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Veröffentlicht am 21.02.2026

Plötzlich Familie

Atlas (Pittsburgh Titans Team Teil 19)
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„Atlas“ von Sawyer Bennett ist der neunzehnte Band ihrer abwechslungsreichen Sports Romance Reihe um das Pittsburgh Titans Team, der definitiv zu den emotionalsten gehört.
Atlas Karolak ist der Star-Left-Winger ...

„Atlas“ von Sawyer Bennett ist der neunzehnte Band ihrer abwechslungsreichen Sports Romance Reihe um das Pittsburgh Titans Team, der definitiv zu den emotionalsten gehört.
Atlas Karolak ist der Star-Left-Winger der Pittsburgh Titans, jung, erfolgreich und immer gut gelaunt. Nur wenige wissen, welche Tragödie im Hintergrund seines Privatlebens abläuft, die ihn abrupt aus der Bahn wirft. Der Krebstod seines besten Freundes ist ein schwerer Schlag für Atlas und so kann er ihm dessen Wunsch, für seine noch nicht mal einjährige Tochter ein Vater zu sein, nicht abschlagen. Leider teilt sich Atlas diese Verantwortung mit Maddy St. James, der besten Freundin seines Freundes, die aus ihrer Abneigung gegen Atlas noch nie ein Geheimnis gemacht hat. Doch für das kleine Mädchen, welches eine Familie braucht, müssen sich beide zusammenreißen. Aus einer widerwilligen Zweckgemeinschaft wird jedoch schnell etwas viel Tieferes, was beide anfangs verunsichert.

Sawyer Bennett kann mich wirklich immer wieder überraschen, denn ihre Geschichten sind manchmal äußerst witzig, oft spannend, natürlich immer spicy, aber auch tiefgründig und sehr emotional und berührend, wie diese hier.
Allein der Anfang des Buches zerreißt einem das Herz und man kann den Schmerz für Atlas und Maddy absolut fühlen. Sawyer Bennett trifft genau den richtigen Ton und bleibt nicht nur an der Oberfläche, sondern macht die tiefen Emotionen ihrer Charaktere greifbar.
Atlas wird von einer Sekunde auf die andere in eine neue Rolle katapultiert, die sein bisheriges Leben völlig auf den Kopf stellt. Gerade seine Unsicherheiten und Ängste machen ihn aber authentisch, denn niemand wäre in dieser Situation fehlerfrei und perfekt.
Maddie ist Atlas ähnlicher als gedacht und auch sie kämpft mit Unsicherheiten und Vertrauensproblemen. Ich hätte sie manchmal gern zur Vernunft gebracht, aber gleichzeitig konnte ich ihre tief verwurzelten Ängste nachvollziehen.
Die Story trifft mitten ins Herz und ist gefühlvoll und berührend erzählt. Es gibt keine unnötigen Dramen, denn die Entwicklung der Charaktere und ihrer kleinen Wahlfamilie stehen berechtigterweise im Fokus. Die Autorin zeigt, dass man die Hoffnung nie aufgeben darf, aber das manche Dinge eben auch Zeit brauchen.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2026

Abgründe

Kalt wie die Luft
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„Kalt wie die Luft“ von Orjan N. Karlsson ist der erste Band seiner düsteren Thrillerreihe um den Kriminalkommissar Jakob Weber.
Die kleine Stadt Bodø liegt in Norwegen nördlich des Polarkreises. Hier ...

„Kalt wie die Luft“ von Orjan N. Karlsson ist der erste Band seiner düsteren Thrillerreihe um den Kriminalkommissar Jakob Weber.
Die kleine Stadt Bodø liegt in Norwegen nördlich des Polarkreises. Hier lebt und arbeitet Kriminalkommissar Jakob Weber, der gerade seine neue Kollegin Noora Yun Sande im Team begrüßt, als die Nachricht von einer verschwundenen Joggerin eingeht. Von der neunzehnjährigen Iselin Hanssen fehlt jede Spur, aber es kann schnell ausgeschlossen werden, dass sie freiwillig untergetaucht ist. Alles deutet auf eine Entführung hin, aber dann kommt neue Dynamik in den Fall. Auf der nahegelegenen Insel Røst verschwindet eine weitere junge Frau, die als Influencerin Millionen Fans hat. Dadurch rücken Jakob und sein Team in den Fokus der Medien und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Ich bin ein Fan skandinavischer Krimis und Thriller und Orjan N. Karlsson kommt definitiv auf meine Liste. Seine Idee ist hochspannend und absolut fesselnd umgesetzt.
Die raue und kalte Umgebung nördlich des Polarkreises passt zur teils trostlosen und düsteren Stimmung der Charaktere, die aber immer wieder an kleinen Momenten des Lichts Hoffnung schöpfen. Für Kommissar Jakob Weber ist das besonders schwierig, denn er kämpft mit der Trauer um seine verstorbene Frau, während seine neue Kollegin Noora versucht, ihrer verstörenden Vergangenheit zu entkommen.
Ich mag es immer sehr, wenn eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Die Kapitel wechseln zwischen den Charakteren, welche bis auf den Killer alle immer klar benannt sind, so dass man nicht raten muss. Der Zugang zu den facettenreichen Figuren fällt deshalb nicht schwer und so weiß ich jetzt schon, dass ich von Jakob Weber und seinem Team definitiv mehr lesen möchte.
Die Handlung ist teils sehr düster und zeigt tiefste menschliche Abgründe. Der Autor geht nicht bis ins letzte Detail, aber die vorhandenen grausamen Schilderungen reichen für das Kopfkino ganz klar aus. Das Rätsel um den Killer ist komplex aufgebaut, so dass ich bis zum Schluss nicht wusste, wer der vielen Verdächtigen es denn nun sein könnte. Die falschen Fährten sind gekonnt gelegt und über allem schweben der Countdown und die bedrohliche Grundstimmung. Nüchtern, nordisch, gut.

Mein Fazit:
Ein packender Thriller, der von mir eine klare Leseempfehlung bekommt!

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Spannender Auftakt

Magic Drowned in Blood
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„Magic Drowned in Blood“ von Christina Rain ist der fesselnde Auftakt ihrer düsteren Romantasy Reihe Blood and Magic.
Lark studiert mehr oder weniger freiwillig am Nightcastle College, wo hauptsächlich ...

„Magic Drowned in Blood“ von Christina Rain ist der fesselnde Auftakt ihrer düsteren Romantasy Reihe Blood and Magic.
Lark studiert mehr oder weniger freiwillig am Nightcastle College, wo hauptsächlich Vampire zugelassen sind. Als Halb-Vampirin steht Lark am untersten Ende der Hierarchie und muss sich tagtäglich mit Mobbingattacken auseinandersetzen. Die Auswahl der Schattengeliebten, die das College alle drei Jahre als Tribut an den magischen Königshof des Nordens abhalten muss, könnte Lark nicht weniger interessieren. Doch dann wird plötzlich ihr Name gezogen und es gibt keinen Ausweg, um nicht an den tödlichen Prüfungen teilzunehmen. Die Prinzen Loras und Tarabas scheinen von Anfang an ein besonderes Interesse an Lark zu haben, die auf einmal in einen Strudel dunkler Intrigen, Manipulationen und gefährlicher Verlockungen gerät.

Christina Rain hat mit dem düsteren Vampircollege und dem magischen Königshof eine dunkle und bedrohliche Welt erschaffen, von der man von Anfang an ahnt, dass hier weit größere Intrigen und Machtkämpfe im Hintergrund laufen. Der mitreißende Schreibstil macht den Einstieg einfach und ich mag es sehr, dass wir außer Lark noch andere Perspektiven lesen dürfen. Das steigert die Spannung und den Mystery-Faktor, so dass man nach dem fiesen Cliffhanger dringend auf die Fortsetzung wartet.
Lark hat mit ihrem Schicksal als Halb-Vampirin so ziemlich die schlechteste Karte gezogen, die es gibt. Sie muss mit den Nachteilen des Vampirismus leben und besitzt leider nicht die Vorteile der Vollvampire. Umso verwirrender ist ihre plötzliche Rolle als Favoritin der Prinzen und so trifft sie völlig überfordert nicht immer die cleversten Entscheidungen.
Die Prinzen Loras und Tarabas, sowie ihr undurchschaubarer Leibwächter sind alles very morally grey Charaktere, deren Motive tief im Dunkeln liegen. Ihre Dynamik ist interessant und spannend, vor allem, da wir auf wichtige Antworten wohl noch warten müssen.
Ich bin definitiv neugierig, wie Lark an ihrer neuen Rolle wachsen wird und welche finsteren Intrigen und Geheimnisse noch offenbart werden. Es gibt jede Menge Potenzial und der Auftakt ist absolut gelungen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Starker Auftakt

Royal Houses – Haus der Drachen
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„Royal Houses – Haus der Drachen“ von K.A. Linde ist der mitreißende Auftakt ihrer Romantasy Reihe Royal Houses.
Als Tochter eines Fae-Prinzen und einer menschlichen Mutter war Kerrigan schon immer eine ...

„Royal Houses – Haus der Drachen“ von K.A. Linde ist der mitreißende Auftakt ihrer Romantasy Reihe Royal Houses.
Als Tochter eines Fae-Prinzen und einer menschlichen Mutter war Kerrigan schon immer eine Außenseiterin. Halb-Fae und Menschen gehören in der von Fae beherrschten Gesellschaft zur untersten Schicht. Als Kind wurde Kerrigan von ihrem Vater vor dem Haus der Drachen ausgesetzt, welches nun ihr Zuhause geworden ist. Ihre Hoffnungen auf ein ruhiges Leben als freie Bürgerin lösen sich jedoch in Luft, als beim Drachenturnier nichts so läuft, wie es soll. Der dunkle Prinz des Hauses der Schatten beansprucht einen Platz im Turnier, bei dem die Chance besteht, sich an einen der fünf Drachen zu binden. Kerrigan hat nicht die geringste Absicht, mit den Adligen zu konkurrieren, aber ihr Schicksal nimmt eine unerwartete Wendung.

Die von K.A. Linde erschaffene Welt ist voller Magie, Drachen, Fae und anderer magischer Wesen. Das Gesellschaftssystem, in welchem die nicht reinblütigen Fae, Menschen oder Fae ohne Reichtum unterdrückt werden, muss aber nicht unbedingt dem Fantasy-Bereich entspringen.
Der Schreibstil der Autorin konnte mich ab dem ersten Kapitel catchen und Kerrigan ist eine Heldin, wie ich sie mag. Sie ist tough, mutig und furchtlos, aber auch loyal und verletzlich, auch wenn sie ihre Schwächen vor anderen am liebsten verbirgt. Ihr Schicksal ist absolut ungerecht, doch sie kämpft für ihren eigenen Weg und bleibt sich dabei treu.
Fast die gesamte Handlung wird aus ihrer Perspektive erzählt, aber gerade die vereinzelten Kapitel aus Sichtweise eines der anderen Charaktere machen das Ganze noch spannender. Das Haus der Drachen steckt voller dunkler Intrigen und Kerrigan steht offenbar im Fokus. Ihre hitzigen Schlagabtausche mit dem mysteriösen Fordham sind eines der Highlights, genau wie die sich langsam aufbauende Beziehung zwischen den beiden.
Die Drachen spielen jetzt nicht unbedingt die Hauptrolle, aber die Szenen mit ihnen sind dafür sehr besonders. Die Vielschichtigkeit von Kerrigans und Fordhams Charakteren hat mir gefallen und auch die Nebenfiguren punkten mit ihren immer wieder überraschenden Facetten. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Holmes ermittelt

A Lesson in Murder
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„A Lesson in Murder“ von Celine Leonora ist eine spannende Romantic Suspense, die von Arthur Conan Doyle inspiriert ist.
Astoria Blairwood besucht die Eliteschule St. Moriarty, wo die Schüler ihr kriminologisches ...

„A Lesson in Murder“ von Celine Leonora ist eine spannende Romantic Suspense, die von Arthur Conan Doyle inspiriert ist.
Astoria Blairwood besucht die Eliteschule St. Moriarty, wo die Schüler ihr kriminologisches Gespür vertiefen können. Das allein reicht der ehrgeizigen Astoria jedoch nicht und sie will unbedingt Jahrgangsbeste werden, damit sie das Stipendium des MI6 erhält. Ihr Traum rückt jedoch in weite Ferne, als eine Schülerin ermordet wird und plötzlich alle Indizien auf Astoria hindeuten. Als einzige Tatverdächtige nimmt sie die Ermittlung in die eigene Hand, um ihre Unschuld zu beweisen. Dabei helfen ihr ausgerechnet ihre beiden schärfsten akademischen Konkurrenten, der arrogante Isaac und der einzelgängerische Theodore. Schnell wird klar, dass offenbar niemand will, dass der wahre Täter gefunden wird. Für Astoria wird die Schlinge immer enger, während sie gleichzeitig immer stärkere Gefühle für ihre beiden Mitstreiter entwickelt.

Celine Leonora hat mich schon mit Blackspell absolut begeistert und auch dieses Buch ist ein klarer Pageturner. An der St. Moriarty müssen die Schüler allein mit ihren tatsächlichen kriminalistischen Fähigkeiten klarkommen, denn diesmal gibt es keine Magie, nur echte menschliche Abgründe.
Der mitreißende Schreibstil und das Dark Academia Feeling ziehen einen schon ab dem düsteren Prolog in ihren Bann und dann startet die wie ein Countdown aufgebaute packende Handlung. Fans von Sherlock Holmes werden auf jeden Fall Spaß haben und ich liebe die vielen Anspielungen.
Astoria ist ein kriminologisches Superhirn, aber ihr Ehrgeiz hat einen ernsten Hintergrund, wie man später erfährt. Sie ist eine starke Hauptfigur, die an ihre Grenzen getrieben wird und meist einen kühlen Kopf behält. Sie entwickelt sich aber auch weiter und lernt, dass man auch mal Schwäche zeigen darf.
Für den Romance-Faktor hat sie gleich zwei heiße Anwärter, denn sowohl ihr persönlicher Erzfeind Isaac, als auch der geheimnisvolle Theodore sind äußerst attraktiv und stecken voller Überraschungen.
Der eigentliche Kriminalfall ist gekonnt aufgebaut und es gibt jede Menge falsche Fährten. Man darf fleißig miträtseln und mit der Auflösung hätte ich im Leben nicht gerechnet.
Alles in allem ist diese Romantic Suspense spannend und düster, aber es gibt auch witzige, berührende und romantische Momente. Einfach gelungen!

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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