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writers_the_real_heroes

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein Traum vom Lesen und Verlieben

Animant Crumbs Staubchronik
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Ich liebe, liiiieeebe dieses Buch. Ich liebe, wie die Geschichte aufgebaut ist, das Pacing, wir wir jeden Tag mit Ani erleben, ob er nun ereignisreich oder "banal" ist. Dadurch haben wir Zeit, die Charaktere ...

Ich liebe, liiiieeebe dieses Buch. Ich liebe, wie die Geschichte aufgebaut ist, das Pacing, wir wir jeden Tag mit Ani erleben, ob er nun ereignisreich oder "banal" ist. Dadurch haben wir Zeit, die Charaktere wirklich kennenzulernen, uns eine Meinung über sie zu bilden, die Meinung wieder zu verwerfen. Genauso wie Ani es tut. Das ist auch einer der Gründe, warum Ani eine so nahbare und glaubwürdige Figur ist, obwohl sie recht eigensinnig sein kann. Wir sind einfach immer dabei und sie muss uns gar nicht sagen wie sie sich fühlt oder was sie denkt, weil wir von ganz alleine darauf kommen. Weil wir sie kennen. Weil wir die ganze Zeit dabei waren.
Außerdem hat Lin eine Art zu schreiben, die ich jedes Mal beim lesen aufs neue bewundere (ja ich habe dieses Buch bereits sehr oft gelesen). Sie schreibt ihre Charaktere, vor allem ihre Körpersprache so, dass ich die Figuren förmlich vor mir sehe. Wenn sie beschreibt, wie Mr. Reed seine Brille abnimmt, die Finger auf die Nasenwurzel legt, genervt seufzt, es abschüttelt und die Brille wieder aufsetzt, um Ani die volle Aufmerksamkeit zu widmen, dann sehe ich ihn vor mir, wie er genau das tut. Aber nicht wie bei anderen Büchern. Sondern ich sehe, dass dieser Charakter das im echten Leben gerade wirklich tun würde. Und das macht Begegnungen und Dialoge so echt, wie ich es in keinem anderen Buch bisher empfunden habe.
Das Leben an Anis Seite empfinde ich jedes mal wieder als echt und lustig und anstrengend und wunderbar. Ich könnte dieses Buch nicht mehr empfehlen.
Ich könnte soviel auflisten, was mir an diesem Buch gefällt, aber genauso gut könnte ich versuchen, die gesamten 556 Seiten zu rezitieren.

Ab jetzt enthält diese Rezension Spoiler!!!

Kein bookboyfriend hat es bisher geschafft mein Herz so zu erobern wie Mr. Reed. Und ihr müsst euch vorstellen wie ich schmelze, wenn ich das sage. Seine Liebe für Bücher, sein Grinsen, seine Körpersprache, seine Art, seine Ritterlichkeit und seine langsam aufkommende Liebe zu Ani. Thomas Reed ist wahrlich nicht perfekt und genau das macht es so leicht ihm zu verfallen.

Inhalt (auch mit Spoilern!!!)
Die junge Animant Crumb hat bisher ihre Tage auf dem Dachboden des Hauses ihrer Eltern in England verbraucht. Meistens weil sie in ein Buch vertieft war aber auch, um sich nicht ständig den Hochzeitsplänen ihrer Mutter aussetzen zu müssen. Doch eines Tages, nachdem ihr Onkel zu Besuch war und sich über den Bibliothekar der Universitätsbibliothek aufregte, der es nicht zustande brachte, einen Assistenten NICHT in die Flucht zu schlagen, sitzt sie in der Kutsche nach London, um nun eben die Bibliothekarsassistentin zu werden, die nicht wieder rausgeekelt wird. Für Ani klingt das zwar alles ein wenig befremdlich und auch unbehaglich, aber die Idee, weiter von ihrer Mutter weg zu sein, als nur eine Dachbodentreppe, überzeugt sie doch.
In London angekommen, begegnet Ani zunächst dem charmanten Mr Boyle, der für ihren Onkel arbeitet und der der erste Mann in Anis Alter zu sein scheint, den sie nicht für stumpfsinnig hält.
Als aber ihr erster Arbeitstag ansteht, macht sie eine gegenteilige Erfahrung. Der Bibliothekar, Mr Reed, ist zwar überraschend jung, aber griesgrämig, unfreundlich und stur. Anis erste Arbeitstage sind die Hölle für sie und ihr einziger Lichtblick dazwischen ist die Begegnung mit einer neuen Freundin, Elisa. Diese ist ganz angetan von Ani; für die es als Adelige Frau doch sehr ungewöhnlich ist, zu arbeiten; denn sie selbst, studiert an der ersten Universität für Frauen. Doch abgesehen von dieser angenehmen Begegnung, sind Anis Tage gefüllt mit Fußschmerzen, schlecht sortierten Unterlagen und einem Vorgesetzten, der sie am liebsten wieder loswerden möchte. Oder doch nicht? Nach und nach nähern sich Mr. Reed und Animant an, zunächst über ihre Liebe zu Büchern, dann auf viel persönlichere Art.
Als nach Anis ersten zwei Wochen in London ein Ball stattfindet, wo sie auch den gutaussehenden Mr. Boyle wieder trifft und dieser ihr offenbart, sie ehelichen zu wollen, bemerkt Ani, dass charmant und NICHT stumpfsinnig sein, für sie einfach nicht genügt. Und als sie versucht, den Annäherungsversuchen von Mr . Boyle zu entkommen, fällt sie Mr. Reed in die Arme und nach drei gemeinsamen Tänzen schlägt Anis Herz höher als es bei Mr. Boyle je der Fall war. Die nächsten Tage auf Arbeit sind gefüllt mit langsamer, vorsichtiger Annäherung zwischen den beiden. Oder bildet Ani sich das nur ein? Aber sie ist sich sicher, dass es sich so anfühlen muss, verliebt zu sein. Versehentliche Berührungen, Blicke, der Anflug eines Lächelns. Und auf einmal sind die Bücher für Ani nicht mehr das wichtigste in ihrem Leben.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Wunderlicher Mysterie-Kinder-Krimi

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
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Auch wenn das Buch meiner Meinung nach wirklich nichts für Kinder unter 12, oder womöglich sogar 14 Jahren ist, habe ich es sehr genossen. Die Handlung passiert schnell und, man muss zwar am Anfang mit ...

Auch wenn das Buch meiner Meinung nach wirklich nichts für Kinder unter 12, oder womöglich sogar 14 Jahren ist, habe ich es sehr genossen. Die Handlung passiert schnell und, man muss zwar am Anfang mit den Namen ein wenig aufpassen, wird aber dennoch nicht mit Informationen überladen. Ich mochte die Art wie die Aktionen beschrieben wurden, bzw. dadurch, dass wir kaum Innere Monologe haben, bekommt man ein angenehmes Gefühl von "Mitten in die Geschichte geworfen werden". Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil und hoffe, dass er bald übersetzt wird.
Das ganze spielt im historischen Russland und ist nichts für schwache Nerven oder Mägen, aber abgesehen davon, sehr zu empfehlen.

Achtung! Zusammenfassung ist mit Spoilern.

In dem Buch folgen wir Mika, sie ist seit sie denken kann ein Waisenmädchen und liegt eines Nachts im Waisenhaus wach, weswegen sie auch die einzige ist, die zur Tür geht, als es klopft. Vor der Tür steht ein Junge der ein Neugeborenes in der Hand hält und es ihr mit ein paar kryptischen Worten in die Hand drückt. Er verschwindet in die Nacht. Seine Begegnung wird zwar nicht aufgeklärt, aber am nächsten Morgen steht ein Polizist vor Mika, der überzeugt ist, der Junge hätte etwas mit einem Mordfall zu tun und nimmt sie kurzerhand mit an einen Tatort. Dort stellt sich zwar heraus, dass Mikas nächtliche Begegnung nichts mit dem Fall zu tun hat, dass sie aber eine erstaunliche Auffassungsgabe hat und dem Polizisten bei der Aufklärung des Falls helfen kann. Zusammen stellen sie fest, dass ein Serienmörder, von dem alle dachten, er sei im Jahr zuvor hingerichtet worden, auf freiem Fuße ist und die Liste seine Opfer länger wird. Der Junge, den mehr ist unser Serienmörder nicht, hatte eine Schwester im Waisenhaus, von Familie zu Familie gereicht, wurde sie totgearbeitet und nach einem Unfall in einer Fabrik in einer Gasse liegen gelassen. Ihr Bruder tut nun allen, die ihr geschadet haben, das Gleiche an.
Mika und ihr neuer Freund bei der Polizei finden dies heraus, aber es ist noch ein ganz schöner Akt, die restlichen Polizisten zu überzeugen, dass sie die Wahrheit kennen und der Junge nicht hingerichtet werden sollte.
Am Ende stellt sich aber immer noch die Frage, wer der Junge ist, der Mika in jener Nacht das Neugeborene übergab und was Mika selbst damit zu tun hat.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Schön geschrieben und wertvolle Botschaft

Hexenfieber
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Ich hab erst gesehen, dass das Buch schon aus den 70ern ist, als ich es schon zur Hälfte durch hatte. Am Anfang hat mich der Schreibstil nämlich sehr überrascht, aber so ergibt Wortwahl und Pacing sehr ...

Ich hab erst gesehen, dass das Buch schon aus den 70ern ist, als ich es schon zur Hälfte durch hatte. Am Anfang hat mich der Schreibstil nämlich sehr überrascht, aber so ergibt Wortwahl und Pacing sehr viel mehr Sinn. Und für die Zeit finde ich es wirklich gut. Ich denke mal dieses Bewusstsein darüber, wie schrecklich Hexenverbrennung war und nicht nur, dass es sie überhaupt gab, hat sich auch erst in den letzten Jahrzehnten so stark verbreitet z.B. wurde in Filmen und Serien und Büchern aufgearbeitet, deswegen finde ich es wichtig dieses Buch mit Bezug auf das Erscheinungsdatum zu bewerten. Trotzdem traurig, dass das Buch so aktuell ist wie eh und je. Es geht um Verfolgung und Angst und die Klugen, die alleine nichts bewirken können, die von den Lauten übertönt werden. Mich hat das Buch aber ein wenig verloren zurückgelassen. Ich fand das letzte Kapitel hätte etwas abgerundeter sein können, besonders da das ganze Buch sehr philosophisch daherkommt. Aber ich fand es schön, dass das ganze Buch uns im Grunde wirklich nur durch die Geschichte bringt, bis der Junge sein Schicksal zuende erzählt hat. Wir waren aber in dem Buch dennoch nicht dabei, sondern hören nur, was er berichtet. Fand ich eine schöne Zwischenebene. Schön geschrieben und schöne Beschreibungen.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Game of Thrones meets Beauty and the Beast

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
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Es ist das erste Buch von SJM, dass ich lese. Ich bin total durchgeflogen und habs auch größtenteils genossen, aber war dennoch etwas enttäuscht von einigen Story-Entscheidungen. Die wirkten teilweise ...

Es ist das erste Buch von SJM, dass ich lese. Ich bin total durchgeflogen und habs auch größtenteils genossen, aber war dennoch etwas enttäuscht von einigen Story-Entscheidungen. Die wirkten teilweise leider etwas... unmotiviert. Zum Beispiel, dass wir in der zweiten hälfte des Buches im Grunde keinen Dialog mit Tamlin haben, auch nach dem "Finale" nicht. Ich weiß eben aufgrund von TikTok und Co. (Achtung mini-Spoiler), dass Rhysand noch ne größere Rolle spielen wird und das PAssive Verhalten von Tamlin wirkte halt so, als wäre es nur deswegen so geschrieben worden, damit Rhysand unsere Vertrauensperson wird, damit man die Verbindung zu Rhysand mehr fühlt. (Was zwar funktioniert, dennoch nicht das stärkste writing ist)

Und die Antwort auf das Rätsel war "Liebe"? Wirklich? Das fand ich bisschen weit hergeholt, vor allem weil es von der Formulierung her, vieles hätte sein können, es war nicht sonderlich einleuchtend.

Alis war auch nur ein Mittel zum Zweck um uns positive und negative Auswirkung des Geschehens auf die Menschen zu zeigen. Und weil es im Grunde sowieso fast keine weiteren Figuren gab.

ABER auch wenn das Buch vom Writing her nicht das stärkste ist, habe ich wirklich viel Spaß gehabt beim lesen. Es sind einfache Mittel verwendet worden, die aber eben dennoch funktioniert haben. Ich hab beim Lesen die Füße in die Luft gekickt und freue mich auf Band 2. Auch weil ich weiß, dass das der liebste Teil von den meisten ist. Mal sehen.

Uuund ich wollte Tamlin fühlen, wirklich und ich habs auch ein bisschen, aber ich was wayy more invested, ab da, wo dieser Schwarzhaarige Fremde aufgetaucht ist.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Eine Art spooky Fantasy

Alchemy of Secrets
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Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selten in ein Buch so schlecht reingekommen bin. Obwohl ich die Grundidee durchaus interessant fand, haben mich die ersten Kapitel leider eher verwirrt, ja fast gelangweilt. ...

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selten in ein Buch so schlecht reingekommen bin. Obwohl ich die Grundidee durchaus interessant fand, haben mich die ersten Kapitel leider eher verwirrt, ja fast gelangweilt. Dadurch, dass das Buch mit einem dieser Folklore 517 Kapitel startet (die meiner Meinung nach übrigens erstaunlich wenig Daseinsberechtigung haben), dann erste das erste Kapitel stattfindet, nach dem erneut ein Zeit-Sprung stattfindet, ist der Einstieg sehr schwer. Zunächst wirkt die Geschichte recht träge. Erst in der ersten Nacht der Geschichte, wurde es wirklich spannend. Und dann, muss ich sagen, hat mich das Buch für ca. 100 Seiten richtig gecatcht. Dass man sich nicht sicher ist, ob Gabe die Wahrheit sagt, passt im Grunde gut zur Stimmung des Buches.
(ab hier Spoiler!!!)
Aber DANN dieses ständige hin und her ob Gabe die Wahrheit sagt oder Adam oder beide oder keiner oder Mason oder oder. Beim ersten Wechsel von Gabe zu Adam, war es noch okay, aber selbst da, hatte ich schon ein Problem damit, wie sehr sie sich selbst im Kopf gut zugesprochen hat "nein, Adam sagt die Wahrheit, Gabe ist der böse" sie hat nicht einmal innerlich gezweifelt und das hätte sie meiner Meinung nach tun müssen. Und dann tauchte ihre Freundin auf, die auch in der ganzen Sache mit drin steckt. Es war einfach zu viel. Zu viel hin und her, zu viele Verknüpfungen, die am Ende doch nicht so richtig Sinn zu machen scheinen. Es kann natürlich sein, dass sich das alles in einem möglichen Folgeband aufklärt, aber irgendwie bezweifle ich, dass alle Fragen geklärt werden. Warum z.B. gibt die Professorin diese Kurse? Wer hat Jake angestellt? Wer ist Gabe jetzt eigentlich? Ist Adam der Teufel, oder ist Adam nur so, wie er Mason beschrieben hat? Und warum heißt alles in diesem Buch, als wäre es aus einem Märchenbuch? Das alchimistische Herz? Der Orden der Paralleldämmerung oder wie die hießen? Fehlt nur noch der verbotene Wald oder sowas. Sorry, ich will nicht haten. Der Teil mit dem Uhrenmann am Anfang hat mir echt gefallen, als er sie angerufen hat, oder auch als Jake sie das erste Mal anrief, das mit dem Sidecar, alles tolle Ideen.
Es war mir einfach zu viel. Einige Ideen und das Setting war wirklich cool und neu, aber es wirkte leider an Twists und Elementen so überladen, dass nichts davon mehr richtig schockiert hat, keine Idee so richtig glänzen konnte.
Ich denke, dass ich den zweiten Band dennoch, zumindest beginnen werde, um zu schauen, ob Fragen geklärt werden. Falls das der Fall ist, würde es das Buch sehr aufwerten.

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