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Veröffentlicht am 16.03.2026

Passende Geschichte, die dem aktuellen Trend entgegenspricht

Schattenlicht
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Alles beginnt damit, dass Billie für ein Jahr nach Kanada geht, um hier ihrer großen Liebe James näher zu sein. Doch schon bald merkt sie, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Als sie dann noch von ...

Alles beginnt damit, dass Billie für ein Jahr nach Kanada geht, um hier ihrer großen Liebe James näher zu sein. Doch schon bald merkt sie, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Als sie dann noch von einem verschwundenen Mädchen erfährt, scheint ihre komplette Welt plötzlich verkehrt herum.

Ich wage zu behaupten, dass einige der aktuellen Jugendbücher nach dem gleichen Schema ablaufen: die große Liebe, etliche spicy Szenen und dazu oftmals eine Portion toxisches Verhalten. Dass hier die falschen Ideale vermittelt werden, ist nur allzu deutlich.
Daher finde ich es umso erfrischender, dass die Autorin nicht diesen Trend geht, sondern sich selbst treu bleibt. Zwar gibt es in diesem Buch auch eine Liebesgeschichte, jedoch werden die intimeren Szenen nur angedeutet und das Hauptaugenmerk liegt auf einer starken, selbstsicheren jungen Frau, die sich dem dominanten und narzisstischen Männerbild ganz klar entgegenstellt.

Doch ist es nicht das Einzige, was mich hier fasziniert hat. Denn Billie beweist uns, dass der erste Eindruck trügerisch sein kann und wenn wir den Menschen die Chance geben, ein Teil unseres Lebens zu werden, wir nicht immer eine Enttäuschung erleben.
Tristan hatte es mir auch sehr angetan, da er zwar sehr zurückhaltend ist, aber dennoch für die Menschen einsteht, die ihm wichtig erscheinen und bereit ist, bestimmte Grenzen zu überschreiten.

Bei der Geschichte handelt es sich aber auch nicht um eine reine Liebesgeschichte. Zu Beginn werden immer wieder einzelne Samen gestreut, die verdeutlichen, dass es ein Rätsel zu lösen gilt. Erst gegen Ende verdichten sich die Ereignisse und aus den Samen beginnt eine Pflanze zu wachsen.
Mir hat der Verlauf wirklich sehr gut gefallen, da sich alles sehr gut ineinander fügt und dadurch eine sehr flüssige und spannende Story entsteht, die interessant zu lesen ist.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Spannend bis zum bitteren Ende

Eisnebel
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Könnt ihr euch an alle Orte erinnern, an denen ihr als Kinder wart?
Oder habt ihr auch manchmal ein Déjà-vu, wenn ihr irgendwo seid und euch kommt die Umgebung so vertraut vor, aber ihr wisst nicht warum ...

Könnt ihr euch an alle Orte erinnern, an denen ihr als Kinder wart?
Oder habt ihr auch manchmal ein Déjà-vu, wenn ihr irgendwo seid und euch kommt die Umgebung so vertraut vor, aber ihr wisst nicht warum oder woher?

Unsere Protagonistin trifft das erste Mal auf die Familie ihres Freundes und verbringt einige Tage mit ihren im Winterdomizil, was aus mehreren abgelegenen Hütten besteht. Klingt auf den ersten Blick recht traumhaft. Doch so nach und nach erfahren wir, dass nicht alles so ist, wie es wirklich scheint und manche der Familienmitglieder scheinen einige Vorbehalte zu haben.
Doch warum ist es so und wieso hat sie immer wieder Flashbacks, als wäre sie dort bereits gewesen?

Allein nachdem ich den Klappentext gelesen hatte und bestimmtw Wörter genannt wurden, die bei mir sogleich auf Interesse stoßen, musste ich dieses Buch lesen und bis zum Schluss wurde ich hier nicht enttäuscht.
Denn gemeinsam mit unserer Protagonistin tauchen wir in eine zunächst vollkommen fremde Welt ein, die so ganz anders erscheint, was unter anderem an den gesellschaftlichen Unterschieden liegen mag. Und genau das ist es, was Teddy zum Verhängnis wird – denn nicht jeder ist glücklich mit Connors Wahl. Doch schon bald lernen wir noch viel mehr über ihn und seine Familie kennen. Erfahren, warum der Vater nicht mehr Teil davon ist und welche Geheimnisse sie noch verbirgt.
Für mich gab es kein Moment, wo ich beim Lesen gelangweilt war oder mir dachte ‚oh wow…das hätte ich nicht erwartet‘ (im negativen Kontext gesprochen). Im Gegenteil. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, wollte unbedingt mehr über die Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart wissen und war vollkommen fasziniert von den Ereignissen.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Dieses Buch sollte unbedingt gelesen werden

Please unfollow
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In einer Welt in der uns Social Media nicht nur täglich begleitet, sind Bücher wie dieses unerlässlich, da es Schattenseiten aufzeigt und auch zum Nachdenken anregt.
Gerade, wenn es um das RealLife geht, ...

In einer Welt in der uns Social Media nicht nur täglich begleitet, sind Bücher wie dieses unerlässlich, da es Schattenseiten aufzeigt und auch zum Nachdenken anregt.
Gerade, wenn es um das

RealLife geht, was so viele von uns teilen ohne sich wirklich Gedanken darüber zu machen, welche Konsequenzen es haben kann. Denn anhand von verschiedenen Posts, Reels, Storys und Co zeigen wir uns nicht nur selbst von unserer verletzlichsten Seite, sondern mitunter auch die Menschen um uns herum. Und genau das ist es, worum es in diesem Buch geht.

Das Hauptgeschehen spielt in der aktuellen Zeit, wo Sherry bereits 17 ist und sich aktuell in einem Camp für straffällige Jugendliche befindet, wo sie keinerlei Kontakt zu ihrem ‚alten‘ Leben, noch zum Internet besitzt. Dort soll sie lernen, was ihr Vergehen für Auswirkungen hat, Therapiestunden besuchen und nach und nach resozialisiert werden.
Nun wird sich der eine oder andere Fragen, was sie wohl verbrochen haben wird und wie sie dorthin gekommen ist. Genau das alles und wie sich ihr Leben bis dahin entwickelt hat wird in kleineren Rückblicken von YouTube-Posts klar, die ihre Eltern verfasst haben. Denn die beiden sind Stars und haben Sherry ihr ganzes Leben auf

SocialMedia gepostet, um es mit der ganzen Welt zu teilen. Dabei wurden nicht nur schöne Erlebnisse gezeigt, sondern vorzugsweise diese, die sie in ein schlechtes Licht rücken, sie verletzlich zeigen oder ihre intimsten Momente. Immer wieder wird ihr gesagt, dass die Zuschauer sie lieben, sie nur ein Goodie bekommt, wenn sie brav mitspielt und es nicht wichtig ist, wenn ihre Freunde sich nach und nach von ihr abwenden.
Was das mit einem Menschen anstellt und aus ihm macht, zeigt dieses Buch auch sehr deutlich. Denn in den Passagen, die ihr aktuelles Wesen beschreiben, bekommen wir immer tiefere Einblicke und welche Konflikte sie mit sich und der Welt hat, weil sie vieles nicht versteht oder nicht einordnen kann, ob es etwas ist, was wirklich sie möchte oder ihre Umwelt.

Für mich ein überaus großartiges Buch, welches in der heutigen Zeit mehr Präsenz haben und in keinem Klassenraum fehlten sollte.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Schöne Erzählung asu einer fast vergessenen Zeit

Sommer im Heckenrosental
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Taucht ihr auch gerne in längst vergangene Zeiten ein?
Wobei man von längst vergangen nicht unbedingt sprechen kann, da es bei der heutigen Buchvorstellung um das Thema BRD und DDR geht und wie die Autorin ...

Taucht ihr auch gerne in längst vergangene Zeiten ein?
Wobei man von längst vergangen nicht unbedingt sprechen kann, da es bei der heutigen Buchvorstellung um das Thema BRD und DDR geht und wie die Autorin beide ‚Seiten‘ erlebt hat.

Gleich zu Beginn lernen wir Florentine und ihre Freundin Katja kennen und als beide das erste Mal aufeinandertreffen, werden die Unterschiede in Musik, Mode, Lebensstil und Frisur sehr deutlich beschrieben.
Auch wenn ich genau zur Wende geboren wurde, fand ich es wahnsinnig spannend, gerade diese Aspekte zu lesen, weil ich selbst einige davon noch sehr gut kenne. Sei es aus Erzählungen, von Fotos oder da ich mich selbst noch daran erinnern konnte (oder auch nicht – ABBA war mir ein Begriff, aber was ist Men Without Hats??). Aber an diese tollen Jogginganzüge oder bestimmte Geschmäcker, die es auch heute noch gibt…Waldmeister hmmmm
Doch auch die Themen Grenzkontrolle und die damit verbundene Angst oder das ‚Ausleben‘ der eigenen Persönlichkeit sind hier im Buch genauestens beschrieben.

Ich mochte es wirklich sehr, den beiden bei ihren Abenteuern zuzusehen – sofern man das so sagen kann. Denn ich hatte manchmal auch das Gefühl, selbst ein Teil davon zu sein und fand daher auch die Gedanken dahinter und die hervorgehobenen Unterschiede äußerst spannend.

Der dabei verwendete Schreibstil ist sehr angenehm und nicht so starr, wie bei vielen anderen Geschichten oder Zeitzeugenberichten. Denn das Buch liest sich wie eine Mischung aus Tagebucheinträgen und einer Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.
Selbst ernstere Themen werden angesprochen, aber nicht banalisiert. Dadurch sind diese zwar präsent, werden manchmal aber auch durch ihre dezente Erwähnung oder einer Spur Humor entkräftet, sodass sie hängen bleiben, aber nicht deprimieren.

Wer also mal in diese Art von Geschichte eintauchen mag, ist bei diesem Buch wirklich sehr gut aufgehoben!

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Wunderbares Buch für Groß und Klein

Sila
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Auf den 56 Seiten begleiten wir Tulugaq dabei, der auf der Suche nach einem passenden Geschenk für seine Freundin Asiaq ist. Gleichzeitig lernt er etwas zum Thema Klimawandel kennen und welche Tiere der ...

Auf den 56 Seiten begleiten wir Tulugaq dabei, der auf der Suche nach einem passenden Geschenk für seine Freundin Asiaq ist. Gleichzeitig lernt er etwas zum Thema Klimawandel kennen und welche Tiere der Arktis davon betroffen sind.
Wer allerdings jetzt glaubt, dass es sich um ein Standardwerk handelt, was nicht besonders lesenswert ist, weil wir alles schon mal irgendwo gehört haben, täuscht sich. Denn die Geschichte wird durch Mythen und dem Naturverständnis der Inuit untermalt, was wunderschön zu lesen ist.
Weiterhin möchte ich auf die super schönen Zeichnungen aufmerksam machen, die uns auf jeder Seite begegnen und mich als Leser zusätzlich in Staunen versetzt haben.

Insgesamt ist es ein wirklich schönes Kinderbuch, was mehr beinhaltet, als eine Geschichte.

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