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Veröffentlicht am 28.02.2026

Drei Namen, drei Leben

Die Namen
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Beeinflusst der Namen die eigene Geschichte, den Verlauf eines Lebens? Um diese Frage dreht sich dieser Roman von Florence Knapp. Zuweilen fühlte ich mich an den Roman von Paul Auster 4-3-2-1 erinnert, ...

Beeinflusst der Namen die eigene Geschichte, den Verlauf eines Lebens? Um diese Frage dreht sich dieser Roman von Florence Knapp. Zuweilen fühlte ich mich an den Roman von Paul Auster 4-3-2-1 erinnert, denn er spielt auch mit verschiedenen Lebensverläufen - nur noch intensiver, als es hier der Fall ist.
Cora hat einen Sohn entbunden. Sein Vater wünscht, dass er Gordon - nach alter Familientradition - heißt, Cora selbst hat Julian als passenden Namen ausgesucht und die neun Jahre ältere Schwester Mira findet Bear als Namen für ihren Bruder schön.
Cora entscheidet sich - dreimal. Und jedes Mal entwickelt sich die Lebensgeschichte des Neugeborenen und der ganzen Familie unterschiedlich.
Der Roman erfordert Konzentration, denn man liest ihn nicht einfach weg. Zuweilen habe ich zurückgeblättert, um den Anschluss an den Verlauf der Geschichte wiederzufinden. Vom Schreibstil her wird eher erzählt. Ruhig. Die Dramen entwickeln sich dennoch. Interessant fand ich, dass bestimmte handelnde Figuren in allen drei Szenarien präsent waren. Nur die Rolle in dem Leben, welches sich unterschiedlich entwickelte, war eine andere. Abhängig vom Verlauf lernt man loslassen zu können. Nicht jede Hauptfigur schafft es bis zum Schluss.
Und letztendlich hängt alles davon ab, wie der Vater auf die Namensvergabe reagiert, seine Person ist der Schlüssel für den weiteren Verlauf.
Ein guter und lesenswerter Roman. Nicht für jede(n), aber empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Kater Bürste plaudert aus dem Nähkästchen

Die schlimmste Klasse der Welt (Band 6) – Helden und Legenden
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Das Cover ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach bombastisch. Ein echter Eye-Catcher, mit dem Erwartungen auf das Buch geschürt werden. Die Illustrationen von Falk Holzapfel
lockern den Text auf. Jede ...

Das Cover ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach bombastisch. Ein echter Eye-Catcher, mit dem Erwartungen auf das Buch geschürt werden. Die Illustrationen von Falk Holzapfel
lockern den Text auf. Jede der zahlreichen Illustrationen spricht für sich, die unterschiedlichen Charaktere sind wirklich gut getroffen.
Der sechste Band aus der Reihe unterscheidet sich nicht in Aufmachung oder Schreibstil, sondern in Bezug auf die eigentliche Geschichte. Denn es ist diesmal nicht eine Story, die sich durch das Buch zieht, sondern es sind viele kurze Geschichten. Roter Faden ist die Einschulung aller Schüler in die 5a, damit beginnt das Buch. Und Kater Bürste beginnt über jeden der 25 Schüler und deren Eigenheiten bzw. Besonderheiten zu berichten, wie der Titel aussagt: eine Erzählung über Helden und Legenden. Selbstverständlich darf auch am Ende seine eigene Heldengeschichte nicht fehlen.
Wie bereits die vorhergehenden Bände (ich kenne Band 1-3), ist dieser auch sehr witzig zu lesen. Vor allem die Gedanken und Kommentare des Klassenkaters Bürste sind wieder genial und machen einfach Laune. Besonders dieser Band lebt davon. Ich persönlich hätte lieber wieder eine durchgehende Geschichte gelesen, in der die Klasse allerlei harmlosen Unsinn anstellt und dabei wieder trotz der Scherze, die oftmals einfach nicht so laufen, wie es gedacht war, beweist, dass sie zusammenhält. Dieses Mal lernt man dafür alle Kids kennen, auch die, die in den bisherigen Büchern vielleicht nicht ganz so im Mittelpunkt standen. Auch die Kurzgeschichten machen Spaß und eignen sich auch für Kids, die nicht so viel Ausdauer beim Lesen mitbringen, denn die Kapitel sind zwischen 5 und 10 Seiten lang. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Wenn die Moral auf der Strecke bleibt

Tödliches Angebot
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Der Immobilienmarkt in Washington ist hart umkämpft. Margo, Ende 30, möchte raus aus ihrer Übergangswohnung und mit ihrem Mann ein schönes Haus in einer bevorzugten Wohngegend kaufen, um dort Kinder großzuziehen. ...

Der Immobilienmarkt in Washington ist hart umkämpft. Margo, Ende 30, möchte raus aus ihrer Übergangswohnung und mit ihrem Mann ein schönes Haus in einer bevorzugten Wohngegend kaufen, um dort Kinder großzuziehen. Die Suche ist frustrierend und so versucht sie mit zunehmend eskalierenden Methoden an ihr bereits ins Auge gefasstes Wunschhaus zu kommen.
Erzählt wird die Story von Margo selbst, sie ist eine Persönlichkeit mit mehr als genug Ecken und Kanten. Ich mochte sie im Verlauf des Lesens immer weniger, fand sie zunehmend verhaltensgestört. Aber es war ein Vergnügen, das Buch zu lesen und ihren Gedankengängen und perfiden Handlungen zu folgen. Gerade weil es verstörend auf mich wirkte, bin ich drangeblieben, denn den Schluss wollte ich nicht versäumen. Dass der Ehemann eine Geliebte hatte, konnte ich sogar verstehen. Nur, warum bleibt er in der Beziehung mit Margo? Aber wer weiß, zu was Margo fähig gewesen wäre, wenn er sie verlassen hätte. Teilweise beschreibt die Autorin minutiös das Geschehen und lässt die Leserschaft teilhaben. War das Ende für mich vorauszusehen? Nicht mit der vollen Konsequenz. Wer sich auf das Buch einlässt, den erwartet ein intensives Kopfkino.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Familiendrama voller Intrigen

Eisnebel
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Theodora reist mit ihrem Verlobten Connor Dalton das erste Mal zu seiner Familie in den Winterurlaub auf ein abgelegenes Anwesen im pazifischen Nordwesten der USA, mitten im Wald. Getrübt wird die Zeit ...

Theodora reist mit ihrem Verlobten Connor Dalton das erste Mal zu seiner Familie in den Winterurlaub auf ein abgelegenes Anwesen im pazifischen Nordwesten der USA, mitten im Wald. Getrübt wird die Zeit von anonymen Drohungen, sich von Connor fernzuhalten. Theo, die bei Adoptiveltern groß geworden ist, fehlen die Erinnerungen an ihre frühe Kindheit, sie wird jedoch immer wieder von Albträumen heimgesucht. Auf Idlewood angekommen, konkretisieren sich Bilder aus der Vergangenheit und sie beginnt, sich an Ereignisse zu erinnern. Was verbergen sowohl Theodora selbst als auch die Familie Dalton?
Vorneweg: Das Buch liest sich einfach weg. Es ist sehr gut lesbar geschrieben, die Kapitel meist kurz, so dass jeder seinem eigenen Lesetempo folgen kann. Die Geschichte hat einiges an Facetten zu bieten und nach und nach kommen die verborgenen Heimlichkeiten ans Licht.
Mir hat eine kurze Übersicht der Protagonisten gefehlt, ich wusste beispielsweise zunächst nicht genau Mutter und Großmutter von Connor zu unterscheiden, mit der Zeit hat sich das gegeben. Die Charaktere sind nicht alle mit gleicher Tiefe beschrieben, was auch nicht unbedingt notwendig war. Erzählt wird aus der Sicht von Theodora, nach und nach gibt sie auch Fragmente aus dem Leben bei der Adoptivfamilie preis, welches nicht von tiefer Zuneigung geprägt wurde. Sie hatte dort keine echte Chance, ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen, das schimmert immer wieder durch. Ihr Weg in das Erwachsenenleben war schwer erkämpft.
Und nun kommt sie auf das Anwesen der Familie Dalton, erfährt dort unterschiedlich abgestuft Ablehnung und gelegentlich auch Zuneigung. Und muss dort erneut einen Kampf ausfechten, um Connors Liebe nicht zu verlieren, denn das ist dies, was für sie an erster Stelle steht. Nach vielen turbulenten Szenen, die auch eine Reihe von Missverständnissen offenlegen, bleibt der Leser am Ende zufrieden zurück. Den Schluss finde ich gelungen und auch für Theodora passend. Für die volle Anzahl der Sterne reicht es nicht ganz, denn es handelt sich nicht um ein literarisches Meisterwerk. Aber es bleibt eine interessante Story für zwischendurch, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Walkin' in a winter wonderland …

Ring the Bells
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Wie war das? Glaube kann Berge versetzen? In Zalas Winterwunderland scheint dies zu klappen, zumindest mit Hilfe von Magie, die der alte Dämonengott Zalas einsetzt. Umso mehr Menschen, vor allem Kinder, ...

Wie war das? Glaube kann Berge versetzen? In Zalas Winterwunderland scheint dies zu klappen, zumindest mit Hilfe von Magie, die der alte Dämonengott Zalas einsetzt. Umso mehr Menschen, vor allem Kinder, an ihn glauben, desto stärker wird er - und seine Absichten sind nicht die besten. Banecroft und Co. sind wieder aufs Äußerste gefordert, Weihnachten und vielleicht sogar die ganze Welt zu retten.
McDonnell setzt mit bewährten und neuen Merkwürdigkeiten seine Geschichte um die Zeitung mit den seltsamen Nachrichten fort. Scheinbar unerschöpflich ist sein Ideenreichtum und eine Kuriosität jagt die andere. Der Autor ist nicht verlegen, uns seine kreativen Einfälle zu präsentieren und führt uns erneut in eine nicht alltägliche Welt voller skurriler Charaktere. Das Redaktionsteam der Stranger Times und einige Figuren mehr sind mir inzwischen vertraut, entwickelt sich aber auch weiter. Wir lernen dazu neue Protagonisten kennen, müssen uns leider auch von einer bekannten Gestalt verabschieden, aber auf eine versöhnliche Art.
Das Buch, liest sich flüssig, ist dazu temporeich und zeichnet sich durch Kreativität und Humor der britischen Art aus. Der Mittelteil wies für mein Empfinden jedoch einige Längen auf, die zwar auch ihren Unterhaltungswert haben, mich aber dazu brachten, mal eine Lesepause einzulegen. Die Story entwickelt sich über verschiedene Handlungsstränge, die sich letztendlich zusammenfügen. Zum Schluss ging alles sehr schnell, fast zu schnell. Gegen Ende versank alles im Chaos, ja es ist nicht immer optimal, wenn sich alle Wünsche erfüllen. Ohne Kenntnis der ersten Bände würde es wahrscheinlich schwerfallen, Geschehen und Verhalten der Protagonisten richtig einzuordnen. Daher empfehle ich allen Interessierten, beim Lesen die Reihenfolge einzuhalten. Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, bleiben noch Punkte offen, die auf eine Fortsetzung hoffen lassen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!

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