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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2023

Eine Krankheit, die gefährlich ist.

Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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Nachdem Kurt Krömer in einer Sendung mit Torsten Sträter über seine Depression gesprochen hatte, wurde er mit unzähligen, meist positiven Zuschauermeldungen überhäuft. Er hatte Angst davor gehabt, denn ...

Nachdem Kurt Krömer in einer Sendung mit Torsten Sträter über seine Depression gesprochen hatte, wurde er mit unzähligen, meist positiven Zuschauermeldungen überhäuft. Er hatte Angst davor gehabt, denn „darüber“ spricht man nicht. Durch die Gewissheit, dass es viele Menschen gibt, denen es genauso geht, hat er sich entschlossen, dieses Buch zu schreiben. Aber er will deutlich machen: er ist kein Arzt oder Therapeut - er möchte nur seine Geschichte erzählen und anderen aufzeigen, dass es keine Schande ist, sich Hilfe zu holen!

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Mit einem Hauch Humor schreibt der Autor offen und schonungslos über seine dunkle Zeit, ohne etwas zu beschönigen. Für diese ehrliche Art hat er sich meinen vollen Respekt verdient!

Das Buch ist unterteilt in 3 Abschnitte: Teil 1 beschreibt die Vorgeschichte, Teil 2 beschreibt den Weg aus der Krise und in Teil 3 zieht der Autor sein Fazit.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Es kommt nicht alles ans Licht!

Untergang - Jensen und Sander ermitteln
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Am 28. September 1994 geschah die größte maritime Katastrophe in der Nachkriegszeit: die Ostseefähre MS Estonia kenterte und 852 Menschen kamen ums Leben. Das hochseetaugliche und voll funktionstüchtige ...

Am 28. September 1994 geschah die größte maritime Katastrophe in der Nachkriegszeit: die Ostseefähre MS Estonia kenterte und 852 Menschen kamen ums Leben. Das hochseetaugliche und voll funktionstüchtige Schiff soll durch ein technisches Versagen untergegangen sein. Aber Konstantin Golonin weiß es besser und bittet Michael Sander um Hilfe.

Eine wahre Geschichte, für die es keine zweifelsfreie Erklärung gibt. Dafür eine Reihe von Unstimmigkeiten und Widersprüche.

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Es ist das 6. Buch der Reihe um Lene Jensen und Michael Sander, aber mein erstes. Die Beziehung zwischen Michael und Lene war sonderbar - das wäre vermutlich plausibler, wenn ich die Vorgeschichte wüsste. Aber der Fall um die Estonia und die Geheimdienste war glaubhaft und verständlich. Wenn ich auch etwas Probleme mit den vielen Namen hatte – da wäre ein Personenverzeichnis zu Beginn hilfreich gewesen…

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Golonin hat Russland seine Geheimwaffe gegen Schweden gestohlen und Michael steckt jetzt aus alter Schuld mit drin. Alles, was Rang und Namen hat versucht das Geheimnis zu bewahren und möchte die Mitwisser ausschalten. Was Michael von Golonin erfahren hat war starker Tobak. Egal ob FSB, CIA, verschiedene Regierungen und Allianzen: jeder hintergeht jeden und versucht, die Wahrheit zu vertuschen und alle machen Jagd auf Michael.

Das Ende war erschreckend, aber nachvollziehbar. Es ist furchtbar, wie kompromisslos die Mächte agieren und dass die Wahrheit weiterhin vertuscht wird! Ich hätte aber gerne noch ein Nachwort gelesen, in dem beschrieben wird, was Wahrheit und was Fiktion war. Ich gebe diesem spannenden und sehr guten Buch einen halben Stern Abzug und deshalb „nur“ sehr gute 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Missverständnisse auf viele Weisen. (Hörbuch)

Ein Opa unterm Weihnachtsbaum
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Das Buch wird aus der Sicht von Chester beschrieben. Er kam vom Tierheim zu eine Familie, die sich sehr gut um ihn kümmerte. Er versteht seine Menschen nicht immer und dadurch kommt es zu Missverständnissen. ...

Das Buch wird aus der Sicht von Chester beschrieben. Er kam vom Tierheim zu eine Familie, die sich sehr gut um ihn kümmerte. Er versteht seine Menschen nicht immer und dadurch kommt es zu Missverständnissen. Beispielsweise als sich Maya zu Nikolaus eine Mini Maus wünscht. Kurzerhand sucht er sich Hilfe von der Nachbarskatze und "besorgt" so eine Maus - leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Als Max sich dann zu Weihnachten einen Opa wünscht, will er es besser machen - aber was ist das eigentlich?

Ich hatte etwas Mühe mit dem Sprecher, denn er war mir zu monoton. Aber die Geschichte selbst war unterhaltsam und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Es war interessant, aus Sicht des Hundes zu erfahren, wie schwierig das Leben mit den Menschen ist. Vor allem, als er Maya eine Freude machen wollte und die Maus besorgt hat. Sie wollte doch eine und er hat es sogar geschafft, sie lebendig zu übergeben. Dass sich dann niemand darüber gefreut hat, hat er nicht verstanden. Und Max wollte einen Opa, weil alle seine Freunde auch einen haben. Aber wie soll er das bewerkstelligen, wenn er gar nicht weiß, was das ist? Das Geheimnis konnte er lüften, als er im Auto auf seine Familie wartete und mitbekam, wie auf dem Parkplatz ein alter Mann von Jugendlichen geärgert wurde. Aber wie soll er so einen großen Mann unter den Weihnachtsbaum, bekommen?

Das Ende war wunderschön. Ich fand das Buch sehr gut und kann es mit guten Gewissen weiter empfehlen. Ich bin kein Hörbuchfreund, weshalb ich auf diesem Gebiet keine großen Erfahrungen habe. An den Sprecher habe ich mich nach einigen Minuten gewöhnt, auch wenn ich ihn nicht gut fand. Deshalb gebe ich einen halben Stern Abzug und diesem sehr guten Buch nur 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Leg Dich nicht mit rüstigen Senioren an!

5 alte Schachteln / 5 alte Schachteln und der Gin des Lebens
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Dieses Mal geht es um Monika, die ein bewegtes Leben hatte. Schwangerschaftsabbruch, Kommune, Drogen, Frauenknast und Bordell. Nach einem erfolglosen Suizid ist sie auf einen Rollator angewiesen. Nachdem ...

Dieses Mal geht es um Monika, die ein bewegtes Leben hatte. Schwangerschaftsabbruch, Kommune, Drogen, Frauenknast und Bordell. Nach einem erfolglosen Suizid ist sie auf einen Rollator angewiesen. Nachdem sie jetzt aus dem Pflegeheim in die WG mit ihren Freundinnen gezogen ist, geht es ihr besser.

Es war schön, die Alters-WG um die 5 Freundinnen wieder zu besuchen. Ich hab mich sofort wieder wohl gefühlt und der lockere Schreibstil brachte mich immer wieder zum schmunzeln. Die Idee, dass rüstige Rentnerinnen eine Wohngemeinschaft gründen, hat mir von Anfang an gefallen. Es ist das fünfte Buch um die Senioren, die sich nichts gefallen lassen - leider habe ich den 4. Band verpasst, was ich aber irgendwann nachholen werde.

Auch dieses Mal ist nicht alles Sonnenschein. Es gibt wieder negative Anfeindungen und die Charaktere der unterschiedlichen Freundinnen treffen manchmal sehr grotesk aufeinander - aber gemeinsam sind sie eine gewaltige Lawine, die Explosionen auslöst! Ich habe viel gelacht und manchmal nur den Kopf geschüttelt

Das Buch hat mir sehr gefallen, aber der Schluss war mir etwas zu abrupt. Irgendwie war es für mich noch nicht zu Ende... Gibt es vielleicht doch noch eine Fortsetzung? Aus diesem Grund gebe ich diesem sehr guten Buch nur 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Moderne Hexenjagd nach altem Vorbild.

Bluthass
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Lina Saint-George ist Staatsanwältin und Manfred Neuer Hauptkommissar in Koblenz. Da sie auch privat miteinander zu tun haben, trafen sie sich bei der Eröffnung einer Ausstellung über die Hexenverfolgung. ...

Lina Saint-George ist Staatsanwältin und Manfred Neuer Hauptkommissar in Koblenz. Da sie auch privat miteinander zu tun haben, trafen sie sich bei der Eröffnung einer Ausstellung über die Hexenverfolgung. Manfred wurde zu einem Hausbrand gerufen, der alles andere als harmlos war…

Der Schreibstil war angenehm, auch wenn das Thema düster war. Es war mein erstes Buch dieser Reihe, aber ich hatte zwischendurch leichte Schwierigkeiten, mich zurechtzufinden. Manches habe ich deshalb nicht verstanden, aber das war nicht fallrelevant. Lina und Manfred waren mir sofort sympathisch, auch wenn ich seine unfreundliche Art nicht mochte. Auch die übrigen Mitglieder des Teams fand ich gut dargestellt.

Das Thema Hexenverfolgung wird gut dargestellt. Es war früher grausam und ist es auch heute noch. Wer hat etwas gegen die weißen Hexen? Sie tun doch nur gutes, oder etwa nicht? Und was hat Manfreds Lebensgefährtin und eine Pfarrerin mit dem Hexenzirkel zu tun?

Es blieb bis zum Ende hin offen, wer dahintersteckte. Nach einem spektakulären Showdown kam es dann noch zu einem guten Ende. Ich gebe diesem sehr guten Buch einen halben Stern Abzug wegen den fehlenden Zusammenhängen als Quereinsteiger und damit „nur“ 3,5 Sterne.

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