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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Viele gesunde Rezepte

Eat Yourself Healthy
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Manchmal merkt man schon im Vorwort, ob ein Buch zu einem passt.
Hier war es genau so.

Während ich das Vorwort gelesen habe, dachte ich mehrfach: Ja. Genau so.
Die Einstellung zu gesunder Ernährung und ...

Manchmal merkt man schon im Vorwort, ob ein Buch zu einem passt.
Hier war es genau so.

Während ich das Vorwort gelesen habe, dachte ich mehrfach: Ja. Genau so.
Die Einstellung zu gesunder Ernährung und Alltagstauglichkeit hat mich direkt abgeholt.

Was mir besonders gut gefällt:
Die Gerichte sind bewusst auf Kalorien, Fett und ausgewogene Nährstoffe abgestimmt. Dadurch hat man nicht das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen. Man kann die Rezepte genießen, ohne ständig an „zu ungesund“ zu denken.

Sehr praktisch finde ich außerdem den Aufbau des Buches.
Am Anfang vieler Kapitel stehen schnelle Gerichte, die sich perfekt für den Alltag eignen. Gerade wenn wenig Zeit zum Kochen bleibt, ist das wirklich hilfreich.

Man merkt, dass sich hier ernsthaft Gedanken zum Thema gesunde Ernährung gemacht wurden. Die Rezepte sind abwechslungsreich:
Huhn, Fisch, Rind und viele vegetarische Gerichte. Schwein wird bewusst weggelassen, da es als entzündungsfördernd gilt. Auch Zutaten wie Haferflocken, Datteln oder getrocknete Früchte werden häufig verwendet.

Die Zutatenlisten sind überschaubar und die Schritte verständlich erklärt – dadurch lassen sich die Gerichte problemlos nachkochen.

Ein kleiner Kritikpunkt:
Es wird fast ausschließlich mit klassischem Mehl gearbeitet. Alternative oder glutenfreie Mehle hätten hier gut ergänzt.

Optisch überzeugt das Buch ebenfalls.
Jedes Rezept ist mit einem Bild versehen, wodurch man sofort Lust bekommt, es auszuprobieren.

Fazit:
Ein sehr alltagstaugliches Kochbuch mit vielen gesunden, schnellen Rezepten und einem klaren Fokus auf Genuss ohne Verzicht.

⭐️ 4/5

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2026

Was anderes erwartet

Harpers Ferry. Lose Me Once
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Wenn Erwartungen lauter sind als Gefühle,
dann bleibt selbst ein gutes Buch seltsam leer zurück.

Harpers Ferry hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist stark: eine Kleinstadt voller Geheimnisse, ...

Wenn Erwartungen lauter sind als Gefühle,
dann bleibt selbst ein gutes Buch seltsam leer zurück.

Harpers Ferry hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist stark: eine Kleinstadt voller Geheimnisse, eine Liebe, die an einer einzigen Nacht zerbricht, und eine Rückkehr, bei der Vergangenheit und Gegenwart kollidieren. Die Struktur mit den Zeitebenen funktioniert richtig gut. Lukes Kapitel in der Vergangenheit und Emerys Gegenwart erzeugen Spannung und lassen einen Stück für Stück verstehen, was passiert ist. Diese Rückblicke gehören für mich zu den stärksten Teilen des Buches, weil man das Geschehen miterlebt statt nur davon zu hören.

Das Setting ist cozy, fast heimelig. Harpers Ferry fühlt sich an wie eine typische Smalltown, in der jeder jeden kennt. Found-Family-Vibes, schrullige Nebenfiguren, handwerkliche Details, all das schafft Atmosphäre. Gleichzeitig steht diese Gemütlichkeit in starkem Kontrast zu den düsteren Ereignissen. Der Suspense-Anteil ist grundsätzlich spannend aufgebaut und die letzten 15 % haben genau die Intensität geliefert, die ich mir früher im Buch gewünscht hätte.

Mein größter Bruch lag in den Erwartungen. Marketing hat hier für mich ein anderes Buch versprochen, als ich bekommen habe. Ich habe keinen durchgehenden Romantic Suspense mit konstantem Nervenkitzel gelesen und auch keine echten Gilmore-Girls-Vibes gespürt. Der große Spannungsbogen wird relativ früh aufgelöst, danach verliert die Geschichte merklich an Zug. Dazu kommt ein Trope, mit dem ich zunehmend kämpfe: langgezogene Miscommunication. Entscheidungen werden hinausgezögert, Gespräche nicht geführt, Konflikte künstlich gestreckt. Das hat mich stellenweise mehr frustriert als mitfiebern lassen.

Auch moralisch wirft die Geschichte Fragen auf. Viele Figuren treffen Entscheidungen, die nachvollziehbar emotional, aber schwer tragbar rational sind. Das Schweigen, das Verschleiern und das gegenseitige Beschützen erzeugen Drama, lassen aber ein Gefühl von Unruhe zurück, weil Konsequenzen kaum verarbeitet werden. Besonders bei Emery fehlte mir zeitweise emotionale Tiefe in ihren inneren Konflikten, während Luke durch seine Entwicklung greifbarer wurde.

Positiv hervorheben muss ich das Hörbuch: Louis Friedemann Thiele trägt den männlichen Part mit einer Stimme, die sofort vertraut wirkt und die Atmosphäre stark unterstützt. Das hat mein Hörerlebnis definitiv angehoben.

Unterm Strich ist Harpers Ferry kein schlechtes Buch. Es hat starke Momente, ein gelungenes erzählerisches Konzept und ein Setting, in das man gern eintaucht. Aber die Diskrepanz zwischen Erwartung und tatsächlicher Geschichte, die Längen im Mittelteil und die frustrierende Kommunikationsdynamik haben dafür gesorgt, dass ich emotional nie ganz angekommen bin. Die Spannung blitzt auf – nur zu spät und zu kurz.

Für mich eine 3,5-Sterne-Geschichte mit guten Ansätzen, die mich aber nicht so tief berührt hat, wie sie es hätte können.
Spice: 2⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2026

Ich habe was anderes erwartet

Harpers Ferry. Lose Me Once
0

Wenn Erwartungen lauter sind als Gefühle,
dann bleibt selbst ein gutes Buch seltsam leer zurück.

Harpers Ferry hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist stark: eine Kleinstadt voller Geheimnisse, ...

Wenn Erwartungen lauter sind als Gefühle,
dann bleibt selbst ein gutes Buch seltsam leer zurück.

Harpers Ferry hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist stark: eine Kleinstadt voller Geheimnisse, eine Liebe, die an einer einzigen Nacht zerbricht, und eine Rückkehr, bei der Vergangenheit und Gegenwart kollidieren. Die Struktur mit den Zeitebenen funktioniert richtig gut. Lukes Kapitel in der Vergangenheit und Emerys Gegenwart erzeugen Spannung und lassen einen Stück für Stück verstehen, was passiert ist. Diese Rückblicke gehören für mich zu den stärksten Teilen des Buches, weil man das Geschehen miterlebt statt nur davon zu hören.

Das Setting ist cozy, fast heimelig. Harpers Ferry fühlt sich an wie eine typische Smalltown, in der jeder jeden kennt. Found-Family-Vibes, schrullige Nebenfiguren, handwerkliche Details, all das schafft Atmosphäre. Gleichzeitig steht diese Gemütlichkeit in starkem Kontrast zu den düsteren Ereignissen. Der Suspense-Anteil ist grundsätzlich spannend aufgebaut und die letzten 15 % haben genau die Intensität geliefert, die ich mir früher im Buch gewünscht hätte.

Mein größter Bruch lag in den Erwartungen. Marketing hat hier für mich ein anderes Buch versprochen, als ich bekommen habe. Ich habe keinen durchgehenden Romantic Suspense mit konstantem Nervenkitzel gelesen und auch keine echten Gilmore-Girls-Vibes gespürt. Der große Spannungsbogen wird relativ früh aufgelöst, danach verliert die Geschichte merklich an Zug. Dazu kommt ein Trope, mit dem ich zunehmend kämpfe: langgezogene Miscommunication. Entscheidungen werden hinausgezögert, Gespräche nicht geführt, Konflikte künstlich gestreckt. Das hat mich stellenweise mehr frustriert als mitfiebern lassen.

Auch moralisch wirft die Geschichte Fragen auf. Viele Figuren treffen Entscheidungen, die nachvollziehbar emotional, aber schwer tragbar rational sind. Das Schweigen, das Verschleiern und das gegenseitige Beschützen erzeugen Drama, lassen aber ein Gefühl von Unruhe zurück, weil Konsequenzen kaum verarbeitet werden. Besonders bei Emery fehlte mir zeitweise emotionale Tiefe in ihren inneren Konflikten, während Luke durch seine Entwicklung greifbarer wurde.

Positiv hervorheben muss ich das Hörbuch: Louis Friedemann Thiele trägt den männlichen Part mit einer Stimme, die sofort vertraut wirkt und die Atmosphäre stark unterstützt. Das hat mein Hörerlebnis definitiv angehoben.

Unterm Strich ist Harpers Ferry kein schlechtes Buch. Es hat starke Momente, ein gelungenes erzählerisches Konzept und ein Setting, in das man gern eintaucht. Aber die Diskrepanz zwischen Erwartung und tatsächlicher Geschichte, die Längen im Mittelteil und die frustrierende Kommunikationsdynamik haben dafür gesorgt, dass ich emotional nie ganz angekommen bin. Die Spannung blitzt auf – nur zu spät und zu kurz.

Für mich eine 3,5-Sterne-Geschichte mit guten Ansätzen, die mich aber nicht so tief berührt hat, wie sie es hätte können.
Spice: 2⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2026

Mehr Tiefe wäre gut gewesen

Wreck My Plans. Er kalkuliert das Unerwartete – doch mit ihr hat er nicht gerechnet
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✨ Kennst du dieses Gefühl, wenn ein Buch eigentlich alles mitbringt – Weihnachtssetting, Lieblings-Tropes, cozy Vibes – und es dich trotzdem emotional nicht ganz abholt? ✨

Genau so ging es mir mit Wreck ...

✨ Kennst du dieses Gefühl, wenn ein Buch eigentlich alles mitbringt – Weihnachtssetting, Lieblings-Tropes, cozy Vibes – und es dich trotzdem emotional nicht ganz abholt? ✨

Genau so ging es mir mit Wreck My Plans.
Die Geschichte rund um Lena und Gavin liest sich angenehm, locker und absolut schmerzfrei weg. Der Schreibstil ist flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin und gerade Gavins Entwicklung hat mir wirklich gut gefallen. Seine Sehnsucht nach Familie, seine Loyalität und dieses leise, stetige Wachsen machen ihn zu einer echten Green Flag. Auch das Thema Found Family ist spürbar und gehört für mich zu den emotionalen Stärken des Buches.
Mit Lena bin ich grundsätzlich warm geworden, dennoch hatte ich an manchen Stellen das Gefühl, dass mir ihre gemeinsame Vergangenheit mit Gavin zu wenig greifbar war. Vieles wird behauptet, dass sie sich schon immer mochten, dass da diese große Verbindung ist, aber mir fehlten konkrete Momente, Erinnerungen und Szenen, die genau das fühlbar machen. Dadurch blieb die emotionale Tiefe für mich etwas auf Abstand.
Was mich außerdem gestört hat: der Kosename „kleine Plage“ empfand ich als grenzwertig, und die ständigen Wiederholungen (Stichwort Whiskeyaugen) haben mich beim Lesen irgendwann eher rausgebracht als abgeholt. Auch das Weihnachtsgefühl, ist bei mir leider kaum angekommen, trotz Plätzchen, Traditionen und Familienessen im Hintergrund.
Ab etwa drei Vierteln der Geschichte kippte für mich zudem die Balance: Der Fokus lag sehr stark auf Spice, während Konflikte und Emotionen eher in den Hintergrund gerückt sind. Dazu kommt einiges an (Nicht-)Kommunikation, die zwar zum Trope passt, aber stellenweise unnötig in die Länge gezogen wirkte.
Mein Fazit:
Wreck My Plans ist eine süße, cozy Romance mit liebenswerten Figuren, starken familiären Themen und einem angenehmen Schreibstil. Das Potenzial für mehr emotionale Tiefe war definitiv da, wurde für mich aber nicht vollständig ausgeschöpft. Wer eine leichte, winterliche Wohlfühlgeschichte mit Spice sucht, wird hier wahrscheinlich glücklicher als ich. Für mich bleibt es ein solides, nettes Buch für zwischendurch, mit Licht und Schatten.
⭐ 3,5 von 5 Sternen
🌶 Spice-Level: 3

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Interessante Story

A River of Golden Bones (The Golden Court 1)
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✨ Kennst du dieses Gefühl, wenn dich eine Geschichte sofort packt, dich durch Seiten trägt und du trotzdem am Ende denkst: Das hätte mit ein bisschen weniger Spice noch stärker sein können? ✨
Genau so ...

✨ Kennst du dieses Gefühl, wenn dich eine Geschichte sofort packt, dich durch Seiten trägt und du trotzdem am Ende denkst: Das hätte mit ein bisschen weniger Spice noch stärker sein können? ✨
Genau so ging es mir mit A River of Golden Bones von A.K. Mulford
Die Story hat mich schnell abgeholt: Zwei Schwestern, ein verlorenes Königreich, Gestaltwandler-Wölfe, politische Intrigen und eine große Bedrohung durch eine mächtige Zauberin. Der Einstieg ist leicht, der Schreibstil flüssig und bildhaft, und es passiert durchgehend etwas. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf.
Besonders Calla als Protagonistin mochte ich sehr. Sie steht lange im Schatten ihrer Schwester, ist Beschützerin, Rückhalt und Kämpferin zugleich und genau dieser innere Konflikt zwischen Pflicht, Selbstzweifeln und dem Wunsch nach Zugehörigkeit war für mich greifbar und emotional. Ihre Entwicklung gehört für mich klar zu den Stärken des Buches
Grae hingegen blieb für mich etwas blasser. Man versteht mit der Zeit seine Beweggründe und seine Vergangenheit besser, dennoch fehlte mir stellenweise Tiefe und emotionale Nähe zu ihm
Das Setting und die märchenhaften Elemente mit Gestaltwandlern, Flüchen, Reisen und verschiedenen Königreichen haben mir gefallen, auch wenn ich mir beim Worldbuilding insgesamt etwas mehr Raum gewünscht hätte. Vieles wird angerissen, bleibt aber eher an der Oberfläche, was vermutlich auch der eher kürzeren Länge geschuldet ist.
Was den Romance-Part angeht: Friends-to-Lovers und Fated Mates sind hier klar präsent und an sich schön umgesetzt. Die Dynamik zwischen Calla und Grae funktioniert, aber zum Ende hin war mir der Spice-Anteil einfach zu viel. Die intimen Szenen häufen sich sehr stark, wodurch für mich Spannung und emotionale Tension ein Stück verloren gingen. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen
Unterm Strich ist A River of Golden Bones eine spannende, märchenhafte Romantasy mit starken Ansätzen, einer tollen Protagonistin, viel Action und beliebten Tropes, mit kleinen Schwächen bei Tiefe, Worldbuilding und Balance zwischen Story und Spice.
⭐ 4 von 5 Sterne
🌶️ Spice: 4
Ein richtig guter Auftakt für zwischendurch, der Lust auf mehr macht, aber kein episches Fantasy-Monument sein will.

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