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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2026

Vielschichtig und komplex, aber am Ende etwas zu schnell abgehandelt...

Sophie L.
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Meinung:
Nachdem ich Anna O. wirklich unterhaltsam fand, hat mich auch das neue Buch des Autors angesprochen. Und die Grundidee finde ich auch hier sehr interessant und besonders. Olivas demente Großmutter ...

Meinung:
Nachdem ich Anna O. wirklich unterhaltsam fand, hat mich auch das neue Buch des Autors angesprochen. Und die Grundidee finde ich auch hier sehr interessant und besonders. Olivas demente Großmutter gesteht, dass sie in ihrer Jugend einen Mord begangen und die Identität einer anderen Frau angenommen hat. Die Frage ist nur, was ist wahr?

Prinzipell finde ich das Thema „Erinnerungen und wie weit man ihnen trauen kann“ faszinierend. Umgesetzt wurde es zwar spannend, aber leider nicht ganz so tiefgründig bearbeitet, wie es durch den Beruf der Protagonistin eigentlich möglich gewesen wäre. Dennoch hat es mich aber gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt.

Generell baut der Autor seine Geschichte komplex und auf unterschiedlichen Zeitebenen auf. Zum einen natürlich in der Gegenwart, in der Olivias Großmutter ihr Tat gesteht und dann ermordet wird und Oliva versucht, zu verstehen, was hinter allem steckt. Aber wir erleben auch die Perspektiven der jungen Sophie und Josephine aus dem Jahr 1945, in denen wir Zeuge werden, wie die beiden Frauen nach der schweren Zeit des 2. Weltkrieges wieder aufeinandertreffen. Und dazwischen gibt es noch eine Perspektive aus der Sicht eines Polizisten in der Gegenwart, der sein ganz eigenes Interesse an dem Fall hat.

Eigentlich bin ich ja mit Büchern, die auch den 2. Weltkrieg thematisieren, vorsichtig, da ich diese Gräuel einfach schrecklich finde und ich mich da nicht gerne mit befasse. Aber hier fand ich die Informationen zur französischen Resistance sehr interessant, da ich davon noch gar nichts gehört hatte. Und auch die Einblicke in die schrecklichen Erfahrungen von Sophie und Josephine fand ich im genau richtigen Grad erzählt. Zwar durchaus erschreckend und realistisch, aber nicht zu sehr fokussiert.

Somit ist die Handlung wirklich vielschichtig und die Hinweise und Details anfangs eher subtil und kleinteilig, aber die Atmosphäre durchgängig dicht und psychologisch aufgeladen und mit der Zeit ergibt sich ein immer stimmigeres Gesamtbild, welches die Hinweise immer mehr verknüpft.

Leider fand ich das Ende dann nicht richtig dazu passend, da es einfach extrem schnell abgehandelt und sich danach gar nicht mehr mit den noch offenen Fragen beschäftigt wurde. Dies fand ich wirklich schade, da sich der Rest so viel Zeit genommen hat und ich mich dann gerne noch etwas mehr mit den Offenbarungen beschäftigt und noch ein paar Antworten bekommen hätte. Dennoch wirkt der Rest positiv nach.

Auch die Nebenfiguren bleiben teils leider etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück, da ich einige gern noch genauer kennengelernt hätte. Protagonistin Olivia fand ich aber sehr tiefgründig und ihre innere Zerrissenheit zwischen ihrer professionellen Distanz und ihrer persönlichen Verwicklung fand ich gut dargestellt und sehr glaubwürdig.

Gelesen wird die Geschichte von Vera Teltz und Achim Buch. Beide haben eher etwas dunklere und geheimnisvolle Stimmen, weshalb sie super zur Geschichte passen.

Fazit:
Eine vielschichtige und komplexe Geschichte, die eher mit subtiler, aber durchgängiger Spannung erzählt wird. Die Themen sind tiefgründig und unterhaltsam, die Zusammenhänge erst mit der Zeit erkennbar und es gibt auch noch wahre historische Hintergründe, die ich interessant und erschreckend zugleich fand. Dem Autor ist hier ein besonderes Gesamtwerk gelungen, das aber leider durch das abrupte Ende etwas negativ gefärbt wird. Denn, hier schießt der Autor seine fein säuberlich aufgebauten Offenbarungen einfach raus und gibt seiner Protagonistin und auch dem Hörer keine Möglichkeit mehr, sich nochmal wirklich damit zu befassen. Zwar gibt es noch einen Epilog, ein paar Monate später, aber der hatte nicht den Fokus, den ich mir gewünscht hätte. Somit wirkt der Rest zwar positiv nach, aber ein unnötiger Wermutstropfen bleibt trotzdem, weshalb es am Ende nicht ganz für die Höchstwertung reicht, sondern es sich bei soliden 4 Sternen einpendelt.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Interessante Geschichte mit viel Action und vielen zusätzlichen Infos.

Die gestohlene Zeit
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Meinung:
Die Kurzbeschreibung und das Cover haben mich sofort angesprochen. Und auch die Geschichte selbst, ist durchaus interessant.

Es dauert nicht lange, bis Isaacs Vater verschwindet und Isaac sich ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung und das Cover haben mich sofort angesprochen. Und auch die Geschichte selbst, ist durchaus interessant.

Es dauert nicht lange, bis Isaacs Vater verschwindet und Isaac sich zusammen mit seiner neuen Freundin Hattie auf die Suche nach ihm macht. Es gibt einige verschlüsselte Hinweise und Isaac und Hattie scheuen keine Gefahren, um den Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Gleichzeitig beschäftigt sich diese Geschichte auch mit einem faszinierenden, aber auch etwas abgefahrenen Thema. Das Großbritannien im Buch überlegt nämlich, die Zeit, wie wir sie kennen, abzuschaffen, um sie durch ein Dezimalsystem zu ersetzen. Also ein 10 Stunden-Tag mit jeweils 100 Minuten pro Stunde, dadurch würde eine Minute bzw. Stunde auch anders berechnet werden. Die Befürworter dieses Systems erhoffen sich davon leichtere Rechnungen.

Aber wir erfahren hier auch viel über das Für und Wider und auch über London und das Parlamentssystem Großbritanniens an sich. Diese Infos fand ich zwar generell aufschlussreich, aber manchmal auch ein bisschen zu detailliert und manche Details gar nicht so einfach zu verstehen. Denn, die Geschichte wird durch diese besonderen Themen schon relativ komplex und kompliziert.

Gut gefallen haben mir die viele Illustrationen, vor allem die Karte am Buchanfang, sowie die Uhren zu Beginn eines Kapitels fand ich sehr ansprechend. Nicht so gut fand ich, dass die Buchbindung sehr eng war und man das Buch deshalb teils schlecht offen halten konnte.

Die Figuren fand ich ganz interessant, wenn auch zum Teil schon etwas überzeichnet, vor allem die Erwachsenen. Aber wir bekommen auch Einblick in die Gegenseite und vor allem die Protagonisten Isaac und Hattie sind total facettenreich und gegensätzlich, weshalb sie sich gut ergänzen.

Die Handlung ist durchaus abenteuerlich und auch mit einigen Wendungen versehen. Einige davon konnte ich mir schon bald denken, andere haben mich eher überrascht. Durch die vielen Erklärungen und Einblicke in andere Themen, war die Spannung nicht immer durchgängig on Top, aber durchaus häufig. Der Schreibstil war ok, teilweise hat es aber doch etwas gedauert, bis mir die Figuren wirklich nah gekommen sind.

Das Ende fand ich passend und stimmig. Besonders gut hat mir gefallen, dass es nach dem Schlusswort noch eine Aufklärung dazu gab, welche Infos im Buch wahr und welche erfunden sind.

Fazit:
Eine interessante Abenteuergeschichte mit viel Action, facettenreichen Protagonisten und vielen zusätzlichen Infos und Details. Dadurch wird die Geschichte teilweise recht komplex und die Spannung ist nicht immer on Top, aber insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn ich etwas gebraucht habe, bis mir die Figuren wirklich nah gekommen sind. Das Ende fand ich zufriedenstellend und besonders das Nachwort, mit den Infos dazu, was wahr und was erfunden ist, hat mir gut gefallen. Somit würde ich knappe 4 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Eine weitere unterhaltsame Fortsetzung der bekannten Art!

Magic Agents - In Barcelona flippen die Drachen aus!
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Meinung:
Auch wenn wir uns dieses Mal etwas länger gedulden mussten, bis die Fortsetzung erschienen ist, habe ich mich schon vorab auf ein erneutes Wiedersehen mit den bereits bekannten Figuren gefreut ...

Meinung:
Auch wenn wir uns dieses Mal etwas länger gedulden mussten, bis die Fortsetzung erschienen ist, habe ich mich schon vorab auf ein erneutes Wiedersehen mit den bereits bekannten Figuren gefreut und habe auch sofort wieder super in die Handlung gefunden.

Elia ist ihrem Erzfeind Earl und damit der Elite auf der Spur, aber bevor sie zuschlagen kann, kann er wieder entkommen und sie steht recht bedröppelt da. Dennoch gibt es erneut die Möglichkeit ihn in seinen gemeinen Plänen zu stoppen und Elia setzt alles dran, genau dies zu tun.

Dafür reisen wir dieses Mal nach Barcelona. Wie alle bisherigen Schauplätze, ist auch diese Stadt mit vielen eigenen Sagen und Mythen versehen und wir lernen wieder neue, tolle Wesen kennen. Dieses Mal stehen natürlich vor allem die Drachen im Vordergrund, aber auch die Riesen kommen gut zur Geltung und natürlich dreht sich auch einiges um Antoni Gaudi. Insgesamt wird das Worldbuilding erneut um viele neue Figuren, magische Elemente und Gadgets, sowie interessante Schauplätze erweitert.

Erneut ist der Fall sehr actionreich und mit viel Tempo und Spannung versehen. Dazwischen gibt es natürlich auch wieder einige humorvolle und sarkastische Momente und auch die Emotionen kommen nicht zu kurz.

Ich mag Elia als starke und optimistische Protagonistin sehr gerne, auch wenn sie dieses Mal teilweise etwas naiv war, bzw. es einfach lange dauert, bis sie Zusammenhänge verstanden hat, die eigentlich schon sehr früh klar waren. Aber gut, es kann nicht jedes Mal gleich gut klappen. Dafür war die Lösung des Ganzen dann fast ein bisschen einfach, da eine große Überraschung eher gefehlt hat, aber dennoch habe ich mich durchgängig gut unterhalten gefühlt.

Auch weil die Figuren einfach toll sind und das besondere Gespann einfach schon mit ihrer Dynamik überzeugt und unterhält. Dabei fand ich das Verhältnis der Streitereien zwischen Uhrenhexe Grenada und Muffel Selmur dieses Mal sehr passend und nicht zu viel. Auch Erzählstil und die Stimme von Sprecherin Mia Diekow fand ich erneut sehr angenehm, lebendig und zur Geschichte passend.

Das Ende macht erneut Lust, auf einen weiteren spannenden Fall.

Fazit:
Eine weitere unterhaltsame Fortsetzung und ein tolles Wiedersehen mit den bekannten und liebgewonnenen Figuren. Auch Barcelona hat viel zu bieten und Drachen sind sowieso immer besonders. Auch der Fall ist actionreich, wenn auch dieses Mal eher etwas leichter zu durchschauen und relativ einfach zu lösen, auch weil es keine große, unerwartete Überraschung gibt. Dennoch hatte ich wieder viel Spaß, vor allem mit der besonderen Dynamik der Figuren und habe jetzt schon wieder Lust auf einen weiteren Teil, dieser amüsanten und dynamischen Reihe. Ich vergebe erneut gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Ein fesselnder Abschlussband, mit einem Ende, das man erstmal Sacken lassen muss...

Liga Lexis – Silberhelle Welten
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Meinung:
Der Abschluss beginnt da, wo Band zwei geendet hat und die Ausgangslage ist wirklich erschütternd. Bücher werden verbrannt, das Lesen von Unterhaltungsliteratur ist verboten und Bookford Manor ...

Meinung:
Der Abschluss beginnt da, wo Band zwei geendet hat und die Ausgangslage ist wirklich erschütternd. Bücher werden verbrannt, das Lesen von Unterhaltungsliteratur ist verboten und Bookford Manor geschlossen. Außerdem zeigen nun auch einige Mitglieder vom Rat ihr wahres Gesicht und Annie muss ja noch einige Verluste verarbeiten.

Ich fand es etwas schade, dass Malice als neuer, überraschender Ultrabösewicht ein bisschen wenig Tiefe bekam. Man erfährt zwar, woher sie kommt und was sie möchte, aber irgendwie hätte ich mir da noch etwas mehr erwartet gehabt.

Nichtsdestotrotz finde ich es schön, dass Annie und ihre Freunde nicht aufgeben und der Start in die Geschichte doch auch noch etwas ruhiger ist und es in diesem Teil wieder ein paar schöne Begegnungen mit bekannten Buchcharakteren gibt. Ein Highlight war dabei für mich ganz klar die Edelsteintrilogie mit Wasserspeier Xemerius.

Nach und nach nimmt das Erzähltempo definitiv zu. Teilweise ist es sogar fast etwas hektisch, da so viele unerwartete Wendungen aufkommen, die ich fast alle nicht erwartet hatte und die mich auch in der Masse wirklich überrascht haben.

Die meisten davon haben mir aber echt gut gefallen und mich teilweise echt schockiert. Zur zweiten Sorte gehört auch das Ende, das definitiv etwas anderes ist, als ich erwartet hatte. Insgesamt passt es zu den geheimnisvollen Pro- und Epilogen der Vorgänger, aber für mich war es irgendwie doch ein schmerzhaftes Ende, das ich zwar stilistisch besonders, aber einfach auch richtig herzzerreißend fand. Und irgendwie hatte ich dann doch kurz den Gedanken, dass viele der Wendungen dann gar nicht nötig gewesen wären... Insgesamt muss ich mir da vieles davon einfach nochmal durch den Kopf gehen lassen, denn es ist ein Ende, das definitiv noch länger in mir arbeiten wird.

Aber abgesehen von den etwas zwiegespaltenen Gefühlen am Ende, war ich wieder super schnell in der Handlung drin, mochte die Entwicklungen und auch die Gefühlsebene, die sich erneut nicht auf die Liebesgeschichte fokussiert, sondern eher auf den Zusammenhalt der Figuren, was mir echt gut gefallen hat. Ich konnte wieder gut mit den Figuren fühlen und fiebern und habe die Geschichte einfach gern begleitet und hautnah erlebt.

Den Hauptteil erleben wir wieder aus Annies Sicht, aber es gibt auch wieder kurze Kapitel aus der Sicht von Caspian, die ich durchaus interessant fand, auch wenn er selbst dieses Mal fast ein bisschen blass blieb. Dafür können die anderen aber wirklich glänzen und überzeugen.

Sprecherin Leonie Landa macht wieder einen tollen Job. Ihre Lesung ist authentisch und lebendig und passt super zur Geschichte.

Fazit:
Ein fesselnder Abschlussband, der das Worldbuilding nochmal deutlich vertieft und mit vielen unerwarteten Wendungen überrascht. Ebenso kommen die emotionalen Momente, sowie die humorvollen Einschübe nicht zu kurz. Und auch wenn ich mir noch etwas mehr Tiefe für Schurkin Malice und Love-Interessent Caspian gewünscht hätte, ist das wirklich Jammern auf hohem Niveau. Das Ende hat mich eiskalt erwischt, auch wenn es durchaus logisch ist, wenn man die geheimnisvollen Pro- und Epiloge der letzten Teile betrachtet. Somit finde ich es stilistisch passend, aber dennoch herzzerreißend und extrem komplex, weshalb ich mir vieles nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen muss.
Also, auch wenn der Abschluss für mich nicht ganz mit dem genialen zweiten Teil mithalten kann und ich das Ende noch etwas Sacken lassen muss, bin ich insgesamt zufrieden und vergebe solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Unterhaltsamer Thriller...

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Meinung:
Die Kurzbeschreibung klang interessant. Nicht wenige haben ja den Wunsch, ins eigene Haus zu ziehen und ich konnte mir gut vorstellen, wie aus der anfänglichen Freude, doch Unsicherheit, Angst ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung klang interessant. Nicht wenige haben ja den Wunsch, ins eigene Haus zu ziehen und ich konnte mir gut vorstellen, wie aus der anfänglichen Freude, doch Unsicherheit, Angst und Verzweiflung wurde.

Die unheimliche Atmosphäre kommt auf jeden Fall gut rüber und die gruseligen Beobachtungen wurden glaubhaft beschrieben, genauso wie die Zweifel, ob da wirklich was war, oder nicht.

Die Nachbarn nehmen die Winklers zwar gut auf, aber trotzdem sind sie teils undurchsichtig und verhalten sich auffällig. Dabei ist es etwas schade, dass viele von ihnen doch eher wenig beleuchtet werden. Auch Protagonist Marco ist manchmal etwas blauäugig und hätte teilweise noch mehr Tiefe vertragen können, aber insgesamt fand ich ihn und seine Gedanken und Gefühle glaubhaft dargestellt und konnte mich gut in ihn hineinversetzen.

Da es auch eine weitere Perspektive gibt, in der man jemanden begleitet, der im Kindesalter schlimme Gewalt erlebt hat, hat man schnell die Vermutung, da die Sicht des Täters präsentiert zu bekommen. Jedoch ist es hier etwas differenzierter und ich hatte durchaus auch mal den Gedanken, dass es sich bei den Perspektiven um zwei Seiten der gleichen Person handeln könnte.

Obwohl einige Morde passieren, überwiegen die leisen, atmosphärischen Töne. Erst gegen Ende gibt es einen kleinen Showdown, der zwar viele zufriedenstellende Antworten liefert, aber doch auch etwas sehr schnell abgehandelt wird. Ich fand das Motiv prinzipiell glaubhaft, aber dennoch hätte ich das gern noch etwas mehr beleuchtet gehabt, genauso wie manch andere Entwicklungen danach.

Sprecher Sascha Rotermund hat wieder einen tollen Job gemacht. Er vermittelt die Atmosphäre authentisch und differenziert die zweite Perspektive auch gut von Protagonist Marco Winkler.

Fazit:
Am Ende haben wir einen unterhaltsamen Thriller, der lange Zeit eher über die leisen Töne kommt, aber trotzdem recht spannend ist, auch weil der Autor mehrere falsche Fährten legt und man gut mit Protagonist Marco mitfühlen und mitfiebern kann. Am Ende gibt es einen kleinen Showdown und durchaus zufriedenstellende Antworten, auch wenn ich zu manchen Entwicklungen gern ein paar mehr Details gehabt hätte. Ich vergebe solide 4 Sterne und damit platziert sich „Welcome Home“ für mich im Mittelfeld, der von mir bereits gelesenen Werke des Autors.

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