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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Witzig und schräg

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
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Eine neue Fortsetzung der Familie Grauses mit all ihren schrägen und witzigen Charakteren. In diesem Band sollen Muh und Wolfi, die andersartige Wesen sind, in eine normale Schule gehen. Einziger Haken: ...

Eine neue Fortsetzung der Familie Grauses mit all ihren schrägen und witzigen Charakteren. In diesem Band sollen Muh und Wolfi, die andersartige Wesen sind, in eine normale Schule gehen. Einziger Haken: Sie dürfen zusammen mit ihrer Familie sieben Wochen lang nicht 77 Punkte erreichen. Wer Familie Grauses schon kennt, der weiß, dass dieses Vorhaben sehr schnell schief gehen kann. Muh und Wolfi treten bereits am ersten Tag in so viele Fettnäpfchen, dass es schon wieder lustig ist. Ottilie, ein Mädchen aus der Nachbarschaft mit eigenen Selbstwertproblemen, möchte die zwei tatkräftig unterstützen.
 
Ich habe das Buch meinen Kindern vorgelesen. Leider kennen wir die vorherigen Bände nicht, so dass uns der Anfang etwas schwer viel, weil es eine nahtlose Fortsetzung des vorherigen Bandes war. Eine Vorstellung der gesamten Familie sowie deren besonderen Fähigkeiten wäre hilfreich gewesen. Auch sind wir erst nach und nach hinter Ottilies Selbstvertrauensschwierigkeiten gekommen. Schön zu lesen ist, wie Ottilie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Weiterhin möchte ich den Zusammenhalt und die Freundschaft zwischen Muh, Wolfi und Ottilie hervorheben. Der lebendige Schreibstil ist altersgerecht, witzige Passagen haben uns schmunzeln lassen. Einzelne schwarz-weiß Illustrationen ergänzen den Text perfekt. Nach und nach sind wir mit den einzelnen Figuren warm geworden und haben besonders Ottilie ins Herz geschlossen. Die lustigen Wortkombinationen sind einfach zu herrlich. Insgesamt ein tolles Abenteuer, bei denen sich besonders die einzelnen Figuren weiterentwickeln und beim Lesen vom normalen langweiligen Schulalltag ablenkt. 4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Fantasievolles Ferienprogramm

School of Talents Mission 1: Achtung, Alien!
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Die School of Talents-Reihe ist für uns neu und ich habe sie allabendlich meinen Kindern (10,7) vorgelesen. Auch ohne Vorkenntnisse sind wir gut in die Geschichte gestartet. Alva und Elwin werden auf eine ...

Die School of Talents-Reihe ist für uns neu und ich habe sie allabendlich meinen Kindern (10,7) vorgelesen. Auch ohne Vorkenntnisse sind wir gut in die Geschichte gestartet. Alva und Elwin werden auf eine Mission in die Sternwarte geschickt. Dort nehmen sie mit anderen Kindern an einem extrem langweiligen Ferienprogramm teil. Da beiden vorher kein Missionsauftrag geschildert wurde, haben sie nichts weiterzutun, als sich selbst aufregende Sachen auszudenken. Langsam baut sich die Spannung auf und geübte Leser/Zuhörer kommen dem Missionsauftrag sowie Rätsel seitenweise näher. Dank seiner Verwandlungsmöglichkeit kann Elwin seinen Emotionen Luft machen. Fantasievoll und mit einem Hauch von Magie liest man gebannt von seinen unterschiedlichen Verwandlungen.  Beide Kinder nähern sich schrittweise an und anfängliche Zurückhaltung entwickelt sich zu einer Freundschaft und Zusammenhalt zwischen Alva und Elwin. Der Schreibstil ist altersgerecht, witzig und man kann der Geschichte gut folgen. Mir persönlich braucht das Buch zu lange, bevor es genügend Spannung aufbaut, bei der die Leser/Zuhörer selbst Detektiv sein können.
Insgesamt sind wir aber gerne der Geschichte gefolgt, wobei sie Luft nach oben hat. Andere Geschichten der School of Talents Reihe werden wir aber definitiv noch probieren. 4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Jeder für sich

Alle glücklich
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In dem neuen Roman „Alle glücklich“ von Kira Mohn wird eine scheinbar perfekt organisierte Familie beleuchtet. Der Leser blickt hinter die Fassade der Familie, bei der sich nach und nach Risse auftun. ...

In dem neuen Roman „Alle glücklich“ von Kira Mohn wird eine scheinbar perfekt organisierte Familie beleuchtet. Der Leser blickt hinter die Fassade der Familie, bei der sich nach und nach Risse auftun. Vier Erzählstränge, die für die vier Mitglieder der Familie stehen, lassen den Leser am Alltag der Familie teilhaben. Es zeigt sich, dass alle vier ihr Päckchen zu tragen haben, jedoch es jeder für sich ausmacht. Die einzelnen Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte und regen den Leser mit ihren Handlungen zum Nachdenken an. Jedoch sind mir die gesellschaftlichen Themen der einzelnen Protagonisten zu oberflächlich sowie teilweise zu radikal und drastisch. Nina vermittelt eigentlich in ihrer Mutterrolle Zusammenhalt, Unterstützung und Verständnis. Sie ist jedoch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie die Bedürfnisse ihrer Familie erahnen könnte oder sich selbst anderen anvertrauen könnte. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Der Leser kann sich sehr leicht in die jeweiligen Situationen reinversetzen. Insgesamt war das Ende jedoch für mich nicht konsequent zu Ende gedacht. Der Leser bleibt etwas in der Luft hängen.

Insgesamt hat mich der Roman zum Nachdenken angeregt – zeitgleich hat ihm jedoch Tiefe gefehlt. Dies kann auch an den wenigen Seiten liegen. Die Beleuchtung des modernen Familiengeflechts ist gut, mit Luft nach oben. 4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Atmosphärisches Setting

Der Regenzaubermarkt: Der Feel-Good-Bestseller aus Korea – tauche ein in eine magische Welt, in der alles möglich ist!
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Dies ist ein richtiger Roman für regnerische Tage. Fantasievoll und magisch begibt sich der Leser an einen geheimnisvollen Ort, bei dem man sein Unglück gegen ein neues Lebensglück eintauschen kann. Einziger ...

Dies ist ein richtiger Roman für regnerische Tage. Fantasievoll und magisch begibt sich der Leser an einen geheimnisvollen Ort, bei dem man sein Unglück gegen ein neues Lebensglück eintauschen kann. Einziger Haken- man muss bis zum Ende der Regenzeit sein Glück finden, sonst bleibt man im Markt „gefangen“. Der Schreibstil ist tiefgründig und warmherzig sowie bedeutsam. Serin als Charakter ist wunderbar authentisch beschrieben und ausgearbeitet. Weiterhin entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte weiter. Sie ist mir als Leser direkt ins Herz gewachsen und ich habe mitgefiebert. Asiatische Romane haben immer etwas magisches und Katzen spielen hierbei eine zentrale Rolle. So auch hier, bei der Serin die sprechende Katze Isha an die Seite gestellt wird. Leser, die außergewöhnliche, fantasievolle Schauplätze mit magischen Wesen mögen, sind mit dieser Geschichte gut beraten. Mir persönlich war es ein Hauch zu fantasievoll.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Leise, aber eindringlich

Yu-jins Bücherküche der großen Träume
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Wie die meisten asiatischen Bücher ist dieses Buch der Autorin Jee-Hye Kim, das in Korea spielt, als Kurzgeschichtensammlung aufgebaut. Yu-Jin eröffnet in Soyangri ein Buch-Café. In kurzen Kapiteln steht ...

Wie die meisten asiatischen Bücher ist dieses Buch der Autorin Jee-Hye Kim, das in Korea spielt, als Kurzgeschichtensammlung aufgebaut. Yu-Jin eröffnet in Soyangri ein Buch-Café. In kurzen Kapiteln steht jeweils eine andere Person im Mittelpunkt. Alle Protagonisten sind mit Yu-Jin oder den Angestellten der Bücherküche verbunden. Der Ort lädt zum Reflektieren, Lesen, Loslassen und Bleiben ein. Die einzelnen Protagonisten stehen selbst an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie darüber nachdenken, wie es weitergehen soll. Dies geschieht teilweise bewusst, aber auch unbewusst.
Der Leistungs- und Wettbewerbsdruck sowie das angepasste Leben in Korea spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Yu-Jin selbst hat keine einprägsame Rolle. Sie wirkt eher fad und agiert meiner Meinung nach zu wenig. Der Schreibstil ist angenehm, jedoch das Tempo ist eher langsam. Die Geschichten sind leise, aber mit entscheidenden Botschaften. Es passiert zwar nicht viel, aber die wenigen Worte regen mich als Leser zum Nachdenken und Reflektieren an. Besonders gelungen finde ich die vielen Verweise auf Bücher. Der Einblick in die koreanische Lebensweise war spannend.
Insgesamt ein interessantes Buch, in dem die einzelnen Charaktere leise glänzen. 4/5 Sterne

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