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Veröffentlicht am 12.02.2026

Gefährlich. Leidenschaftlich. Unaufhaltsam.

Fourth Wing – Flammengeküsst
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Lange habe ich mich dagegen gewehrt, auf diesen Hype aufzuspringen. Doch auf der Buchmesse haben meine Freundin und ich beschlossen: „Na gut, geben wir dem Ganzen eine Chance.“ Und was soll ich sagen? ...

Lange habe ich mich dagegen gewehrt, auf diesen Hype aufzuspringen. Doch auf der Buchmesse haben meine Freundin und ich beschlossen: „Na gut, geben wir dem Ganzen eine Chance.“ Und was soll ich sagen? Ich habe es absolut nicht bereut.

Fourth Wing – Flammengeküsst hat mich komplett begeistert. Rebecca Yarros erschafft eine Welt, die magisch, brutal und zugleich unglaublich faszinierend ist. Schon nach wenigen Seiten war ich gefangen und konnte das Buch vor Spannung kaum noch aus der Hand legen. Ich habe es regelrecht verschlungen.

Violet ist eine außergewöhnliche Protagonistin. Ihr ganzes Leben lang hat sie darauf hingearbeitet, in den Schreiberquadranten zu gehen und mit Wissen statt mit Waffen zu kämpfen. Doch plötzlich steht sie im Reiterquadranten, wo jeder Tag ihr letzter sein könnte. Ihr inneres Mantra „Heute werde ich nicht sterben“ zieht sich eindringlich durch die Geschichte. Besonders beeindruckend ist, wie sie nicht durch rohe Stärke, sondern durch Verstand, Mut und die Unterstützung ihrer Freunde wächst. Ihre Entwicklung ist intensiv, glaubwürdig und mitreißend.

Und dann ist da Xaden. Puh. Er ist ein Bad Boy mit vielen Geheimnissen. Zunächst wirkt er unnahbar, kühl und gefährlich, doch je mehr man über ihn erfährt, desto vielschichtiger wird er. Die Dynamik zwischen ihm und Violet knistert von der ersten Begegnung an. Die Romanze ist leidenschaftlich, aber nie übertrieben aufgesetzt, sondern fügt sich perfekt in die Handlung ein.

Ich liebe wirklich alles an diesem Buch: die Drachen mit ihren eigenen Persönlichkeiten, die brutalen Aufnahmerituale am Basgiath War College, die Intrigen, die politischen Spannungen und die nach und nach enthüllten Geheimnisse.
Besonders erfrischend finde ich, dass die Nebencharaktere keine bloße schmückende Begleitung der Hauptfiguren sind, sondern dass sie eine wichtige Rolle spielen und die Geschichte bereichern. Sie sind komplex, einzigartig und tragen aktiv dazu bei, dass Violet ihre Reise überhaupt bestehen kann. Mit ihren eigenen Motiven, Ecken und Kanten bringen sie Dynamik in die Geschichte, sorgen für emotionale Tiefe und nicht zuletzt für dringend benötigte humorvolle Momente in einer ansonsten gnadenlosen Welt. Gerade dieses Zusammenspiel verleiht den Figuren Lebendigkeit und der Geschichte eine besondere Intensität.

Die Kämpfe und Herausforderungen sind intensiv, nervenaufreibend und absolut packend. In Kombination mit dem düsteren Setting und der EnemiesToLovers-Liebesgeschichte entsteht ein Romantasy-Abenteuer, das mich komplett in seinen Bann gezogen hat.

Fazit:
Fourth Wing – Flammengeküsst ist für mich ein absolutes Highlight im Fantasy-Genre. Spannend, emotional, brutal und voller Drachenmagie. Ein Buch, das süchtig macht. Ich musste mir den zweiten Band sofort im Anschluss kaufen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Wenn der Wind erwacht

The Wind Weaver (The Wind Weaver 1)
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Rhya lebt versteckt, denn als Halbling – halb Fae, halb Mensch – wäre sie in Anwyvn dem Tod geweiht. Als ihre wahre Herkunft entdeckt wird, kann sie knapp ihrer Hinrichtung entkommen. Der geheimnisvolle ...

Rhya lebt versteckt, denn als Halbling – halb Fae, halb Mensch – wäre sie in Anwyvn dem Tod geweiht. Als ihre wahre Herkunft entdeckt wird, kann sie knapp ihrer Hinrichtung entkommen. Der geheimnisvolle General Scythe bringt sie in die rauen Nordlande, wo sie erfährt, dass sie die letzte Windweberin ist. Während sie vor ihren Verfolgern flieht, muss sie lernen, ihre neu erwachte Macht zu begreifen, sich selbst zu vertrauen und sich ihrer Bestimmung zu stellen, die größer ist als alles, was sie kennt.

Als Hörbuch hat mich The Wind Weaver: Sturmverführt von der ersten Minute an begeistert. Die Sprecherin Rebecca Veil leistet hier großartige Arbeit. Trotz der vielen Figuren gelingt es ihr mühelos, jeder Person eine eigene Stimme und Präsenz zu verleihen. Ich war zu keinem Zeitpunkt verwirrt, sondern hatte stets ein klares Bild davon, wer gerade spricht. Ihre Art zu erzählen ist emotional, eindringlich und trägt die Geschichte mit genau der richtigen Intensität.

Die Welt, die Julie Johnson erschafft, ist ein fantastischer Auftakt in eine neue Fantasy-Reihe. Die unterschiedlichen Königreiche mit ihren Weltanschauungen und Kulturen wirken lebendig und durchdacht. Besonders faszinierend fand ich die Beschreibung der Fäule, die sich durch Teile des Landes zieht und Hass, Gewalt und Zerstörung nährt. Diese Bedrohung verleiht der Geschichte eine spürbare Dunkelheit und Tiefe, die mir sehr gut gefallen hat.

Rhya auf ihrem Weg zu begleiten, war für mich besonders ergreifend. Die Vorstellung, ein Leben lang verborgen und in Angst gelebt zu haben und dann zu erkennen, dass es Orte gibt, an denen man einfach sein darf, ist emotional stark umgesetzt. Ihre Skepsis, ihr Misstrauen und das ständige Hinterfragen ihrer selbst wirken absolut authentisch und machen sie zu einer greifbaren, nahbaren Protagonistin.

Auch die übrigen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Ich habe mich schnell mit ihnen verbunden gefühlt. Besonders begeistert hat mich jedoch, wie eng die Hauptfiguren mit ihren jeweiligen Elementen verknüpft sind. Rhyas stürmisches Wesen spiegelt sich in ihrer Windmagie wider, während Pens hitzige Art perfekt zu seiner Gabe passt. Wenn diese beiden aufeinandertreffen, entsteht eine Dynamik, die richtig Spaß macht – als würde der Wind das Feuer immer wieder anfachen. Diese bildhafte, fast symbolische Verbindung hat mir echt gut gefallen.

Ich bin schon sehr gespannt darauf, in den nächsten Bänden zu erfahren, wie die Verbindung aller Elemente untereinander ausgearbeitet wird. Mich interessiert besonders, wie ihre Wechselwirkungen zu Spannungen führen oder auch eine Symbiose erzeugen.

Fazit:
The Wind Weaver: Sturmverführt ist ein atmosphärischer, emotionaler und spannender Fantasy-Auftakt mit einer starken Protagonistin, einer faszinierenden Welt und einer hervorragend umgesetzten Hörbuchfassung. Die Verbindung von Charakteren, Magie und Elementen ist stimmig und mit viel Liebe zum Detail erzählt. Ich bin jetzt schon unglaublich gespannt auf den zweiten Teil und kann die Fortsetzung kaum erwarten.


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Veröffentlicht am 26.12.2025

Ein Schicksal, gewebt aus Liebe und Schmerz

Medea
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Medea wächst ausgegrenzt und gefürchtet am Hof von Kolchis auf. Wegen ihrer Hexenkraft wird sie gemieden, misshandelt und kontrolliert. Als Jason erscheint, um das Goldene Vlies zu erlangen, erkennt Medea ...

Medea wächst ausgegrenzt und gefürchtet am Hof von Kolchis auf. Wegen ihrer Hexenkraft wird sie gemieden, misshandelt und kontrolliert. Als Jason erscheint, um das Goldene Vlies zu erlangen, erkennt Medea darin eine Chance, ihrem grausamen Zuhause zu entkommen. Doch der Weg in die Freiheit fordert einen hohen Preis: Loyalität, Liebe und letztlich Entscheidungen, die alles verändern und unwiderruflich zerstören können.

Medea – Die Hexe von Kolchis hat mich von der ersten Seite an vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Geschichte und die mythologische Grundlage sind so intensiv erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Tragisch, schön, spannend und zutiefst herzzerreißend – all diese Gefühle greifen hier ineinander und machen den Roman zu einem echten Leseerlebnis.

Rosie Hewlett gelingt etwas Besonderes: Sie erschafft eine tiefe, schmerzhafte Verbundenheit zur Protagonistin. Medea ist keine ferne Sagengestalt, sondern eine greifbare, verletzliche und zugleich unglaublich starke Frau. Man fühlt mit ihr, leidet mit ihr und ist innerlich zerrissen angesichts der Entscheidungen, die sie trifft. Ihre Handlungen sind nicht immer leicht zu ertragen, aber sie sind teilweise nachvollziehbar, menschlich und konsequent aus der Situation heraus erzählt. Und genau darin liegt die große Stärke des Romans.

Besonders beeindruckt hat mich, wie Hewlett Medeas innere Konflikte darstellt. Die Zerrissenheit zwischen Loyalität und Selbstbestimmung, Liebe und Verrat, Hoffnung und Verzweiflung ist jederzeit spürbar. Medeas Geschichte ist nicht einfach nur eine Neuerzählung eines Mythos, sondern eine intensive Charakterstudie über Macht, Ohnmacht und die Grenzen dessen, was ein Mensch ertragen kann.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und unglaublich packend. Die Sprache trägt die Emotionen mühelos und erzeugt eine dichte Atmosphäre, die sowohl die Magie als auch die Grausamkeit dieser Welt greifbar macht. Man fliegt durch die Seiten, ohne dass die Tiefe oder Schwere der Geschichte verloren geht.

Fazit:
Medea – Die Hexe von Kolchis ist eine tragische, kraftvolle und emotional aufwühlende Neuerzählung eines bekannten Mythos. Rosie Hewlett schenkt Medea eine Stimme, die lange nachhallt, und erzählt eine Geschichte über Liebe, Verrat, Schmerz und Selbstbestimmung, die unter die Haut geht. Für mich ein absolutes Highlight zum Jahresende!

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Humor, Herz und Spannung – Olivia und Harry

Bevelstoke – Die unergründlichen Wege einer Lady
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Lady Olivia Bevelstoke ist überzeugt, dass an den Gerüchten über ihren neuen Nachbarn etwas nicht stimmt. Angeblich soll Sir Harry Valentine seine Verlobte ermordet haben – doch Olivia glaubt nicht daran. ...

Lady Olivia Bevelstoke ist überzeugt, dass an den Gerüchten über ihren neuen Nachbarn etwas nicht stimmt. Angeblich soll Sir Harry Valentine seine Verlobte ermordet haben – doch Olivia glaubt nicht daran. Getrieben von Neugier beobachtet sie ihn heimlich aus ihrem Fenster, bis sie entdeckt wird. Zwischen scharfen Wortgefechten, wachsender Anziehung und Olivias unstillbarem Forscherdrang entwickelt sich eine ungewöhnliche Begegnung, die schnell mehr wird als bloße Neugier.

Schon nach dem ersten Band habe ich mich sehr auf Olivias Geschichte gefreut – ihr Charakter war für mich von Anfang an ein Highlight. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen, und ich wurde zum Glück kein bisschen enttäuscht. Ganz im Gegenteil: Dieser Band hat mich durchweg begeistert und mir beim Lesen einfach richtig viel Freude bereitet.

"Die unergründlichen Wege einer Lady" fühlt sich erfrischend anders an. Der Liebesverlauf folgt nicht dem gewohnten Schema, sondern überrascht immer wieder durch unkonventionelle Entscheidungen, Tempo- und Perspektivwechsel. Genau das macht die Geschichte so lebendig. Die Charaktere wirken frisch, eigenständig und voller Persönlichkeit.

Besonders gelungen fand ich die Erzählweise aus zwei Perspektiven. Dadurch konnte ich sowohl Olivia als auch Harry sehr nahekommen, ihre Gedanken nachvollziehen und emotional mit ihnen mitfühlen. Olivia ist klug, neugierig, mutig und herrlich eigenwillig – eine Protagonistin, die man einfach gern begleitet. Harry steht ihr in nichts nach, und ihr Zusammenspiel ist geprägt von Wortwitz, Spannung und einer spürbaren Anziehung, die sich organisch entwickelt.

Die kleine Krimi-Komponente, die Sir Harry aufzudecken versucht, bringt zusätzliche Spannung in die Handlung und sorgt für Abwechslung innerhalb der Liebesgeschichte. Sie bleibt dabei leicht und spielerisch und ergänzt die romantischen Elemente, ohne sie zu überlagern.

Fazit:

Die unergründlichen Wege einer Lady ist ein echtes Highlight der Bevelstoke-Reihe. Eine ungewöhnliche, charmante Liebesgeschichte, großartige Charaktere, zwei gelungene Perspektiven und eine perfekte Mischung aus Drama, Humor und Gefühl. Nach dem ersten Band, der mich persönlich etwas enttäuscht zurückgelassen hat, hat dieser zweite Teil umso mehr gestrahlt und mich vollkommen abgeholt.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Ronny zeigt, dass wahre Größe von innen kommt

Ronny, das Pony, und Gerd, das Pferd
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Schon auf den ersten Blick hat mich „Ronny, das Pony, und Gerd, das Pferd“ sofort angesprochen. Die Illustrationen sind einfach so ansprechend – farbenfroh, detailreich und mit so viel Ausdruck gestaltet, ...

Schon auf den ersten Blick hat mich „Ronny, das Pony, und Gerd, das Pferd“ sofort angesprochen. Die Illustrationen sind einfach so ansprechend – farbenfroh, detailreich und mit so viel Ausdruck gestaltet, dass Ronny und Gerd direkt lebendig werden. Man erkennt auf Anhieb ihre Unterschiede: Ronny ist klein, dick, zottelig, tollpatschig und ein bisschen faul, während Gerd anmutig, sportlich, groß, trainiert und elegant wirkt.

Nachdem die beiden mit all ihren Eigenheiten vorgestellt werden, erzählt das Buch von einem gemeinsamen Erlebnis, das sie für immer verbindet. Und genau da zeigt sich, was die Geschichte so besonders macht: Ronny beweist auf heldenhafte Weise, dass man nicht groß, stark oder perfekt sein muss, um wahre Größe zu zeigen. Egal, wie klein oder träge man ist – in jedem steckt Mut, Freundschaft und ein kleines Stück weit Heldentum.

Kai Lüftner erzählt die Geschichte in Reimform: Sie ist leicht, rhythmisch und witzig. Die Verse fließen wunderbar, machen das Vorlesen zu einem Vergnügen und sorgen bei Kindern wie Erwachsenen für viele Lacher. Besonders schön ist, wie charmant und klug die Reime gestaltet sind. Sie klingen nie gezwungen, sondern lebendig und humorvoll.

Auf warmherzige Weise vermittelt das Buch eine wichtige Botschaft: Jeder hat seine eigenen Stärken und manchmal steckt der größte Mut in denjenigen, von denen man es am wenigsten erwartet.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Bilderbuch voller Herz, Humor und Mut. Ronny und Gerd zeigen, dass Freundschaft keine Größe kennt und in jedem von uns ein kleiner Held steckt. Ein echtes Highlight zum Vorlesen, Lachen und Staunen – für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

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