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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Absolut lesenswert

Die Akte Schneeweiß
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Bielefeld, in den 1960ern Jahren. Katja möchte unbedingt Ärztin werden, dazu braucht sie Abitur und eine Ausbildung. Doch ihre Eltern gestatten ihr maximal, Krankenschwester zu werden. Als sie weiter lernen ...

Bielefeld, in den 1960ern Jahren. Katja möchte unbedingt Ärztin werden, dazu braucht sie Abitur und eine Ausbildung. Doch ihre Eltern gestatten ihr maximal, Krankenschwester zu werden. Als sie weiter lernen will, bekommt sie keinerlei Unterstützung ihrer Eltern mehr. Nur ihr Opa hat immer zu ihr gehalten. Doch eines Tages ist er verschwunden und seine Existenz wird seitdem in der Familie totgeschwiegen. Dabei betrifft es nur nicht nur die gegenwärtigen Generationen, sondern auch die früheren.

Das Buch ist absolut lesenswert. Es beschreibt sehr anschaulich die Situation der Frauen (auch der Männer) in den 1930er Jahren unter der Nazizeit und auch später in der Bundesrepublik Deutschland. Während in der DDR die Abtreibung Anfang der 1970er Jahre legalisiert wurde und die Frauen mehr Recht bekommen haben, war es in Westdeutschland immer noch illegal und gefährlich. Überhaupt hat mir sehr gut gefallen, wie die jeweiligen Situationen beschrieben wurden. Man konnte sich sofort in die Zeit hineinversetzen und die handelnden Personen waren sehr authentisch. Dazu wird eine oft sehr spannende Geschichte erzählt und die Sprünge in den Zeiten hin und her machen das Ganze sehr interessant. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Herrlich unterhaltsam

DUMONTs Unnützes Reisewissen England
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Die Bücher aus dieser Dumont-Reihe haben alle eines gemeinsam: sie sind herrlich unterhaltsam. Auch wenn sie mit eigentlich unnützem Reisewissen punkten, lernt man trotzdem immer etwas dazu. Wie wichtig ...

Die Bücher aus dieser Dumont-Reihe haben alle eines gemeinsam: sie sind herrlich unterhaltsam. Auch wenn sie mit eigentlich unnützem Reisewissen punkten, lernt man trotzdem immer etwas dazu. Wie wichtig das ist, kann man wahrscheinlich nur selbst einschätzen. Aber auf jeden Fall amüsiert man sich bei vielen Sachen einfach köstlich.

In England kommt sicherlich noch dazu, dass dort viele Sitten mehr als nur bierernst genommen werden und man so als Leser des Buches vor manchem Fauxpas bewahrt wird. Schließlich ist es „lebenswichtig“ zu wissen, warum man auf der Straße keine Teppiche klopfen darf, und noch wichtiger, dass man im Pub nicht betrunken werden sollte. Mich hat es zum Beispiel unheimlich getröstet, dass ein berühmter Marineadmiral immer seekrank wurde. Und jetzt weiß ich endlich, dass ich mich in der U-Bahn vor den nur dort vorkommenden speziellen Mücken schützen muss. Man glaubt mir nicht? Dann unbedingt das Buch lesen und überrascht werden. Und hinterher nicht sagen, dass ich nicht vor einigem gewarnt hätte!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Realistisches Jugendbuch mit Fantasie

Die verborgenen Bilder
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Frieke ist 12 und todunglücklich. Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Vater lebt jetzt mit einem Mann zusammen. Und Frieke muss mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auch noch umziehen. Die Wohnung findet ...

Frieke ist 12 und todunglücklich. Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Vater lebt jetzt mit einem Mann zusammen. Und Frieke muss mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auch noch umziehen. Die Wohnung findet sie anfangs nur furchtbar, bis sie in einem Zimmer Zeichnungen an der Wand entdeckt. Und sie stellt fest, dass sie 1 x am Tag beim Berühren der Zeichnungen in die Vergangenheit reisen kann. Sie landet in der gleichen Wohnung im Jahr 1928 bei einer Familie Vosser. Mit deren Tochter freundet sie sich bald an und fühlt sich mehr und mehr in der Familie heimisch und geborgen. Dort gibt es scheinbar keine Probleme wie in ihrer eigenen Familie. Bis sich die Familie für die Nazis begeistert …

Das Buch ist absolut gelungen und wunderbar geschrieben. Vor allem die Beschreibungen der Gefühle und Zwiespälte von Frieke mit ihrer eigenen Familie und der aktuellen Situation sind sehr gut nachvollziehbar und kommen authentisch rüber. Man möchte Frieke einfach nur in den Arm nehmen und trösten und ihre teilweise heftigen Reaktionen sind komplett verständlich. Auch, dass sie sich in der Vergangenheit erst mal sehr wohlfühlt und viel neues entdeckt, ist eine Mischung aus Abenteuerlust und Kompensation. Immer wieder wird die Vergangenheit mit der Gegenwart verglichen und das ohne pädagogischen Zeigefinger, sondern auf sehr subtile Art. Die Gefahren werden aufgezeigt und der Leser kann sich ein eigenes Urteil bilden. Das finde ich sehr gut. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Schrecklich schräg

Der Nachbar
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Sarah lebt mit ihrer Tochter Ruby noch nicht sehr lange wieder in Berlin. Mit Glück hat sie kleines Haus zur Miete bekommen und versucht, sich von ihren diversen Ängsten zu lösen. Einer der schlimmsten ...

Sarah lebt mit ihrer Tochter Ruby noch nicht sehr lange wieder in Berlin. Mit Glück hat sie kleines Haus zur Miete bekommen und versucht, sich von ihren diversen Ängsten zu lösen. Einer der schlimmsten ist, dass sie ungern allein ist. Deswegen gerät sie auch immer an die falschen Männer und plötzlich erlebt sie Dinge, wie verschwundene Sachen oder vollgestellte Kühlschränke, die ihr so niemand glaubt. Als sie eines Nachts von einem Einbrecher überrascht wird und diesen die Treppe hinunterstürzt, ist die Leiche beim Eintreffen der Polizei weg und wiederum glaubt ihr niemand. Die Situation eskaliert mehr und mehr

Das Buch ist ein ganz typischer Fitzek. Teilweise skurrile Einfälle, schräge Begebenheiten, aber auch ein Höchstmaß an Spannung schaffen es, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann und weiterlesen will. Zumal es auch wieder eine Menge Wendungen gibt, die man so nicht unbedingt erwartet hat. Und auch eine Auflösung, die ebenfalls vieles noch einmal dreht. Von daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Gute Fortsetzung

Unter fremden Himmeln
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Familie Berger lebt nun schon eine Weile in Fischhafen. Ihr eigenes Haus ist fertig und damit zieht mehr Komfort in das Leben. Hedwig hofft auf einen Heiratsantrag von Max, denn sie ist schwanger. Doch ...

Familie Berger lebt nun schon eine Weile in Fischhafen. Ihr eigenes Haus ist fertig und damit zieht mehr Komfort in das Leben. Hedwig hofft auf einen Heiratsantrag von Max, denn sie ist schwanger. Doch Max macht erst mal eine ganz andere Entdeckung. Clara lebt fast nur für das Krankenhaus und Anna findet ihre große Liebe und gleichzeitig auch ein gutes Geschäft. Alles läuft relativ friedlich ab, man arrangiert sich mit den Einheimischen. Dann allerdings übernehmen Soldaten das Kommando und die Situation eskaliert ganz schnell …

Das Buch ist die gute Fortsetzung des ersten Teils. Hier besticht vor allem die Beschreibung des Lebens und der Sitten der Kate und auch der Natur, deren Schönheit, aber auch deren Gefahren. Die Geschichte ist extrem vielseitig, weil sowohl in der Kolonie wie auch in der Familie selbst unheimlich viel passiert. Vor allem gegen Ende zu war mir das fast ein wenig zu viel und zu schnell. Man kam kaum zum Atemholen und ich wenig ausführlicher hätte ich es mir oft gewünscht. Doch unabhängig davon war das Buch absolut wieder gut lesbar, es unterhält und man lernt ganz viel und ich freue mich auf Band 3. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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