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Veröffentlicht am 10.03.2026

Türkisch kochen leicht gemacht!

Türkiye – Türkisch kochen
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Als ich gesehen habe, dass die Autorin zwei Bücher veröffentlichen konnte, musste ich beide haben. Allerdings erstaunt es mich, dass in diesem Kochbuch auch recht viele Rezepte sind, die locker in ihr ...

Als ich gesehen habe, dass die Autorin zwei Bücher veröffentlichen konnte, musste ich beide haben. Allerdings erstaunt es mich, dass in diesem Kochbuch auch recht viele Rezepte sind, die locker in ihr Backbuch gepasst hätten. Nicht schlimm, aber erwähnt haben wollte ich es.

Auch hier gibt es für viele Gerichte mehrere Varianten. Das ist okay, bläht das Buch aber auf, ohne wirklich viel Neues zu bieten. Jedes Rezept wird von einem Foto begleitet. Bei manchen Rezepten findet sich das Foto dann ein paar Seiten weiter, in Form eines Bildes mit mehreren Gerichten darauf. Das ist nicht optimal, aber für mich noch immer besser, als gar kein Foto.

Nach dem türkischen Namen des Gerichtes folgt eine deutsche Bezeichnung. Neben der Zutatenliste findet man eine kleine Erklärung der Speise und die Zubereitungsschritte. Zudem gibt es zu jedem Rezept noch eine kleine Anmerkung von Aynur Sahin. Die Angabe zu Portionen und Zeitaufwand sind vorhanden, auf die Angabe der Nährwerte wird jedoch verzichtet. Die Zutaten sind recht klassisch. Das eine oder andere ausgefallenere findet man problemlos im türkischen Lädchen. Am Ende des Buches findet sich noch ein Register. Hier findet man alphabetisch nach Zutaten sortiert die passenden Rezepte.

Nach einem Vorwort und ein paar Einblicke in die türkische Küche folgen die Rezeptkapitel Frühstück; Meze; Suppen und Salate; Fleisch und Fisch; Gemüse; Desserts und Süßes; Gebäck. So ist es möglich, ein wunderbares türkisches Buffet zusammenzustellen und herrlich zu genießen. Die Fotos sind aussagekräftig und ansprechend. Erfreulich ist, dass sich die Fotos mit Aynur dezent halten, sie sich also nicht aufdrängt, sondern ihren Gerichten den Vortritt lässt. Das ist super sympathisch!

Das Buch ergänzt meine bisherigen Bücher zum Thema türkisch kochen sehr gut. Es gefällt mir trotz der kleinen Kritikpunkte und ich denke, es ist auch ein tolles Geschenk für alle, die gern kochen und die türkische Küche gern genießen. Ich gebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Frau ohne Selbstwertgefühl

The Exes
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Natalie hat nicht gerade viel Selbstbewusstsein und noch weniger Glück in der Liebe. Doch mit Will scheint alles anders zu werden. Doch dann findet Will die Wahrheit über Natalies drei Exes heraus.

Natalie ...

Natalie hat nicht gerade viel Selbstbewusstsein und noch weniger Glück in der Liebe. Doch mit Will scheint alles anders zu werden. Doch dann findet Will die Wahrheit über Natalies drei Exes heraus.

Natalie ist von Anfang an eine Figur, bei der man nicht so recht einordnen kann, ob man sie mag, bemitleidet oder nicht ausstehen kann. Sehr sympathisch startet sie jedenfalls nicht. Und obwohl man sehr schnell ahnt, wohin die Reise geht und wie sehr Nat verletzt und hintergangen wurde, immer und immer wieder, bleibt da auf lange Strecken dieses Unverständnis, das man gleichzeitig empfindet.

Die unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen machen die Story noch chaotischer, als sie ohnehin schon ist. Das gefällt mir verständlicher Weise nicht wirklich. Auch merke ich von der beworbenen absoluten Sogwirkung nichts, auch wenn nach langem Anlauf die Story endlich in Fahrt kommt und mit einer ganzen Reihe erstaunlicher Wendungen aufwartet.

Insgesamt haben mir aber auch zu viele Figuren zu dramatische Hintergründe und Geheimnisse, einige davon ähneln sich auch extrem. Das macht das Ganze zu unrealistisch für meinen Geschmack. Es gab eine Reihe guter Ideen und Twists, doch die verlieren dadurch leider sehr viel von ihrer Wirkung. Ich habe das Hörbuch im letzten Drittel sehr gern gehört, doch in den ersten zwei Dritteln musste ich mich doch öfter zwingen, dranzubleiben. Alle drei Sprecher haben einen super guten Job gemacht. Sie verdienen ein großes Lob, doch konnten sie das Ruder nicht komplett herumreißen. Obwohl es fast zu wohlwollend ist, gebe ich aufgrund der zahlreichen Twists, die schon Spaß machten, doch noch vier Sterne.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Die Problemlöserin

Tödliches Angebot
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Margo will ein ganz bestimmtes Haus um jeden Preis. Nach langer erfolgloser Suche hat sie nun Pläne, wie sie bekommt, was sie will. Und das ist ganz wichtig, denn ohne Haus kein Kind und ein Kind will ...

Margo will ein ganz bestimmtes Haus um jeden Preis. Nach langer erfolgloser Suche hat sie nun Pläne, wie sie bekommt, was sie will. Und das ist ganz wichtig, denn ohne Haus kein Kind und ein Kind will sie nun mal unbedingt. Also drängt sie sich immer mehr in das Leben des schwulen Paares mit Adoptivtochter, um das erste Angebot abgeben zu können, denn ausschließlich das gewinnt doch! Sie tut, was sie ans Ziel führt und das ist alles, aber nicht nett.

Die Buchbeschreibung verspricht, dass man Margo lieben wird, trotz ihrer üblen Taten. Nun, das kann ich so leider dann doch nicht bestätigen. Sie wirkt auf mich von Anfang an überspannt und geistig nicht so ganz auf der Höhe. Die Besessenheit ist nicht nur unsympathisch, sondern auch wirklich krankhaft. Etwas amüsant sind ihre Ideen auf alle Fälle. Sehr unterhaltsam ist auch, dass sie die Fehler anderer Menschen exakt erkennt, ihre eigenen jedoch nicht.

Irgendwie scheint es jetzt kaum noch ein Buch zu geben, in dem nicht ordinär und überdeutlich über Sex gesprochen werden muss. Das nervt inzwischen ein wenig. Ist nämlich für die Story weder wichtig, noch macht es die Frauen stärker. Auch hier finde ich das völlig fehl am Platz. Nicht jedes Buch muss einen erotischen Touch bekommen.

Der Verlauf der Story ist relativ absehbar, doch durch den einen oder anderen Twist auf gewisse Art spannend. Es vergeht keine Minute, in der man nicht darüber staunt, wie gerissen und bösartig Margo ist. Insofern wünscht man ihr nicht wirklich Erfolg. Bleibt also die Frage, wie ich dieses Hörbuch insgesamt finde. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Rebecca Veil hat als Sprecherin einen großartigen Job gemacht und Margo sehr treffend dargestellt. Auch wenn ich Menschen, die wie Margo rücksichtslos ihr Ziel anpeilen und ihre Vorstellungen mit Gewalt umsetzen, nicht ausstehen kann, wurde dieses Verhalten von Marisa Kashino teuflisch gut beobachtet und in diesem Psycho-Thriller verarbeitet. Daher finde ich meinen Impuls, drei Sterne zu geben, nicht angemessen und erhöhe auf vier Sterne.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Inspiration

Woman Down
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Seit dem Shitstorm um die Verfilmung ihres letzten Bestsellers hat die Schriftstellerin Petra Rose eine Schreibblockade. Wie so oft zieht sie sich in eine abgelegene Hütte am See zum Schreiben zurück und ...

Seit dem Shitstorm um die Verfilmung ihres letzten Bestsellers hat die Schriftstellerin Petra Rose eine Schreibblockade. Wie so oft zieht sie sich in eine abgelegene Hütte am See zum Schreiben zurück und hofft, endlich Inspiration zu finden. Ihre Kollegin Nora holt sie in ihrem Podcast in die Online-Welt zurück. Und dann steht plötzlich Detective Nathaniel Saint vor ihrer Tür. Er könnte direkt aus ihrem neuen Plot gesprungen sein. Und genau das ist das Verhängnisvolle daran!

Von Colleen Hoovers Erstling Weil ich Leyken liebe war ich total begeistert. Erstaunlicher Weise habe ich dann keine Bücher mehr von ihr gelesen und auch erst kürzlich davon gehört, dass sie und ihre Bücher in der Kritik stehen. Die Gründe fand ich etwas seltsam und daher wollte ich mich selbst davon überzeugen und griff zu Woman Down.

Die Plot-Idee gefällt mir außerordentlich gut, die Wendungen sind überraschend und klug gemacht. Hier bin ich wirklich hin- und hergerissen. Die Grundidee ist super, aber ich persönlich brauche diese detaillierten Sex-Szenen einfach nicht. Auch ohne sie hätte man verstehen können, was Sache ist.

Petras Story, wie es zur Schreibblockade kam, empfinde ich als gute Kritik an der Unsitte, dass Lesende übergriffig und persönlich werden in ihrer Kritik am Gelesenen. Hoover stellt gut dar, was das mit Schreibenden macht. Wie sich Petra dann wandelt, finde ich fast schon amüsant und wie Saint auf gewisse Dinge reagiert, typisch männlich, gekränkte Eitelkeit, gekränkter Stolz. Saint selbst hat mich immer etwas verwirrt und unsicher gemacht. Einerseits ist sein Handeln weitestgehend zu verstehen, andererseits geht er oft eindeutig übers Ziel hinaus und lernt nicht daraus. Hoover gibt dem Verhalten aber am Ende eine erstaunliche Logik.

Man könnte die Beziehung der beiden als toxisch ansehen, allerdings bin ich der Meinung, das ist sie gar nicht. Weder ist Petra schwach und unterwürfig, noch sind die beiden Gift füreinander. Es ist einfach nur so, wie Fremdgehen nun mal funktioniert. Das ist nicht romantisch, das ist immer mit Misstrauen und einem gewissen Schmerz verbunden. Es gibt immer Verlierer dabei. Ist das Buch sexistisch? Na, wenn so viel Erotik und Sex drin vorkommt, muss es das ja in gewisser Weise sein, oder? Aber hier wird nicht nur die Frau sexualisiert, sondern auch der Mann. Hier sollte man also mal doch die Kirche im Dorf lassen.

Besonders mag ich die Vermieterin Mari. Die hätte ich trotz allem sehr gern als Nachbarin! Ihr Mann ist knuffig und ein wenig einfältig, aber super herzlich. Saint ist der typische Bad Boy. Petra spielt mit dem Feuer und das macht ihr mehr Spaß, als sie vor sich selbst zugeben will, macht sie aber auch unvorsichtig. Nora ist eine echt gute Freundin und bei gewissen anderen Figuren kann ich aufgrund von Spoilergefahr nichts sagen. Der Schreibstil ist eingängig zu lesen, auch wenn man die eingewebte und sehr gewichtige Erotik nicht mag.

Das Buch ist komplett anders, als ihr Erstling. Ich möchte fast sagen, Weil ich Leyken liebe ist ein Jugendroman und Woman Down ist erwachsen geworden und lebt sich in jeder Hinsicht aus. Schlecht ist das nicht. Es liest sich flott weg, ist nicht langweilig. Und ohne den, wie man heute sagt, Spice fände ich es sogar toll. Spannender Roman? Romantic Thriller? Egal. Von mir jedenfalls tatsächlich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Muss Spice im Thriller sein?

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia, genannt Lia, stürzt nach dem Tod ihrer Mutter ins Bodenlose. Sie arbeitet ein paar Stunden die Woche als Online-Nachhilfelehrerin. Das reicht nicht zum Überleben. Als zweites Standbein hat sie ...

Cecilia, genannt Lia, stürzt nach dem Tod ihrer Mutter ins Bodenlose. Sie arbeitet ein paar Stunden die Woche als Online-Nachhilfelehrerin. Das reicht nicht zum Überleben. Als zweites Standbein hat sie das Housesitten. Auf einer privaten Ostseeinsel steht eins der Häuser der Waldners, für die Cecilia schon öfter gearbeitet hat und mit dessen Sohn Johannes sie ein Verhältnis hat. Über das Wochenende hat sie mit dessen Zustimmung drei ihrer Freunde eingeladen. Für Johannes ist einer davon eine große Gefahr. Doch welcher? Und wer ist für Lia die größte Gefahr?

Von Anfang an weiß man, dass Cecilia ein Geheimnis haben muss. Schnell stellt sich heraus, dass sie damit nicht die Einzige ist. Bleibt also herauszufinden, wer die größte Gefahrenquelle darstellt. Mir ist bewusst, dass es ein Stilelement sein soll, das für das Bild der entsprechenden Figuren eine Rolle spielt, dennoch finde ich die Sprache an vielen Stellen unnötig vulgär. Die Spice-Szenen finde ich in einem Thriller, zumal in der Häufigkeit, nicht passend. Lasst die in ihrem eigenen Genre!

Die vielen verschiedenen Erzählstränge durch die einzelnen Figuren und die Zeitsprünge machen die Story auf weite Strecken ein wenig anstrengend und verwirrend. Es ist schon herausfordernd, sich durchzuwursteln, um zum Kern der Sache zu gelangen. Das zieht sich für meinen Geschmack einfach zu lange, es gibt zu viele halbgare Andeutungen und man wird zu schnell dazu gebracht, gewisse Figuren nicht zu mögen.

Auch bleibt man zu lange im nebulösen Zustand, bis man die Zusammenhänge erkennen kann und versteht, worauf alles hinauslaufen soll und wird. Ab da laufen die Stränge quasi von der Vergangenheit zur Gegenwart aufeinander zu. An vielen Kapitelenden sind Cliffhanger platziert, die weitere dramatische Vorfälle quasi ankündigen.

Die Figuren überzeugen anfangs wenig, im Laufe der Story aber wachsen sie über sich hinaus und man versteht schlagartig, was zuvor Fragezeichen aufgeworfen hatte. Das führt an einigen Stellen zu heftigen Gefühlsbewegungen, zumindest bei mir. Gut wird zu böse, böse wird zu gut und alles dreht sich, bis es einem ganz schwindelig wird. Es sind eher Abzweigungen denn Wendungen. Sehr gut gemacht! Das Ende ist ein echter Knaller, der vielleicht ab einem gewissen Punkt nicht überraschend, aber doch fulminant der Story das Krönchen aufsetzt.

Bis auf die anfänglichen Längen und die unnötigen vulgären Ausdrücke und die unnötig detailliert beschriebenen Sexszenen wurde ich richtig gut unterhalten. Bei den Stimmen konnte ich die beiden Herren leider nicht so gut unterscheiden. Ansonsten waren die Sprecher alle richtig gut. Ich gebe sehr gute vier Sterne.

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