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Veröffentlicht am 19.02.2026

✎ Monika Feth - Die blauen und die grauen Tage

Die blauen und die grauen Tage
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Als ich „Die blauen und die grauen Tage“ zum ersten Mal in der Hand hielt und den Klappentext las, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen musste. Und doch zögerte ich. Das Thema traf einen wunden ...

Als ich „Die blauen und die grauen Tage“ zum ersten Mal in der Hand hielt und den Klappentext las, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen musste. Und doch zögerte ich. Das Thema traf einen wunden Punkt. Ein Kinderroman über Demenz liest sich anders, wenn man den geistigen Abbau eines geliebten Menschen selbst erlebt hat.

Meine Oma starb vor zwei Jahren an den Folgen eines schweren Schlaganfalls. Zuvor hatte sie bereits einen Herzinfarkt und einen Hirninfarkt überstanden. Wir bemerkten lange vorher, dass etwas nicht stimmte. Trotzdem lebte sie allein in ihrem Haus - aus eigener Überzeugung. Ich hätte sie gern zu mir geholt, doch wir wohnen im Ausland und sie wollte ihre vertraute Umgebung nicht verlassen. Alte Wurzeln verpflanzt man nicht einfach. Der letzte Schlaganfall traf sie dann mit voller Wucht; man fand sie erst einen Tag später. Auf dem MRT wurde sichtbar, dass es schon zuvor zahlreiche kleine Gefäßschädigungen gegeben haben musste - vermutlich der Grund für die schleichenden Ausfälle.

In Monika Feths Kinderroman leidet die Großmutter an Zerebralsklerose, einer Durchblutungsstörung des Gehirns, die kognitive Einschränkungen verursachen kann. Beim Lesen begann ich zu recherchieren und stieß unter anderem auf medizinische Erläuterungen zur vaskulären Demenz. Vieles davon deckte sich mit dem, was ich erlebt hatte. Auch meine Oma hätte konsequent betreut und medikamentös begleitet werden müssen. Doch Medikamente regelmäßig einzunehmen, überforderte sie. Selbst vorbereitete Tablettenpläne halfen kaum. Ein ambulanter Dienst wurde eingeschaltet, erfüllte seine Aufgabe jedoch nicht mit der nötigen Sorgfalt - eine Erfahrung, die ich bis heute schwer akzeptieren kann.

Die Geschichte wird aus der Perspektive der Enkelin Evi erzählt. Dadurch entsteht eine unmittelbare Nähe. Man erlebt Unsicherheit, Hoffnung, Loyalität und Überforderung durch die Augen eines Kindes, welches begreift, dass etwas Grundlegendes aus dem Gleichgewicht gerät. Feth zeigt, wie sich Rollen innerhalb einer Familie verschieben und Verantwortung plötzlich dort landet, wo eigentlich Schutz sein sollte. Diese erzählerische Entscheidung macht das Buch für junge Lesende zugänglich und nachvollziehbar.

Es gibt eine Szene, in der Evi aus einer spontanen Emotion heraus handelt und sich sowie ihre Großmutter in Gefahr bringt. Diese Passage ließ mich angespannt zurück. Ich konnte die Motivation verstehen, aber die Konsequenzen wirkten zu riskant. Vielleicht wollte die Autorin hier die Verzweiflung greifbar machen, vielleicht auch die Hilflosigkeit eines Kindes angesichts einer Krankheit, die sich rational kaum fassen lässt.

Die Autorin nähert sich dem Thema sensibel und altersgerecht. Gerade dadurch bleiben manche Entwicklungen vereinfacht. Auf knapp 250 Seiten lässt sich die Komplexität einer neurodegenerativen Erkrankung nur begrenzt darstellen. Dennoch hätte ich mir mehr Ambivalenz gewünscht - mehr Zwischentöne, mehr Momente, in denen nicht nur Erinnerungslücken, sondern auch Identitätsverlust und Kontrollverlust sichtbar werden.

Der Schluss spendete mir persönlich Trost. Ein Gedanke daran, wie es hätte in meiner Familie laufen können, wenn man früher reagiert hätte, wenn jemand schneller hingesehen hätte. Auch wenn ich weiß, dass meine Großmutter eine solche Einmischung höchst wahrscheinlich niemals akzeptiert hätte.

Trotz meiner Kritik halte ich „Die blauen und die grauen Tage“ für einen wichtigen Kinderroman zum Thema Demenz und Zerebralsklerose. Er schafft Bewusstsein für eine Erkrankung, die Familien nachhaltig verändert, ohne junge Leserinnen und Leser zu überfordern.

Dass das Buch bereits 1996 erschienen ist, erklärt manche Vereinfachung. Der medizinische Wissensstand über vaskuläre Demenz und damit verbundene Prozesse war damals weniger differenziert als heute. Und dennoch bleibt die Geschichte berührend, weil sie einen Kern trifft, der zeitlos ist: die Angst, einen geliebten Menschen Stück für Stück zu verlieren, während er körperlich noch da ist.

©2026 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 02.02.2026

✎ Felicitas Andresen - Die Frau mit den 3 Händen

Die Frau mit den 3 Händen
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Als ich „Die Frau mit den 3 Händen“ schließlich beendet hatte, war ich ehrlich überrascht von meinen eigenen Gefühlen. Zu Beginn wollte ich das Buch fast beiseitelegen. Nach mehreren Anläufen war ich kurz ...

Als ich „Die Frau mit den 3 Händen“ schließlich beendet hatte, war ich ehrlich überrascht von meinen eigenen Gefühlen. Zu Beginn wollte ich das Buch fast beiseitelegen. Nach mehreren Anläufen war ich kurz davor aufzugeben, wollte es dann aber doch noch ein letztes Mal versuchen - und genau da hat es mich plötzlich gepackt. Ab diesem Punkt konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen.

Der Einstieg fiel mir schwer, vor allem der Zugang zu Jessica, der neunjährigen Protagonistin. Die Ich-Perspektive aus Sicht eines Kindes verlangte mir einiges ab, und ich musste mich erst an den Ton und die Sprache der Geschichte gewöhnen. Jessicas Alltag in der Nachkriegszeit und ihre innere Welt wirkten auf mich zunächst überraschend distanziert, obwohl die Autorin viel Gefühl in leisen Zwischentönen transportiert. Jessica spielt mit imaginierten Geschwistern, lebt stark aus ihrer Fantasie heraus. Doch diese Tiefe erschloss sich mir nicht sofort.

Irgendwann jedoch änderte sich etwas. Plötzlich steckte ich mitten in Jessicas Welt, spürte ihre Unsicherheit, ihre Sehnsucht nach Nähe, ihre stille Hoffnung. Es war, als gäbe es kein Buch mehr zwischen uns, sondern als würde ich direkt neben ihr stehen, ihre Schritte begleiten und miterleben, wie sich ihr Leben langsam verändert. An diesem Punkt hat mich die Geschichte vollkommen eingenommen.

Mit dieser Nähe kam bei mir auch ein neuer Gedanke auf: Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass hier mehr mitschwingt als reine Fiktion. Die Art, wie Emotionen, Erinnerungen und Beobachtungen geschildert werden, wirkte auf mich so persönlich und präzise, dass ich mich fragte, ob es sich zumindest in Teilen um eine Autofiktion handeln könnte. Nicht als feststehende Behauptung, sondern als leises Gefühl, das beim Lesen entstand und die Geschichte für mich noch greifbarer machte.

Die Entwicklung dieser jungen Figur ist leise, aber intensiv. Trotz Armut, Einsamkeit und Hunger versucht Jessica, sich selbst treu zu bleiben - und genau das hat mich tief berührt. Sie ist authentisch gezeichnet, beschreibend und rührend, ohne je ins Sentimentale abzurutschen. Besonders gegen Ende tat sie mir immer mehr leid und gleichzeitig habe ich mit ihr gehofft. Als sich ihr Leben schließlich wendet, habe ich mich ehrlich für sie gefreut.

Und doch ist „Die Frau mit den 3 Händen“ kein Buch, das jede*r sofort lieben wird. Es ist keine leichte Lektüre, verlangt Geduld und Offenheit - belohnt einen aber genau dann mit einer intensiven Nähe zu seiner Figur.

Mich hat dieses Buch am Ende sehr bewegt. Nicht nur wegen der Geschichte selbst, sondern auch, weil es mir erneut gezeigt hat, wie unterschiedlich wir Literatur wahrnehmen und wie sehr ein Buch erst im Kopf der Lesenden lebendig wird. Die Nachkriegszeit, das Theaterleben, die Einsamkeit und die Fantasie eines Mädchens sind hier keine bloße Kulisse, sondern wurden während des Lesens zu einem Teil von mir.

©2026 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 01.02.2026

✎ Julya Rabinowich - Mo & Moritz

Mo & Moritz
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Im Coming-of-Age-Roman „Mo & Moritz“ verbindet Julya Rabinowich eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen mit einer auffallenden Dichte gesellschaftlicher Themen. Alltagsrassismus, Identität, Homosexualität, ...

Im Coming-of-Age-Roman „Mo & Moritz“ verbindet Julya Rabinowich eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen mit einer auffallenden Dichte gesellschaftlicher Themen. Alltagsrassismus, Identität, Homosexualität, familiäre Erwartungen, Vorurteile, Antisemitismus, Trauma, Flucht, Fremdenfeindlichkeit (und einiges mehr) stehen nebeneinander und wollen gleichzeitig erzählt werden. Dieser Anspruch ist spürbar und prägt das gesamte Buch.

Gerade diese thematische Fülle empfand ich als ambivalent. Einerseits beeindruckt der Mut, so viele relevante Fragen aufzugreifen, andererseits entsteht der Eindruck, dass das Buch zu viel auf einmal will. Mehrfach bleiben Konflikte nur angerissen, statt wirklich vertieft zu werden. Dadurch verlieren einige Entwicklungen an Schärfe, obwohl ihr Potenzial deutlich erkennbar ist.

Trotzdem gelingen Rabinowich starke, lebendige Momente. Besonders Mos Chef im Friseursalon bleibt hängen: als ruhiger Gegenpol zur familiären Enge, als Figur, die Wärme ausstrahlt und dem Protagonisten Halt gibt.

Auch die Beziehung zwischen Mo und Moritz ist feinfühlig angelegt und emotional nachvollziehbar. Die Perspektiven der beiden wirken authentisch, ihre inneren Konflikte sind verständlich und nahbar. Gleichzeitig fehlt es manchen Szenen an Tiefe, um diese Gefühle wirklich auszukosten. Einige Figuren und Konfliktlinien bleiben eher Skizzen als ausgearbeitete Porträts.

Rabinowichs Sprache trägt den Roman spürbar. Der Stil ist zugänglich, lebendig und nah an den Emotionen der Figuren. Von Beginn an entsteht ein Sog, der das Weiterlesen leicht macht. Diese erzählerische Kraft sorgt dafür, dass die Geschichte berührt, selbst dort, wo sie inhaltlich zu viel auf einmal schultern will.

Am Ende bleibt „Mo & Moritz“ für mich ein Jugendroman mit großem thematischem Mut und ehrlicher emotionaler Wirkung, der jedoch zeigt, wie schwer es ist, eine so dichte Stofffülle auf engem Raum wirklich auszuerzählen.

©2026 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 31.01.2026

✎ Sherif Rizkallah - Kennst du deine Rechte?

Kennst du deine Rechte?
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Das Kindersachbuch „Kennst du deine Rechte? Die Grundrechte vom logo!-Moderator erklärt“ von Sherif Rizkallah hat den Anspruch, Kindern ab etwa zehn Jahren die Grundrechte des deutschen Grundgesetzes verständlich ...

Das Kindersachbuch „Kennst du deine Rechte? Die Grundrechte vom logo!-Moderator erklärt“ von Sherif Rizkallah hat den Anspruch, Kindern ab etwa zehn Jahren die Grundrechte des deutschen Grundgesetzes verständlich zu machen. Im Mittelpunkt stehen 14 ausgewählte Artikel, die in insgesamt 16 illustrierten Comics aus dem Schulalltag aufgegriffen werden. Ergänzt werden diese durch erklärende Texte, historische Einordnungen und kurze Ausblicke über Deutschland hinaus. Der Ansatz ist klar: komplexe Inhalte sollen niedrigschwellig, visuell und alltagsnah vermittelt werden.

Beim Lesen zeigt sich jedoch schnell eine strukturelle Unschärfe. Es wird nicht eindeutig benannt, wie viele Grundrechte das Grundgesetz insgesamt umfasst, obwohl genau das für politische Bildung zentral wäre. Durch die Anzahl der Comics entsteht zunächst der Eindruck, es handele sich um 16 Grundrechte. Erst beim genaueren Hinsehen wird deutlich, dass Artikel 5, die sogenannten Kommunikationsgrundrechte, auf drei Comics aufgeteilt ist, während Artikel 7 zum Schulwesen vollständig fehlt. Gerade weil sämtliche Comics im schulischen Kontext spielen, wirkt diese Auslassung wie eine verpasste Chance.

Auch die Darstellung von Vielfalt bleibt hinter den Möglichkeiten zurück. Die Figuren sind farblos gehalten, was zwar stilistisch einheitlich wirkt, aber reale gesellschaftliche Vielfalt kaum abbildet. Es gibt einen Charakter im Rollstuhl und eine Figur mit Patka, doch darüber hinaus fehlen sichtbare Unterschiede in Hautfarbe, sozialen Lebensrealitäten oder kulturellen Hintergründen. Für ein Buch, das sich mit Grundrechten beschäftigt und junge Menschen sensibilisieren will, wirkt diese Zurückhaltung auffällig.

Überzeugend ist hingegen der grundsätzliche Aufbau. Jedes Thema folgt einem klaren Schema: Zunächst wird das jeweilige Grundrecht erläutert, anschließend in einem Comic aus dem Schulalltag veranschaulicht und danach durch zusätzliche Informationen eingeordnet. Besonders sinnvoll ist, dass die Comics im Nachhinein noch einmal kritisch geprüft werden - also ob das, was dort behauptet wird, tatsächlich so zutrifft. Am Ende erweitert das Buch den Blick über die einzelnen Rechte hinaus, indem es das politische System Deutschlands mithilfe von Mindmaps erklärt und kurz auf die UN-Kinderrechte eingeht.

Insgesamt ist das Buch gut zugänglich und anschaulich gestaltet, lässt aber an entscheidenden Stellen Präzision vermissen. Vor allem die Auswahl der behandelten Artikel und die eingeschränkte Repräsentation mindern das Potenzial eines ansonsten durchdachten Konzepts.

©2026 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 19.01.2026

✎ Leonie Lutz & Mareike Brede - Verstehen statt verlieren

Verstehen statt verlieren
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Meine Tochter ist knapp acht Jahre alt und noch weit von der Pubertät entfernt. Trotzdem bestimmt das Thema Medienkonsum unseren Alltag bereits jetzt. Es geht dabei fast ausschließlich um Situationen unterwegs, ...

Meine Tochter ist knapp acht Jahre alt und noch weit von der Pubertät entfernt. Trotzdem bestimmt das Thema Medienkonsum unseren Alltag bereits jetzt. Es geht dabei fast ausschließlich um Situationen unterwegs, egal ob im Auto oder in der Bahn. Das Handy wird schnell eingefordert - als selbstverständlicher Begleiter gegen Langeweile. Zu Hause ist die Nutzung klar begrenzt: Mein Smartphone darf sie gelegentlich verwenden, um Fotos oder Videos aufzunehmen, die privat bleiben und nicht veröffentlicht werden. Einen Fernseher gibt es ebenfalls, allerdings läuft er selten - abends für die Nachrichten, am Wochenende für eine gemeinsame Serie. Mehr nicht.

Gerade weil das Thema aktuell noch überschaubar ist, wollte ich mich frühzeitig mit dem auseinandersetzen, was unweigerlich kommen wird. Aus diesem Grund habe ich zu dem Buch „Verstehen statt verlieren: Erste Hilfe für die Smartphone-Pubertät“ von Leonie Lutz und Mareike Brede gegriffen. Die Lektüre hat mich stärker getroffen, als ich erwartet hatte. Nicht nur mit Blick auf mein Kind, sondern auch auf mein eigenes Medienverhalten. Viele App-Einstellungen waren mir schlicht unbekannt. Weil ich mich nicht auf allen Plattformen bewege, hatte ich keine reale Vorstellung davon, welche Inhalte Jugendlichen dort begegnen - einige beschriebene Hashtags haben mir schier die Luft geraubt.

Ich bewege mich bewusst in bestimmten digitalen Räumen und bekomme vieles nicht mit. Das schützt, verzerrt aber auch. Die Versuchung war groß, die genannten Schlagworte selbst zu suchen, um mir ein eigenes Bild zu machen. Ich habe es gelassen, weil ich weiß, wie schnell Algorithmen kippen und wie nachhaltig sich Inhalte festsetzen, die man eigentlich gar nicht sehen will. Diese Gratwanderung zwischen Informiertsein und Selbstschutz beschreibt das Buch sehr treffend.

Zwei Abschnitte habe ich bewusst übersprungen - nicht aus Desinteresse, sondern weil sie für meinen Fokus auf digitale Medien keine neue Tiefe brachten. Den Abschnitt „Achterbahn der Gefühle“ und die Passagen zu körperlichen Veränderungen und Sexualität habe ich an anderer Stelle bereits ausführlich mit meiner Tochter besprochen. In diesem Buch wirkten diese Themen eher angerissen als integriert.

Was bleibt, ist ein deutlicher Mehrwert. Besonders überzeugt hat mich, dass die Autorinnen nicht bei Warnungen stehen bleiben, sondern konkrete Handlungsoptionen aufzeigen. Ein paar der empfohlenen Seiten und Projekte kannte ich zwar dem Namen nach, hatte sie aber nie systematisch genutzt. Der Anhang mit hilfreichen Apps, Anlaufstellen für Eltern und Jugendliche sowie einer umfangreichen Quellenliste ist praxisnah und erspart lange Eigenrecherche.

Beim ersten Lesen habe ich mir Notizen gemacht, eher grob, eher intuitiv. Beim zweiten Durchgang werde ich genauer hinschauen, markieren, Links prüfen und mir Schritt für Schritt Wissen aneignen, das ich hoffentlich noch eine Weile nicht aktiv anwenden muss. Trotzdem fühlt es sich richtig an, vorbereitet zu sein, bevor das Smartphone nicht mehr nur Reisebegleiter, sondern sozialer Mittelpunkt wird.

Das Buch hat bei mir etwas angestoßen. Deshalb steht auch „Begleiten statt verbieten“ bereits auf meiner Merkliste. Nicht, weil ich Antworten suche, die mir jemand abnimmt, sondern weil ich verstehen will, wie Begleitung gelingen kann, ohne Kontrolle zur Dauerhaltung werden zu lassen.

©2026 Mademoiselle Cake