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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Wenn Erinnerungen die Liebe neu erzählen

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Schon zu Beginn entfaltet der Roman eine warme und leicht nostalgische Stimmung, die perfekt zu seiner Thematik passt. Auch das Cover spiegelt diese Atmosphäre wider und vermittelt sofort den Eindruck ...

Schon zu Beginn entfaltet der Roman eine warme und leicht nostalgische Stimmung, die perfekt zu seiner Thematik passt. Auch das Cover spiegelt diese Atmosphäre wider und vermittelt sofort den Eindruck einer gefühlvollen Geschichte über Erinnerungen und zweite Chancen.
Im Mittelpunkt stehen Adam und Jules, die seit vielen Jahren verheiratet sind und deren Beziehung im Laufe der Zeit von Alltag und Verpflichtungen geprägt wurde. Vieles ist selbstverständlich geworden und die frühere Unbeschwertheit scheint ein wenig verloren gegangen zu sein.
Als Adam eine Kiste mit alten Mixtapes entdeckt, die sie sich in ihrer jungen Zeit voller Verliebtheit aufgenommen haben, beginnt etwas völlig Unerwartetes. Die Musik führt sie zurück zu bedeutenden Momenten ihrer gemeinsamen Vergangenheit.
Plötzlich erhalten beide die Möglichkeit, wichtige Augenblicke ihrer Beziehung noch einmal zu erleben. Dabei wird nicht nur deutlich, wie intensiv ihre Gefühle damals waren, sondern auch, wie stark kleine Entscheidungen ein ganzes Leben prägen können.
Adam und Jules wirken als Figuren sehr authentisch, weil ihre Gedanken, Zweifel und Hoffnungen so menschlich und nachvollziehbar dargestellt werden. Gerade die Mischung aus Nähe, Reibung und vertrauter Verbundenheit macht ihre Beziehung glaubwürdig.
Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und verbindet humorvolle, berührende und nachdenkliche Momente miteinander. Dadurch entsteht eine Geschichte, die sowohl unterhaltsam als auch emotional ist.
Zurück bleibt eine Liebesgeschichte über Erinnerungen, Entscheidungen und die Kraft einer langen gemeinsamen Vergangenheit. Der Roman erinnert daran, wie leicht sich Menschen im Alltag voneinander entfernen können und wie wichtig es ist, die gemeinsame Geschichte nicht aus den Augen zu verlieren.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Abnehmen beginnt im Kopf

Abnehmen durch Annehmen. Unbewusste Gefühle verstehen – körperlichen Ballast loswerden
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Andreas Winter zeigt in diesem Buch, dass Übergewicht häufig weniger mit Disziplin als mit unbewussten Mustern und Emotionen zu tun hat. Der Leser erfährt, wie frühe Prägungen, Stress und das Bedürfnis ...

Andreas Winter zeigt in diesem Buch, dass Übergewicht häufig weniger mit Disziplin als mit unbewussten Mustern und Emotionen zu tun hat. Der Leser erfährt, wie frühe Prägungen, Stress und das Bedürfnis nach Trost das Essverhalten steuern und wie der Körper auf innere Unsicherheit reagiert. Besonders wertvoll sind die praxisnahen Anleitungen im zehn Tage umfassenden Programm, das Selbstreflexion und achtsame Übungen miteinander verbindet. Winter gelingt es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erläutern, ohne den Leser zu überfrachten. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Struktur übersichtlich und klar gegliedert, sodass man sich gut durch die theoretischen und praktischen Inhalte bewegen kann. Das Buch vermittelt Empathie und ein Bewusstsein dafür, dass Gewicht und Gefühle eng miteinander verwoben sind. Das Cover und Layout unterstützen die Botschaft von Sanftheit und Selbstfürsorge. Einige Aussagen wirken vereinfachend, dennoch verliert die Grundidee nicht an Wirkung. Am Ende bleibt das Gefühl, dass nachhaltige Veränderungen durch Selbstakzeptanz möglich werden. Für Menschen, die ihr Essverhalten bewusst reflektieren möchten, ist dies eine wertvolle Lektüre.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Magische Abenteuer über den Wolken

Starminster - Stadt in den Wolken
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Das Cover fängt sofort die Atmosphäre der Geschichte ein. Die schwebende Stadt über London wirkt geheimnisvoll und traumhaft zugleich und weckt sofort die Neugier auf die Geschichte von Astrid. Die junge ...

Das Cover fängt sofort die Atmosphäre der Geschichte ein. Die schwebende Stadt über London wirkt geheimnisvoll und traumhaft zugleich und weckt sofort die Neugier auf die Geschichte von Astrid. Die junge Protagonistin hat ihr Leben bisher in einem kleinen Schuppen verbracht, behütet von ihrer Mutter, und erlebt nun eine völlig neue Welt, als eine mysteriöse Frau mit Flügeln sie nach Starminster bringt. Die Schule für Librae, Kinder mit der Gabe zu fliegen, ist fantasievoll und detailreich beschrieben, von den Himmelsgärten bis zu den schwebenden Brücken, sodass man die Welt lebendig vor Augen hat. Megan Hopkins versteht es, Spannung und Geheimnis harmonisch zu verbinden, während Astrids Gefühle, ihre Ängste und die ersten Flugversuche einfühlsam dargestellt werden. Die Freundschaften, die sie knüpft, wirken warmherzig und glaubwürdig, und die Rätsel um verschwundene Kinder geben der Geschichte zusätzlich Tiefe. Der Schreibstil ist flüssig und kindgerecht, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Manche Nebenfiguren hätten noch mehr Profil vertragen, doch die zentrale Handlung bleibt dadurch ungetrübt. Abenteuer, Geheimnisse und die schwebende Stadt bilden die Grundlage für die faszinierende Welt von Starminster. Ein Auftakt, der Kinder wie Erwachsene gleichermaßen in eine magische Welt entführt.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Wenn die Geschichte plötzlich ihren eigenen Kopf bekommt

Paul bekommt kein Kätzchen
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Das großformatige Cover wirkt freundlich und farbenfroh und weckt sofort Neugier auf Pauls Geschichte. Die Illustrationen sind großzügig gestaltet und zeigen viele kleine Details, die beim gemeinsamen ...

Das großformatige Cover wirkt freundlich und farbenfroh und weckt sofort Neugier auf Pauls Geschichte. Die Illustrationen sind großzügig gestaltet und zeigen viele kleine Details, die beim gemeinsamen Betrachten entdeckt werden können. Besonders in den Szenen mit viel Bewegung entfalten die Bilder ihren Reiz und tragen die Handlung visuell mit.
Inhaltlich beginnt alles mit einer klaren Ausgangssituation, denn Paul soll ein Kätzchen bekommen. Doch schnell entwickelt sich die Geschichte anders als gedacht, weil Paul eigene Vorstellungen vom Verlauf seines Buches hat. Das Aufeinandertreffen von Erzählerstimme und Hauptfigur bildet dabei das zentrale Element. Diese Idee ist zweifellos kreativ und eröffnet Raum für überraschende Wendungen.
Allerdings wirkt der angekündigte Humor nicht durchgehend so pointiert, wie man es vielleicht erwartet. Einige Dialoge sind schmunzelnd, andere Passagen ziehen sich etwas in die Länge. Auch die Botschaft rund um Selbstbewusstsein und eigenständiges Handeln bleibt eher zwischen den Zeilen und hätte stellenweise klarer ausgearbeitet sein dürfen.
Der Schreibstil ist dialogreich und lebendig, verlangt beim Vorlesen jedoch eine deutliche stimmliche Unterscheidung zwischen Erzähler und Paul.
Im Fazit hinterlässt das Buch einen gemischten Eindruck. Die Grundidee ist frisch und die Illustrationen überzeugen durch ihre liebevolle Gestaltung. Humor und Botschaft erreichen jedoch nicht in jedem Moment die erhoffte Tiefe. Dennoch bietet die Geschichte Gesprächsanlässe und eignet sich gut für gemeinsames Entdecken.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Zwischen Dorfidylle und tödlichen Geheimnissen

Agatha Raisin und die tote Therapeutin
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Schon das Cover vermittelt den typischen Agatha Raisin. Diese ländliche Ruhe bildet erneut den reizvollen Kontrast zu einem Mordfall, der es diesmal in sich hat. Inhaltlich dreht sich alles um eine neue ...

Schon das Cover vermittelt den typischen Agatha Raisin. Diese ländliche Ruhe bildet erneut den reizvollen Kontrast zu einem Mordfall, der es diesmal in sich hat. Inhaltlich dreht sich alles um eine neue Therapeutin im Dorf, die mit unangenehmem Interesse an fremden Geheimnissen für Unruhe sorgt und bald zum Mittelpunkt eines gefährlichen Geschehens wird. Als Agatha selbst unter Verdacht gerät, nimmt die Geschichte rasch Fahrt auf.
Die Handlung entwickelt sich temporeich und hält zahlreiche falsche Spuren bereit, was für Spannung sorgt, stellenweise aber auch etwas überladen wirkt. Für einen Cosy Crime ist die Anzahl der Todesfälle überraschend hoch.
Agatha Raisin zeigt sich erneut als widersprüchliche Hauptfigur mit scharfem Verstand, impulsivem Auftreten und einem ausgeprägten Hang zu emotionalen Verwicklungen. Besonders ihre privaten Turbulenzen nehmen viel Raum ein, während sie bei den Ermittlungen dennoch aufmerksam und ausdauernd bleibt.
Der Schreibstil ist knapp und nüchtern, sehr britisch geprägt und eher berichtend als ausschmückend. Das liest sich flüssig, lässt jedoch wenig Raum für emotionale Tiefe. Die bekannten Nebenfiguren sorgen für Vertrautheit und bringen Humor und Wärme in die Geschichte.
Im Fazit bleibt ein solider Band der Reihe, der nicht zu den stärksten zählt, aber gut unterhält. Ich habe das Buch gerne gelesen und wurde trotz kleiner Schwächen bestens unterhalten.