Zwischen Speed-Dating und Slasher-Regeln
A Killer CrushNach der spannenden Leseprobe, die zugleich auch bereits einen Einblick in den humorvollen Schreibstil der Autorin gibt, hatte ich hohe Erwartungen an den Roman „A Killer Crush“. Das Cover deutet mit dem ...
Nach der spannenden Leseprobe, die zugleich auch bereits einen Einblick in den humorvollen Schreibstil der Autorin gibt, hatte ich hohe Erwartungen an den Roman „A Killer Crush“. Das Cover deutet mit dem auffälligen Farbkontrast, welcher auch auf dem Buchschnitt weitergeführt wird, bereits darauf hin, dass in diesem Roman Blut fließen wird. Ich finde die äußere Gestaltung ansprechend und auch ziemlich gut zum Buch passend.
Ich mag die Konstellation Jamie und Laurie, die sich ohne Worte verstehen, wirklich sehr. Das bietet aus meiner Sicht einen kleinen Ausgleich zu der Hochspannung, welche die Geschichte mit sich bringt. Jamie ist als Protagonistin unglaublich stark und greift immer wieder auf die Regeln, wie man einen Slasher überlebt, welche am Anfang des Buches dargestellt werden, zurück, das hat mir gut gefallen.
Die abgewandelten Zitate zu Beginn jedes Kapitels finde ich auch schön gewählt, auch wenn ich nicht viel damit anfangen konnte, weil ich so ziemlich keines der Originalzitate kannte, dafür muss man sich ein bisschen mit Filmen auskennen.
Ich finde, die Herausforderungen der Mischung von Romcom und Slasherroman hat die Autorin gut gemeistert. Es wirkte für mich relativ authentisch und nicht zu viel Romance an unpassenden Stellen. Da haben sich meine Sorgen nicht bewahrheiten können. Die Mischung ist wirklich mal etwas ganz anderes und Neues und das hat mir sehr zugesagt.
Gerade in den ersten zwei Dritteln des Romans war es mir etwas zu viel Beschreibung, es ging mit der Handlung nur sehr schleppend voran, das hat mich manchmal etwas gestört und den Lesefluss verlangsamt. Ich fand es dadurch etwas weniger spannend, als ich es erwartet hatte. Dennoch wollte ich unbedingt weiterlesen, weil ich wissen wollte, wer der Killer ist und wer überleben würde. Das letzte Drittel war dagegen wieder sehr ereignisreich und super spannend.
Mein Fazit: Stellenweise etwas langatmig, aber dennoch insgesamt ziemlich spannend – ich zumindest konnte nicht aufhören zu lesen.