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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine Handlung, die unter die Haut geht

Der Kuckucksjunge
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Mit "Der Kuckucksjunge" hat Søren Sveistrup hat wieder einen spannenden Thriller geschrieben, der mir gelungene Leseunterhaltung beschert hat! Wie im Vorgänger Band der Reihe "Der Kastanienmann" ermittelt ...

Mit "Der Kuckucksjunge" hat Søren Sveistrup hat wieder einen spannenden Thriller geschrieben, der mir gelungene Leseunterhaltung beschert hat! Wie im Vorgänger Band der Reihe "Der Kastanienmann" ermittelt wieder das Duo Naia Thulin und Mark Hess, ich mag es, wenn man die Charaktere wieder trifft, deshalb lese ich besonders gerne solche Reihen! Vor allem, wenn wir, wie hier, Einblicke in das Privatleben der ermittelnden Personen erhalten! Die Thrillerhandlung ist gekonnt inszeniert, eine verschwundene Frau hatte als letzte Nachricht auf ihrem Handy einen Kinderabzählreim. Dies arlamiert die Ermittler, denn schon eine 19jährige hatte kurz vor ihrem Tod ähnliches erhalten. Handelt es sich um einen Serientäter? Und wenn ja, hat er bereits sein nächstes Opfer auf dem Schirm? Die Kommissare sind dem Mörder auf der Spur, er spielt mit ihnen ein Katz-und-Maus-Spiel, was den Leser in atemloser Spannung hält, u. mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ. Dafür natürlich die Höchstpunktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung! Ich freue mich schon auf Weiteres aus der Feder des Autors!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Berührender Wohlfühlroman

Eine Maus namens Merlin
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Aufmerksam geworden war ich auf dieses Buch zugegebenermaßen durch das für meinen Geschmack wirklich entzückende und sehr sehr ansprechend gestaltete Cover. Sein Übriges hatte dann nochmal der interessant ...

Aufmerksam geworden war ich auf dieses Buch zugegebenermaßen durch das für meinen Geschmack wirklich entzückende und sehr sehr ansprechend gestaltete Cover. Sein Übriges hatte dann nochmal der interessant klingende Klappentext getan, so dass ziemlich schnell klar war, dass ich dieses Buch lesen muss! Und ich wurde nicht enttäuscht. Voraus gesagt werden muss, dass ich ein ganz großer Tierfan bin, die emotionale enge Bindung zwischen Mensch und Tier ist für mich etwas ganz Besonderes, das im Mittelpunkt meines Lebens steht, wobei sich diese Beziehung bei mir bisher auf Mensch und Hund konzentriert. Im Roman "Eine Maus namens Merlin" von Simon van Booy steht, wie der Titel schon sagt nun aber eine Maus im Vordergrund, bzw. die 80jährige Helen Cartwright, die nach langen Jahren in Australien in ihre Heimat England zurückkehrt und dort sehr zurück gezogen, ja leider auch einsam lebt und eigentlich nichts mehr vom Leben erwartet. In den frühen Morgenstunden, wenn andere noch schlafen, stromert die alte Frau durch die Nachbarschaft und rettet aus Sperrmüllfunden vermeintliche Schätze. So bringt sie eines Morgens unabsichtlich in einem Karton eine kleine Maus mit in ihr Haus. Anfangs will sie diese wieder möglichst schnell loswerden, doch nach und nach entwickelt sich zwischen Helen und Merlin, so tauft die Alte das Tierchen, eine wirklich rührende Beziehung. Dies führt nicht nur zu einem neuen Lebensinhalt für Helen, sondern daraus resultiert auch, dass die Seniorin über ihren Schatten springt und Beziehungen zu anderen Menschen knüpft, ja sogar Bekanntschaften und Freundschaften schließt, sich für Neues öffnet. Man kann diese Entwicklung quasi sogar als zweite Chance in einem wirklich späten Lebensalter bezeichnen, die bestimmt nicht alltäglich oder an der Tagesordnung ist. Simon van Booy erzählt uns diese Geschichte in einem sehr flüssigen angenehmen Schreibstil, der mich sofort in die Handlung einsteigen ließ. Der gemächliche ruhige Ton passt hervorragend zum Thema. Mich hat die Story wirklich extrem bewegt, die Protagonistin war mir von Beginn an ans Herz gewachsen. Von mir gibt es hierfür auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Großartiger historischer Roman

Das Haus in Charlottenburg
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In ihrem historischen Roman „Das Haus in Charlottenburg“ nimmt uns Beate Sauer mit ins Berlin zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die junge Schneiderin Elise, die mit ihrer verwitweten ...

In ihrem historischen Roman „Das Haus in Charlottenburg“ nimmt uns Beate Sauer mit ins Berlin zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die junge Schneiderin Elise, die mit ihrer verwitweten Mutter und noch zwei Geschwistern in sehr ärmlichen Verhältnissen lebt. Als Elise zufällig den Architekten Johann und dessen Freund, der als Arzt an der renommierten Charité arbeitet, kennenlernt, scheint ihr Leben überraschend eine positive Wende zu nehmen. Johann und Louis haben es sich in den Kopf gesetzt, ein sogenanntes Genossenschaftshaus zu bauen. Indem sie dieses Projekt verwirklichen wollen sie für Menschen der unteren Klassen bezahlbaren Wohnraum schaffen. Doch sie haben ihre Rechnung ohne die intrigante Immobilienspekulantin Leonora von Rienäcker, Louis‘ Mutter, gemacht. Die Adlige möchte riesige Mietskasernen bauen und lehnt genossenschaftliche Bauten rigoros ab. Die Ereignisse überschlagen sich auf dramatische Weise. Beate Sauer erzählt all dies in einer ungeheuer spannenden Geschichte mit viel gelungenem Lokalkolorit. Da ich selbst viele Jahrzehnte in Berlin gelebt habe, war das Buch, das ich nur sehr schwer aus der Hand legen konnte, auch aus diesem Grunde nochmal ein großer Genuss! Durch den flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Die Autorin hat großartige Recherchearbeit geleistet, der Leser erfährt viel Wissenswertes über das damalige Zeitgeschehen, auch das hat mir sehr gut gefallen! Ich kann diesen Roman unbedingt weiterempfehlen, es gibt von mir selbstverständlich die volle Punktzahl und ein großes Dankeschön an Beate Sauer für die perfekte Leseunterhaltung!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ganz großes Thriller-Kino

Das Signal
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Ja, ich hatte natürlich recht hohe Erwartungen an dieses neue Buch von Ursula Poznanski, immerhin birgt ihr Name für einen hohen Spannungsfaktor! Doch die Autorin konnte diesen Erwartungen mehr als entsprechen ...

Ja, ich hatte natürlich recht hohe Erwartungen an dieses neue Buch von Ursula Poznanski, immerhin birgt ihr Name für einen hohen Spannungsfaktor! Doch die Autorin konnte diesen Erwartungen mehr als entsprechen und hat alles zu voller Zufriedenheit erfüllt! Im Mittelpunkt der Geschichte steht Viola Decker, eine Frau in den besten Jahren, Mitte 30, ihres Zeichens erfolgreiche Innenarchitekten. Geschrieben ist das Ganze aus ihrer Perspektive, wir sind dabei, wie sie im Krankenhaus aus der Narkose erwacht und realisieren muss, dass sie bei einem kürzlich geschehenen Unfall ein Bein verloren hat. Was für ein Schock. Von Beginn an hat man den Eindruck, dass mit ihrem Mann Adam, der sie natürlich häufig besucht, etwas nicht stimmt! hat er etwas zu erfahren u. wenn ja, was? Als Viola aus der Klinik entlassen wird, hat Adam für seine Frau eine Pflegerin namens Otilia engagiert, die ihr im Haushalt zur Hand gehen soll, denn immerhin ist die junge Frau nach dem Verlust des Beines körperlich stark eingeschränkt. Die Pflegekraft erweist sich jedoch eher als Wachhund, doch woran liegt das? Verfolgt sie eigene Ziele, oder steckt Ehemann Adam dahinter. Da Viola eine hochintelligente und selbstständige Frau ist, gibt sie sich nicht mit ihrem Schicksal und der verordneten Passivität ab, sondern nutzt die technischen Möglichkeiten der heutigen Überwachung, um allen, die ihr nahestehen, Ehemann, Pflegerin und zwei Freundinnen zu bespitzeln. Was sie dabei herausfindet, übersteigt ihre kühnsten Befürchtungen. Dass auch Viola selbst in der Vergangenheit offenbar das eine oder andere Geheimnis verbirgt, erfährt der Leser dabei ganz nebenbei. Die Gesamtlage wird dadurch immer verfahrender und steigert sich zum Ende hin zu einem mehr als spannenden Countdown! Der einzige, dem die behinderte Frau vertraut, ist der am Downsyndrom leidenden Nachbarsjunge, der Viola seinen Möglichkeiten entsprechend auf eine berührende Art und Weise zur Seite steht. Ich habe mit der sympathischen Protagonistin bis zur letzten Seite mitgefiebert. Die Autorin baut einige überraschende Plottiwists ein, die den Leser in Atem halten. Hierfür gibt es natürlich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Gelungene Fortsetzung

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Mit "Das Antiquariat am alten Friedhof" setzt Kai Meyer seine tolle Reihe rund um das ehemalige Graphische Viertel in Leipzig fort. Auch wenn die einzelnen Teile letztendlich zusammenhängen, lässt sich ...

Mit "Das Antiquariat am alten Friedhof" setzt Kai Meyer seine tolle Reihe rund um das ehemalige Graphische Viertel in Leipzig fort. Auch wenn die einzelnen Teile letztendlich zusammenhängen, lässt sich jeder Band einzeln gut lesen und verstehen. Im Mittelpunkt steht eine Clique junger Männer aus wohlhabendem Hause: Felix, Vadim, Julius und Eddie, die alle die Leidenschaft zur Literatur verbindet. Sie treffen sich regelmäßig in Vadims Antiquariat mitten im Graphischen Viertel gelesen, das mehr recht als schlecht floriert und gründen dort den "Club Casaubon". Sie haben sich darauf spezialisiert, Einbrüche zu begehen und bei reichen Sammlern wertvolle oft okkulte Bücher zu entwenden, die sie später weiter verkaufen, um hiermit den Fortbestand des Antiquariats zu gewährleisten, aber auch einem gewissen Nervenkitzel zu frönen. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen begleiten wir die vier in der Zeit um 1930, als Deutschland bereits durch politische Unruhen aufgewühlt war. Die zweite Ebene ist nach unmittelbarem Ende des Krieges, 1945 angesiedelt. Felix hat die Aufgabe, eine Bibliothek auf der griechischen Insel Patmos, die ebenfalls von den Nazis besetzt war, zu katalogisieren. Dies tut er im Auftrag des US-Geheimdienstes. Bei seiner Tätigkeit wird er auch mit Ereignissen aus der Vergangenheit und den Machenschaften seiner Freunde konfrontiert. Kai Meyer hat in seinem unglaublich poetischen Schreibstil und einer bildhaften Sprache eine spannende Story verfasst, die eine gekonnte fesselnde Mischung aus geschichtlichen Elementen, Mystik und der Spannung eines Krimis bildet. Mir hat das Buch eine sehr unterhaltsame Leseezeit beschert, dafür gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Empfehlung!

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