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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2026

Eine Liebeserklärung

Sommer auf Sylt
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„Sommer auf Sylt“ ist kein klassischer Roman, sondern eine literarische Sammlung aus Betrachtungen, kurzen Erzählungen, Briefen und Zeichnungen. Das Buch versteht sich als persönliche Liebeserklärung an ...

„Sommer auf Sylt“ ist kein klassischer Roman, sondern eine literarische Sammlung aus Betrachtungen, kurzen Erzählungen, Briefen und Zeichnungen. Das Buch versteht sich als persönliche Liebeserklärung an die Nordseeinsel Sylt.

Ernst Penzoldt beschreibt darin Landschaft, Natur und Menschen der Insel – von Dünen, Watt und Meer bis zu humorvollen Beobachtungen des Alltagslebens. Seine Texte verbinden poetische Naturdarstellung mit persönlichen Eindrücken und künstlerischen Illustrationen

„Sommer auf Sylt“ lebt weniger von Handlung als von Stimmung. Penzoldt zeichnet mit sensibler Sprache ein atmosphärisches Bild der Insel. Besonders stark ist seine Fähigkeit, Natur in Worte zu fassen: Farben, Licht und Wind erscheinen fast malerisch.
Die Texte wirken zeitlos und ruhig. Sie laden zum langsamen Lesen ein. Dabei bleibt der Ton oft leicht und humorvoll, etwa wenn Penzoldt Menschen und ihr Verhalten auf der Insel beobachtet.
Dieses Buch hat keine spannende Handlung oder einen durchgehenden Plot, es ist eher ein literarischer Begleiter – ein Werk zum Schmökern, Nachdenken und Genießen einzelner Passagen.

„Sommer auf Sylt“ ist eine poetische, ruhige Liebeserklärung an eine magische Landschaft. Selbst ich, die eigentlich keine Prosa liest habe mich in den Beschreibungen verloren und bin nur so durch die Seiten geflogen.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Wunderbarer Debütroman

Bestie
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Als die Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht Delia darin die Chance für einen radikalen Neuanfang und zieht unter dem Namen Lilly bei ihr ein. Während Delia versucht, sich als selbstbewusste ...

Als die Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht Delia darin die Chance für einen radikalen Neuanfang und zieht unter dem Namen Lilly bei ihr ein. Während Delia versucht, sich als selbstbewusste Bühnenautorin neu zu erfinden, glaubt Anouk, Lilly für ihre eigenen Zwecke nutzen zu können. Zwischen den beiden entsteht eine intensive Beziehung, die ihre Vorstellungen von Erfolg, Identität und Freundschaft zunehmend ins Wanken bringt.

Ich verfolge Joana June schon lange auf Youtube und habe mich riesig auf ihren ersten Roman gefreut. Die Art wie sie spricht und was sie selbst gerne liest spiegeln sich meiner Meinung nach in diesem Roman wieder. Daher wusste ich eigentlich vorher schon, dass er mir gefallen wird.

Die Geschichte war unterhaltsam, ließ sich sehr flüssig lesen und ist ingesamt ein wirklich gelungenes Debüt.
Besonders spannend fand ich, dass die beiden Hauptcharaktere extrem unsympathisch sind. Sie lügen, belügen sich selbst und machen sich gegenseitig etwas vor . Genau das hat mich beim Lesen gefesselt. Es war erfrischend, einmal Figuren zu begleiten, die man nicht mögen muss, um sie interessant zu finden.

Die Dynamik zwischen den beiden fand ich sehr stark, vor allem wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass sie gerade deshalb so gut zusammenpassen, weil sie sich beide permanent etwas vormachen und in ihren eigenen Konstruktionen leben.
Der Theaterbezug hat mir ebenfalls gut gefallen. Obwohl das eigentlich gar nicht meine Welt ist, wirkte nichts zu abgehoben oder unverständlich. Auch die ans Theater angelehnte Struktur der Geschichte fand ich sehr passend und atmosphärisch.

Das Ende war für mich persönlich nicht ganz befriedigend, aber trotzdem stimmig. Es passt zu der Tonalität des Romans und zu seinem realistischen Blick auf die Figuren. Insgesamt zeichnet das Buch ein glaubwürdiges Bild von zwei sehr unterschiedlichen Frauen in der heutigen Welt.

Ich kann „Bestie“ definitiv empfehlen. Wie viele Bücher aus dem Pola-Verlag ist es keine klassische Happy-End-Geschichte, sondern eine intensive, manchmal unbequeme Erzählung über zwei starke weibliche Charaktere. Gerade diese Unbequemlichkeit macht das Buch spannend und lesenswert.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Informativ und gut aufbereitet

Hygge @ Work
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Hygge@Work von Meik Wiking ist insgesamt ein angenehm zu lesendes Buch, das sich schnell und leicht durcharbeiten lässt. Der Schreibstil ist locker und zugänglich, sodass man gut durch die einzelnen Kapitel ...

Hygge@Work von Meik Wiking ist insgesamt ein angenehm zu lesendes Buch, das sich schnell und leicht durcharbeiten lässt. Der Schreibstil ist locker und zugänglich, sodass man gut durch die einzelnen Kapitel kommt und sich auch zwischendurch immer wieder zum Weiterlesen motiviert fühlt.

Inhaltlich bietet das Buch eine schöne Zusammenstellung rund um das Thema Wohlbefinden und Zufriedenheit im Arbeitsalltag. Vieles davon ist interessant aufbereitet und wird durch Diagramme, Statistiken und Studien sinnvoll ergänzt. Diese fand ich tatsächlich einen der stärkeren Aspekte des Buches.
Die vielen Fotos hingegen hätten für mich nicht unbedingt sein müssen; sie tragen nicht immer viel zum Inhalt bei und wirken teilweise eher wie Füllmaterial.

Was mir ein bisschen gefehlt hat, waren wirklich neue oder überraschende Erkenntnisse. Wer sich bereits mit Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmenskultur oder Work-Life-Balance beschäftigt hat, wird hier vermutlich nicht allzu viel Neues mitnehmen. Trotzdem ist das Buch informativ und bietet eine gute Zusammenfassung bekannter Ansätze.

Unterm Strich ist Hygge@Work ein solides, gut geschriebenes Buch, das man problemlos lesen kann und das einen netten Überblick über das Thema gibt. Kein absolutes Must-read, aber durchaus empfehlenswert, wenn man sich schnell und unkompliziert inspirieren lassen möchte. Für mich ein solides 3,5- bis 4-Sterne-Buch

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Spannend, aber schwächer als die Vorgänger

Sie wird dich finden
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Millie hat es endlich geschafft ihr Ziel zu erreichen. Ein ruhiges Leben mit ihrem Mann und ihrem beiden Kindern auf Long Island. In ihrem eigenen kleinen Traumhaus. Doch in der kleinen Sackgasse verhalten ...

Millie hat es endlich geschafft ihr Ziel zu erreichen. Ein ruhiges Leben mit ihrem Mann und ihrem beiden Kindern auf Long Island. In ihrem eigenen kleinen Traumhaus. Doch in der kleinen Sackgasse verhalten sich alle Nachbarn total seltsam und auch ihre Kinder und ihr Mann verhalten sich aufeinmal anders als sonst...

Ein letztes Wiedersehen mit Millie. Diesmal wieder viele Jahre später. Ihr Leben hat sich komplett verändert seit Band 2. Man erfährt nur Bruchstücke aus den Jahrem die zwischen Band 2 und 3 liegen, aber das ist auch völlig ausreichend.

Wie schon in den beiden anderen beiden Bänden fand ich den Schreibstil super angenehm und man kann das Buch einfach so am Stück weglesen.
Die verschiedenen Teile wurden auch wieder aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was für mehr Einblicke und Spannung sorgt.

Die Geschichte hat wieder einen komplett anderen Aufbau als Band 1 und 2. Es geschehen immer wieder seltsame Dinge und alles wirkt ein wenig suspekt. Bis richtig Spannung aufkommt dauert es eine Weile.
Wenn es dann richtig spannend wird und auch die Plottwists kommen hat es mich aber leider nicht richtig fesseln können.

Ich fand Band 3 bei weitem nicht so schockierend wie Band 1 oder auch 2. Und auch die Plottwists habe ich so im Ansatz kommen sehen.

Dennoch ein guter Abschluss für die Reihe finde ich. Auch wenn es nach Band 1 mit jedem Buch ein wenig schwächer wurde meiner Meinung nach.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Lieblingsband der Reihe

Whitestone Hospital - Saved Dreams
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Saved Dreams, der vierte Band der Whitestone-Hospital-Reihe von Ava Reed, hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Tatsächlich ist es, glaube ich, sogar mein Lieblingsband der Reihe bisher.

Besonders schön ...

Saved Dreams, der vierte Band der Whitestone-Hospital-Reihe von Ava Reed, hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Tatsächlich ist es, glaube ich, sogar mein Lieblingsband der Reihe bisher.

Besonders schön fand ich, dass hier ein queeres Paar im Mittelpunkt steht. Das hat für Abwechslung gesorgt und der Geschichte eine besondere Dynamik verliehen. Etwas zwiegespalten war ich allerdings beim Beziehungsgefüge: Das Verhältnis zwischen Chefin und Angestellter und damit auch das deutliche Machtgefälle sowie der Altersunterschied finde ich persönlich immer ein wenig schwierig und gewöhnungsbedürftig. Das hat mich stellenweise etwas gestört.

Trotzdem überwiegen für mich klar die positiven Aspekte. Die Emotionen waren gut umgesetzt, die Figuren greifbar, und ich habe die Geschichte insgesamt sehr gerne gelesen. Daher würde ich dem Buch vier von fünf Sternen geben.
Was ich an der gesamten Reihe besonders mag, ist, dass man den Paaren aus den vorherigen Bänden immer wieder begegnet. Dieses Wiedersehen fühlt sich vertraut an und lässt die Welt rund um das Whitestone Hospital lebendig wirken.

Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf den fünften Band der Reihe.

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