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Veröffentlicht am 05.06.2025

Mit Meze, Moussaka & Co den Sommer türkisch machen? Sofra macht’s möglich!

Sofra
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„Sofra – Die neue türkische Gemüseküche“ ist ein echtes Sommerhighlight in meiner Küche. Das Buch vereint wunderschöne Bilder, einfache Anleitungen und vor allem: durch und durch vegetarische Rezepte. ...

„Sofra – Die neue türkische Gemüseküche“ ist ein echtes Sommerhighlight in meiner Küche. Das Buch vereint wunderschöne Bilder, einfache Anleitungen und vor allem: durch und durch vegetarische Rezepte. Für mich – seit einem längeren Aufenthalt in Istanbul verliebt in die türkische Küche – ist es ein Geschenk, eine Anleitung für authentische und gleichzeitig wahnsinnig unkomplizierte Rezepte zu haben. Beim Durchblättern habe ich mich kurz wieder zurückversetzt gefühlt in die vibrierenden Straßen von Kadikoy, mit einer Katze auf meinem Schoß und einem Salep in der Hand.

Die Zutaten sind problemlos in türkischen Supermärkten zu finden, was das Ganze noch alltagstauglicher macht. Besonders gelungen finde ich die Aufteilung des Buches: Die Basics und Snacks haben es mir besonders angetan. Ich habe zwar noch nicht alles durchprobiert, aber was ich gekocht habe, war absolut überzeugend: Gözleme, Musakka, Biber Kızartması, Mantı.

Alle vier sind wunderbar gelungen – voller Geschmack und mit viel Liebe zum Detail. Besonders freue ich mich darauf, bald die Nachtisch-Sparte auszuprobieren. Mein eigenes Baklava kann kommen.

Fazit: „Sofra“ bringt den Flair der Türkei direkt nach Hause. Wer Lust auf pflanzliche türkische Küche hat wird dieses Buch lieben.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Über Freundschaften und das Frau-Werden

Zum ersten Mal
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Tolles Buch! Ich kannte den Podcast vorher nicht und bin nur über Vorablesen auf dieses Buch gestoßen – und war positiv überrascht. Obwohl die beiden selbst sagen, dass es eine Geschichte ist, die auch ...

Tolles Buch! Ich kannte den Podcast vorher nicht und bin nur über Vorablesen auf dieses Buch gestoßen – und war positiv überrascht. Obwohl die beiden selbst sagen, dass es eine Geschichte ist, die auch viele andere hätten aufschreiben können, liegt vielleicht genau darin der Charme, die Ehrlichkeit und die Wucht dieses Buches.
Der Prozess des Erwachsenwerdens ist für viele nicht leicht. Gerade die Themen, mit denen Frauen in dieser Zeit konfrontiert sind, machen ihn oft noch komplizierter. Im Buch geht es um die erste Blutung, um Scham, um sexuelle Gewalt, um Männer und darum, wie viele Irrwege es auf diesem Weg geben kann – und wie vieles davon leichter wird, wenn man es teilt. Ein Appell, das Schweigen und das Stigma zu brechen, damit die (kollektive) Scham kleiner und kleiner wird.
Es ist ein Buch, das Frauen in den Fokus nimmt und ihre Realität abbildet. Vor allem macht es eines sehr deutlich: wie wichtig Freundschaften sind. Wie sehr uns andere Frauen tragen können und wie viel Empathie, Wertschätzung und Zuneigung in diesen Verbindungen liegt.
Mich hat das Buch von der ersten Seite an berührt. Es war sehr angenehm zu lesen – ein bisschen so, als würden die beiden neben einem bei einem Aperol Spritz sitzen und ihre Geschichten erzählen. Und an manchen Stellen gab es auch ein wenig Heilung. Heilung, weil es so vielen anderen auch so geht oder ging – und weil man es trotzdem irgendwie schafft.
Danke an euch beide, dass ihr diese so persönlichen Geschichten teilt. Ihr habt auf jeden Fall eine neue Leserin (und vielleicht auch Podcast-Hörerin) dazugewonnen.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Eine denkwürdige Reise durch die Welt der Sprache und Mathematik

Schleifen
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Zu Beginn wusste ich nicht, was ich von diesem Roman halten sollte, und selbst nach der letzten Seite blieb die Frage: Ist das wahnsinnig intelligent oder einfach nur wahnsinnig? Am Ende habe ich beschlossen, ...

Zu Beginn wusste ich nicht, was ich von diesem Roman halten sollte, und selbst nach der letzten Seite blieb die Frage: Ist das wahnsinnig intelligent oder einfach nur wahnsinnig? Am Ende habe ich beschlossen, dass es wohl beides ist – und genau darin liegt seine Stärke.

Sprachlich ist Schleifen ein faszinierendes Experiment. Hirschl macht Sprache nicht nur zum Thema, sondern zum strukturellen Prinzip des Romans. Sie ist hier kein neutrales Transportmittel von Bedeutung, sondern eine Kraft mit realen Konsequenzen. Franziskas Krankheit – die Fähigkeit, Symptome zu übernehmen, von denen sie liest oder hört – wirkt zunächst wie eine bizarre Idee, verliert jedoch schnell ihre rein medizinische Dimension. Sie wird zum literarischen Beweisstück dafür, dass Sprache Wirklichkeit erzeugt.

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher verschiebt sich der Fokus: Es geht nicht mehr um Krankheit im engeren Sinn, sondern um die Macht der Begriffe, um Diskurse, um Konstruktion. Sprache infiziert, strukturiert, verformt. Und genau hier entfaltet der Roman seine verstörende Aktualität. In Zeiten von Fake News, algorithmischer Echokammern und polarisierenden Wahlkämpfen liest sich dieses Buch wie ein intellektueller Stresstest: Was ist Fakt, was ist Behauptung, was ist bloße rhetorische Simulation von Wahrheit?

Immer wieder musste ich beim Lesen austarieren, ob der Text mich bewusst in die Irre führt oder ob er mir einen philosophischen Kern präsentiert. Diese Ambiguität ist kein Nebeneffekt, sondern spielt sich auf mehreren Ebenen ab: erzählerisch, essayistisch, meta-reflexiv. Er spielt mit wissenschaftlichen Anmutungen, mathematischen Exkursen und sprachphilosophischen Gedankengängen, ohne je ganz preiszugeben, ob wir uns noch im Feld der Erkenntnis oder bereits im Reich der Konstruktion befinden.

Gerade diese Doppelbewegung – zwischen intelligenten Gedankenausflügen und absurder Überzeichnung – macht das Leseerlebnis so intensiv. Das Buch ist unterhaltsam und anstrengend zugleich. Es ist witzig, teilweise urkomisch in seinen sprachlichen Volten, und gleichzeitig erschreckend präzise in seiner Analyse diskursiver Mechanismen. Man liest nicht einfach eine Geschichte, sondern bewegt sich durch gedankliche Schleifen, die das eigene Denken spiegeln und infrage stellen.

Für mich ist Schleifen ein Roman, wie ich ihn bislang nicht gelesen habe. Intelligent und absurd, fordernd und faszinierend. Er richtet sich an Alle die bereit sind, sich auf eine Metaebene einzulassen – auf ein Nachdenken über Sprache selbst, über ihre Macht und ihre Gefährlichkeit.

Am Ende bleibt ein Gedanke, der lange nachhallt: Vielleicht sind selbst die vermeintlichen Grundmauern unserer Gedankenwelt keine festen Strukturen, sondern bewegliche Konstruktionen. Vielleicht ist selbst Mathematik nicht der letzte sichere Hafen, sondern ebenfalls ein philosophisch aufgeladener, mitunter prekärer Raum. Und vielleicht wissen wir tatsächlich weniger, als wir glauben – und erzählen uns die Welt nur so, wie sie uns gerade passt.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Zart, langsam, atmend.

Halber Stein
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Halber Stein ist ein sehr zartes, langsames Buch. Eine Geschichte, die sich in der Natur entfaltet und Leser*in wie auf einem leichten Windhauch durch die Geschichte trägt. Das Buch handelt von Fragen ...

Halber Stein ist ein sehr zartes, langsames Buch. Eine Geschichte, die sich in der Natur entfaltet und Leser*in wie auf einem leichten Windhauch durch die Geschichte trägt. Das Buch handelt von Fragen wie Ankommen, Heimat und Identität. Davon, was wir aufgeben und zurücklassen, wenn wir gen Zukunft gehen, aber auch davon, dass wir bei aller Progression auch zurückblicken dürfen und dort - im Zurück - etwas auf uns warten kann. Die Protagonistin steht vor der Frage der Integration dieser beiden Anteile: der Vergangenheit, ihrer Herkunft, einen Teil, den sie lange ignoriert hat und der Zukunft. Ausgelöst durch einen traurigen Umstand reist sie zusammen mit ihrem Vater zu diesem Teil und stellt sich all den Fragen. Konfrontiert mit der Vergangenheit erleben wir mit der Protagonistin genau diese Auseinandersetzung.

Halber Stein hat mir sehr durch seine Ruhe gefallen und durch die Sanftheit, mit der ich durch die Geschichte geführt wurde. An vereinzelten Stellen ist es mir etwas schwer gefallen, mich auf die Geschichte einzulassen, aber im Großen und Ganzen hat mich der Roman sehr überzeugt. Eine Empfehlung für alle, die ruhige, tiefe Geschichten mögen und sich gerne auf malerische Szenen und Reflexionsmomente einlassen möchten.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Spannende Kriminalreportage

Protokoll eines Verschwindens
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Ich fand die Geschichte sehr gelungen – vor allem journalistisch ist sie extrem stark geschrieben. Alexander Rupflin versteht es, uns direkt in die Szenen hineinzuführen. Es hat sich oft so angefühlt, ...

Ich fand die Geschichte sehr gelungen – vor allem journalistisch ist sie extrem stark geschrieben. Alexander Rupflin versteht es, uns direkt in die Szenen hineinzuführen. Es hat sich oft so angefühlt, als würde ich einen langen, hervorragend recherchierten Artikel aus dem ZEITmagazin hören: voller atmosphärischer Details, die sofort Bilder im Kopf entstehen lassen.
Mit der Stimme des Sprechers konnte ich allerdings nicht ganz warm werden – in schriftlicher Form hätte mir das Buch vermutlich noch besser gefallen. Schade fand ich auch, dass es keine endgültige Auflösung des Falls gibt. Gleichzeitig ist das wohl einfach die Realität, und dafür kann der Autor natürlich nichts.
Insgesamt eine sehr gut aufbereitete Kriminalgeschichte, die dem Opfer mehr Raum gibt als dem Täter und die moralische Graubereiche auslotet, statt einfache Gut-und-Böse-Bilder zu zeichnen.

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