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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein Kinderbuch das Wissenschaft frech erklärt

Die Drüsenfabrik
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Mitten im Wohnzimmer wurde plötzlich die Drüsenfabrik eröffnet und mein Neffe war sofort der Chef der Schleimproduktion. Zwischen Gelächter, kleinen Ekelmomenten und sehr vielen neugierigen Fragen haben ...

Mitten im Wohnzimmer wurde plötzlich die Drüsenfabrik eröffnet und mein Neffe war sofort der Chef der Schleimproduktion. Zwischen Gelächter, kleinen Ekelmomenten und sehr vielen neugierigen Fragen haben wir uns Seite für Seite durch dieses herrlich schräge Sachbuch gelesen und waren beide überrascht, wie viel man dabei wirklich lernt.

Die Mischung aus Humor und Wissen funktioniert erstaunlich gut. Statt trockener Anatomie fühlt sich alles eher wie eine verrückte Führung durch eine geheime Fabrik im Körper an. Besonders die Stellen über Hormone, Schweiß und Speichel sind gleichzeitig lustig und irgendwie faszinierend, weil plötzlich klar wird, was im eigenen Körper eigentlich rund um die Uhr passiert.

Ein paar Erklärungen wirken zwischendurch etwas überladen und ich musste meinem Neffen manchmal noch einmal kurz helfen, damit er alles versteht. Trotzdem hat das Buch genau das geschafft, was ein gutes Kindersachbuch schaffen soll. Es macht neugierig, es bringt Kinder zum Lachen und es sorgt dafür, dass man danach den eigenen Körper mit ganz anderen Augen sieht.

Am Ende waren wir uns beide einig, dass das Lesen zusammen richtig Spaß gemacht hat. Kein perfektes Buch, aber eines, das man mit Kindern unglaublich gern entdeckt und das definitiv im Regal bleiben darf 😁

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Ein Wald voller Monster und eine Liebe, die nicht sein dürfte

The Sleepless
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Zwischen dunklen Baumkronen, uralten Tiergöttern und Kreaturen, die gleichzeitig faszinierend und furchteinflößend sind, entfaltet sich eine Geschichte, die sich ganz leise unter die Haut schleicht. Eine ...

Zwischen dunklen Baumkronen, uralten Tiergöttern und Kreaturen, die gleichzeitig faszinierend und furchteinflößend sind, entfaltet sich eine Geschichte, die sich ganz leise unter die Haut schleicht. Eine Welt, die sich wild, geheimnisvoll und stellenweise wunderbar eigen anfühlt.

Elver ist keine typische Heldin. In ihren Adern fließt Gift und jede Berührung kann tödlich sein. Diese Einsamkeit, dieses Leben am Rand der Welt, verleiht ihr eine besondere Schwere und gleichzeitig eine beeindruckende Stärke. Gerade dieser Kontrast hat mich sehr berührt. Die Begegnung mit Artair und dem Geist Lucian bringt Bewegung in ihre abgeschottete Welt und erschafft ein Love Triangle, das wirklich anders ist als die üblichen Dreiecke im Fantasybereich.

Besonders das Worldbuilding hat mich begeistert. Die Idee mit den Tiergöttern, den verschiedenen Fraktionen und dem gefährlichen Wald wirkt kreativ und atmosphärisch. Gleichzeitig braucht die Geschichte Zeit. Der Slow Burn ist hier wirklich slow, teilweise sogar so langsam, dass ich mir stellenweise etwas mehr Tempo gewünscht hätte.

Trotzdem liegt über dem gesamten Buch eine besondere Magie. Die Dynamik zwischen Elver, Artair und Lucian ist spannend, manchmal zart, manchmal düster und voller unterschwelliger Spannung. Gerade Lucian sorgt immer wieder für diese unberechenbare, leicht bedrohliche Note.

Am Ende bleibt ein Fantasyauftakt, der nicht perfekt ist, aber durch seine ungewöhnlichen Ideen, die düstere Stimmung und seine besondere Liebeskonstellation definitiv im Gedächtnis bleibt. Eine Geschichte, die sich eher langsam entfaltet, dafür aber mit einer faszinierenden Welt und starken Figuren punktet.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Wenn ein Casino zum Schicksal wird

Spiel des Lügners
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Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lola, eine Diebin mit einem riskanten Plan. Sie nimmt an einem geheimnisvollen Turnier in einem magischen Casino teil, um ein Artefakt zu stehlen. Der Einsatz ist allerdings ...

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lola, eine Diebin mit einem riskanten Plan. Sie nimmt an einem geheimnisvollen Turnier in einem magischen Casino teil, um ein Artefakt zu stehlen. Der Einsatz ist allerdings hoch: ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Zwischen gefährlichen Spielen, Intrigen und unerwarteten Gefühlen wird schnell klar, dass in diesem Casino nichts so ist, wie es scheint.

Ich wurde ziemlich schnell in diese schillernde, leicht düstere Atmosphäre gezogen. Das Setting mit dem magischen Glücksspiel hat mir richtig Spaß gemacht und hat mich oft an einen spannenden Spieleabend erinnert den wir selbst gern mit den Kids oft machen. Besonders die Spannung zwischen den Figuren und die vielen kleinen Täuschungen haben mich neugierig weiterlesen lassen.

Die Welt und das Magiesystem bleiben zwar stellenweise etwas oberflächlich und manche Wendungen konnte ich erahnen, trotzdem hatte mir die Geschichte Spaß gemacht zu lesen.

Dazu kommt dieses wunderschöne Buch selbst Farbschnitt und Gestaltung sind einfach ein Traum. Für mich ein unterhaltsamer Romantasy Auftakt mit kleinen Schwächen, aber viel Gefühl und Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Zwischen Nähe, Misstrauen und der Frage nach Wahrheit

This Story Might Save Your Life
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(Zitat: „ᴅɪᴇ ꜱᴄʜᴇɪßᴡᴇʟᴛ ꜱᴏʟʟᴛᴇ ꜱɪᴄʜ ɴɪᴄʜᴛ ᴡᴇɪᴛᴇʀᴅʀᴇʜᴇɴ, ᴀʟꜱ ᴡäʀᴇ ᴀʟʟᴇꜱ ɢᴜᴛ.“)

Joy und Benny sind beste Freunde und betreiben gemeinsam einen Podcast über Leben und Überleben. Als Joy spurlos verschwindet, ...

(Zitat: „ᴅɪᴇ ꜱᴄʜᴇɪßᴡᴇʟᴛ ꜱᴏʟʟᴛᴇ ꜱɪᴄʜ ɴɪᴄʜᴛ ᴡᴇɪᴛᴇʀᴅʀᴇʜᴇɴ, ᴀʟꜱ ᴡäʀᴇ ᴀʟʟᴇꜱ ɢᴜᴛ.“)

Joy und Benny sind beste Freunde und betreiben gemeinsam einen Podcast über Leben und Überleben. Als Joy spurlos verschwindet, bleibt Unsicherheit zurück – und eine Wahrheit, die sich nur langsam zeigt.

Was mich getragen hat, war nicht die reine Spannung, sondern die emotionale Tiefe. Tiffany Crum schreibt nah an ihren Figuren, manchmal leise, manchmal schmerzhaft offen. Ich habe Bennys Verlorenheit gespürt, dieses Gefühl, jemanden zu lieben und ihn trotzdem nicht wirklich zu kennen. Die wechselnden Perspektiven zwischen der Sicht von Benny und Joy haben mich innehalten lassen, auch wenn das Tempo stellenweise hätte straffer sein dürfen.

Für mich ist das Buch weniger Thriller als ein intensiver Blick auf Freundschaft, Loyalität und die Frage, welche Geschichten wir erzählen, um weiterleben zu können. Ein Roman, der nicht laut schreit, sondern lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Zwischen Aufwühlung und Distanz ein Schicksal das nachhallt

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Lale wird in den 80er Jahren geboren, durch ihre drogenabhängigen Eltern kommt sie in eine Männer-WG, doch auch dort fehlen ihr Fürsorge, Halt und echte Geborgenheit etwas, wonach sie sich ihr ganzes Leben ...

Lale wird in den 80er Jahren geboren, durch ihre drogenabhängigen Eltern kommt sie in eine Männer-WG, doch auch dort fehlen ihr Fürsorge, Halt und echte Geborgenheit etwas, wonach sie sich ihr ganzes Leben lang sehnt.

Mich hat dieses Buch aufgewühlt und gleichzeitig seltsam auf Distanz gehalten. Die Sprache ist eindringlich, doch die Ereignisse rauschen wie ein Sturm an mir vorbei. Ich hatte kaum Zeit, wirklich mit Lale zu fühlen, weil sich ein Schicksalsschlag an den nächsten reiht. Vieles wirkte überladen, als wollte die Geschichte zu viel auf einmal erzählen. Gerade bei so sensiblen Themen hätte ich mir mehr Tiefe und Raum gewünscht. Einige Aspekte erschienen mir zudem schwer greifbar. Trotzdem bleibt ein Eindruck zurück, der nachhallt. Ein Buch, das ich trotz allem weiterempfehlen würde.

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