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Veröffentlicht am 30.07.2026

Rezension zu Anathema

Anathema
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Eigene Meinung
Auf der Suche nach einem Buch, das mich einerseits in eine fremde Welt entführt und andererseits ein bisschen aus meiner Comfort Zone lockt, habe ich zu Anathema gegriffen. Und holy moly… ...

Eigene Meinung
Auf der Suche nach einem Buch, das mich einerseits in eine fremde Welt entführt und andererseits ein bisschen aus meiner Comfort Zone lockt, habe ich zu Anathema gegriffen. Und holy moly… das war ein Erlebnis der anderen Art…

Autorin Keri Lake gibt mir die Möglichkeit, Anathema aus der Ich-Perspektive von Protagonistin Maevyth sowie aus der Erzählperspektive von Zevander zu erleben. Anfangs war der Wechsel zwischen den Perspektiven etwas ungewohnt, was dem Buch aber keinerlei Abbruch tat. Der Schreibstil von Keri Lake ist… uff, schwer zu beschreiben. Nicht, weil er schlecht ist, sondern weil ich ihn als so außerordentlich gut empfunden habe. Problemlos schafft sie es, in den richtigen Augenblicken genau den passenden Ton zu treffen.

Vor allem die Ortsbeschreibungen sind so bildhaft geschrieben, dass ich dauerhaft einen Film im Kopf hatte. Ich konnte jede Szene vor meinem inneren Auge sehen – und das leider auch, wenn es um wirklich grausame, gruselige Horrorszenen ging. Denn ja, das ist ebenfalls etwas, das mir besonders von Anathema im Gedächtnis geblieben ist: der Horror. Es ist keine seichte Romantasy-Geschichte! Es ist gruselig, blutrünstig und unglaublich bildhaft – und dabei so unfassbar gut.

Ich traue mich nur selten an High Fantasy heran. Zu groß ist die Sorge, die Hierarchien, die Magiesysteme, die vielen Völker und alles, was es sonst noch zu beachten gibt, nicht zu verstehen. In Anathema? Kein Problem. Keri Lake hat mit einem zehnseitigen Glossar, einer Weltkarte und natürlich Triggerwarnungen vorgesorgt. Tatsächlich lief es aber gar nicht so ab, dass ich ständig im Glossar blättern musste. Meiner Meinung nach hat die Autorin dafür eine richtig gute Lösung gefunden: Sie lässt Protagonistin Maevyth genauso “unwissend” in diese Welt eintauchen wie mich als Leser. Dadurch wurden mir Glyphen, Stämme, Völker, Zauber und Hintergründe Stück für Stück nähergebracht. Nicht ausufernd, sondern kurz, verständlich und genau dann, wenn ich die Informationen brauchte – ohne mich mit Wissen zuzuschütten.

Zwischen all den gruseligen Horrorszenen gab es aber auch viele Momente zum Lachen und zum Weinen. Eine emotionale Achterbahnfahrt, getragen nicht nur von den Protagonisten Maevyth und Zevander, sondern auch von den Nebencharakteren. Meiner Meinung nach bedient Anathema außerdem den Found-Family-Trope und genau das hat mir zwischen all dem Bösen in der Geschichte immer wieder kleine Momente zum Durchatmen geschenkt. Gerade die Verbindung zwischen Maevyth und Rykaia, der Schwester von Zevander, oder auch zu Aleysia hat mich sehr berührt.

Bleiben wir doch gleich bei den Charakteren beziehungsweise vor allem bei den beiden Protagonisten: Maevyth und Zevander. Beide funktionieren für mich absolut grandios. Denn sie entwickeln sich Stück für Stück aus den Rollen heraus, die ihnen seit ihrer Geburt auferlegt wurden. Gerade bei Maevyth geschieht das nicht im Sinne einer plötzlich übermächtigen Heldin. Jeder Fortschritt, den sie sich erkämpft, fühlte sich auch für mich als Leser unheimlich gut an. Und obwohl sie durch die Eating Woods in eine völlig andere Welt geworfen wird, verliert sie ihr eigentliches Ziel nie aus den Augen. Gleichzeitig wiederholt sich dieser Gedanke nie auf eine anstrengende Art und Weise. Stattdessen wird sowohl Maevyth als auch dem Leser immer wieder bewusst gemacht, dass sie lernen muss.

Zevander hingegen ist deutlich schwieriger zu durchschauen. Erst nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und ich habe verstanden, weshalb er nach außen so kalt wirkt. Er versucht, viele Baustellen gleichzeitig zu bewältigen – und das am liebsten im Alleingang. Ich bin nämlich der Meinung, dass der gute Herr ein ziemliches Problem damit hat, Kontrolle zu verlieren. Zumal er sie über sich selbst jederzeit wahren muss. Auch im Umgang mit Maevyth ist er vorsichtig und gleichzeitig sichtlich verwirrt. Genau das wurde für mich in seinen Kapiteln unglaublich authentisch transportiert.

Die Beziehung zwischen Zevander und Maevyth nimmt auch erst in den letzten Kapiteln wirklich Fahrt auf. Also wirklich Slow Burn. Gerade das mochte ich unglaublich gern. Sie fallen eben nicht sofort übereinander her, sondern zeigen ihre Unsicherheiten, lassen Nähe langsam entstehen und teilen ihre Verletzlichkeit miteinander. Das fühlte sich für mich deutlich intimer an als so manche Dark-Romance-Spice-Szene.

Vielleicht ist Anathema genau deshalb nicht einfach nur ein süßes Romantasy-Buch. Es geht nicht bloß um zwei Menschen, die sich irgendwie anziehend finden und sich gleichzeitig absolut nicht ausstehen können. Es geht um zwei Menschen, die für ihre Welt beziehungsweise ihre Familien kämpfen und bei all dem schlichtweg kaum Zeit haben, überhaupt an eine Beziehung zu denken. Der Fokus liegt für mich deshalb nicht auf der Liebesgeschichte, sondern auf dem Weltenaufbau, den Wesen und den vielen Handlungssträngen, die am Ende zu einem großen Ganzen zusammenlaufen.

Doch worum geht es eigentlich?

In Anathema begleiten wir Maevyth, die langsam aber sicher an ihrer geistigen Gesundheit zu zweifeln beginnt. Die Vorwürfe der Dorfbewohner seit ihrem unerklärlichen Erscheinen scheinen sich immer mehr zu bewahrheiten. Als schließlich alles eskaliert, ergreift Maevyth die einzige Chance, die sie noch sieht: Sie flüchtet gemeinsam mit ihrer Schwester – der einzigen Familie, die ihr geblieben ist. Doch die Eating Woods sind hungrig…

Ich tauchte also in eine Geschichte ein, die in zwei Welten spielt. Erzählt wird sie aus der Sicht einer Sterblichen, der eröffnet wird, dass sie die Letzte eines längst vergangenen Volkes sein soll, und aus der Sicht eines Lunasiers, der zu einem Leben mit einem Fluch verdammt ist.

Tatsächlich muss ich aber auch ehrlich sagen, dass ich kaum auf die Geschichte von Anathema eingehen kann und möchte. Der Grund dafür ist ganz einfach: Ich saß beim Lesen mehr als einmal mit Gänsehaut da oder dachte mir nur: “Bitte nicht!” Genau diese Momente möchte ich euch nicht vorwegnehmen.

Mein abschließendes Fazit
Zwei Welten und eine Gefahr. Anathema kombiniert Horror und Fantasy auf eine Weise, die mich vollkommen begeistert hat. Mit seiner bildhaften Sprache, den wundervollen Charakteren und den Eigenheiten seiner Welten hat sich dieses Buch einen festen Platz in meinem Herzen gesichert.

Als High-Fantasy-Neuling hätte ich nie gedacht, dass mich dieses Genre so sehr ab der ersten Seite fesseln könnte. Umso mehr freue ich mich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit Zevander, Maevyth, Aleysia, Rykaia und all den anderen. Notizen für Band 2 habe ich mir jedenfalls schon gemacht… denn im NOVEMBER erscheint endlich die Fortsetzung. (Zum Glück bin ich geduldig. Nicht!)

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Absolut unerwartet & sehr geliebt!

Pen Pal
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Eigene Meinung
Schon länger bin ich ein bisschen um dieses Buch herumgeschlichen. Tatsächlich dachte ich erst, dass ich vielleicht keine „einfache“ Romance zwischen einer Witwe und einem Handwerker lesen ...

Eigene Meinung
Schon länger bin ich ein bisschen um dieses Buch herumgeschlichen. Tatsächlich dachte ich erst, dass ich vielleicht keine „einfache“ Romance zwischen einer Witwe und einem Handwerker lesen möchte oder brauche. Aber jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, ist meine Meinung eine komplett andere …

Bereits auf der ersten Seite geht J.T. Geissinger direkt in die Vollen. Ich lerne Protagonistin Kayla bei der Beerdigung ihres Mannes kennen, und allein mit Kaylas Art habe ich sofort sympathisiert. Am Anfang weiß ich noch gar nichts über ihre Vergangenheit, geschweige denn über ihre Gegenwart. Die Art und Weise, wie sie mit dem Verlust umgeht, ist in meinen Augen jedoch sehr authentisch. Diese Authentizität strahlt Hauptprotagonistin Kayla das ganze Buch über aus.

Sie hat ein sehr loses Mundwerk, lässt sich nur ungern etwas sagen und trägt gern eine sarkastische Bemerkung auf den Lippen. Ich mag Sarkasmus. Wenn ich eine Lovelanguage habe, dann ist es wohl Sarkasmus. Es dauert auch nicht lange, bis Love Interest Aiden ins Bild tritt, und ich kann euch gar nicht sagen, wie naiv ich an dieses Buch herangegangen bin.

Denn Stück für Stück habe ich gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Irgendetwas fühlte sich die ganze Zeit über sehr suspekt an. Diese Stimmung hat die Autorin unheimlich gut eingefangen – und sie konnte sie auch konstant halten. Natürlich gibt es lockere, süße und witzige Momente. Aber zeitgleich geschehen meist auch sehr gruselige Gänsehaut-Momente. Immer wieder hinterfrage ich die Geschichte, Kaylas Geisteszustand, versuche selbst zu verstehen, ob ich vielleicht etwas falsch verstanden habe.

Sachen verschwinden, Dinge gehen kaputt, und es klingelt an der Tür, ohne dass jemand davorsteht. Stück für Stück bekam ich ganz starke Paranormal Activity-Vibes – und ich habe es geliebt! Ich mochte diese bedrückende Atmosphäre total. Kayla möchte sich gar nicht unterkriegen lassen, merkt aber, dass ihre Stärke immer mehr schwindet – durch die Last der Trauer und die zusätzlich absolut wahnwitzigen Dinge, die ihr widerfahren.

Autorin Geissinger hat eine sehr vereinnahmende Art zu schreiben und zu beschreiben. Szenerien wurden von ihr so ausgeschmückt, dass ich sofort die Küche, ihr Arbeitszimmer und selbst Aidens Wohnung bildlich vor Augen hatte. Dafür brauchte es nicht viele Worte. Der Schreibstil ist enorm flüssig und lebt von vielen Dialogen und natürlich von Kaylas Gedankengängen. Da sie selbst sehr sarkastisch ist, lockert sie damit auch die teils bedrückende Stimmung im Buch immer wieder auf.

Bis zum Schluss war ich auf der falschen Fährte. Bis zum Schluss habe ich mich gefragt, was wirklich passiert, was die Absicht der Autorin ist. Und dann? Tja, dann kam die Auflösung – und ich habe geweint. Ich habe Kayla und Aiden über dieses Buch so lieb gewonnen, dass ich mit diesem Ende, mit dieser Lösung, schlichtweg nicht gerechnet habe. Ich war emotional absolut nicht darauf vorbereitet.

Ich habe nun drei Tage gewartet, bis ich mich an diese Rezension gesetzt habe. Einfach, weil ich dieses Buch nicht in Worte fassen konnte – und selbst jetzt noch das Gefühl habe, es nicht mal ansatzweise geschafft zu haben, ihm gerecht zu werden. Ich glaube, J.T. Geissinger hat es mit diesem Buch geschafft, sich ganz leise in meine kleine Ecke mit Lieblingsautor*innen zu schmuggeln. Ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen, denn schreiben kann diese Frau definitiv.



Mein abschließendes Fazit
Wenn ihr ein einfaches, typisches „Dark Romance“-Buch sucht, muss ich euch leider enttäuschen. Dann müsst ihr weitersuchen. Pen Pal ist weder einfach noch vorhersehbar.

Autorin J.T. Geissinger hat mit Pen Pal ein Buch geschrieben, das mir nicht nur eine tolle, sarkastische Protagonistin und schöne spicy Szenen gegeben hat – nein – sie hat mich zum Weinen gebracht, mir Gänsehaut beschert und mir eine Geschichte geliefert, mit der ich in dieser Form absolut nicht gerechnet habe.

Ich möchte unbedingt mehr von dieser Autorin lesen und zähle Pen Pal ab heute zu einem meiner Lieblingsbücher.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Dunkle Märchen gepaart mit Zeitreiseaspekten!

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Eigene Meinung

Als ich Ever & After – Der schlafende Prinz damals begonnen habe, wusste ich noch nicht, in welch düstere Märchenwelt ich mich da hineinbegebe. Nun habe ich Band drei beendet und … wow. ...

Eigene Meinung

Als ich Ever & After – Der schlafende Prinz damals begonnen habe, wusste ich noch nicht, in welch düstere Märchenwelt ich mich da hineinbegebe. Nun habe ich Band drei beendet und … wow. Stella Tack hat hier wirklich etwas Fantastisches erschaffen.

Ich kann und möchte mir eigentlich gar nicht vorstellen, wie die Notizen zu Ever & After bei Autorin Tack ausgesehen haben müssen. Der erste Band war ein sanftes Reinkommen: ein Kennenlernen der Welt und der Charaktere – von denen es übrigens unheimlich viele gibt – begleitet von immer passenden Zitaten aus Märchen der Gebrüder Grimm. Diese Zitate ziehen sich konsequent durch alle drei Bände, sind jedes Mal andere und treffen dennoch stets den Kern der jeweiligen Kapitel. Ein Detail, das ich sehr liebe.

Protagonistin Rain White, Nachfahrerin von Schneewittchen, wächst in Die letzte Stunde deutlich über sich hinaus. Sie wirkt reifer, reflektierter, erwachsener. Diese Entwicklung hat sich bereits in Band zwei angedeutet und fühlte sich auch dort schon authentisch an. Im dritten Teil widmet sich Stella Tack nun einem Thema, für das sie von mir höchsten Respekt bekommt: Zeitreisen. Ich finde es unheimlich schwer, Leserinnen sauber durch verschiedene Zeitstränge zu führen, sie nicht zu verwirren, selbst den Überblick zu behalten – und dabei alles logisch und stimmig zu verpacken. Was soll ich sagen: Es ist ihr gelungen. Zu keinem Zeitpunkt war ich zwischen den verschiedenen Zeitebenen „verloren“ oder unsicher, wo wir uns gerade befinden. Gerade zum Ende hin passiert sehr viel auf einmal, und trotzdem bleibt alles nachvollziehbar.

Natürlich hatte ich im Vorfeld auch Bedenken wegen der Dicke des Buches. Ja, ich lese unheimlich gern – aber knapp siebenhundert Seiten lassen selbst mich kurz schlucken. Tatsächlich merkt man Ever & After diese Länge überhaupt nicht an. Ich hatte kaum das Gefühl, dass sich etwas zieht, auf der Stelle tritt oder sich unnötig wiederholt. Dieses Mal lesen wir aus den Perspektiven von Rain und Smugaid alias Coleblack – und zwar ausschließlich in der Vergangenheit. Denn genau dort lande ich als Leser
in, sobald Rain ihren Wunsch ausgesprochen hat.

In der Vergangenheit angekommen, lernt Rain auch die Götter kennen, die ein dunkles Geheimnis bewahren. Doch Zeit ist hier nicht gleich Zeit: Während Rain frisch in dieser Epoche ankommt (und ja, ich weiß, das klingt etwas seltsam), verbringen andere Charaktere dort bereits eine deutlich längere Spanne. Welche das sind, möchte ich nicht spoilern. Wieder einmal liegt es an Rain, die Welt zu retten – obwohl sie doch das Ende vom Anfang ist. Der Anfang vom Ende. Allerdings nicht allein, sondern mit Coleblack an ihrer Seite. Und dieser weiß zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seinem Glück …

Ich muss es wirklich noch einmal sagen: Respekt an alle Autorinnen, die sich an Zeitreisen wagen – und es dann auch so überzeugend umsetzen. Ohne Logikfehler, ohne Überforderung, immer mit dem Gefühl, als Leserin abgeholt zu werden. In dieser Geschichte passiert unglaublich viel, und dennoch lernt man immer weitere Figuren kennen, die keine bloßen Statisten sind, sondern essenziell zur Handlung beitragen. Wenn dich dunkle Märchen interessieren, du tiefe Charaktere und starke Dialoge schätzt und eine durchdachte, komplexe Geschichte suchst, kann ich Ever & After wirklich nur empfehlen.




Mein abschließendes Fazit

Dunkle Märchen und eine spannende Geschichte rund um die Nachfahren der Märchenwelt – was sich vielleicht zunächst „nur nett“ anhört, hat sich zu einer wirklich starken Reihe entwickelt. In Ever & After habe ich ein großartiges Worldbuilding kennengelernt, getragen von vielschichtigen Charakteren, hoher Spannung, Brutalität und natürlich auch Liebe. Immer wieder muss Protagonistin Rain über sich hinauswachsen und bekommt dabei Unterstützung von alten wie neuen Gesichtern.

Auch wenn knapp siebenhundert Seiten die eine oder den anderen abschrecken mögen: Dieses Buch hat sich für mich in keiner Weise gezogen. Es passiert konstant etwas, das entweder wichtig, interessant oder beides ist. Eine tolle Reihe und ein würdiger Abschluss – auf dessen Reread ich mich jetzt schon freue.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Wunderschön gestaltet!

Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Papierkunst-Edition mit 3D-Aufklapp-Elementen 3)
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Eigene Meinung
Im Dezember 2025 habe ich mir „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ als Adventsbuch vorgenommen: jeden Tag ein Kapitel. Ganz aufgegangen ist der Plan dann zwar nicht, denn der Dezember ...

Eigene Meinung
Im Dezember 2025 habe ich mir „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ als Adventsbuch vorgenommen: jeden Tag ein Kapitel. Ganz aufgegangen ist der Plan dann zwar nicht, denn der Dezember war recht vollgepackt, weshalb ich das Buch erst im Januar beendet habe. Wie mir der dritte Teil gefallen hat, erzähle ich euch hier.

Natürlich haben mein Freund und ich auch dieses Jahr wieder einen Harry-Potter-Filmmarathon gestartet. Passend dazu habe ich mir den dritten Band in der MinaLima-Ausgabe geschnappt – und war tatsächlich sofort verzaubert. Harry Potter bedeutet für mich Kindheit, Nostalgie und einen kleinen Abstecher in eine Zeit, in der alles irgendwie noch freier und unbeschwerter war.

In „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ besuchen Harry, Ron und Hermine ihr drittes Jahr in Hogwarts – auch wenn es davor, wie so oft bei Harry, alles andere als einfach läuft. Nicht nur, dass er die Ferien bei seiner Tante und seinem Onkel verbringen muss, zusammen mit seinem Cousin Dudley, nein: Dieses Mal kommt auch noch Onkel Vernons Schwester zu Besuch. Harry kann sein Glück kaum fassen. Eine Person mehr, die ihm das Leben zur Hölle machen möchte.

Ganz klar unterscheiden sich hier Buch und Film. Das Buch ist deutlich detaillierter, liefert mehr Hintergrundinformationen und beschreibt viele Dinge anders, als sie später im Film umgesetzt wurden. Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass das eine besser oder schlechter ist – ich mag beides sehr gern. Besonders in der MinaLima-Ausgabe hatte ich das Gefühl, die Geschichte noch einmal ganz neu zu erleben. Durch die aufwendigen Papierkünste, die aufklappbaren Elemente und die wunderschönen Illustrationen wird das Buch fast schon interaktiv und bietet ein ganz eigenes Lesevergnügen. Inhaltlich unterscheidet sich die MinaLima-Ausgabe dabei nicht von den normalen Ausgaben – einzig die Gestaltung macht den Unterschied.

Der Schreibstil der Harry-Potter-Reihe ist und bleibt recht simpel und leicht zugänglich. Für mich absolut passend, da es sich in erster Linie um eine Kindergeschichte handelt, die dennoch unglaublich viele Erwachsene erreicht hat. Themen wie Freundschaft, Mut und der Umgang mit Ängsten stehen klar im Vordergrund – natürlich gepaart mit jeder Menge Zauberei und Magie. Die Geschichte ist spannend erzählt und durch die zusätzlichen Details im Buch noch einmal intensiver als im Film. Natürlich verstehe ich, dass man für eine Verfilmung kürzen oder streichen muss. Wie gesagt: Ich mag beides sehr.

Besonders gefallen hat mir, dass man in diesem Band deutlich mehr Hintergrundinformationen über Harrys Eltern erhält. Vor allem sein Vater rückt stärker in den Fokus – seine Freundschaften, seine Zeit in Hogwarts und die Verbindungen, die damals entstanden sind. Gleichzeitig merkt man Harry, Ron und Hermine an, dass sie älter werden. Die Pubertät klopft an, sie geraten öfter aneinander, vertreten unterschiedliche Meinungen und entwickeln eigene Sichtweisen. Schon damals mochte ich dieses Gefühl sehr, dass die Charaktere mitwachsen und man diese Entwicklung auch wirklich spürt.

Natürlich gibt es auch neue – oder bereits bekannte – Zauberfächer in Hogwarts, die hier stärker beleuchtet werden und mehr Raum bekommen. Kleine Details, die aber unglaublich viel ausmachen, gerade wenn es um eine Schule für Hexerei und Zauberei geht.



Mein abschließendes Fazit
Eine wunderschöne, wenn auch recht kostspielige Ausgabe von „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Wir begleiten Harry, Ron und Hermine in ihr drittes Jahr nach Hogwarts, und natürlich warten auch dieses Mal wieder einige Gefahren auf sie. Denn es gibt einen gefürchteten Ausbruch aus Askaban – von einem Mann, der scheinbar Harry ins Visier genommen hat.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und in typischer MinaLima-Manier einfach wunderschön gestaltet. Mit vielen tollen Illustrationen, aufklappbaren Papierelementen und liebevollen Details lädt das Buch zum Entdecken und Staunen ein. Ich habe es sehr geliebt, wieder in das Harry-Potter-Universum einzutauchen, und freue mich jetzt schon darauf, zu Weihnachten mit dem vierten Teil weiterzumachen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Meine Rezension zu A Kiss to End a Song

Die Sonnenfeuer-Ballade 3: A Kiss to End a Song
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Eigene Meinung

Das letzte Buch der Sonnenfeuer Ballade ist nun endlich gelesen. Viel zu viel Zeit ist vergangen, bis ich mich getraut habe, es in die Hand zu nehmen. Und jetzt sitze ich hier – wie ich ...

Eigene Meinung

Das letzte Buch der Sonnenfeuer Ballade ist nun endlich gelesen. Viel zu viel Zeit ist vergangen, bis ich mich getraut habe, es in die Hand zu nehmen. Und jetzt sitze ich hier – wie ich es fand? Holt euch ein Getränk eurer Wahl, ich erzähle es euch …

Der Wiedereinstieg in die Geschichte von Sintha und Arez fiel mir überraschend leicht. Die kompakte Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse zu Beginn ist ein echter Luxus, wie ich finde. Wieder auf dem aktuellen Stand, verlor ich mich schnell in den Seiten – in der Spannung, den Emotionen und den Gedanken der Protagonisten. Einige von euch wissen vielleicht, dass ich ein großer Julia-Dippel-Fan bin und ihren Schreibstil schon oft thematisiert habe. Wer mag, kann gerne nochmal in meine Rezension zu Band zwei A Storm to Kill a Kiss reinschauen. Der Stil bleibt konstant – und das ist gut so.

Auch diesmal wieder eine angenehme Lösung für die Spicy-Szenen: versteckt hinter einem QR-Code. Wer möchte, kann diesen Abschnitt einfach überspringen, denn er enthält keine für die Handlung relevanten Informationen. Trotzdem kann ich ihn sehr empfehlen 🙂 Übrigens gibt es diese „versteckten Spice“-Szenen auch im Hörbuch! Dort wird zu Beginn darauf hingewiesen, dass ein spezieller Ton ertönt, wenn die Szene beginnt – und ebenso, wenn sie endet.

Die meiste Zeit lese ich aus Sinthas Perspektive und bekomme dadurch ihre Gedanken sehr direkt mit. Hin- und hergerissen zwischen Liebe und Trauer um Arez, bewundere ich ihr Durchhaltevermögen. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass sie aufgibt oder Dinge einfach hinnimmt. Natürlich hat sie auch ihre schwächeren Momente, doch gerade durch ihre inneren Konflikte und das ständige Abwägen bekommt die Geschichte eine ernsthafte, tiefgründige Note.

Als sie an Diebe gerät – und einen davon leider nur zu gut kennt – dauert es nicht lange, bis die Vakár ihre Spur aufnehmen. Doch es ist nicht Arez, der sie sucht, sondern zwei seiner Skalls. Erst durch sie erfährt Sintha, wie schlecht es um Arez steht. Und obwohl sie ihm versprochen hat, sich ihm nie wieder zu nähern, um ihn zu schützen, muss sie ihn nun retten – bevor es zu spät ist. Ich fand die Herangehensweise klug durchdacht und ebenso clever wieder ausgehebelt. Natürlich blieb auch hier kein Auge trocken: emotionale Wiedersehen, herzzerreißende Abschiede und trockener Humor – hier kommt wirklich jede*r auf seine Kosten.

Die Charaktere sind mir über die drei Bände sehr ans Herz gewachsen. Trotzdem fühlt es sich anders an als zum Beispiel bei Cassardim. Vielleicht liegt es am bittersüßen Ende dort, vielleicht aber haben mich beide Reihen einfach auf ihre ganz eigene Weise begeistert. Denn A Kiss to End a Song war keinesfalls schlechter – ich glaube, es hat einfach nur nicht ganz so sehr wehgetan.



Mein abschließendes Fazit

Ein rundum gelungener Abschluss für eine fantasievolle Reise zwischen Licht und Schatten. Die Geschichte rund um Sintha, Arez und ihre Welt hat mich wirklich berührt. Egal ob Haupt- oder Nebenfiguren – hier hat vieles gestimmt: emotional, spicy (bei Bedarf) und mit genau der richtigen Prise Humor. Eine hilfreiche Einführung mit Glossar und Zusammenfassung der vorherigen Bände erleichtert den Wiedereinstieg, falls – wie bei mir – etwas Zeit dazwischen lag. Julia Dippel versteht es, Charaktere zu erschaffen und sie in die Welt hinauszuschicken. Wer gerne Romantasy liest oder es mal ausprobieren möchte, dem lege ich die Sonnenfeuer Ballade wärmstens ans Herz!

wenn dich weitere Rezensionen von mir interessieren, besuche mich doch gern auf meinem Buch-Blogg :)
https://www.calipa.de

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