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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Ein Antiheld auf Mörderjagd

Minnesota
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Ermittler Bob Oz hat es nicht leicht: Nach einem Schicksalsschlag ist es einsam um ihn herum geworden. Auf der Arbeit verspotten ihn seine Kollegen. Doch das Einzige, was ihm noch das Gefühl der Lebendigkeit ...

Ermittler Bob Oz hat es nicht leicht: Nach einem Schicksalsschlag ist es einsam um ihn herum geworden. Auf der Arbeit verspotten ihn seine Kollegen. Doch das Einzige, was ihm noch das Gefühl der Lebendigkeit lässt, ist die Suche nach einem Mörder. Dieser ist ihm immer einen Schritt voraus. Bob wird vom Dienst suspendiert, weil er sich nicht an die Regeln hält, doch er lässt nicht locker und ermittelt auf eigene Faust. Dabei ahnt er nicht im Geringsten, wem er wirklich hinterherjagt...

Das Leben hat es mit Bob Oz nicht gut gemeint: Er ist an einem Tiefpunkt angekommen, es scheint tiefer gar nicht mehr zu gehen. Doch geblieben ist ihm seine Spürnase, und obwohl er vom Dienst suspendiert wurde, ist er derjenige, der dem Täter immer noch am nächsten ist. Bob war mir anfangs nicht wirklich sympathisch, zu gebrochen erscheint er vom Leben, zu sehr nimmt er sich heraus, die Regeln selbst zu machen. Doch was ich ihm von Anfang an anrechnen musste, war seine Nase dafür, in welche Richtung die Ermittlungen gehen müssen. Hier ist er unschlagbar, auch wenn er dafür einiges einstecken muss. Es gab einige Stellen, die durch Beschreibungen etwas langatmig geraten waren, doch insgesamt ist der Spannungsbogen recht hoch gehalten. Überraschend sind die Wendungen, die die Geschichte nimmt, und vor allem das Ende, das mit einem tüchtigen Showdown brilliert. Ich kenne einige der Harry-Hole-Bände von Jo Nesbø und war deshalb nicht ganz so überrascht über die Figur des Ermittlers Bob Oz, passt doch auch dieses Buch gut in das Schema des Autors. Nebenbei zeigt das Buch eine kritische Haltung Schusswaffen gegenüber und deren Möglichkeit zum Gebrauch.

Mich hat dieser Kriminalroman bei der Lektüre immer mehr in seinen ganz eigenen Sog gezogen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.02.2026

Spannungsgeladen

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Nach einem rätselhaften Stromausfall an der gesamten Küste Schwedens gibt es einige rätselhafte Fälle, die Fabian Risk und seine Kollegen beschäftigen, unter anderem eine Kindesentführung und ein groß ...

Nach einem rätselhaften Stromausfall an der gesamten Küste Schwedens gibt es einige rätselhafte Fälle, die Fabian Risk und seine Kollegen beschäftigen, unter anderem eine Kindesentführung und ein groß angelegter Bankraub. Doch die Zeugen verhalten sich seltsam, nichts will zusammenpassen. Die Ermittler ahnen nicht, womit sie es wirklich zu tun haben...

Das Buch ist Teil der Krimi-Reihe um Fabian Risk, mittlerweile der siebte Band. Man kann den Kriminalroman ohne weitere Vorkenntnisse lesen, der Fall ist in sich abgeschlossen. Die Ermittlungen sind sehr schwierig, die Polizei hat es mit einem sehr gewieften Gegner zu tun. Das erhält die Spannung von Anfang bis Ende auf einem hohen Niveau. Man ist sofort im Geschehen drin und bleibt gefesselt bis zur letzten Seite, auch bei einem Wälzer von etwas über 600 Seiten. Die Gefahr, die hinter dem Geschehen steckt, wird mit jeder Seite besser ersichtlich, bis zum Showdown am Schluss, der völlig nervenzerfetzend daherkommt. Wobei für mich in diesem nervenzerfetzenden Abschluss einiges nicht mehr ganz logisch erscheint und ein bisschen zu aufgesetzt wirkt. Das ist jetzt aber nur eine leise Kritik, insgesamt hat mich das Geschehen schnell in seinen Bann gezogen und zwischen den Seiten des Buches festgehalten.

Wie die bisherigen Krimis dieser Reihe besticht auch dieser Band durch seine atemlose Spannung und einen gut gesponnenen Plot. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.02.2026

Spannend-düstere Fortsetzung

Die Schwarze Königin II
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Im 15. Jahrhundert lebt Vlad Dracul weiter sein Bündnis mit Barbara von Cilli im Kampf gegen die Strigoi in der Walachei. Nur nach und nach entdecken die beiden, dass ein totgeglaubter Feind überlebt hat. ...

Im 15. Jahrhundert lebt Vlad Dracul weiter sein Bündnis mit Barbara von Cilli im Kampf gegen die Strigoi in der Walachei. Nur nach und nach entdecken die beiden, dass ein totgeglaubter Feind überlebt hat. Es wird gefährlich für Barbara und für Vlad und seine Kinder...
In der Gegenwart lebt Klara das Erbe der schwarzen Königin. Die junge Frau hütet das mächtige Buch ihrer Ahnin voller Alchemie und Zauberkunst. Doch genau dieses Buch ist es, das Klara und Len und mit ihnen Tereza in Gefahr bringt.

Der zweite Teil der äußerst dramatischen Vampirgeschichte um Vlad Dracul und die schwarze Königin sowie ihrer Nachkommen trägt wieder den düsteren Charme des ersten Bandes – oder ist dieses Buch noch düsterer als sein Vorgänger? Vieles aus dem ersten Band wird wieder aufgegriffen, man sollte dieses Buch also nur bei Kenntnis der vorhergehenden Geschehnisse lesen. Es wird richtig blutig, die Kämpfe gehen auf Leben und Tod. Dabei werden gekonnt historische Fakten mit den Mythen um die walachischen Vampire vermischt. Die Charaktere machen einen deutlichen Wandel mit, während sie oft gar keine Wahl haben in ihren Aktionen. Das hat immer wieder zu überraschenden Wendungen in der Erzählung geführt, was die Spannung immens gesteigert hat. Für mich hätten es durchaus auch einige Kämpfe weniger sein dürfen und auch weniger ausführlich beschrieben, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Dieses Buch hat mich sehr schnell wieder in eine düstere Fantasy-Welt entführt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.02.2026

Magisches Abenteuer für junge Leser

Fabula - Das Portal der dreizehn Reiche
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Bei einem Schulausflug in den Central Park finden die Zwillinge Will und Charlotte einen düsteren Baum, um dessen silberne Blätter eine Elfe schwirrt. Zu Hause finden sie statt ihrer Mutter eine Furie ...

Bei einem Schulausflug in den Central Park finden die Zwillinge Will und Charlotte einen düsteren Baum, um dessen silberne Blätter eine Elfe schwirrt. Zu Hause finden sie statt ihrer Mutter eine Furie vor. Der Baum entpuppt sich als Portal in die fantastische Welt von Fabula, bevölkert von vielen Wesen aus dem Reich der Märchen und Fabeln. Doch Fabula ist in Gefahr. Können die Zwillinge diese fantastische Welt retten – und die Welt der Menschen noch dazu?

Das Buch ist der erste Teil der Fantasy-Reihe um die magische Welt von Fabula. Das Buch ist in sich abgeschlossen, und doch bleiben noch viele Fragen übrig, so dass man sich gern auf weitere Bände dieser Reihe einlassen möchte. Die Fabelwesen sind sehr vielfältig, man trifft auf bekannte, aber auch unbekannte Wesen in dieser Fabelwelt. Nach und nach entdecken Will und Charlotte ihre jeweiligen Talente, das ist sehr überzeugend erzählt. Sie sind sehr mutig, und genau das brauchen sie auch, um all die Gefahren zu überstehen. Als Kinderbuch für junge Leser ab 10 Jahren ist die Geschichte zu Beginn jedes Kapitels illustriert, weitere Illustrationen auf den inneren Buchdeckeln geben zusätzliche Informationen über Fabula preis.

Diese Fantasygeschichte für junge Leser überzeugt mit viel Spannung und einer interessanten Welt, die man gerne entdecken möchte. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.02.2026

Vom Mythos zum Menschen Medea

Medea
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Medea ist die Tochter des Königs von Kolchis. Doch sie ist die Einzelgängerin in ihrer Familie, gemieden von Mutter, Bruder und Schwester und ausgenutzt von ihrem Vater. Denn Medea hat ein gefährliches ...

Medea ist die Tochter des Königs von Kolchis. Doch sie ist die Einzelgängerin in ihrer Familie, gemieden von Mutter, Bruder und Schwester und ausgenutzt von ihrem Vater. Denn Medea hat ein gefährliches Talent, die Hexerei. Als der Held Jason auftaucht, um das berühmte Goldene Vlies einzufordern, sieht Medea ihre Chance zur Flucht und auf ein freies Leben: Sie hilft Jason bei den Prüfungen für das Vlies, er nimmt sie im Gegenzug mit in die Freiheit. Jason hilft ihr nicht nur, aus Kolchis zu entfliehen, er nimmt sie auch zur Frau. Doch wo anfangs Liebe war, gerät diese zu Verrat und Verzweiflung...

Medeas Geschichte wurde schon des öfteren erzählt. Dieses Buch berichtet die Geschehnisse aus der Sicht Medeas, erzählt von ihren Hoffnungen und Ängsten: “Die Welt hat versucht, mich zum Opfer zu machen, und so wurde ich zur Schurkin”, sagt Medea von sich selbst rückblickend. Das wird sehr eindrücklich erzählt, man fühlt und hofft mit ihr mit, nur um dann ihren “freien Fall ins Nichts” mitzuverfolgen. So erfährt man hinter dem Mythos den Menschen, die Frau Medea.

Diese Adaption eines bekannten Mythos hat mich sehr berührt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.