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Veröffentlicht am 05.03.2026

Frieden im Fokus vor unruhigen Zeiten

München 1981
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München 1981 handelt von zwei Frauen - Annegret und Esther. Sie leben in Südtirol im Jahr 1981. In diesem Sommer ändern beide radikal ihr Leben: Die 18jährige Esther reißt aus und fährt nach München und ...

München 1981 handelt von zwei Frauen - Annegret und Esther. Sie leben in Südtirol im Jahr 1981. In diesem Sommer ändern beide radikal ihr Leben: Die 18jährige Esther reißt aus und fährt nach München und die von ihrem Leben unterforderte und eingeengte verheiratete Annegret verlässt Mann und Job und stellt eine friedliche Protestbewegung auf die Beine.

Der Roman ist recht kurz und schnell lesbar. Die Perspektiven wechseln immer zwischen Esther und Annegret und beide wirken authentisch und ich konnte Nähe zu den Figuren aufbauen. Es gibt eine Playlist, auf die anders als in anderen Romanen, auch wirklich viel Bezug genommen wird - teilweise werden ganze Auszüge aus den Songs in der Geschichte abgedruckt. Zudem nimmt die Autorin auch Bezug auf Zeitungsartikel aus dem Jahr 1981, was die Authentizität der Geschichte noch verstärkt.

Mir hat die Geschichte gut gefallen, auch wenn sie kurz war und der Schluss für meinen Geschmack dann doch etwas zu rosarot war.

Alles in allem ein Thema, das (leider) auch heute nichts an seiner Wichtigkeit verloren hat und zwei starke Frauenfiguren, die ich gerne begleitet habe - Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Ruhig erzählte Geschichte über Begabung, Kunst und Traumata

Letzter Akt
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Dora ist Anfang 40 und lebt als erfolgreiche Schauspielerin in London. Sie trifft auf den unbekannten Maler Victor und die beiden sind fasziniert voneinander. Als Victor sie eines Tages malt, holt Dora ...

Dora ist Anfang 40 und lebt als erfolgreiche Schauspielerin in London. Sie trifft auf den unbekannten Maler Victor und die beiden sind fasziniert voneinander. Als Victor sie eines Tages malt, holt Dora jedoch ihre längst vergangene Jugend wieder ein...

Die Geschichte ist ruhig erzählt und in 3 Teile gegliedert - der umfangreichste Teil 1 findet im Jahr 2005 in London statt, dann gibt es den 2. Teil, in Frankfurt am Main im Jahr 1982 und schließlich einen Schlussteil im Jahr 2010.

Dora, die eigentlich Dorothea heißt, hat direkt nach dem Abitur den unsicheren Weg einer Schauspielkarriere angestrebt - und Erfolg gehabt! Doch jetzt, mit Anfang 40, ist sie sich unsicher, wie es weiter gehen soll. Sie ist ungebunden und kinderlos und hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter. Die Beziehung zu Victor tut ihr anfangs sehr gut und sie geht gerne auf den Vorschlag ein, von ihm gemalt zu werden.

Die Figuren - besonders Dora - sind gut gezeichnet und handeln nachvollziehbar. Die Auflösung der Geschichte hat mich sehr berührt und auch der Schluss passte wirklich gut dazu.

Ein ruhiges Buch, das ohne Effekthascherei dennoch Wirkung zeigt und eine Geschichte, die mich berührt hat.
Klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Nicht ganz so spannend wie gewohnt...

Das flüsternde Haus
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Harry Adams ist ein riesiger Horrorfilmfan und hat diese Begeisterung an ihren Sohn Gabe weitergegeben, den sie alleine aufzieht. Als sie eine Putzstelle im Haus des berühmten Horrorfilmregisseurs Javier ...

Harry Adams ist ein riesiger Horrorfilmfan und hat diese Begeisterung an ihren Sohn Gabe weitergegeben, den sie alleine aufzieht. Als sie eine Putzstelle im Haus des berühmten Horrorfilmregisseurs Javier Costillo antritt, ist sie begeistert. Er ist wie sie ein zurückgezogen lebender Mensch, der sich niemandem aufdrängt und ihre Arbeit besteht im wesentlichen daraus, die Requisiten und Kostüme, die er in seinem Haus stehen hat, abzustauben und das leere Haus penibel sauber zu halten. Doch dann hört Harry immer wieder Klopfen und eine Stimme, die um Hilfe zu bitten scheint - könnte das mit dem Zimmer zusammen hängen, das sie nie betreten darf und das immer abgeschlossen ist?

Die Geschichte entwickelt leider erst recht langsam den von der Autorin gewohnten Spannungsbogen und sehr lange lesen wir hauptsächlich von Harrys Problemen als alleinerziehende, arme Mutter, die als Schulabbrecherin und ehemalige Obdachlose nur sehr niedrig bezahlte Jobs findet und sich und ihren Sohn sehr mühevoll durchbringt. Als während der Covid Pandemie, zu der die Geschichte spielt, dann noch ihre Möglichkeiten, in der Gastronomie zu arbeiten, fast völlig weg fallen und sie daher auf die Putzstelle in dem gruseligen Haus angewiesen bleibt und ihr auch noch ihr Vermieter kündigt, fühlt man natürlich sehr mit Harry, aber es wurde mir dann doch etwas zu ausufernd, vor allem, weil darunter die eigentliche Geschichte etwas blass blieb.
Da ich aber ein Fan der Autorin bin und die Reihe einfach so mag, vergebe ich trotzdem 4 Sterne und hoffe, dass das nächste Buch dann wieder ein Highlight wird!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Berührender Generationenroman

Das schönste aller Leben
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Das schönste aller Leben ist trotz des geringen Umfangs ein Buch, das es in sich hat. Wir lesen von Theresia, die im 18. Jahrhundert ein hartes Leben führt und parallel dazu von Viola und ihrer Familie, ...

Das schönste aller Leben ist trotz des geringen Umfangs ein Buch, das es in sich hat. Wir lesen von Theresia, die im 18. Jahrhundert ein hartes Leben führt und parallel dazu von Viola und ihrer Familie, die aus dem heutigen Rumänien zurück nach Deutschland kommen, um dort ein besseres Leben zu führen.
Das alles beherrschende Grundthema ist die Schönheit, vor allem bei Frauen. Theresia wird ihre Schönheit zum Verhängnis und sie Opfer der Keuschheitskommission (ich wusste nicht, dass es eine solche Kommission gab!). Viola hat eine schwierige Zeit als Jugendliche, in der sie sich unter den "Hiesigen" manchmal fremd fühlt und immer wieder bemerkt, wie anders ihre Familie ist. Als sie dann selbst Mutter wird und es einen Unfall mit ihrer Tochter gibt, für den sie sich schuldig fühlt, setzt sie sich ständig und schonungslos damit auseinander, wie wichtig Schönheit für Menschen und vor allem Frauen ist - und was sie zerstört hat bei ihrer Tochter...
Mich hat der Roman sehr berührt. Der Vergangenheitsstrang um Theresa war für mich persönlich der stärkste Strang. Aber auch das, was Viola als Mutter fühlt, hat mich - die ich ebenfalls Mutter von Töchtern bin - tief ins Herz getroffen.
Die drei Kapitel aus Sicht der Banater Erde waren ungewöhnlich, aber jeweils passend in die Geschichte eingewebt und haben das Buch nochmal etwas literarischer wirken lassen.
Eine klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Ein entschleunigender Roman - auch, aber nicht nur für Buchmenschen

Mathilde und Marie
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Mathilde und Marie ist ein Roman, der beim Lesen wirkt wie ein Beruhigungsmittel.

Als die junge Französin Marie der hektischen Großstadt Paris den Rücken kehrt und zufällig über eine Bekanntschaft im ...

Mathilde und Marie ist ein Roman, der beim Lesen wirkt wie ein Beruhigungsmittel.

Als die junge Französin Marie der hektischen Großstadt Paris den Rücken kehrt und zufällig über eine Bekanntschaft im Zug im verschlafenen Ort Redu ankommt, ändert sich auf einen Schlag ihr ganzes Leben. Statt Hektik, Lärm und Geldsorgen lebt sie nun von Tag zu Tag in einem Dorf mit 400 Einwohnern, in dem es am Tag nur eine Stunde Internet gibt, dafür aber an jeder Ecke einen Buchladen.

Maries Ankunft ändert aber nicht nur ihr eigenes Leben zum Vorteil, sondern wirkt auch auf die Dorfgemeinschaft und allen voran auf die einsame und zurückgezogen lebende Mathilde, die einen schweren Verlust zu verarbeiten hat.

Ich habe das Buch beim Lesen wirklich genossen. Die Stimmung und Atmosphäre ist absolut besonders und wie schon eingangs gesagt wirkt sofort entschleunigend auf mich. Der Roman ist - wie es der Autor auch im Vorwort erklärt - ein durchweg positiver Roman, eine Geschichte, die guttut.

Es gibt keine unerwarteten oder schlimmen Wendungen, die Gespräche und Beobachtungen, die die Figuren miteinander teilen, sind empathisch und warmherzig und es gibt im Grunde nichts und niemanden, was einem beim Lesen "aufregen" oder stören könnte. Ich habe das Lesen des Romans als absolut positiven Kontrapunkt zum aktuellen Weltgeschehen wahrgenommen und es wie eine Flucht vor dem manchmal zu stressigen Alltag erleben können. Die vielen Bezüge zu guten Büchern sind ein Bonus, den der Autor, der aus der Buchbranche kommt, uns Buchmenschen noch zusätzlich beim Lesen schenkt.

Ich habe nichts zu bemängeln und kann diesen Roman einfach nur von Herzen weiterempfehlen - die Lektüre tut im wahrsten Sinne des Wortes wirklich von Herzen gut!

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