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Veröffentlicht am 23.02.2026

Rassismus, Trauma und Zeitreisen

Verbunden
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Dana ist eine junge Schwarze Schriftstellerin, die 1976 mit ihrem weißen Ehemann Kevin in eine neue Wohnung in Los Angeles zieht, aber plötzlich unerwartet in der Zeit zurückreist: 1815, eine Plantage ...

Dana ist eine junge Schwarze Schriftstellerin, die 1976 mit ihrem weißen Ehemann Kevin in eine neue Wohnung in Los Angeles zieht, aber plötzlich unerwartet in der Zeit zurückreist: 1815, eine Plantage in Maryland. Und es ist nicht ihre einzige Reise - immer wieder zieht ihr weißer Vorfahr Rufus sie in die Vergangenheit, wenn er in Gefahr ist und Dana muss hautnah miterleben, wie Sklavenhaltung sich anfühlt.

Die Zeitreisen sind für Dana sehr emotional. Da es sich um ihre Vorfahren handelt, ist es sehr persönlich und sie versucht schon, einen positiven Einfluss zu haben, aber was kann eine einzelne Schwarze Frau bewirken, wenn die ganze Welt anderer Meinung ist? Man fühlt ihre Angst, Hoffnung und Frustration angesichts all der Herausforderungen, denen sie begegnet. Wie schwierig es ist, die Lebensumstände mitanzusehen und nicht wirklich eingreifen zu können - nicht nur, weil sie wenig Macht hat, sondern auch, weil sie nicht zu stark eingreifen kann, um die Vergangenheit ihrer Familie nicht zu verändern. So teilt sie direkt das Trauma ihrer Vorfahren.

Auch wenn der Roman schon vor mittlerweile 50 Jahren erschienen ist, fühlt sich die Handlung und Sprache, vielleicht auch durch die Übersetzung, noch aktuell und modern an. Ich kann gut verstehen, warum es ein Klassiker ist und bin froh, dass ich es ebenfalls gelesen habe. Die Zeitreisen fand ich durchgehend spannend, weil sie nicht kontrolliert werden konnten und immer Gefahr bedeuteten und auch die ganze Idee, weil es zwar auch im frühen 19. Jahrhundert freie Schwarze Personen gab, aber Dana kennt auch eine Zeit ohne Sklaverei und mit viel mehr Rechten für Schwarze Menschen, daher ist der Kontrast zu ihren Erfahrungen auf der Plantage noch größer.

Nach meiner Rezension bin ich gespannt auf die Serie "Kindred: Verbunden", die ich nicht vorher geschaut habe, damit es meine Meinung nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Der Preis der Magie: Spannung, Action und Romance

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Nizzara gibt sich viel Mühe, um nach außen die “perfekte” Prinzessin zu sein: Als Tochter eines tyrannischen Herrschers gibt sie auch vor, grausam zu sein. Dabei hofft sie, eines Tages, wenn sie die Macht ...

Nizzara gibt sich viel Mühe, um nach außen die “perfekte” Prinzessin zu sein: Als Tochter eines tyrannischen Herrschers gibt sie auch vor, grausam zu sein. Dabei hofft sie, eines Tages, wenn sie die Macht übernimmt, vieles zu ändern und für gerechtere Gesetze zu sorgen. Das ist ihr langfristiges Ziel, während ihr kurzfristiges Ziel ist, einer arrangierten Ehe zu entkommen, indem sie ein gefährliches magisches Duell gewinnt. Sie hat selbst auch eine Vessel, mit deren Hilfe sie Magie wirken könnte, aber sie weigert sich, zu einer richtigen Zauberwirkerin zu werden. Dadurch wird ihre Teilnahme am Duell aber noch komplizierter.

Bevor ihr Vater Zarr eroberte, regierte dort König Dagen und dieser erhält die Chance, ins Leben zurückzukehren, wenn er dem Gott des Todes Nizzaras Seele bringen kann. Zunächst ist das kein Problem für ihn, doch während er versucht, Nizzara zu verführen, lernt er sie auch besser kennen und muss feststellen, dass sie auch viele gute Seiten hat. Währenddessen unterstützt er die Rebellen und sucht nach den letzten Spuren seiner Familie.

Die Liebesgeschichte hat mir gut gefallen, weil ich die Protagonisten sowohl einzeln als auch zusammen interessant fand und ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten sie zu einem spannenden Paar machen. Auch das ganze Abenteuer mit dem Duell, den Rebellen und Dagens Mission sowie die Magie der Vesseln mit all ihren gefährlichen Nebenwirkungen fand ich sehr spannend. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich bin freue mich auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Piratin im Herzen und magische Herausforderungen an Land

Nightweaver
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Die magischen Nightweaver haben die meisten Menschen vertrieben, sodass diese seit vielen Generationen auf dem Meer leben. Aster und ihre Familie sind Piraten, bis Monster, die noch schlimmer als Nightweaver ...

Die magischen Nightweaver haben die meisten Menschen vertrieben, sodass diese seit vielen Generationen auf dem Meer leben. Aster und ihre Familie sind Piraten, bis Monster, die noch schlimmer als Nightweaver sind, ihr Leben auf den Kopf stellen: Sie verlieren nicht nur ihre Freiheit, auch einer von Asters Brüdern kommt bei dem Angriff ums Leben.

Plötzlich werden die ehemaligen Piraten zu normalen Bediensteten im Haus wohlhabender Nightweaver und müssen ihr früheres Leben hinter sich lassen. Asters Eltern und Geschwistern scheint diese Umgewöhnung leicht zu fallen, während Aster sich nach der Freiheit auf See sehnt und den Tod ihres Bruders und diese neue Normalität nicht so einfach akzeptieren kann. Dabei entwickelt sie ausgerechnet Gefühle für einen Nightweaver und stellt fest, dass diese auch gute Seiten haben können.

Für Menschen ist das Leben auf dem Land immer noch sehr gefährlich, denn neben Intrigen und Unstimmigkeiten unter den mächtigen Nightweavern gibt es auch noch andere Bedrohungen, die für abwechslungsreiche Spannung sorgen. Ich fand es auch vielversprechend, dass die Protagonistin eine ehemalige Piratin ist, die im Herzen noch immer rebellisch ist, auch wenn mir diese wichtige Eigenschaft manchmal fast zu kurz kam.

Zum Ende hin wurden sehr viele Fragen beantwortet und es gab so viele Enthüllungen und seitenweise Erklärungen dazu, sodass irgendwann die Spannung verflog. Inhaltlich fand ich es spannend und zwischendurch gab es auch Action und gute Twists, aber diese ganzen Vorträge am Ende fand ich auch etwas anstrengend, weil es für mich einfach zu viel war.

Insgesamt fand ich das Abenteuer mitreißend und freue mich auf die Fortsetzung, aber ich hatte teilweise schon das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas in die Länge zieht, weil so viel erklärt wurde.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Gefürchtet und gefangen zugleich - spannender Fantasy Auftakt

Heir of Illusion
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Ivy ist das gefürchtete Phantom und kann ihre Illusionen dafür nutzen, tödliche Aufträge für König Baylor zu erledigen. Aber sie ist auch das Häschen des Königs, gezähmt durch einen magischen Halsring. ...

Ivy ist das gefürchtete Phantom und kann ihre Illusionen dafür nutzen, tödliche Aufträge für König Baylor zu erledigen. Aber sie ist auch das Häschen des Königs, gezähmt durch einen magischen Halsring. Während sie von ihrer Freiheit träumt, kommt der mysteriöse Seelenfänger Thorne ihren Geheimnissen auf die Spur und Ivy hat keine andere Wahl, als mit ihm zusammenzuarbeiten.

Schon seit ihrer Kindheit dient Ivy dem König, dem sie einst vertraute, aber das ist schon lange vorbei. Trotzdem hat sie eine Rolle zu spielen, wenn sie am Hof überleben will. Dabei rebelliert sie heimlich so viel wie sie kann. Sie und Thorne ergänzen sich gut, was ihre gefährlichen magischen Kräfte und ihre Geheimnisse betrifft, und damit begegnen sie sich fast auf Augenhöhe. Im Gegensatz zum unausgeglichenen Machtverhältnis zwischen Ivy und Baylor, der Ivy benutzt, um an der Macht zu bleiben. Obwohl es auch mit Thorne oft Situationen gibt, in denen Entscheidungen für Ivy getroffen werden, fühlt man die unterschiedliche Intention.

Es gab schon ein paar Momente, in denen ich die Handlung etwas oberflächlich fand, aber insgesamt fand ich die Geschichte sehr spannend. Es gibt Intrigen und Plottwists, Magie und Romantik, sodass mich das Buch durchgehend unterhalten konnte. Es gibt noch sehr viele offene Fragen und mit den sieben weiteren Inseln, deren Göttern und Bewohnern noch eine große Welt voller Möglichkeiten und daher bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht, weil man hier nur ein paar Seiten der Magie kennengelernt hat. Insgesamt finde ich den Auftakt der Reihe sehr gelungen und freue mich schon auf die Fortsetzungen!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Schnelle Rezepte nach Tageszeit - wieder gelungen, aber mit Luft nach oben

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends
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Es sind etwa hundert Rezepte im Buch enthalten. Im Kapitel "Morgens" sind die meisten Rezepte vegetarisch; je nach Brot und Alternativen zu Milchprodukten können sie auch vegan zubereitet werden, aber ...

Es sind etwa hundert Rezepte im Buch enthalten. Im Kapitel "Morgens" sind die meisten Rezepte vegetarisch; je nach Brot und Alternativen zu Milchprodukten können sie auch vegan zubereitet werden, aber in vielen Rezepten ist Ei die Hauptzutat. Knapp ein Drittel der Rezepte enthält Fleisch oder Fisch. Das Kapitel "Mittags" enthält über vierzig Rezepte, davon ein gutes Drittel mit Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten, aber es sind auch ein paar vegane Rezepte dabei. Im letzten Kapitel "Abends" ist noch etwa ein Drittel der Rezepte vegetarisch oder vegan. Zu jedem Kapitel gibt es noch ein paar Fakten und ich hätte es auch noch interessant gefunden, wenn man noch mehr dazu geschrieben hätte, warum ein Gericht für die ein oder andere Mahlzeit geeignet ist.

Ich bin schon ein Picky Eater, aber während ich in "Hensslers Schnelle Nummer", "Hensslers Schnelle Nummer 2" und "Hundert Klassier" viele Rezepte entdeckt habe, die ich gerne ausprobieren wollte, fiel es mir hier schon schwer, überhaupt Rezepte zu finden, die ich zum Rezensieren des Buches nachkochen oder -backen wollte. Am Ende habe ich je ein Rezept pro Abschnitt selbst ausprobiert: "Knuspriges Reispapier-Frühstück" (morgens), "Blumenkohl mit Butterkäse" (mittags) und "Gebratene Reisnudeln mit Rindfleisch" (abends). Bei allen dreien fand ich die einzelnen Schritte einfach und kurz und auch bei allen dreien hat die Zubereitung nicht lange gedauert. Beim letzten Rezept hatte ich aber Probleme mit den Mini Pak Choi. Ich habe bisher noch nie mit Pak Choi gekocht und im Supermarkt zwei Packungen "Mini Pak Choi" (insgesamt 600 Gramm) gekauft, obwohl es nur 4 statt der im Rezept angegeben 6 Stück waren. Trotzdem war das viel zu viel, vermutlich waren diese Pak Choi nicht annähernd so klein wie gewünscht, da die Pflanze auf dem Bild zum Rezept auch viel kleiner aussieht. Im Rezept sollen die Pak Choi nur geviertelt und ca. 3 Minuten gebraten werden, aber bei den größeren Köpfen waren die Stücke dann auch wieder zu groß und blieben roh. Daher finde ich es bei solchen Angaben auch hilfreich, wenn noch ein ungefähres Gewicht dabeisteht. Insgesamt fand ich aber schon alle drei Rezepte lecker und würde auch das Nudelrezept erneut kochen, allerdings mit noch weniger Pak-Choi, den ich sofort kleiner schneiden würde.

Ich fand es ja eigentlich vielversprechend, dass es auch Rezepte fürs Frühstück gibt, aber bei keinem der neuen Rezepte dachte ich, dass ich das gern zum Frühstück essen würde. Und dann gab es besonders in dem Abschnitt auch viele gewöhnliche Rezepte, wie Spiegelei, French Toast, gekochte Eier, Cornflakes und Müsli, . Brot- und Brötchen-Rezepte finde ich in dem Bereich gut, aber die habe ich nicht selbst gebacken, weil verschiedene Sorten Mehl gebraucht werden und nicht für einzelne Rezepte ganze Packungen kaufen wollte.

Ich finde es schade, dass es immer noch keine Nährwertangaben gibt. Direkt vom ersten Rezept an war ich etwas skeptisch gegenüber den Rezepten, da beim Spiegelei schon drei Esslöffel Butter pro Portion verwendet werden, was ich als viel empfinde. Nährwertangaben hätten mir dann bei anderen Rezepten mehr Sicherheit geben können.

Fazit:
Insgesamt war das Kochbuch mit der Rezeptauswahl nicht ganz mein Fall, aber es hält schon, was es verspricht: Schnelle, einfache Rezepte für jede Tageszeit. Außerdem fand ich die drei getesteten Rezepte auch ganz lecker. Ich finde aber auch, dass es manchmal mehr Informationen geben könnte, wie zum Beispiel ein paar zusätzliche Erklärungen und Tipps und Nährwertangaben.