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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Verliert sich thematisch etwas

Einatmen. Ausatmen.
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Insgesamt hat sich „Einatmen. Ausatmen.“ von Maxim Leo wirklich ausgesprochen gut lesen lassen und der Roman hat auf jeden Fall viele tolle Seiten. Was den Humor betrifft, verliert sich der anfangs noch ...

Insgesamt hat sich „Einatmen. Ausatmen.“ von Maxim Leo wirklich ausgesprochen gut lesen lassen und der Roman hat auf jeden Fall viele tolle Seiten. Was den Humor betrifft, verliert sich der anfangs noch bissig satirische Blick allerdings nach dem ersten Drittel. Zunehmend übernehmen ernstere Töne und glaubhafte therapeutische Methode. Gerade diese Tiefe hat mich durchaus positiv überrascht. In der Handlung ergeben sich aber auch immer wieder unnötige Nebenschauplätze, wodurch die Geschichte weniger fokussiert erscheint. Neben vielen erschreckend realistischen Aspekten gibt es immer wieder völlig abgedrehte Szenen und unglaubwürdiges Verhalten. Das Ende hat für mich dann gerade nochmal so die Kurve bekommen, allerdings nimmt für mich die Qualität im Verlauf immer weiter ab. Und so bleibe ich letztlich etwas unzufrieden zurück, auch weil der Plot noch so viel Potenzial gehabt hätte. Da der Unterhaltungswert aber hoch ist, der Schreibstil mühelos lesbar und doch einige kluge Gedanken in diesem Roman stecken, vergebe ich gerade so wohlwollende 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Politisch brisante und komplexe Handlung

Pipeline
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Ohne aufmerksames Lesen und Konzentration, verliert man bei "Pipeline" des Autoren Lucas Fassnacht ganz schnell den Anschluss. Eine lange Einführung gibt es nicht, man landet bei diesem Thriller mitten ...

Ohne aufmerksames Lesen und Konzentration, verliert man bei "Pipeline" des Autoren Lucas Fassnacht ganz schnell den Anschluss. Eine lange Einführung gibt es nicht, man landet bei diesem Thriller mitten im Geschehen und die kurzen Kapitel mit ständig wechselnden Perspektiven, sorgen für ordentlich Tempo. Der Schreibstil gefiel mir dabei ziemlich gut und insgesamt ist der Thriller doch durchdacht und vielschichtig. Eine Besonderheit ist dabei die Unberechenbarkeit der Charaktere. Bis zum Ende weiß man nicht so Recht wer jetzt eigentlich auf welcher Seite steht, Gut oder Böse ist gar nicht zu erkennen. Die dadurch erzeugten moralischen Grautöne, passen sich auf jeden Fall toll in die politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge ein. Allerdings hatte das Buch für mich aber auch einen deutlichen Minuspunkt, neben der schon sehr krass dargestellten Gewalt, störte mich nämlich die Darstellung der Charaktere immer wieder. Leichtsinnig, nicht nachvollziehbar in ihrem Verhalten und letztlich nur wenig authentisch machten es mir gleich mehrere Protagonist:innen schwer. Schwierig so auf eine Gesamtbewertung zu kommen. Letztlich lande ich aber bei 3 1/2 Sternen, welche ich auf 4 aufrunde. Das Buch hat definitiv seine Stärken, nur die Figurenzeichnung gehört leider nicht dazu. Wer damit aber leben kann, findet hier einen durchaus spannenden Politthriller.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Rückwärts zählen mit dem Osterhasen

Da drüben sitzt ein Osterhas'
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„Da drüben sitzt ein Osterhas“ geschrieben vonHelga Fell und illustriert von Antje Bohnstedt ist ein fröhliches und buntes Bilderbuch perfekt für die Osterzeit oder die vorfreudige Zeit darauf. Die Geschichte ...

„Da drüben sitzt ein Osterhas“ geschrieben vonHelga Fell und illustriert von Antje Bohnstedt ist ein fröhliches und buntes Bilderbuch perfekt für die Osterzeit oder die vorfreudige Zeit darauf. Die Geschichte ist dabei relativ simple, auf elf Doppelseiten verteilt der Osterhase seine bemalten Eier an Mensch und Tier. Trainiert wird dabei das Rückwärts zählen, welches die Kinder durch die einfachen Reime auch gut mit sprechen können. Der Text lässt sich dabei bis auf zwei Stellen mühelos vorlesen und auch die farbenfrohen Illustrationen haben es uns angetan. Die Geschichte macht einfach Spaß! Einziger kleiner Kritikpunkt sind für mich lediglich die doch sehr einfach gehaltenen Reime. Etwa keines auf eines, oder Tier mit Vier . Wer sich daran aber nicht stört bekommt bei „Da drüben sitzt ein Osterhas“ genau was der Klappentext verspricht. Und auch das Ende ist wirklich richtig toll gemacht. Und so vergeben wir für das schöne Leseerlebnis gute 4 Sterne und eine Empfehlung für alle Kleinen und Großen Osterhasenfans.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Aufwühlend und ziemlich gehaltvoll

Tief
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In „Tief“ der Autorin Rebekka Moser geht es emotional, aber auch gesellschaftlich in die Tiefe. Der Thriller ist in mehrfacher Hinsicht nichts für schwache Nerven, sowohl was gewaltvolle Details betrifft, ...

In „Tief“ der Autorin Rebekka Moser geht es emotional, aber auch gesellschaftlich in die Tiefe. Der Thriller ist in mehrfacher Hinsicht nichts für schwache Nerven, sowohl was gewaltvolle Details betrifft, aber auch in Bezug auf den scharfen Blick zu Themen wie Einwanderung, Vorurteile und Extremismus. Ich muss zugeben, hin und wieder war mir die Handlung tatsächlich etwas zu überladen, den nicht jedes aktuelle politische Themen hätte meiner Meinung nach eingebaut werden müssen. Versteht mich nicht falsch, ich finde es großartig wie engagiert Autorin Rebekka Moser sich auch schwierigen Themen zuwendet. Etwas mehr Fokus hätte meiner Meinung nach nur für eine noch intensivere Geschichte gesorgt. Alles aber meckern auf hohem Niveau. Die Spannung ist wirklich durchgehend hoch und die Twists absolut unvorhersehbar. Auch der Schreibstil gefiel mir richtig gut und zieht die Leser:innen regelrecht mitten in die Geschehnisse. Ein etwas grummeliger aber doch liebenswerter Kommissar und authentische Polizeiarbeit runden das Leseerlebnis zudem ab. „Tief“ war mein erstes Buch der Reihe und wird bestimmt nicht das Letzte bleiben. Insgesamt vergebe ich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Richtig spannend, mit kleinen Abstrichen

Das Signal
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Wer spannende Lektüre sucht ist bei Autorin Ursula Poznanski genau richtig und auch ihr neustes Werk „Das Signal“ sorgt für jede Menge Spannung. Thematisch soll es ja was die digitale Technik betrifft ...

Wer spannende Lektüre sucht ist bei Autorin Ursula Poznanski genau richtig und auch ihr neustes Werk „Das Signal“ sorgt für jede Menge Spannung. Thematisch soll es ja was die digitale Technik betrifft an "Die Burg" anschließen, aber ehrlich gesagt empfand ich die technischen Details diesmal eher als klein. Und vielleicht ist hier schon der erste Knackpunkt. Ein wenig fehlt dem Thriller nämlich die besondere Note. Keine Frage,Ursula Poznanski versteht es zu fesseln und ihre Leser:innen in Atem zu halten. Bei genauerer Betrachtung ist der Plot aber fast schon gewöhnlich fürs Genre und dies bin ich von der Autorin definitiv nicht gewohnt. Klaren Sternabzug gibt es dann aber spätestens für den sehr vorhersehbaren "großen" Plottwist, welchen ich wirklich schon sehr früh genau erraten habe. Kleinere Details konnten mich zum Glück dennoch überraschen, die innere Logik ist durchgehend perfekt und auch der Schreibstil liest sich wie immer mühelos. Insgesamt bekommt „Das Signal“ von mir solide 4 Sterne. Für das nächste Werk würde ich mir dennoch wieder etwas mehr Einzigartigkeit wünschen.

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