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Lima1971

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2026

Ein wahres Goldstück

Alt genug
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Alt Genug von Ildiko von Kürthy ist ein von ihr selbst als Memoir bezeichnetes Goldstück, das mich sehr traurig zurück lässt. Traurig, weil leider schon zu Ende...
Ich danke erst einmal Herrn Scheck, ohne ...

Alt Genug von Ildiko von Kürthy ist ein von ihr selbst als Memoir bezeichnetes Goldstück, das mich sehr traurig zurück lässt. Traurig, weil leider schon zu Ende...
Ich danke erst einmal Herrn Scheck, ohne dessen (unberechtigte) abwertende Kritik ich das Buch vielleicht nicht entdeckt und mit großer Begeisterung gelesen hätte. Ich danke der Autorin für ganz viel Lesespaß. Ich wollte mir soviele Zeilen mit Textmarker markieren, habe es aber gelassen, da wahrscheinlich kaum mehr unmarkiete Stellen übrig geblieben wären. Das Buch hat mich sehr bewegt. Hier liegen Lachen und Weinen nur 2 Seiten voneinander entfernt. Heute in der Bahn hätte ich den mir gegenüber sitzenden Frauen am liebsten ein paar Passagen vorgelesen, so berührend und ehrlich. Ich, selbst Mitte 50, fühlte mich sooo gut verstanden. Das Buch sollte von Therapeuten verschrieben werden. Es befreit die Seele, löst Glücksgefühle aus und nimmt die Angst vorm Faltenalter. Ich gebe eine klare Leseempfehlung ab! Danke Ildiko.
Eine neue Freundin!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Hoffnung auf mehr Menschlichkeit

Solange ein Streichholz brennt
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Danke Herr Huber für diesen gefühlvollen, berührenden, leisen, lauten Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um Bohm hat mich sehr traurig gemacht und gleichzeitig mein eigenes ...

Danke Herr Huber für diesen gefühlvollen, berührenden, leisen, lauten Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um Bohm hat mich sehr traurig gemacht und gleichzeitig mein eigenes Denken über Obdachlose verändert. Auch, wenn diese Geschichte in der Realität wahrscheinlich nie passieren würde, schärft sie doch den Blick für die eigene Sicht auf gescheiterte Existenzen. Wie oft geht man an diesen Menschen vorbei und empfindet nichts als Abscheu und Unverständnis.
Der Schreibstil ist einfühlsam und mitreißend. Es wurde nie langweilig oder unschlüssig. Ich würde gerne wissen, wie es weitergeht mit Bohm und Alina. Der Titel des Buches ist sehr passend und das Cover gefällt mir gut, schlicht, aber auffällig. Danke für diesen tollen Roman. Er trägt vielleicht dazu bei, wieder mehr Mensch zu sein. Unbedingte Leseempfehlung. Man könnte das Buch auch sehr gut verfilmen. Hauptrolle Golo Euler und Nora Tschirner...

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Frábært!

Moosland
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Katrin Zipse's Roman Moosland hat mich sofort gefesselt. Wundervoll erzählt in einem Stil, der mich beim Lesen in eine rauhe Landschaft katapultiert. Man spürt den Wind, fühlt die Natur, hört die Schafe ...

Katrin Zipse's Roman Moosland hat mich sofort gefesselt. Wundervoll erzählt in einem Stil, der mich beim Lesen in eine rauhe Landschaft katapultiert. Man spürt den Wind, fühlt die Natur, hört die Schafe blöken. Eine unwirkliche Welt, in der sich Elsa behaupten muss. Sie wird freundlich aufgenommen, doch geschenkt wird ihr nichts. Harte Arbeit, Entbehrungen und eine nicht endende tiefe Traurigkeit, verlangen ihr viel ab. Das Nichtbenennen ihres Namens oder der unpersönliche Umgang miteinander, unterstreichen das sich fremd fühlen. Ich hätte mir gewünscht, das man noch etwas mehr über Sola erfährt. Ansonsten hätte der Roman gerne noch 100 Seiten mehr haben können. Es war nie langweilig und nach 2 Tagen war ich schon beim Nachwort. Ich empfehle übrigens das Nachwort zuerst zu lesen, dann begreift man die geschichtlichen Zusammenhänge besser. Das Cover gefällt mir sehr. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein großartiger Roman zum Jahresbeginn

Der letzte Sommer der Tauben
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Abbas Khider's Roman "Der letzte Sommer der Tauben" hat mich sehr berührt und bewegt. Man könnte meinen es seien Tagebuchauszüge und man ahnt mit jedem Kapitel, das es kein gutes Ende nimmt. Noah muss ...

Abbas Khider's Roman "Der letzte Sommer der Tauben" hat mich sehr berührt und bewegt. Man könnte meinen es seien Tagebuchauszüge und man ahnt mit jedem Kapitel, das es kein gutes Ende nimmt. Noah muss in jungen Jahren erleben, wie ihm und seiner Familie und einer ganzen Gesellschaft die Freiheit genommen wird. Er ist mutig und verschwiegen, er kann und muss Geheimnisse bewahren. Freunde sind in Gefahr oder werden zur Gefahr, wem kann man noch trauen. Man spürt zwischen den Zeilen die Schwere der Unterdrückung und die Macht der Angst in einer männerdominierten Zeit, die Frauenrechte mit Füßen tritt und jegliche Opposition mit Tod oder Folter bestraft. Offen bleibt, was Noah im "Ferienlager" erlebt. Man kann es nur erahnen und bestenfalls hat seine gute Seele den Weg in eine bessere Zukunft überlebt. Das Cover ist schlicht, aber trotzdem auffällig genug, um nicht daran vorbei zu gehen. Danke für diesen schönen, wenn auch traurigen Roman zum Jahresanfang. Daumen hoch!

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Elefantissimo

Der unsichtbare Elefant
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Max Edelmanns Roman: Der unsichtbare Elefant hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Was sich zunächst wie ein Krimi anfühlte, entwickelte sich zu einer tragischen Geschichte, die man so nicht ...

Max Edelmanns Roman: Der unsichtbare Elefant hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Was sich zunächst wie ein Krimi anfühlte, entwickelte sich zu einer tragischen Geschichte, die man so nicht vermutet. Es ist eine Zeitreise in die Abgründe der menschlichen Gesellschaft, das Verdrängen von Schuld, das Verleumden von Mitschuld. Auch wenn man bis zum Ende tatsächlich nicht weiß, warum Thomas gesprungen ist, zeichnet der Autor ein Bild einer Generation von Nachkriegseltern, die ihren Kindern einen Nachlass aus Scham, Wut und Verrohung hinterlassen haben. Das Bild des Elefanten in Form einer unterdrückten Kindheit, eines nicht aufgearbeiteten Traumas, einer verrohenden Gesellschaft ist leider allgegenwärtig.
Das Buch beleuchtet mehrere Lebensgeschichten, ist nie langweilig und könnte auch gut ein Werk für die Schule sein. Das Cover ist schlicht, mehr brauch es nicht. Ich gebe eine klare Leseempfehlung ab! Danke für diesen tollen Roman.

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