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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

Rasanter Thriller

Das falsche Blut (Ishikli-Caner-Serie 2)
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Ein schlichtes Cover in Schwarz und Rot, eine Spritze, das falsche Blut - mit einem Blick ist klar, dass wir es hier mit einem Thriller zu tun haben. Philipp Gravenbach liefert nach "Der 8. Kreis" mit ...

Ein schlichtes Cover in Schwarz und Rot, eine Spritze, das falsche Blut - mit einem Blick ist klar, dass wir es hier mit einem Thriller zu tun haben. Philipp Gravenbach liefert nach "Der 8. Kreis" mit "Das falsche Blut" den zweiten Teil seiner Ishikli-Caner-Serie ab. Die Geschichte wird durch kurze Kapitel schnell vorangetrieben, und die Schauplätze wechseln recht rasch. Dieses Tempo kann einerseits spannend sein, andererseits geht es möglicherweise zu Lasten der Tiefe. Auf jeder Seite passiert etwas, fast schon zu viel, sodass die Charaktere und Hintergründe nicht ausreichend ausgearbeitet werden. Hier ist für mich noch viel Potential vorhanden, da die Grundidee ganz interessant ist. Das Buch ist dennoch ein klarer Pageturner, ideal für laue Sommerabende, wenn man sich von Seite zu Seite von spannender Thriller-Action mitreißen lassen möchte.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Interessant aber mit Schwächen

Das schönste aller Leben
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Mit den Banater Schwaben habe ich mich bis jetzt noch nie wirklich beschäftigt, daher kam mir dieses Buch sehr gelegen, um mein geschichtliches Wissen auszuweiten. Boras erzählt eine Familiengeschichte ...

Mit den Banater Schwaben habe ich mich bis jetzt noch nie wirklich beschäftigt, daher kam mir dieses Buch sehr gelegen, um mein geschichtliches Wissen auszuweiten. Boras erzählt eine Familiengeschichte – oder genauer gesagt mehrere miteinander verwobene Familiengeschichten: In den Kapiteln über Vio wird ihr Aufwachsen als Tochter von Eltern geschildert, die aus Rumänien nach Deutschland geflohen sind, und ihr Leben in der neuen Heimat. In den Ich-Passagen kommt Vio selbst zu Wort und berichtet von ihrem Erwachsenenleben, das von einem Unfall mit ihrer Tochter überschattet wird. Dieser lässt sie nicht los, zumal ihre Tochter dabei im Gesicht entstellt wurde. Am eindrücklichsten fand ich jedoch die Geschichte von Theresa, einer Vorfahrin Vios, die als Strafe nach einer Verfehlung nach Rumänien geschickt wird.

Alle Geschichten sind - auch "nur" für sich - sehr interessant. Der Wechsel von Kapitel zu Kapitel bietet Abwechslung, leider geht dadurch auch nötige Tiefe verloren. Die Figuren bleiben an der Oberfläche, mehr Tiefe und Ausarbeitung hätte dem Roman gut getan. Man spürt schon das erzählerische Potential, das jedoch von der Autorin nicht ausgeschöpft wird.

So bleibt ein insgesamt lesenswerter Roman, der wichtige Themen anspricht und neugierig macht, aber emotional nicht ganz die nachhaltige Wirkung entfaltet, die er hätte erreichen können.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Medea 2.0

Medea
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Es ist gerade modern, Geschichten aus der Mythologie neu zu schreiben und gerne aus einer anderen Perspektive zu erzählen - oft auch aus der Ich-Perspektive des Helden bzw. der Heldin. Hier erzählt Medea ...

Es ist gerade modern, Geschichten aus der Mythologie neu zu schreiben und gerne aus einer anderen Perspektive zu erzählen - oft auch aus der Ich-Perspektive des Helden bzw. der Heldin. Hier erzählt Medea und man kommt einen Einblick in ihr Innenleben.
Im Großen und Ganzen habe ich mir von diesem Roman mehr versprochen als er dann wirklich für mich hergibt. Die Beziehung zu Jason ist zentrales Thema des Buches. Hier hätte ich mir viel mehr inhaltliche Breite gewünscht, dieses ewige Thema hat mich mit der Zeit leider gelangweilt.
Ich vermisse Wesenszüge aus den Geschichten mit Medea, die man kennt, ist schon weit weg vom Original, was ich schade finde.
Die moderne Erzählweise hat sicher etwas für sich, ich bin aber wohl nicht das Zielpublikum, jedenfalls war es insgesamt kein Roman für mich. Eigentlich schade, griechische Mythologie fand ich immer schon interessant.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Viel Farbe, wenig Tiefe

Durchblick Künstliche Intelligenz
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Ich nutze recht aktiv generative Sprachmodelle und beschäftige mich derzeit mit den rechtlichen Aspekten von künstlicher Intelligenz. Als Überblick – oder besser gesagt „Durchblick“ – habe ich mir das ...

Ich nutze recht aktiv generative Sprachmodelle und beschäftige mich derzeit mit den rechtlichen Aspekten von künstlicher Intelligenz. Als Überblick – oder besser gesagt „Durchblick“ – habe ich mir das vorliegende Buch von Brian Clegg genauer angeschaut.
Das Cover ist recht auffällig gestaltet, auch die vielen Illustrationen im Buch sind farbenfroh und versuchen die Thematik aufzulockern. Das gesamte Buch ist in Frage- und Antwortmuster aufgebaut und soll so einen Überblick über die Entwicklung und Funktionsweise von künstlicher Intelligenz geben.
Dieser Stil ist allerdings nicht wirklich meins – ich kann damit wenig anfangen, auch wenn er für Personen hilfreich sein mag, die genau diese Fragen haben (obwohl ich mir etwa die Frage „Warum ist ein Roboter kein Roboter?“ noch nie gestellt habe).
Die einzelnen thematischen Doppelseiten sind zwar informativ, wirken aber teilweise unausgereift. Für Laien dürfte nicht jedes Thema gleich klar verständlich sein. Besonders bei Kapiteln wie „Warum hat Alan Turing einen Test erfunden?“ fand ich die Erklärungen etwas umständlich und wenig präzise – hier gibt es deutlich bessere Darstellungen in anderen Werken.
Alles in allem bot mir das Buch nur wenige neue Erkenntnisse – vermutlich gehöre ich schlicht nicht zur Zielgruppe. Bei einzelnen Themen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, andere Themen hätten klarer aufbereitet werden können. Für jemanden, der mit der Thematik jedoch noch gar nicht vertraut ist, kann das Buch einen ersten, leicht verdaulichen Überblick schaffen - vom "Durchblick" würde ich allerdings nicht sprechen.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Nette Unterhaltung für Zwischendurch

Earthventure in Las Vegas
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Der grundlegende Plot ist recht interessant und hat mich sofort angesprochen. Das Buch erfüllt seinen Zweck, nämlich zu unterhalten – und das gelingt auch. Allerdings bleibt die Geschichte eher oberflächlich ...

Der grundlegende Plot ist recht interessant und hat mich sofort angesprochen. Das Buch erfüllt seinen Zweck, nämlich zu unterhalten – und das gelingt auch. Allerdings bleibt die Geschichte eher oberflächlich und plätschert stellenweise dahin. Da es sich sehr leicht lesen lässt, habe ich es in einem Rutsch gelesen, ich musste immer wieder mal schmunzeln. Wenn dieser Effekt der Autorin genügt, soll das ok sein.
Trotzdem hätte ich mir hier doch noch mehr inhaltliche Tiefe gewünscht: es entwickeln sich keine starken Dialoge, die Figuren bleiben recht flach, die Geschichte wird einfach monoton abgearbeitet. In Anbetracht der Tatsache, dass hier noch weitere Bücher in Planung sind, hoffe ich, dass nach diesem Einstiegsbuch die Nachfolger vielschichtiger ausfallen.
Für leichte Unterhaltung zwischendurch ist das Buch sehr gut geeignet, man darf sich aber insgesamt nicht zu viel erwarten.

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