiden sich auch gegen die Liebe und ihre Gefühle zueinander wehren, sie werden magisch zueinander angezogen und können nichts dagegen tuen.

Schuld und der Umgang mit Tod spielt in diesem Roman eine große Rolle. Es zeigt wie Tod Menschen verändert, Familien zerstört und manche kommen nie darüber hinweg. Liebe jedoch kennt keine Grenzen. Man muss nur mutig genug sein es zu zulassen.

Die Zerissenheit ist sehr anschaulich und detailliert beschrieben, ich könnte gut nachvollziehen und verstehen wie sich Jana und Leander fühlen. Es ist eine wilde Achterbahn der Gefühle. Vertrauen spielt hier eine große Rolle und die Angst den anderen verletzten zu können. Doch geht man dieses Risiko nicht mit jeder Beziehung ein?

Da es einen Perspektivenwechsel gibt, kann man sich in beide Charaktäre gut hineinversetzen.

Der Autorin, Lea Coplin, gelingt es solch ein schwieriges Thema mit ihrem lockeren und authentischen Schreibstil zu einer wunderschönen Geschichte zu verpacken. Es gibt Szenen in den man mit den Protaginisten gemeinsam weinen möchte, aber man lacht auch mit ihnen.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Es ist ein toller Jugendroman, der sich mit zwei wichtigen Themen auseinandersetzt Schuld und Tod. Ich kann es jedem wärmstens empfehlen und vergebe fünf Sterne.

Veröffentlicht am 06.03.2018

Wer war die erste Frau von Einstein?

Frau Einstein
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Wer ist Mileva Maric? Ich habe diesen Namen noch nie gehört. Alber Einstein dagegen kennt jeder. Die Autorin Marie Bendict stößt durch Zufall auf die Information, dass Albert Einsteins erste Frau auch ...

Wer ist Mileva Maric? Ich habe diesen Namen noch nie gehört. Alber Einstein dagegen kennt jeder. Die Autorin Marie Bendict stößt durch Zufall auf die Information, dass Albert Einsteins erste Frau auch Naturwissenschaftlerin war und so entsteht dieses fabelhafte Buch über die unbekannte "Frau Einstein".


Ende des 19. Jahrhunderts war es für Frauen fast unmöglich zu studieren und eine höhere Ausbildung anzustreben. Doch Mileva war an nichts anderem interessiert, sie war wie vernarrt in Mathematik und Physik. In Zürich gab es die Möglichkeit für Frauen zu studieren, auch wenn nur wenige angenommen wurden. Mileva bekam diese Möglichkeit und so lernte sie auch Albert Einstein kennen.

Mileva hat es nicht nur damit zu kämpfen, dass sie eine Frau ist und sich unter Männern durch kämpfen muss, sie ist aus Serbien und diese werden in der Schweiz zu der Zeit schief angeguckt.

Albert Einstein ist der Einzige, der sie akzeptiert und ihr ohne jeglichen Vorurteilen begegnet. Man könnte meinen die Zwei wären wie für einader geschaffen, doch Einstein hat auch eine kalte Seite und drängt sie immer mehr in die Rolle einer Hausfrau.

Von der ersten Seite an begibt man sich nach Zürich in das Ende des 19. Jahrhundertsund fiebert mit Mileva mit. Ihre Ängste, Bedenken und Gefühle sind detailiert und gut nachvollziehbar dar gestellt. An sich kann man sich alles bildlich vorstellen, wie sie in dem Hörsaal neben Einstein sitzt, wie alle sie schien an sehen, wie sie mit ihren Freundinnen musiziert und Tee trinkt. Man hat das Gefühl man ist mittendrin im Geschehen. Der Schreibstil und die Geschichte haben mich gepackt und in ihren Bann gezogen. Ich bin mir sicher, dass es noch viel mehr hochinteressante und begabte Frauen gab, die aber unbekannt sind.

Ich kann dieses Buch jedem wrämstens empfehlen und freue mich jetzt schon auf neue Bücher von Marie Benedict.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Kann man vor der Vergangenheit weglaufen?

Verliere mich. Nicht.
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"Verliere mich.Nicht." von Laura Kneidl ist der zweite Teile einer Dilogie. Sage, die Protagonistin, versuchte in dem ersten Teil von ihrer Vergangeheit davon zu trennen, nun hat die vergangeheit sie eingeholt ...

"Verliere mich.Nicht." von Laura Kneidl ist der zweite Teile einer Dilogie. Sage, die Protagonistin, versuchte in dem ersten Teil von ihrer Vergangeheit davon zu trennen, nun hat die vergangeheit sie eingeholt und sie versucht alles, dass ihr neues Leben von ihrer Vergangenheit zu trennen. Das ist gar nicht so einfach, denn das heißt auch, dass sie Luca nicht wieder an sich ran lassen will bzw kann. Doch die anziehungskraft zwischen den beiden ist sehr groß und es wird immer schwieriger als sie wieder bei April und Luca einzieht.
Angst ist ein Gefühl, dass sich nur schwer erklären lässt. Sage ist gefangen von ihrer Angst, langsam lernt sie damit umzugehen und Luca ist ihr eine große Hilfe und Stütze.
Der Schreibstil ist fesselnd und man kann Sage und ihre Gefühle gut nachvollziehen, man versteht ihre Angst und fühlt mit ihr. Die Charaktäre sind alle rund. Sage und ihre Vergangenheit stehen im Mittelpunkt, aber natürlich auch ihre Beziehung zu Luca, denn wer weiß ob sie sich verändert hätte ohne ihn. Durch die Liebe wächst man, das zeigt die Beziehung von Luca uns Sgae sehr deutlich. Einen Perspektivenwechsel hätte ich mir vielleicht gewünscht, es wäre interessant gewesen zu sehen, wie Luca denkt, andererseits finde ich es gut, dass der Fokus auf Sage gelegt ist.
Dieses Buch gibt einem Mut, nicht nur sich mit der Angst auseinander zu setzen sonder auch sich seiner Vergangenheit zu stellen. Man kann nicht immer davor weglaufen, irgendwann wird sie einen einholen. Man kann auch nicht wirklich neu anfangen, wenn man noch nicht richtig mit der Vergangenheit abgeschlossen hat.
Missbrauch wird in unserer Gesellschaft noch viel zu sehr totgeschwiegen. Die Opfer fühlen sich allein gelassen und haben Angst und denken, dass man ihnen sowieso nicht glauben wird. Diese Geschichte zeigt, dass es sich lohnt mutig zu sein und sich seiner Vergangeheit zu stellen. Ich kann diese Dilogie jedem empfehlen!

Veröffentlicht am 11.02.2018

Angelas Herz führt nach Afrika

Cape Town Kisses
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Diese herzergreifende Geschichte zeigt einem was wahres Glück ist.
Das romantische und wunderschöne Cover verspricht große Gefühle, Erotik und das alles auch noch in Afrika, was will man mehr?! Abenteuer, ...

Diese herzergreifende Geschichte zeigt einem was wahres Glück ist.
Das romantische und wunderschöne Cover verspricht große Gefühle, Erotik und das alles auch noch in Afrika, was will man mehr?! Abenteuer, Natur und Liebe ist doch eine wundervolleund gelungene Mischung. Doch bereits der Klappentext verrät, dass diese Geschichte anders wird. Denn die Protagonistin, Angela, hat einen Gehinrtumor und das Einzige was sie will, ist dass ihr zwölfjähriger Sohn, Jasper, nach ihrem Tod jemanden hat, der ihm Liebe, Geborgenheit und Sicherheit gibt und für ihn da ist. Ihr liebenswürdeiger, witziger ,wolkentanzender Bruder, Carl, kommt nicht in Frage, da er ein Nomadenleben führt.
Deswegen beschließt Angela nach Südafrika zu fliegen um dort nach Jaspers Zeuger zu suchen. Das ergibt sich als äußerst kompliziert, denn außer dem Namen und der Bar in der er damals gearbeitet hat, weiß angela nicht über den biologischen Vater von Jasper. während der Suche wird Angela bewusst wie naiv ihre Hoffnung war, doch sie gibt nicht auf, denn sie muss wissen wie es mit Jasper weiter geht.
Auf einer Safari kommt Angela nicht nur den Tieren näher. ab und zu gibt es einen Perspektivenwechsel und der Leser lernt den Naurburschen, George, kennen, der mit seinem Vater eine Farm in Afrika leitet. Seine Liebe zur Natur und zu den Tieren ist ansteckend. Darüberhinaus lernt man ihn so besser kennen und erfährt wie er fühlt und denkt und wovor er Angst hat.
Der Schreibstil ist von der ersten Sekunde an fesselnd und das Schicksal von Angelas bewegt mich sehr. Taschentücher sollte man bereitstellen.
Solch eine Diagnose ist schwer und jeder geht damit anders um. Durch den Perspektivenwechsel wird verdeutlicht, dass es für die Angehörhigen auch sehr schwer sind, vor allem sind sie die jenigen, die am ende mit dem schweren Verlust leben müssen.
Ich finde es bemerkenswert wie Angela versucht jede Sekunde zu genießen und die Zeit zu nutzen.
Diese geschichte lehrt einen wie kostbar die Zeit ist und man sollte nicht alles auf morgen verschieben.