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Veröffentlicht am 13.02.2026

Jeder ist besonders!

Eine Oma für alle Fälle
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Edgar hat Ferien, ist aber fast den ganzen Tag allein zu Hause, weil die Eltern beruflich gerade ein wichtiges Projekt haben. Für Edgar ist das kein Problem, dennoch ist es spannend, als eine neue Bewohnerin ...

Edgar hat Ferien, ist aber fast den ganzen Tag allein zu Hause, weil die Eltern beruflich gerade ein wichtiges Projekt haben. Für Edgar ist das kein Problem, dennoch ist es spannend, als eine neue Bewohnerin ins Mietshaus einzieht. Sie ist ganz eindeutig das ganze Gegenteil von Edgar. Er liebt Ordnung und gesunde Ernährung, sie liebt das Chaos und Süßigkeiten. Doch die beiden werden blitzschnell zu besten Freunden.

Ich finde das Buch einfach entzückend, bezaubernd, liebenswert! Jede Figur ist hier auffallend auf eigene Weise. So hat Edgar für jeden Wochentag eine Farbe, die er in der Kleidung ausdrückt. Außerdem trägt er immer Krawatte! Frau Koschitz hängt alle Bilder verkehrtherum auf. Es macht Freude und Spaß und Mut und zeigt, dass jeder auf seine eigene Art besonders ist und das gut und richtig ist. Frau Manteufel, die ebenfalls im Haus wohnt, ist eine Paragrafenreiterin und immer schlecht gelaunt. Bisher hat Edgar sich davon einschüchtern lassen, doch Frau Koschitz zeigt ihm, dass er das gar nicht muss. Die beiden erleben herrliche Abenteuer, haben Spaß und zeigen Groß und Klein, wie wichtig es ist, Freude zu haben und Freude zu geben, jeden zu akzeptieren, denn Edgar macht am Ende etwas sehr Liebes.

Man könnte sich jetzt daran aufhängen, dass man 8jährige Kinder nicht alleine zu Hause lässt und es ganz schrecklich ist, wenn sie zu Fremden in die Wohnung gehen. Ich denke aber, dass die Realität manchmal eben nicht perfekt ist und man auch 8jährigen ein gewisses Maß an Urteilsvermögen zutrauen darf. Edgar hat das meiner Meinung nach großartig gelöst. Und die Eltern können beim Vorlesen ja auch darauf hinweisen, das Kind fragen, wie klug es ist, ohne Bescheid zu geben, zu jemandem zu gehen. Für mich ist dies also kein schwerwiegender Kritikpunkt.

Die Illustrationen von Julia Christians sind perfekt! Sie hat es geschafft, die Figuren perfekt zu treffen, lebendig zu machen und die Texte damit noch lebendiger zu machen. Ich hätte sogar gern noch mehr davon im Buch gefunden. Die Länge der einzelnen Kapitel ist gut gelungen. Es gibt Kapitel mit viel Witz und welche mit Spannung. Eine sehr schöne Mischung. Die Altersangabe ab 6 Jahren finde ich stimmig.

Für mich ein tolles Kinderbuch zum Vorlesen und später selbst lesen. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Fünf tote Geier fressen 24 Katzen im Mondschein

Das Signal
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Viola Decker hat keine Ahnung, warum sie eigentlich in den alten Weinkeller wollte, der dann eingebrochen ist, wodurch sie ein Bein verloren hat. Ihr Mann Adam kümmert sich sehr um sie. Den Umbau des alten ...

Viola Decker hat keine Ahnung, warum sie eigentlich in den alten Weinkeller wollte, der dann eingebrochen ist, wodurch sie ein Bein verloren hat. Ihr Mann Adam kümmert sich sehr um sie. Den Umbau des alten Hauses lässt er aber schleifen. Ottilia, die Pflegerin, die Adam eingestellt hat, ist schon eher eine Wächterin und Vio fühlt sich entmündigt, eingesperrt, eher gebremst als gefördert. Besuch wird möglichst nur nach Voranmeldung hereingelassen, die Krücken werden außer Vios Reichweite gelegt. Da kommt Vio auf die Idee, mit winzigen GPS-Trackern Gegenstände zu überwachen. Und bald auch Adam. Dass so einiges nicht stimmt, wird dadurch bald bestätigt.

Tessa Mittelstedt vermittelt mit ihrer Art, die Story einzulesen, die perfekte Atmosphäre. Nicht nur das, was in Vio aufgrund des Unfalls und des Verlustes des Beines vor sich geht, auch wie das, wie sich Adam und Ottilia verhalten, empfindet man quasi selbst nach. Man kommt, wie Vio, kaum weiter, obwohl es immer mehr seltsame Puzzleteilchen gibt. Die Erkenntnis ist immer gerade so eben außer Reichweite.

Benno ist für mich eine wunderbare Figur. Ich kann mich tatsächlich nicht daran erinnern, dass jemand mit dem Down-Syndrom in einem Krimi, Thriller oder Roman dabei war. Hier wurde das sehr einfühlsam und unverklärt eingebaut.

Die Story scheint harmlos und ein wenig langweilig daherzukommen, doch gibt es von Anfang an Hinweise darauf, dass das dicke Ende nachkommen wird. Vios Ahnungen stimmen nicht immer genau so, wie sie sie empfindet, doch was zutrifft, übertrifft dann ihre Vermutungen immer um Längen. So wird auch der Leser bzw. Hörer immer wieder auf falsche Spuren geführt, auch wenn dazwischen auch richtige auftauchen.

Die Auflösung hält eine Überraschung bereit, die so einigen nicht gefallen wird, meinen Gerechtigkeitswunsch aber sehr zufriedenstellt. Dies ist mein erstes Buch der Autorin gewesen, aber ich werde mir den Namen definitiv merken. Ich wurde richtig gut unterhalten. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Berührend!

Love and be loved
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Dieses Geschenkbuch steckt voller Liebe und positiver Gedanken. Jeder einzelne Satz hüllt in eine Umarmung, die sagt, Du bist wichtig! Cleo Wade bringt Themen zur Sprache, die uns alle immer wieder beschäftigen. ...

Dieses Geschenkbuch steckt voller Liebe und positiver Gedanken. Jeder einzelne Satz hüllt in eine Umarmung, die sagt, Du bist wichtig! Cleo Wade bringt Themen zur Sprache, die uns alle immer wieder beschäftigen. So ist dieses Buch auch eine Stütze, eine Hilfe, ein Trost, aber vor allem eben die Erinnerung daran, dass man geliebt wird und es so vieles gibt, das man liebt, lieben kann, lieben soll. Und es zeigt nebenbei auch auf, wo man selbst oft vergisst, sanfter zu sich, aber auch anderen zu sein. Ganz ohne moralisch erhobenen Zeigefinger, denn es sind die Worte aus dem Herzen einer Mutter.

Die Illustrationen sind sanft und zart und passen so perfekt zu den Sätzen, die, wie die Autorin am Ende anmerkt, ursprünglich ein Gedicht für ihre beiden Töchter waren. Das spürt man tatsächlich. Es spricht Kinder ebenso an, wie Erwachsene, es ist zeitlos und für jeden. Ich liebe die irischen Segenssprüche und diese Mögest-du-Wünsche erinnern mich sehr daran.

Mich berührt dieses Büchlein sehr. Ganz klare fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Zucchinischwemme? Kein Problem!

Zucchini
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Es ist ja wirklich so – selbst wenn man sonst keinen grünen Daumen hat, die Zucchini wachsen und gedeihen und oft ist schon eine Pflanze so ertragreich, dass man kaum noch weiß, wo hin damit. Da ist ein ...

Es ist ja wirklich so – selbst wenn man sonst keinen grünen Daumen hat, die Zucchini wachsen und gedeihen und oft ist schon eine Pflanze so ertragreich, dass man kaum noch weiß, wo hin damit. Da ist ein Büchlein mit ganz vielen Rezepten für dieses vielseitige Gemüse eine tolle Sache.

Sarah Tischer war mir bisher kein Begriff, aber sie kommt sympathisch und nett rüber. Außerdem ist das Buch nicht mit Fotos von ihr selbst überschwemmt. Dafür gibt es aber tatsächlich zu meiner großen Freude zu jedem Rezept ein Bild. Vorher gibt es aber erst noch Hinweise zu den Rezepten; Kleine Warenkunde; Tipps zu Anbau und Ernte; Zucchini haltbar machen, lagern und einfrieren. Dieser Theorieteil ist informativ und auch sehr interessant.

Die Rezepte sind dann in die Kapitel Vorspeisen, Beilagen & Snacks; Suppen & Eintöpfe; Hauptgerichte aus Topf & Pfanne; Hauptgerichte aus dem Ofen; Brot & Süßes Backen unterteilt, wobei es am Ende jedes Kapitels noch ein Special gibt. Diese sind immer kleine Highlights für mich.

Jedes Rezept startet mit dem Titel und einer kleinen Erklärung oder Geschichte dazu. Danach folgen klassisch die Zutatenliste, die meist für vier Portionen ausgelegt ist, und die Zubereitungsschritte daneben. Fast immer gibt es noch ein paar extra Tipps dazu oder Hinweise, wie das vegetarische Gericht veganisiert werden kann. Weder Angaben zu Zeitbedarf, Schwierigkeitsgrad noch zu Nährwerten findet man. Mich stört das nicht, ich kann mir aber denken, dass viele besonders bei den Nährwerten enttäuscht sein werden. Alle Rezepte sind vegetarisch und die meisten davon lassen sich leicht zu einer veganen Variante machen. Das grüne V kennzeichnet vegane Rezepte, das olivfarbene V zeigt an, dass diese Rezepte schnell und leicht veganisiert werden können.

Die Anweisungsschritte sind sehr leicht verständlich und die Zutaten klassisch und fast alle im Standardvorrat zu finden. Da ich Gemüseschnitzel sehr gerne esse, freue ich mich besonders über das Rezept für Zucchini Sesam Schnitzel. Eigentlich unverständlich, dass ich darauf noch nicht gekommen war! Aber auch die Spaghetti mit Zucchini-Bällchen haben es mir angetan, ebenso der Zucchini-Flammkuchen. Bis zur nächsten Zucchini-Schwemme habe ich noch etwas Zeit. Bis dahin probiere ich noch viele weitere der Rezepte schon mal aus mit Zucchini vom Markt.

Auch Nicht-Vegetarier werden hier viele Gerichte finden, die ihnen schmecken, ganz ohne dass sie das Fleisch vermissen werden. Und hin und wieder ein fleischloser Tag schadet nicht. Wir essen inzwischen erstaunlich oft fleischlos und merken, dass es nur das richtige Gericht braucht, um trotzdem den vollen Genuss zu haben.

Mir gefällt dieses Buch außerordentlich gut. Die Rezepte sind vielseitig und fast schon international. Auch Kochanfänger können sie locker hinbekommen. Ich gebe sehr gern die vollen fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Für prächtige Hochbeete im eigenen Garten

Gärtnern mit dem Hochbeet
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Dieses Buch quillt geradezu über vor Ideen und Liebe zu Hochbeeten! Die Kapitel Hochbeete im Garten; Planen und Bauen; Pflanzen und Pflegen stecken voller wichtiger und hilfreicher Informationen. Aber ...

Dieses Buch quillt geradezu über vor Ideen und Liebe zu Hochbeeten! Die Kapitel Hochbeete im Garten; Planen und Bauen; Pflanzen und Pflegen stecken voller wichtiger und hilfreicher Informationen. Aber auch die Übersicht der Krankheiten und Schädlinge mitsamt Tipps zur Abhilfe ist hoch interessant. Zum Abschluss gibt es noch die Übersicht Mischkultur, die gute und schlechte Nachbarn zu den Pflanzenarten aufzeigt.

Die vielen prächtigen Fotos veranschaulichen deutlich, was man mit Hochbeeten erreichen kann. Nicht nur die Pflanzen darin, sondern die Materialien und Formen der verschiedenen Hochbeete sind umwerfend. Es gibt einige Fotostrecken für den Aufbau von diversen Hochbeeten aus den unterschiedlichsten Materialien. Ob bepflanzt mit Gemüse, Obst, Kräuter, Gräser oder Blumen, die gezeigten Hochbeete überzeugen, dass man selbst auch mindestens eines, besser mehrere, haben muss! Für alle Begebenheiten und Lichtverhältnisse gibt es hier Tipps und Informationen. Alle Materialien werden vorgestellt und für jeden Geldbeutel findet sich eine Möglichkeit, ein Hochbeet anzulegen.

Obwohl ich schon länger Hochbeete bepflanze, habe ich in diesem Buch massenweise neue Ideen, Anregungen und Informationen für mich gefunden. In das Hochbeet aus Gabionen mit Ziegeln habe ich mich regelrecht schockverliebt. Leider werde ich das aus Mangel an Material nicht nachbauen können. Dennoch werden es bei mir mit jedem Jahr mehr Hochbeete, so genial finde ich sie.

Die Informationen für Bepflanzungen und zu einzelnen Pflanzen sowie deren Bedürfnisse machen die Hoffnung auf noch größere Erträge, als ich bisher hatte, enorm groß. Schön strukturierte Informationen zu allen Fragen rund um das Hochbeet gepaart mit vielen Bildern ist genau die Art Hilfe, die mir in Gartendingen am liebsten ist. Die Liste für die Mischkultur mit guten und schlechten Nachbarn finde ich sehr informativ. Zudem fühlt man sich mit den Texten nicht klein und dumm, nicht belehrt. Und obwohl man den Wunsch hat, ganz viel in Hochbeeten anzubauen, entsteht kein Druck, gleich zum Selbstversorger werden zu müssen.

Kommt gut rüber, dass ich das Buch mag, oder? Wieder einmal hat ein GU-Ratgeber meine Erwartungen bestens erfüllt! Fünf Sterne.

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