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Veröffentlicht am 08.03.2019

Langatmige Geschichte, viele Wiederholungen und unysmpathische Charaktere

The Belles
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Inhalt:
Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof ...

Inhalt:
Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …

Meinung:
Camelia ist eine Belle und ihr obliegt es dadurch den Menschen in der Welt von Orléans Schönheit zu verleihen. Die Belles sind hoch angesehen und Camelias erklärtes Ziel ist es, als höchste Belle am Königshof zu dienen. Doch nicht sie wird erwählt, sondern ihre Schwester Ambrosia. Camelia landet zwar im bedeutendsten aller Teehäuser, doch damit kann sie sich nicht zufriedengeben. Als sich plötzlich die Chance ergibt, am Königshof zu arbeiten, nimmt Camelia diese wahr.

Aufgrund des zauberhaften Covers und einer Thematik, die ich so bisher noch nicht gelesen hatte, griff ich zu dieser Geschichte.

Der Start in diese war für mich jedoch leider alles andere als vielversprechend. Gleich von Beginn an fehlte mir der Bezug zur Protagonistin. Ich hatte große Hoffnung, dass sich dies über die Länge des Buches noch ändern würde, doch leider weit gefehlt. Viel mehr war mir Camelia stellenweise total unsympathisch. Ich konnte ihre Handlungen und Gedankengänge einfach oftmals nicht nachvollziehen bzw. empfand ich diese als sehr egoistisch. Ich hatte das Gefühl, dass andere Personen nur dann für Camelia von Bedeutung sind, wenn sie von ihnen profitieren kann.

Bei einem Buch ist es zwar nicht gerade gut, wenn man die Protagonistin nicht mag, oftmals helfen einem aber die anderen Charaktere über diese hinwegzusehen. Nur leider war das hier auch nicht der Fall. Ich kann für das ganze Buch genau drei Charaktere benennen, die ich mochte und wo mich das Schicksal des jeweiligen sehr interessiert hat.

Da mir die Charaktere nicht wirklich zugesagt haben, hoffte ich nun auf die Storyline. Doch auch hier wurde ich enttäuscht. Die Grundidee finde ich immer noch genial, leider wurde mir diese zu schwach umgesetzt.
Das gesamte Hörbuch über musste ich mich zwingen am Ball zu bleiben. Einer der Gründe liegt zum einen daran, dass sich die Autorin in Kleinigkeiten ergeht und diese ziemlich ausschweifend erzählt. So erfahren wir gerade im ersten Drittel wahnsinnig viel über die Belles und ihre Eigenschaften. Dadurch gelangt die Geschichte allerdings nur äußerst langsam in Fahrt.
Dazu kommt, dass bis kurz vor Schluss von etwaiger Spannung nichts zu hören ist. Dies liegt unter anderem daran, dass sich manche Probleme und Situationen gefühlt wiederholen.

Auch die Liebesgeschichte war gar nicht nach meinem Geschmack. Die ganze Zeit hoffte ich auf einen anderen Weg, der hätte eingeschlagen werden können. Meine Hoffnung blieb jedoch unerhört.
Genauso kann ich bis jetzt nicht verstehen, warum eine gewisse königliche Person mit ihrem Verhalten durchkommt und warum hier einfach nicht früher eingegriffen wurde.

Was hat mir gefallen?
Da ist ganz klar die Hörbuchsprecherin Uta Dänekamp zu nennen! Sie hat für mich das ganze Hörbuch enorm aufgewertet. Ich bin wirklich ein großer Fan ihrer Stimme. Und so verleiht Uta Dänekamp auch in dieser Geschichte den jeweiligen Charakteren genau die richtige Tonlage. Sie versteht es absolut perfekt den leicht schnöseligen Tonfall der vielen adeligen Charaktere einzufangen.

Auch die Machtspiele am Königshof fand ich durchaus interessant. Rache, Neid und Missgunst sind Gefühle, die alltäglich am Königshof zu finden sind. Allerdings gab es mir hier zu viele Wiederholungen.
Ab einem gewissen Punkt wird die Geschichte stellenweise doch recht grausam. Auch dies konnte mich überzeugen, da man nie so recht wusste, welches Spielchen als nächstes gespielt wird.

Fazit:
Sicherlich wird diese Geschichte ihre Fans finden. Ich für meinen Teil bin jedoch meilenweit davon entfernt begeistert zu sein. Eine langatmige und voller Wiederholungen strotzende Geschichte gepaart mit jeder Menge unsympathischer Charaktere sorgten bei mir für wenig Hörvergnügen.
Der einzige Lichtblick war für mich Hörbuchsprecherin Uta Dänekamp, die mal wieder einen grandiosen Job abliefert!
Sehr enttäuschte 2 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.09.2018

Viele Schwächen, wenig Stärken

The Crown's Game
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Inhalt:
Die talentierte Vika kann den Schnee beschwören und Asche in Gold verwandeln. Der Einzelgänger Nikolai kann durch Wände sehen und Brücken aus dünner Luft zaubern. Sie sind Magier – die beiden einzigen ...

Inhalt:
Die talentierte Vika kann den Schnee beschwören und Asche in Gold verwandeln. Der Einzelgänger Nikolai kann durch Wände sehen und Brücken aus dünner Luft zaubern. Sie sind Magier – die beiden einzigen in Russland. Und erbitterte Gegner, denn nur einer von ihnen kann der neue Magier des Zaren werden. Der Verlierer muss sterben. Und so treten Vika und Nikolai im »Spiel der Krone« gegeneinander an, in dessen Verlauf sie sich gefährlich nahe kommen. Kann ihre Liebe den Verlauf des Spiels verändern und den Tod verhindern?

Meinung:
Vika ist Magierin und wurde von ihrem Vater jahrelang auf ihre Rolle als zukünftige Magierin des Zaren vorbereitet. Doch dann erfahren Vater und Tochter, dass Vika nicht die einzige Magierin im russischen Reich ist. Nikolai, am Hofe groß geworden und der beste Freund des Zarensohns, ist ebenfalls ein Magier. Da es nur einen Magier in Russland geben darf, treten Vika und Nikolai im Spiel der Krone gegeneinander an. Nur einer kann gewinnen, während der andere sterben muss.

Das Cover zu diesem Buch ist ein Traum. Es ist sehr schön gestaltet und auch der Klappentext klang äußerst vielversprechend, sodass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.
Der Einstieg in das Buch ist mir leider nicht sehr leicht gefallen. Schon nach kurzer Zeit musste ich feststellen, dass ich kein Freund des Erzählstils von Evelyn Skye bin. Die Autorin hat einen sehr ausschweifenden Erzählstil. Kleinigkeiten werden sehr detailliert beschrieben. So kam es, dass für mich unbedeutende Dinge zu viel Platz in diesem Buch eingenommen haben.

Die Idee an sich hat mir sehr gut gefallen. Auch die Beschreibung des Zarenhofs, Sankt Petersburg und den Wäldern drum herum ließen mich gut in die Geschichte eintauchen. Gespannt wartete ich auf den Beginn und die Erläuterungen zum Spiel der Krone. Hier wurde ich leider enttäuscht, denn ich hatte mir etwas ganz anderes unter dem Spiel der Krone vorgestellt, als die magischen Tricks und Kniffe die in diesem Buch beschrieben werden.

Meine Hoffnung lag nun auf den Protagonisten. Aber leider habe ich zu keiner Zeit einen Bezug zu Vika aufbauen können. Sie blieb für mich unnahbar und unterkühlt. Nikolai war mir da schon deutlich sympathischer. Was vielleicht daran lag, dass er keine schöne Kindheit hatte und daher manche Dinge anders zu schätzen weiß. Am besten hat mir aber der Zarensohn Pascha gefallen. Dieser ist eher ein Lebemann, denn ein wirklicher Zar. Ihm fehlt die angeborene Härte und Kaltschnäuzigkeit, die seinem Vater und seiner Schwester so im Blut liegen. Pascha möchte eigentlich gar kein Zar sein, sondern viel mehr sein Leben genießen.

Ein weiterer Punkt, der mir so gar nicht gefallen hat, ist die Liebesgeschichte. Ich mochte nicht, in welche Richtung sich diese entwickelt hat, denn auch hier hatte ich auf etwas anderes gehofft.

Fazit:
Irgendwie hatte ich ganz andere Erwartungen an die Geschichte, das Spiel der Krone und die Liebesgeschichte. Daher war ich ziemlich enttäuscht, in welche Richtung sich alles entwickelt hat. Zudem konnte ich keine Sympathie zu Vika aufbauen, viel mehr war sie mir relativ egal. Auch die Spannung habe ich vergebens gesucht. Ich finde es total schade, dass „The Crowns Game“ und ich keine Freunde geworden sind, denn das Zarenreich und die Ausgangssituation klangen wahnsinnig vielversprechend.
2 von 5 Hörnchen

Veröffentlicht am 13.02.2018

Nicht das erhoffte gute Finale

Frostkiller
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Ínhalt:
Niemand weiß besser als Gwen Frost, wie stark Loki und seine Schnitter des Chaos sind. Sie als Champion der griechischen Göttin Nike soll eine zentrale Rolle bei seiner Vernichtung spielen. Aber ...

Ínhalt:
Niemand weiß besser als Gwen Frost, wie stark Loki und seine Schnitter des Chaos sind. Sie als Champion der griechischen Göttin Nike soll eine zentrale Rolle bei seiner Vernichtung spielen. Aber niemand weiß auch besser als Gwen Frost, dass sie keine Wunderwaffe ist - nur das komische Gypsymädchen, über das alle heimlich lästern. Zwar hat sie ihre Psychometrie, ihr sprechendes Schwert Vic, ihre Freunde und vor allem den Spartaner Logan Qinn an ihrer Seite, doch Gwen wird von Vorahnungen ereilt, und die verheißen nichts Gutes. Aber für Selbstzweifel bleibt keine Zeit, als einer der ihr wichtigsten Menschen in Lebensgefahr gerät. In Gwen erwacht eine brennende Entschlossenheit - sie ist bereit, alles zu geben. Und wenn es sie das Leben kosten sollte ...

Meinung:
Als Nikes Champion ist es Gwens große Aufgabe den Gott Loki und seine Schnitter zu töten. Doch wie soll sie dies bloß anstellen, ohne dabei selbst zum Opfer zu werden? Zudem besitzt Gwen außer ihrer Psychometrie keine nennenswerten Eigenschaften um gegen Loki zu kämpfen. Doch ihr zur Seite stehen natürlich ihre Freunde und das sprechende Schwert Vic und so beginnt ein spannender Showdown.

Lange habe ich diesen sechsten Band vor mir hergeschoben, denn Band 5 hatte doch sehr an meinem Nervenkostüm gerüttelt und das nicht im positiven Sinne. Nun habe ich mich an den Abschlussband gewagt, weil ich doch neugierig war wie alles ausgehen wird. Nach dem zuklappen des Buches muss ich jedoch gestehen, dass ich wirklich froh bin, die Mythos Academy Reihe beendet zu haben.
Da ich in letzter Zeit die anderen Reihen der Autorin gelesen habe, kann ich nun feststellen, dass die Reihe rund um Gwen und ihre Freunde in meinen Augen doch ziemlich hinten dran hängt.

Ich muss sagen, dass ich die Ideen und vor allen Dingen die Charaktere (lassen wir mal Gwen außen vor) von Jennifer Estep wahnsinnig gerne mag. Jedoch schafft die Autorin es nicht, dass ich konsequent am Ball bleiben möchte. Dies liegt daran, dass dieses Buch z.B. von Wiederholungen aus den vorangegangenen Büchern nur so wimmelt. Zu Anfang ist dies zur Auffrischung natürlich wertvoll, mit der Zeit nervt es allerdings ein wenig. Dazu kommt, dass viele Stellen zu ausgeschmückt geschildert werden. Oftmals ertappte ich mich dabei, wie meine Gedanken abschweiften. All dies war ich allerdings aus den vorangegangenen Büchern gewohnt. Etwas enttäuscht war ich viel mehr von der eigentlichen Handlung, die sich für mich in diesem Abschlussband doch zu sehr im Kreis gedreht hat.

Ich habe es selten, dass ich eine Protagonistin so wenig mag wie Gwen. Aber sie hat eine fürchterlich weinerliche Art und Weise an sich, die mich zur Verzweiflung getrieben hat. Zudem bemitleidet sie sich oftmals ganz stark selbst. In diesem Buch fährt die liebe Gwen einige Aktionen wo ich nur den Kopf schütteln konnte.
Besser gefallen tuen mir da schon die Nebencharaktere wie Vic, das sprechende Schwert, oder Gwens beste Freundin die Walküre Daphne. Vor allen Dingen Gwens Mentorin Metis und der Bibliothekar Nickamedes hatten es mir besonders angetan.

Fazit:
Die Mythos Academy ist für mich die schwächste Reihe der Autorin. Zu viele Wiederholungen und ausgeschmückte Schilderungen sorgten bei mir für viel Langeweile. Dies wäre allerdings nicht so schlimm gewesen, wenn mich die Protagonistin Gwen aufgrund ihrer Art nicht mal wieder an den Rande eines Nervenzusammenbruches getrieben hätte. Das Ende ist dann durchaus spannend und packend. Dennoch kann ich nicht anders und vergebe gute 2 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 14.08.2017

Keine Bindung zu den Charakteren und langatmige Story

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow Roman
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Inhalt:
Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ...

Inhalt:
Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz' Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen kopf.

Meinung:
Simon Snows Leben scheint bereits vorherbestimmt zu sein. Denn laut einer Prophezeiung ist Simon der größte Magier der Welt. Doch im Alltag hat er schon Probleme damit die einfachsten Zaubersprüche aufzusagen. Immer an seiner Seite ist seine beste Freundin Penelope, die ein wahres Zauberass ist. Mit seinem Zimmergenossen Baz verbindet Simon lediglich der gemeinsame Hass aufeinander. Als es jedoch an Simon liegt, den Mord an Baz Mutter aufzuklären, müssen die beiden sich zusammenraufen.

Ich möchte vorweg nehmen, dass ich "Fangirl" der Autorin noch nicht gelesen habe, da ich mich, was dieses Buch hier angeht, nicht spoilern lassen wollte. So ging ich ziemlich unvoreingenommen an die Geschichte und wurde leider nie so wirklich warm mit ihr.
Durch das ganze Buch ziehen sich kleinere Rückblenden aus Simon, Baz und Penelopes Vergangenheit. Ich fand diese jedoch eher störend als hilfreich oder unterhaltsam. Immer wieder wird man aus der eigentlichen Geschichte herausgerissen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. Simon und Baz haben hier den Hauptanteil. Aber auch Penelope, der Magier, Agatha und ein paar andere haben Kapitel aus ihrer Sicht.

Leider sucht man in diesem Buch die Spannung vergebens. Die Geschichte plätschert etwas vor sich her. Es ist zwar nicht so, dass nichts passiert, aber irgendwie konnte mich die Handlung nicht packen. Zudem sind viele Dinge sehr vorhersehbar, so dass ich mich teilweise doch sehr langweilte.
Der Part der Liebesgeschichte hat mir an sich gut gefallen. Jedoch schafft es die Autorin nicht, die Gefühle der beiden Personen für mich greifbar zu machen. Daher blieb ich auch hier eher emotionslos.
Ich muss sogar gestehen, dass ich kurzzeitig überlegt habe das Buch abzubrechen. Und das ist bei mir schon seit Ewigkeiten nicht mehr vorgekommen.

All diese Punkte können jedoch auch dadran liegen, dass ich mit den Charakteren nicht wirklich klar kam. Bis auf Baz und teilweise Penelope konnte ich zu keinem der Charaktere eine wirkliche Bindung aufbauen.
Simon hat immer wieder damit zu kämpfen, dass er der auserwählte Magier ist. Er blieb mir ansonsten jedoch recht blass. Man erfährt zwar mehr über sein bisheriges Leben, aber irgendwie fehlten mir bei ihm irgendwie die Emotionen.
Baz hingegen mochte ich sehr gerne. Der Bösewicht der Geschichte entpuppt sich als weit mehr. Seine Gefühle waren für mich zu jeder Zeit transparent und nachvollziehbar.
Penelope ist ein schlaues Köpfchen und hilft Simon oftmals aus. Ich mochte sie eigentlich ganz gerne, auch wenn sie ab und an einen altklugen Spruch auf den Lippen hat.
Agatha ist Simons feste Freundin. Jedoch erfährt man über sie nicht wirklich viel. Zudem kam sie mir ein wenig wie ein Fähnlein im Wind vor. Agatha scheint ihr Leben eher nach anderen Menschen um sie herum, als nach ihren eigenen Wünschen zu richten.

Normalerweise bin ich niemand der großartige Vergleiche zu anderen Büchern zieht. Hier springen einem die Gemeinsamkeiten mit Harry Potter aber förmlich ins Auge. Ein Junge der mit 11 Jahren erfährt, dass er der magischen Welt angehört, er hat eine große Aufgabe vor sich, seine Freundin ist die schlauste Zauberin der Schule, seine Eltern leben nicht mehr ... ich könnte jetzt noch ein paar Dinge aufzählen, aber ich denke, ihr versteht auch so was ich meine.

Das Positive in meinen Augen ist, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt.

Fazit:
"Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" konnte mich zu keiner Zeit überzeugen. Ich wurde mit den Charakteren nicht warm, die Handlung zog sich und war nicht wirklich interessant. Die Geschichte ist leider vorhersehbar und die Liebesgeschichte blieb in meinen Augen gefühlskalt. Mit diesem Buch bin ich leider nicht wirklich klargekommen.
Daher 2 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Ich bin entsetzt

Dustlands - Der Blutmond
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Inhalt:
Saba ist bereit, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und DeMalo und seine Soldaten zu schlagen. Bis sie ihm begegnet und er mit seiner verführerischen Vision von New Eden, einer geheilten Erde, ...

Inhalt:
Saba ist bereit, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und DeMalo und seine Soldaten zu schlagen. Bis sie ihm begegnet und er mit seiner verführerischen Vision von New Eden, einer geheilten Erde, alle ihre Erwartungen unterläuft. DeMalo will, dass Saba ihn begleitet, im Leben und bei seinem Werk, eine gesunde, stabile, nachhaltige Welt zu erschaffen – für die wenigen Auserwählten.
Jacks Entscheidung ist klar: DeMalo zu bekämpfen und New Eden aufzuhalten. Saba verpflichtet sich diesem Kampf, immer noch unsicher, und ihre Verbindung mit DeMalo bleibt ihr Geheimnis. Gemeinsam mit ihrem Bruder Lugh, der auf ein Stück Land in New Eden hofft, führt Saba eine unerfahrene Rebellengruppe in den Kampf gegen den mächtigen und charismatischen DeMalo mit seinen Siedlern und Soldaten. Welche Chance haben sie? Saba muss handeln. Und willens sein, den Preis zu zahlen.

Meinung:
Die Handlung beginnt mitten in einem Anschlag von Sabas Truppe auf eine wichtige Brücke in New Eden. Der Anschlag geht leider schief und die Gruppe muss schnellstmöglich fliehen, da die Tonton ihre Verfolgung aufgenommen haben. Während der Flucht zerfällt die Gruppe in ihre Einzelteile und Saba steht auf einmal DeMalo ganz alleine gegenüber. Dieser hatte sich als normaler Tonton verkleidet und war bei der Soldatentruppe mit dabei gewesen. DeMalo bietet ihr einen Handel an. Saba wird seine Frau und hilft ihm sein Werk zu vollenden. Dafür bekommen Sabas Freunde die Chance ein freies Leben ohne die Unterdrückung der Tonton zu führen. Saba hat bis zum nächsten Blutmond Zeit sich zu entscheiden.

Ich hätte nie damit gerechnet, dass mich dieser Trilogieabschluss in so vielen Punkten enttäuschen würde. Fangen wir bei den Charakteren an. Hatte Saba in Band 2 bereits einige merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag gelegt, so verstrickt sie sich in diesem dritten Band in ihrem selbst aufgebauten Netz aus Lügen und Geheimnissen. Sie belügt alle ihre Freunde und vor allen Dingen Jack, den Mann den sie doch angeblich liebt, nach Strich und Faden. Ich konnte nur noch wenig Sympathie für sie aufbringen.
Aber nicht nur Saba verliert bei mir gehörig an Punkten. Auch Lugh wurde mir einfach nicht sympathisch. Er hat eine Art an sich, die es mir schwer machte ihn zu mögen.
Jack hingegen ist in diesem Buch nur noch eine kleine Randfigur und die Gespräche zwischen Saba und ihm kamen mir reichlich unterkühlt vor. Einzig Emmi, die eine wahnsinnige Entwicklung durchlebt, und der herzensgute Tommo konnten mich überzeugen. Gut gefallen hat mir, dass wir auch mehr über die restlichen Nebencharaktere wie Creed, Ash, Mercy oder Molly erfahren.

Ist der Beginn des Buches wirklich packend, plätschert die Geschichte danach nur noch vor sich hin. Erst ganz zum Schluss kommt noch mal ein wenig Spannung auf. Die Geschichte soll durch kursiv gedruckte Textpassagen (die die Gedankengänge des Verräters in Sabas Gruppe erzählen) an Spannung gewinnen. Das tun sie auch, bis zu einem gewissen Grad, denn ab einem bestimmten Punkt war für mich klar, bei wem es sich um den Verräter handelt und die Auflösung daher keine Überraschung mehr.

Der Einstieg in das Buch fiel mir zum Glück nicht ganz so schwer wie damals der Einstieg in Band 2. Die Charaktere waren mir schneller wieder präsent. Was ich jedoch toll gefunden hätte, wäre eine Karte von Sabas Welt gewesen. Es wird mit so vielen Orten um sich geschmissen, dass ich manchmal doch ein wenig verwirrt war. Auch war ich ein wenig enttäuscht darüber, dass sich in diesem Buch alles nur um New Eden dreht und die restliche Welt, die noch in den Bänden 1 und 2 eine Rolle gespielt hat, ein wenig außen vor gelassen wird.

Der Schreibstil ist wie gewohnt außergewöhnlich und mehr dem zweiten als dem ersten Buch angepasst. Ich finde, dass gerade dieser Schreibstil ein großes Plus der Autorin ist. Dennoch komme ich nicht umhin festzustellen, dass ich für meinen Teil mit Band 1 die Reihe hätte beenden sollen. Gerade was das Ende angeht, hatte ich mit deutlich mehr gerechnet. Da ich nicht zu viel spoilern möchte, kann ich nur sagen, dass mich das Ende unzufrieden zurücklässt. Die Autorin hat sich hier vieles zu einfach gemacht. Selbst die Verluste haben mich relativ kalt gelassen und das Finale mit DeMalo war in meinen Augen ein wenig lachhaft.

Fazit:
Ich kann immer noch nicht glauben, dass dieser dritte Band wirklich so schlecht war. Bekam Band 1 bei mir noch Lieblingsbuchstatus, schwächelte Band 2 bereits ein wenig. Sabas Vorgehensweise war für mich an einigen Punkten einfach nicht mehr nachvollziehbar. Dieser dritte Band toppt den zweiten leider noch um Längen. Absolut keine Spannung, eine Geschichte die in fünf Sätzen erzählt ist, unsympathische Charaktere und ein Ende was mich nicht zufrieden gestellt hat, ließen mich das Buch enttäuscht, ja fast schon wütend, zuklappen. Nein, das war leider gar nichts. 2 von 5 Hörnchen.