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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

Guter Einstieg

Royal Houses – Haus der Drachen
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Kerrigan hat mir sofort gefallen. Sie ist taff, nicht auf dem Mund gefallen und kennt ihr Schwächen. Die sie trotzdem in so manche Lage bringen. Fordham … ich denke, dass man ihn im zweiten Band besser ...

Kerrigan hat mir sofort gefallen. Sie ist taff, nicht auf dem Mund gefallen und kennt ihr Schwächen. Die sie trotzdem in so manche Lage bringen. Fordham … ich denke, dass man ihn im zweiten Band besser kennenlernen wird. Er scheint viele Geheimnisse zu haben. Vor allem die letzte Szene aus seiner Sicht, hat mein Interesse auf ihn verstärkt.

Ehrlich gesagt, finde ich den Klappentext etwas irreführend. Ja, Kerrigan macht Ausversehen heimlich die Prüfung fürs Drachenturnier, aber sie soll nicht daran teilnehmen. Im Gegenteil, sie soll Fordham im Auge behalten und bei der Veranstaltung helfen. Das Turnier selbst nimmt kaum Raum ein in der Geschichte. Eigentlich begleitet man Kerrigan in die Slums, wo sie einen Mörder sucht und Verschwörungen aufdeckt.

Ich mag ja Intrigen, politisches Durcheinander und Magie. Und alles habe ich hier in diesem Buch gefunden. Und es hat mir sehr viel Spaß gemacht da einzutauchen.

Was mir allerdings nicht gefallen hat: Es wurde immer wieder auf Cyrene verwiesen. Ein Mensch, der beim letzten Drachenturnier einen Drachen gewonnen hat und dann wohl etwas gemacht hat, was den Fae so gar nicht gefallen hat. Allerdings wird nichts genaueres dazu gesagt. Es wirkte als ob man die Geschichte kennen müsste. Im Nachwort wurde dann auch klar, dass Kerrigan eine Figur aus der fünfbändigen Reihe zu Cyrene ist. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, dass mir Wissen fehlt, um die Handlung voll und ganz verstehen zu können.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Spannend mit kleinen Schwächen

The Ordeals
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Bei den meisten Büchern gehe ich davon aus, dass der „Kern“ überlebt. Egal mit was sich die Personen rumschlagen müssen. Hier darf man nicht damit rechnen und ich sorge mich jetzt schon, um Sophia und ...

Bei den meisten Büchern gehe ich davon aus, dass der „Kern“ überlebt. Egal mit was sich die Personen rumschlagen müssen. Hier darf man nicht damit rechnen und ich sorge mich jetzt schon, um Sophia und ihre Freunde, die sie in Killmarth gefunden hat, wenn es in Band 2 mit der Story weitergeht. Denn diese Dilogie will ich auf jedenfall beenden.

Die ganze Story wirkt düster, selbst schöne Momente sind überschattet und Sophia muss über sich hinauswachsen, wenn sie die Ordeals überleben will. Die Entwicklung von ihr gefiel mir. Dass sie sich selbst treu bleibt, trotz der Gefahren. Dass sie nicht die moralische Heldin ist, die alles verzeiht und jeden rettet. Dass sie an sich zweifelt, Fehler eingesteht, … sie wirkte glaubwürdig auf mich. Alden Locke, ihr Partner bei den Ordeals hingegen blieb bis zum Ende für mich zu blass. Ja, man erfährt etwas über seine Vergangenheit, aber so richtig tief in seinen Charakter konnte ich nicht eintauchen. Da er im Gegensatz zu anderen Charakteren für Sophias Entwicklung stark ausschlaggebend ist, finde ich das schade.

Das Worldbuiling ist interessant. Besonders das Magiesystem hat schnell mein Interesse geweckt und ich habe mich über jede neue Information gefreut. Da wird es in Band 2 sicher noch mehr zu entdecken geben. Auch zu den Konflikten zwischen den Ländern, die hier nur angerissen wurde, erwarte ich noch ein großes Input. Aber da es sich im ersten Band hauptsächlich um die Ordeals dreht, kann ich verschmerzen, dass dies und andere Dinge ohne weitere Tiefe erwähnt wurden. Jedoch ausreichend, um zu zeigen, dass wir hier noch einiges erwarten dürfen.

Wenn ich die Zeit gehabt hätte, hätte ich das Buch an einem Tag verschlungen. Aber solch einen Lesemarathon lässt mein Alltag gerade nicht zu. Ich fand es spannend, Sophia an die Akademie zu beleiten. Habe bei den Ordeals mitgefiebert, ob sie es schafft und mir um liebgewonnene Personen Sorgen gemacht. Denn die Prüfungen sind tödlich. Wieso die einflussreichen Familien es zulassen, dass ihre Kinder bei den Aufnahmeprüfungen sterben, habe ich allerdings nicht verstanden. Und ehrlich gesagt, verstehe ich auch am Ende nicht, wieso die Krone so viel Potenzial sterben lässt, obwohl sie wissen, was in der Zukunft auf die Magier und andere lauert.

Und in diesem Sinne, denke ich auch zu wissen, dass mir Band 2 gefallen wird und freue mich jetzt schon auf sein Erscheinen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Eine Fae erhebt sich

Gaze of Iladri 2: Rise of the Dark Fae
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Mit „Rise of the Dark Fae“ haben wir nun den zweiten und letzten Band der Reihe „Gaze of Iladri“ und dürfen Ava, Tarim und Green erneut begleiten, wie sie sich für die Fae und gegen den König stellen. ...

Mit „Rise of the Dark Fae“ haben wir nun den zweiten und letzten Band der Reihe „Gaze of Iladri“ und dürfen Ava, Tarim und Green erneut begleiten, wie sie sich für die Fae und gegen den König stellen. Und Band zwei hat mir stärker gefallen als Band eins.

Wir starten mitten im Geschehen, und ich musste mich erst einmal orientieren. Das ging aber schneller als gedacht, und ich war rasch wieder in der Geschichte drin. In meiner Rezension zum ersten Band hatte ich noch geschrieben, dass mir Green besser gefällt als Tarim – das muss ich hier korrigieren. Auch wenn ich Green bis zu einem gewissen Punkt verstehen kann. Zuzusehen, wie die eigene, durch die Fae-Natur vorbestimmte Gefährtin einen Menschen wählt, und jedes Mal von überwältigenden Gefühlen überrollt zu werden, sobald man sie sieht, stelle ich mir alles andere als leicht vor. Trotzdem hatte ich ständig das ungute Gefühl, dass er Ava irgendwann bewusst in eine Situation bringen könnte, in der sie den „chemischen“ Impulsen nicht mehr widerstehen kann. Dagegen wirkt Tarims Liebe deutlich respektvoller. Mein Bookboyfriend wird er zwar trotzdem nicht, aber er hat bei mir klar gewonnen.

Im ersten Band stand Avas Wunsch im Mittelpunkt, ihre Schwester aus den Fängen der Königin zu befreien, wobei sie eine Allianz mit den Rebellen einging. In diesem Band verschiebt sich der Fokus deutlich: Es geht nun darum, die Fae insgesamt aus der Sklaverei zu befreien und Ava vor dem neuen, besessenen König zu schützen. Dieser Antagonist hat mir ehrlich gesagt Gänsehaut bereitet. Allein die Vorstellung, was er mit Ava vorhat, war stellenweise schwer auszuhalten.

Man trifft in diesem Band auch wieder auf alte Bekannte wie Siena oder Amos, sie haben im Vergleich zu Band 1 jedoch spürbar weniger Raum – zumindest kam es mir so vor. Wenn es keine romantischen oder spicy Szenen gab, wurde die Handlung zügig vorangetrieben, was mir sehr gefallen hat. Die Geschichte wird insgesamt politischer, neue Abgründe im Umgang der Menschen mit den Fae tun sich auf, und der neue König sammelt mit jeder Szene mehr Antipathiepunkte. Gleichzeitig erfährt man mehr über die Vergangenheit der Fae und ihre Magie, was ich sehr spannend fand.

Als Abschluss einer Dilogie hat mich dieser Band gut abgeholt. Ich habe das Buch innerhalb von drei Abenden gelesen und fühlte mich durchgehend gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Herausfordernd

Kardia – Hasse uns
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Eine Geschichte, in der Gefühle als Nahrung dient, Macht offen ausgespielt wird und Sicherheit nur eine Illusion ist. Kardia ist kein Buch, das es dem Leser leicht macht. Im Gegenteil, die Geschichte fordert ...

Eine Geschichte, in der Gefühle als Nahrung dient, Macht offen ausgespielt wird und Sicherheit nur eine Illusion ist. Kardia ist kein Buch, das es dem Leser leicht macht. Im Gegenteil, die Geschichte fordert einen heraus.

Der Einstieg in die Geschichte war für mich eher zäh. Im Zentrum steht Alys, die an die Mallory gebracht wird, eine Akademie, an der Menschen das Eigentum von Daemonen sind und ihre Emotionen als Nahrung dienen. Es dauerte, bis ich wirklich in der Welt angekommen bin und eine Verbindung zu Alys aufbauen konnte. Am Anfang war alles etwas verworren und da ich mich weigere Glossare zu nutzen, da ich persönlich der Meinung bin, dass Dinge so in die Geschichte eingebaut werden sollten, dass man ein Glossar gar nicht braucht, weiß ich auch nicht, ob mir das geholfen hätte, mich schneller zurecht zu finden. Nach ungefähr einem Drittel des Buches habe ich mich dann aber endlich in die Story fallen lassen können.

Was mir besonders hängen geblieben ist, ist die moralische Grauzone, in der sich alle Figuren bewegen. Niemand ist eindeutig Täter oder Opfer. Am Ende stellt sich weniger die Frage, wer die Daemonen sind, sondern ob sie wirklich grausamer handeln als die Menschen um sie herum. Allein der Anfang des Buches hat die Abgründe eines Menschen gezeigt.

Romantische und erotische Elemente sind vorhanden, drängen sich aber nicht in den Vordergrund. Da dies mein erster Reverse-Harem-Roman ist und ich diesbezüglich etwas anderes erwartet hatte, war ich überrascht.

Kardia ist ein Auftaktband, der bewusst viele Fragen offenlässt. Nicht alles hat mich überzeugt, aber die Atmosphäre, das Konzept und der abschließende Cliffhanger machen neugierig darauf, wohin diese Geschichte noch führen wird.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Was für ein Cliffhanger

MENON
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Das Worldbuildung fand ich hier sehr interessant. Die Stadt Menon, in der Melina lebt, schottet sich von der Außenwelt ab. Ihre Einwohner dürfen diese nicht ohne Erlaubnis verlassen und diese gibt es so ...

Das Worldbuildung fand ich hier sehr interessant. Die Stadt Menon, in der Melina lebt, schottet sich von der Außenwelt ab. Ihre Einwohner dürfen diese nicht ohne Erlaubnis verlassen und diese gibt es so gut wie nie. Interessant fand ich die Widersprüche im Stadtdesign und auch in anderen Dingen. Dinge, die Melina auch im Laufe der Story feststellt und beginnt zu hinterfragen. Am Ende des ersten Bandes werden diese auch fast alle aufgedeckt.

Melina wurde von der Familie Levan als vierjährige ihrer Mutter entrissen und Stück für Stück erfährt man, wie die Erziehung ausgesehen hat. Keine, die ich einem Kind wünschen würde. Nicht nur körperliche Züchtigung, sondern auch eine große Portion Gehirnwäsche spielten dort mit. Melina fand ich im gut dargestellt. Ihr Gefühle und Gedanken kamen bei mir emotional an.


Sie haben mich Melina genannt. Melina, die Gehorsame. Sie haben gesagt, dass ich Glück hatte, in die Familie Levan aufgenommen zu werden. Ich hatte Glück, als Mädchen geboren zu sein. Ansonsten wären sie nie auf mich aufmerksam geworden.

Auch Nebencharakteren wurde eine Stimme gegeben, sodass wir nicht nur aus Melinas Sicht sehen, die im Licht und mit Privilegien aufgewachsen ist, sondern auch die dunkle, verarmte Seite von Menon kennenlernen. Dadurch versteht man schon vor Melina, dass nicht als glänzt in der Stadt aus Licht und Silber. Wir haben hier nicht nur einen Fantasyroman, sondern eine Fantasydystopie.

Die Gesellschaft unterscheidet sich in Seelie und Unseelie. Und alles was „befleckt“ ist, hat in der oberen lichtdurchfluteten Stadt nichts zu suchen. Es sei denn, es ist zum Dienen da. Makel werden von den Seelie direkt wahrgenommen und können zu einem schnellen Abstieg führen.

Der Plot schreitet zügig voran, stellenweise sogar so schnell, dass ich mir zwischendurch einen ruhigeren Moment gewünscht hätte, um das Geschehen erst einmal sacken zu lassen. Da musste ich Lesepausen einlegen. Denn Plottwists gibt es hier nicht nur vereinzelt, sondern gefühlt lauert hinter jeder Ecke eine neue Überraschung auf Melina und uns als Leser. Mit jeder neuen Erfahrung beginnt das scheinbar stabile Gesellschaftskonstrukt langsam zu bröckeln und gibt seinen dunklen Kern preis. Und dann dieses Ende … damit hätte ich absolut nicht gerechnet. Ein fieser Cliffhanger, den Laura Kunze uns hier hinterlässt.

Die im Klappentext angedeutete Liebesgeschichte, zumindest habe ich den Verweis auf Merean so gedeutet, ist eigentlich gar nicht vorhanden. Aber vielleicht habe auch nur ich den Klappentext so verstanden. Das störte mich aber beim Lesen auch nicht weiter. Mir gefiel es sogar, dass sich die Handlung nicht auch noch darauf beziehen musste, sondern den Schwerpunkt auf Melinas Erkennen und den geplanten Aktionen gegen das Regime legte.

Jedes Kapitel startet mit einem Monolog. Monolog ist vielleicht nicht das richtige Wort. Es las sich eher so, als würde eine uns unbekannte Person die Worte an die Leute in Menon richten. Irgendwann ahnt man, wer da spricht und im Nachhinein sind die Worte, die vielleicht etwas Verwirrung bei mir stifteten, sogar verständlich. Teils braucht man aber das Wissen aus den folgenden Kapiteln, um zu verstehen, was hier gesagt wird. Aber es passt zu der Person und den Aussagen, die da gemacht werden.

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