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Veröffentlicht am 08.09.2023

Alles ist möglich

Ivy und die Magie des Poison Garden
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"Und sie begriff erneut, dass sie sich geirrt hatte. Manchmal waren Fantasie und Wirklichkeit dasselbe. Und es gab nichts Schöneres als das."

Es sind wirklich fantastische Abenteuer, die die 13jährige ...

"Und sie begriff erneut, dass sie sich geirrt hatte. Manchmal waren Fantasie und Wirklichkeit dasselbe. Und es gab nichts Schöneres als das."

Es sind wirklich fantastische Abenteuer, die die 13jährige Ivy unfreiwillig auf dem englischen Landsitz ihres Großvaters erlebt. Denn kaum ist sie dort angekommen und hat auf dem Gelände den Poison Garden entdeckt, den sie keinesfalls betreten soll, geschehen sehr seltsame Dinge. Als ihr Großvater entführt wird, muss sich Ivy gemeinsam mit dem Gärtnergehilfen Finn und dem Fuchs Gabriel ausgerechnet in den Giftgarten aufmachen, um den Verschwundenen zu suchen.

Im Innern des Gartens erwartet Sie eine wahre Fülle an Wesen, Herausforderungen und Pflanzenmagie. Hier wäre etwas weniger vielleicht sogar gut gewesen. Wunderbar fand ich die Einbindung der Giftpflanzen, die häufig genauso Heilpflanzen sind, in die Handlung. Denn, so der berühmte Lehrsatz der Homöpathie, der sich auch im Buch findet, bekanntlich macht die Dosis das Gift. So gibt es ganz nebenbei noch etwas zum Lernen oder Wiedererkennen. Die Pflanzen finden sich sogar als Zeichnung am Beginn jedes Kapitels, was die Erzählung wunderbar abrundet.
Sehr gelungen war der Plottwist bezüglich des Entführers. Das hatte ich einmal nicht kommen sehen. Außerdem ist hervorzuheben, das simple Schwarzweißmalerei gekonnt vermieden wurde, was ganz nebenbei auch nich Stoff für weitere Bände liefert. Darauf freue ich mich!

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 07.04.2019

Doppelgänger

Golden Darkness. Stadt aus Licht & Schatten
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Ich schwanke hier immer noch zwischen vier Sternen und der vollen Punktzahl, denn das Buch hat mir mit seinen ungewöhnlichen Ideen wirklich sehr viel Spaß gemacht. Wie frisch ein Teil der Ideen allerdings ...

Ich schwanke hier immer noch zwischen vier Sternen und der vollen Punktzahl, denn das Buch hat mir mit seinen ungewöhnlichen Ideen wirklich sehr viel Spaß gemacht. Wie frisch ein Teil der Ideen allerdings wirklich ist, kann ich gar nicht beurteilen. Denn die Autorin hat das Setting von Dickens "Eine Geschichte von zwei Städten" in eine Welt der Zukunft versetzt. Dies ist mal ein Klassiker, den ich nicht kenne.

In dieser zukünftigen Welt ist New York geteilt in einen Teil voller reicher Lichtmagier und den dunklen Stadtteil, in dem auch die verachteten Doppelgänger ihr Dasein fristen. Sie zu erschaffen ist verboten, doch es geschieht immer wieder, wenn eigentlich totgeweihte Menschen der Lichtstadt illegal durch Magie vor dem Tode bewahrt werden.

Wir werden mitten hinein geworfen in diese komplexe Welt, und es dauert über 50 Seiten, bis die Protagonistin Lucie mit einigen Erklärungen aufwartet, die dem verwirrten Leser das Dunkel erhellen. Lucies Vater ist zwar ein Lichtmagier, doch sie stammt aus dem dunklen Teil von New York. Liiert ist sie nun mit dem reichen Ethan aus der äußerst mächtigen Sippe der Strykers. Dass ausgerechnet Ethan einen Doppelgänger namens Carwyn hat, ist für Lucie eine unangenehme Überraschung.

Carwyn war für mich das Highlight des Romans. Ich habe mit ihm mitgelitten, doch sein selbstironischer Humor hat mich auch immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Die Handlung schreitet schnell, fast zu schnell voran und wird von Lucie beinahe atemlos erzählt. Auf schmerzhafte Weise muss sie erfahren, dass weder in der Dunkelstadt noch in der Lichtstadt die Dinge so sind, wie sie scheinen und Carwyns und ihre Vergangenheit auf mysteriöse Weise verknüft sind.

Es zeichnet den Roman aus, dass er kein profanes Happy-End bietet. Dennoch hätte ich mir so manches Mal noch etwas mehr Tiefgang erhofft und meine, am Ende einen Logikfehler ausgemacht zu haben.

Trotzdem hält hier der Roman einmal, was der wunderschöne, fast lichtdurchflutete Buchumschlag verspricht. Gerne möchte ich mehr von Sarah Rees Brennan lesen!

Veröffentlicht am 09.04.2026

Intermezzo

Träume aus Salz
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"Wie sehr mich diese Weltlichkeit manchmal anödet. Ich will nicht, dass der Tag beginnt, kein Bedarf für Realität. Das Intermezzo gefällt mir viel besser; für immer zu Hause sein zwischen den Welten."

Flo ...

"Wie sehr mich diese Weltlichkeit manchmal anödet. Ich will nicht, dass der Tag beginnt, kein Bedarf für Realität. Das Intermezzo gefällt mir viel besser; für immer zu Hause sein zwischen den Welten."

Flo und ihr Freund Matty verbringen einen heißen Sommerurlaub auf einer griechischen Insel. Die beiden sind eigentlich schwer verliebt. Dann begegnet Flo der griechischen Hellseherin Sofia und alle wird.. kompliziert.

Der Prolog beginnt dramatisch und dann folgt ein Spannungsaufbau, als sich die Geschichte im Rückblick entfaltet Wie kam es zu der dramatischen Situation und welches Geheimnis verbirgt Flo vor Matty?

Die Protagonisten mäandern umeinander, es gibt immer wieder Satzperlen, die ich sofort unterschreiben wollte. Matty ist unglaublich sympathisch und bleibt doch nur eine Randfigur, Sofia mysteriös und Flo seltsam unnahbar.

Gelungen sind das sommerliche Inselfeeling und die Atmosphäre, die zwischen Tiefgründigkeit und zeitgemäßer Orientierungslosigkeit schwankt. Leider war die Enthüllung des Geheimnisses für mich wie eine Verpuffung und nicht genug, um die Geschichte angemessen zu tragen. Wie Salz, das sich allzu schnell auflöst.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Schattenbrüder

Spiel des Lügners
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"Sie lassen alle an Ihren Zauberfäden tanzen wie Puppen, aber sie sind nicht auf unsere Geheimnisse, unsere Lügen oder unsere Wahrheiten aus. Sie wollen nur unseren Schmerz."

Lola St. James hat eine komplizierte ...

"Sie lassen alle an Ihren Zauberfäden tanzen wie Puppen, aber sie sind nicht auf unsere Geheimnisse, unsere Lügen oder unsere Wahrheiten aus. Sie wollen nur unseren Schmerz."

Lola St. James hat eine komplizierte Vergangenheit. Als Tochter eines Gansterbosses wurde sie einst entführt. Seitdem teilt sie mit dem Meisterdieb Enzo ein Herz. Denn auf Enzo liegt ein Fluch. Nur durch das geteilte Herz ist er noch real und kann fühlen. Um ihn von dem Fluch zu befreien, gilt es ein magisches Artefakt zu stehlen. Und zwar ausgerechnet aus dem Casino von Enzos Bruder, der stets nur der Lügner genannt wird. Unter einer falschen Identität gerät Lola in eine Welt, in der Lüge und Wahrheit ständig verschwimmen und sie in einem übernatürlichen Turnier bestehen muss. Doch welchem der Brüder kann Lola überhaupt trauen?

Die fantasievolle Grschichte hat mich immer wieder verzaubert. Die träumerisch-unwirkliche Atmosphäre des Casinos verleiht der Geschichte ein besonderes Flair, ebenso wie die schönes Optik des Covers und des Farbschnitts. Wie Lola schwankt man immer wieder, wem man trauen kann, was das Buch wunderbar unvorhersehbar macht. Das Magiesystem ist originell, hätte aber für meinen Grschmack noch viel detaillierter ausgearbeitet werden können. Die Story enthält noch manche lose Fäden, wodurch ich am Ende dieses ersten Teils teilweise etwas in der Luft hing. Ich bin gespannt, wie sich das im nächsten Band der Dilogie auflösen wird.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Magie und Visionen

Royal Houses – Haus der Drachen
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"Heilige Drachenschuppen." Das ist ein Fluch, dem man in der Geschichte immer wieder mal begegnet. Denn Kerrigan wurde als Kind auf den Stufen des Hauses der Drachen ausgesetzt, isr nun Drachenschülerin ...

"Heilige Drachenschuppen." Das ist ein Fluch, dem man in der Geschichte immer wieder mal begegnet. Denn Kerrigan wurde als Kind auf den Stufen des Hauses der Drachen ausgesetzt, isr nun Drachenschülerin und wegen ihrer Herkunft als Halb-Fae doch eigentlich chancenlos, sich einen Platz in der Hohen Gesellschaft und eine Bindung zu einem der Drachen zu erobern. Doch dann reist der geheimnisvoll-attraktive Prinz des Hauses der Schatten, Fordham, zum Drachenturnier an, und Kerrigans Leben nimmt einige überraschende Wendungen...

Originell fand ich, dass das Turnier um den Kampf der Drachen und seine Aufgaben nicht im Mittelpunkt standen, sondern Kerrigans Entwicklung und die Aufklärung eines Kriminalfalls zunächst mehr Raum einnahmen. Die Verbindung zu Fordham blieb mir lange etwas blass und ein anderer Love Interest für Kerrigan hätte mir eigentlich viel besser gefallen. Hier ist sicher viel Potential für die folgenden Bände vorhanden.

Absolut spannend fand ich die geheimnisvollen Roten Masken und ihre Verschwörung. Wer steckt wirklich dahinter und wie ist die Verbindung zu Kerrigan? Da gab es Cliffhanger, die sehr neugierig gemacht haben.

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