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Samira0112

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2026

Unterhaltsam, aber nicht notwendig

Asrai - Das Herz der Drachen
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Band 3 hat mich insgesamt gut unterhalten, konnte mich aber nicht mehr auf die gleiche Weise überzeugen wie die vorherigen Bände. Die Geschichte spielt 300 Jahre nach Band 2, was sich in der Welt jedoch ...

Band 3 hat mich insgesamt gut unterhalten, konnte mich aber nicht mehr auf die gleiche Weise überzeugen wie die vorherigen Bände. Die Geschichte spielt 300 Jahre nach Band 2, was sich in der Welt jedoch kaum widerspiegelt. Diese fehlende Weiterentwicklung empfand ich als irritierend, auch wenn man darüber hinwegsehen kann. Wir begleiten eine neue Protagonistin, die sich charakterlich stark an ihre Vorgängerin anlehnt, obwohl immer wieder betont wird, wie anders sie doch sei. Eine echte Charakterentwicklung konnte ich leider kaum erkennen.

Der Plot wirkte auf mich konstruiert, als müssten neue Elemente und Probleme eingeführt werden, um die Geschichte am Laufen zu halten. Diese fühlten sich nicht organisch oder stimmig an. Auch bei den Nebencharakteren greift man stark auf bereits bekannte Figuren zurück, was schnell den Eindruck erweckt, dass es an neuen Ideen fehlt. Die Romance konnte mich nicht wirklich abholen. Ich habe wenig mitgefiebert und das Endergebnis wirkte sehr vorhersehbar. Positiv hervorheben möchte ich die zwei POVs und einige Plottwists, die ich so nicht habe kommen sehen. Dennoch wirkten Entscheidungen der Protagonistin in wichtigen Romance Szenen für mich unpassend zu ihrem etablierten Charakterbild, zusätzlich ist mir ein Logikfehler aufgefallen. Für mich hätte ein ausführlicherer Epilog in Band 2 gereicht, dessen Ausgang ich deutlich stärker fand. Band 3 war für mich nicht nötig und bleibt klar hinter den vorherigen Bänden zurück.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Viel Potenzial, aber nicht das, was ich erhofft hatte

Rosen & Violen - Rosenholm-Trilogie (#1)
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Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich diese Reihe lieben würde, allein schon wegen der wunderschönen Aufmachung und den Themen, die genau meinen Geschmack treffen. Vielleicht waren meine Erwartungen ...

Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich diese Reihe lieben würde, allein schon wegen der wunderschönen Aufmachung und den Themen, die genau meinen Geschmack treffen. Vielleicht waren meine Erwartungen deshalb etwas zu hoch, denn der Schreibstil ist insgesamt recht einfach gehalten und ich hatte mir gerade wegen der Thematik ein wenig mehr erhofft. Wirklich schwierig fand ich die romantisierte Lehrer-Schülerin-Dynamik. Die Mädchen sind 15 bis 16, der Love Interest ist sechs Jahre älter und ein Referendar, der sie sogar unterrichtet. Das Buch stellt diese Beziehung leider positiv dar, was ich problematisch finde. Auch andere altere Love Interests werden als aufregend beschrieben, auch wenn diese zumindest noch in einem akzeptablen Altersrahmen bleiben. Für so junge Protagonistinnen ist das kein angemessenes Bild.

Trotzdem hatte das Buch auch schöne Aspekte. Es ist eine leichte, angenehme Unterhaltung mit vier Perspektiven, was ich sehr mag, und die Ich-Perspektive macht alles nahbarer. Besonders der Found-Family-Aspekt hat mir gut gefallen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, die Mädchen auseinanderzuhalten, aber das wurde besser. Ab etwa 60 Prozent hat mir das Buch deutlich mehr Spaß gemacht, weil der Mystery-Teil stärker in den Vordergrund rückt. Insgesamt hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, denn sowohl Charaktere als auch Unterrichtseinblicke bleiben eher oberflächlich. Der Plot verläuft geradeaus, ohne große Wendungen. Am spannendsten fand ich tatsächlich den Antagonisten, weil er zumindest leichte Ansätze einer komplexeren Psyche zeigt.

Am Ende wurde ich unterhalten, aber nicht beeindruckt. Kein schlechtes Buch, nur eines, das hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist und in Teilen problematisch ist. Die Reihe möchte ich trotzdem weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Eine magische Welt mit Luft nach oben

Married into Magic: Deal with the Elf King
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„Deal with the Elf King" hat mich mit seiner Prämisse neugierig gemacht: eine Menschenkönigin, ein geheimnisvoller Elfenkönig und eine magische Welt.

Die Idee fand ich spannend, aber die Umsetzung hatte ...

„Deal with the Elf King" hat mich mit seiner Prämisse neugierig gemacht: eine Menschenkönigin, ein geheimnisvoller Elfenkönig und eine magische Welt.

Die Idee fand ich spannend, aber die Umsetzung hatte Schwächen.

Zunächst musste ich mit der Protagonistin Luella anfreunden. Ihre Stimmungsschwankungen wirkten willkürlich und viele ihrer Entscheidungen waren für mich nicht nachvollziehbar. Besonders problematisch fand ich, dass sie in einer Szene Eldas schlägt und keinerlei Reue dafür zeigt. Auch das Erzähltempo hat mich nicht überzeugt - manche Szenen wurden unnötig in die Länge gezogen, während spannende Momente einfach übersprungen wurden. Besonders schade fand ich, dass einige der interessantesten Elemente der Geschichte kaum ausgearbeitet wurden. Ich hätte gerne mitratseln können!

Die Liebesgeschichte? Leider wenig überzeugend. Ich liebe Slow Burn, aber hier hat es sich nicht wirklich danach angefühlt. Erst gibt es ewig ein Hin und Her, dann scheint alles gelöst - nur damit direkt neue Zweifel aufkommen. Besonders frustrierend fand ich, dass die Gründe, die gegen ihre Liebe sprachen, für mich nicht stark genug waren, um das Verhalten der Charaktere zu rechtfertigen. Die emotionale Distanz wirkte unnötig, da es offensichtlich Möglichkeiten für eine gemeinsame Zukunft gab. Zudem fehlten mir liebevolle, romantische Gesten außerhalb der intimen Szenen, wodurch die Beziehung eher oberflächlich wirkte.

Auch die Welt hatte mehr Tiefe verdient. Besonders das Mysterium um frühere Königinnen oder Luellas Nachforschungen hätten spannender sein können.

Trotz all meiner Kritik hatte die Geschichte genug Spannung, um mich am Lesen zu halten.

Was mir aber wirklich gefallen hat, war Hook! Der magische Wolf war mein Highlight und hat die Atmosphäre aufgewertet. Und trotz all meiner Einwände hat mich das Ende wirklich positiv überrascht - nach all dem Drama war es schön und versöhnlich.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Charmante Ideen, schwache Umsetzung

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Die Geschichte konnte mich leider nicht so abholen, wie ich es mir erhofft hatte. Zwar gibt es Aspekte, die gut funktionieren, insgesamt blieb bei mir jedoch wenig hängen und vor allem keine echte Begeisterung ...

Die Geschichte konnte mich leider nicht so abholen, wie ich es mir erhofft hatte. Zwar gibt es Aspekte, die gut funktionieren, insgesamt blieb bei mir jedoch wenig hängen und vor allem keine echte Begeisterung zurück.

Die duale Erzählperspektive mochte ich grundsätzlich gern, da sie Einblicke in beide Hauptfiguren ermöglicht. Auch die Welt ist eher schlicht gehalten, wodurch man sich schnell orientieren kann. Der Schreibstil ist einfach und leicht verständlich und sorgt für einen angenehmen Lesefluss. Besonders gefallen haben mir die Kapitelanfänge, in denen Briefe, Sprichwörter und Berichte eingebaut wurden, die die Welt erweitern und kurzzeitig Neugier wecken. Der Plot bringt zudem einige spannende und interessante Ansätze mit, die Potenzial erkennen lassen.

Trotzdem konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Entscheidungen der Charaktere waren für mich nicht immer logisch oder nachvollziehbar. Die Protagonistin treibt die Handlung zwar aktiv voran und ist alles andere als zurückhaltend, wirkte auf mich stellenweise jedoch unpassend und dadurch eher nervig. Der Love Interest war für mich in Ordnung, blieb charakterlich aber zwischen Ansätzen von Tiefe und klischeehafter Darstellung stecken. Insgesamt hätte ich mir bei allen Figuren mehr Tiefe gewünscht, auch bei den sonst sympathischen Nebencharakteren, die die Geschichte zwar abrunden, aber oberflächlich bleiben.

Die Lovestory steht klar im Fokus, konnte mich jedoch überhaupt nicht erreichen. Die Anziehung kam für mich aus dem Nichts, es fehlte an Spannung, emotionaler Entwicklung und nachvollziehbaren Gefühlen. Zusätzlich ging viel Spannung verloren, da sich die Geschichte oft stark auf die Gedanken der Protagonisten konzentriert.

Ohne das Hörbuch hätte ich die Geschichte vermutlich nicht beendet, da sie mich nicht catchen konnte und ich nie wirklich wissen wollte, wie es weitergeht. Entsprechend habe ich auch kein Interesse am zweiten Band.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Viel Idee wenig Tiefe

Sweet Nightmare
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„Sweet Nightmare“ war für mich ein Buch, das sich zunächst sehr vielversprechend angefühlt hat und dann leider immer mehr in sich zusammengefallen ist. Die Grundidee einer paranormalen Academy auf einer ...

„Sweet Nightmare“ war für mich ein Buch, das sich zunächst sehr vielversprechend angefühlt hat und dann leider immer mehr in sich zusammengefallen ist. Die Grundidee einer paranormalen Academy auf einer abgelegenen Insel hat bei mir sofort Assoziationen zu Monster High geweckt, was ich tatsächlich als etwas Positives empfunden habe. Unterhaltsam, überzeichnet, ein wenig trashy, aber mit Potenzial. Es war außerdem mein erstes Buch der Autorin, weshalb ich ziemlich offen an die Geschichte herangegangen bin.

Besonders sympathisch fand ich die Kapitelüberschriften. Sie sind humorvoll, direkt und teilweise fast frech und haben dem Buch eine gewisse Leichtigkeit verliehen. Gerade am Anfang haben sie mir wirklich Lust gemacht weiterzulesen. Leider blieb es für mich bei genau diesen Momenten.

Das größte Problem liegt für mich ganz klar in der fehlenden Tiefe. Es gibt unglaublich viele Charaktere, was grundsätzlich spannend sein könnte, hier aber dazu geführt hat, dass ich zu niemandem eine wirkliche Verbindung aufbauen konnte. Freundschaften und Beziehungen bleiben blass und austauschbar. Auch zu den Hauptfiguren fiel mir der Zugang schwer, da sie auf sehr wenig Substanz getragen werden. Vieles wird angerissen, aber kaum erklärt oder emotional erlebbar gemacht.

Besonders enttäuscht hat mich das Worldbuilding. Die Welt funktioniert nach Regeln, die man nie wirklich kennenlernt. Das Magiesystem bleibt vage und jede paranormale Figur scheint anders zu funktionieren, ohne dass erklärt wird wie oder warum. Gerade die Protagonistin als Manticore hätte enormes Potenzial geboten, um mythologische Tiefe zu schaffen. Stattdessen bleibt diese Eigenschaft eher ein Label als eine ausgearbeitete Identität.

Mit der Protagonistin selbst bin ich grundsätzlich zurechtgekommen. Man merkt ihr an, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, was mich nicht grundsätzlich stört. Was mich jedoch zunehmend genervt hat, ist ihre Passivität. Sie braucht sehr lange, um Dinge zu verstehen, die dem Leser längst offensichtlich sind, und bekommt kaum etwas eigenständig auf die Reihe. Oft wirkt sie wie eine klassische Jungfrau in Nöten, die immer wieder vom mysteriösen, verschlossenen und natürlich attraktiven ehemaligen besten Freund gerettet werden muss.

Der Love Interest war für mich leider ein kompletter Reinfall. Mürrisch, wortkarg, voller Geheimnisse, düster und extrem stark. Ich merke immer mehr, dass ich keine Geduld mehr für diese Art von Figur habe. Emotional unzugänglich, kaum greifbar und trotzdem ständig als idealisierte Rettung inszeniert. Das fühlt sich für mich nicht mehr spannend, sondern schlicht ermüdend an.

Auch die Handlung selbst konnte mich nicht überzeugen. Sie wirkt wirr und ein klarer roter Faden fehlt fast komplett. Es passiert unglaublich viel, oft auch Dinge, die nicht wirklich relevant wirken, und gleichzeitig kommt die Geschichte kaum voran. Das gesamte Buch spielt innerhalb von zwei Tagen, ohne Verschnaufpause, ohne Fokus und ohne Raum, um Ereignisse wirklich wirken zu lassen. Statt Spannung entsteht vor allem Chaos.

Hinzu kommt, dass das Buch extrem handlungsfokussiert ist. Das ist nicht grundsätzlich etwas Schlechtes, geht hier aber stark auf Kosten der Charaktertiefe. Mir persönlich sind Figuren sehr wichtig und wenn sie kaum Entwicklung durchmachen dürfen, verliere ich schnell das Interesse. Besonders problematisch fand ich die Art der Problemlösung. Sobald die Protagonistin in Schwierigkeiten gerät, wird sie gerettet oder bekommt erklärt, was sie tun muss. Sie setzt es um, es klappt und das nächste Problem steht an. Raum für Scheitern, eigenes Wachstum oder echte Konsequenzen gibt es kaum.

Stilistisch fällt außerdem auf, dass viel erzählt statt gezeigt wird. Gefühle, Konflikte und Wendepunkte werden benannt, aber selten wirklich erfahrbar gemacht. Gerade zum Ende hin passieren viele Dinge, die essenziell für den Plot wirken, dann aber kaum beleuchtet oder emotional aufgefangen werden.

Auch die vielen Popkultur Referenzen haben mich eher gestört. In Fantasy bin ich davon ohnehin kein großer Fan und hier werden sie so häufig wiederholt, dass sie mich immer wieder aus der Geschichte gerissen haben.

Unterm Strich bleibt „Sweet Nightmare“ für mich eine chaotische und überladene Geschichte mit einer interessanten Idee, die leider nicht ausgearbeitet wird. Unterhaltsame Momente gibt es, aber insgesamt ist das Buch zu oberflächlich, zu wirr und zu sehr auf Tempo statt Tiefe ausgelegt. Für mich bleibt vor allem das Gefühl, dass hier sehr viel Potenzial verschenkt wurde.

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