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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2026

Guter Plot, aber die Spannungskurve steigert sich nur langsam

Kala
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Den Schreibstil fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele wechselnde Perspektiven, das ist gelungen und interessant, aber manchmal wechselt die Erzählzeit ohne Ansage und ich musste mich ...

Den Schreibstil fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele wechselnde Perspektiven, das ist gelungen und interessant, aber manchmal wechselt die Erzählzeit ohne Ansage und ich musste mich erst in die Geschichte einfühlen, um alles richtig einordnen zu können. Das Wiedertreffen der Jugendfreunde nach 15 Jahren, das Aufdecken verschiedenster Geheimnisse im Ort und das stimmungsvolle Setting in Irland fand ich gut erzählt und es ist auch interessant. Die Spannungskurve steigert sich allerdings sehr langsam, die erste Hälfte hätte für meinen Geschmack schneller erzählt werden müssen. Es gibt viele Andeutungen, aber es bleibt zu viel zu lange offen und unerzählt, dabei sind auch für die Geschichte unwesentliche Details, die hätten früher mehr Klarheit und Verständnis beim Leser geschaffen ohne die Spannung zu nehmen. Alles in allem ein gutes Debut mit kleinen Schwächen, dass ein tolles Irland Feeling vermittelt.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Ungewöhnlicher Plot

Die Besucherin
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Dieser Roman ist insofern ungewöhnlich, als er aus Sicht der 76jährigen Linda Davidson erzählt wird. Bis jetzt sind mir wenige ältere Protagonisten begegnet und das war in gewisser Weise eine erfrischende ...

Dieser Roman ist insofern ungewöhnlich, als er aus Sicht der 76jährigen Linda Davidson erzählt wird. Bis jetzt sind mir wenige ältere Protagonisten begegnet und das war in gewisser Weise eine erfrischende Abwechslung. Ihre Besuche in der Seniorenresidenz bei ihrer Freundin Carol und der selbst ernannten Mörderin Jenny Cooper fand ich sehr unterhaltsam. Die heimischen Szenen mit Lindas Tochter und Ehemann waren streckenweise etwas langatmig und auch vorhersehbar. Daher machen ich einen Stern Abzug. Insgesamt hat mir der Roman aber gut gefallen, ich kann die Lektüre empfehlen, zumal einen das Ende befriedigend ist.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Tolle Sprecherin, guter Plot, streckenweise langatmig

Die Farm der Mädchen
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Vera Teltz habe ich schon als Sprecherin anderer Hörbücher erlebt und muss sagen, dass sie wirklich zu den Besten gehört, was sich auch bei diesem Buch bemerkbar macht.
Den Autor kenne ich von den Sebastian ...

Vera Teltz habe ich schon als Sprecherin anderer Hörbücher erlebt und muss sagen, dass sie wirklich zu den Besten gehört, was sich auch bei diesem Buch bemerkbar macht.
Den Autor kenne ich von den Sebastian Bergmann Büchern und kann sagen, dass man den Stil sofort wiedererkennt. Die Handlung und Figuren werden langsam aufgebaut, was mir persönlich in einem Buch gut gefällt, mich bei einem Hörbuch allerdings ungeduldig werden lässt. Das mag meine persönliche Vorliebe sein, aber ich mache dennoch einen Stern Abzug, da es ja um meine Meinung geht und ich die Handlung zwar stringent, aber manchmal langatmig fand.
Die Figur der Ermittlerin Hannah hat mir gut gefallen, eine emotional geforderte Ermittlerin, deren Privatleben ungewöhnlich ist, aber nicht allzu ausufernd geschildert wird, das ist interessant und bringt etwas Abwechslung. Beim Hören war mir nicht klar, dass es bereits einen ersten Band mit ihr gab. Man kann also problemlos quereinsteigen. Der Fall ist abwechslungsreich und gut aufgebaut. Wie man von einem erfahrenen Krimi-Autor erwarten kann, ist alles plausibel und nachvollziehbar und es gibt keine logischen Lücken oder Unstimmigkeiten.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Interessante Trauerarbeit

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Da die Autorin Soziologin ist hat sie einen ganz eigenen Blick auf ihre Trauerarbeit nach dem Tod ihres Mannes. Sie stellt die eigene Rolle in den letzten Jahrzehnten in Frage und das ist auch der Punkt, ...

Da die Autorin Soziologin ist hat sie einen ganz eigenen Blick auf ihre Trauerarbeit nach dem Tod ihres Mannes. Sie stellt die eigene Rolle in den letzten Jahrzehnten in Frage und das ist auch der Punkt, an dem sie als Person trotz aller Offenheit und Ehrlichkeit nicht ganz greifbar ist. Einerseits beruflich erfolgreich, andererseits ordnet sie sich einem Mann unter, dieser Widerspruch zieht sich durch das ganze Buch. Ihre Analysen finde ich dagegen sehr treffend und interessant, es gibt aber einige Wiederholungen und das Buch hätte nicht länger sein dürfen. Die Struktur ist gut gewählt. Mit der Beerdigung startet man sehr eindringlich in das Buch und durch die Rückblenden und aktuelle Trauerarbeit bekommt man die Paarbeziehung in verschiedenen Stadien geschildert. Mir hat die Mischung aus persönlicher Betroffenheit und soziologischer Brille gut gefallen, diese beiden Aspekte sind sehr gut gelungen. Alles in allem in interessantes Buch, das aber auch kleine Schwächen hat und sicher nicht für jeden geeignet ist.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Gut geschriebener, interessanter Fall

Solothurn ruft nach Vergeltung
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Ich hatte einen sehr guten Start ins Buch. Der Fall ist interessant und das Thema finde ich sehr wichtig. Obwohl schon etwas Zeit seit dem letzten Band vergangen war, habe ich mich schnell wieder mit ...

Ich hatte einen sehr guten Start ins Buch. Der Fall ist interessant und das Thema finde ich sehr wichtig. Obwohl schon etwas Zeit seit dem letzten Band vergangen war, habe ich mich schnell wieder mit Ort und Personen zurecht gefunden. Der Schreibstil ist angenehm, es wird nicht jedes technische Detail der Ermittlungen geschildert, das finde ich gut, es liegt der Fokus auf dem Wesentlichen. Dadurch wirkt das Ganze ausgewogen und das Lesen macht Spaß. Mir war allerdings die Vermischung von Privatem und Dienstlichem etwas zu viel, obwohl es glaubhaft angelegt war. Chefermittler Dominik Dornachs Tochter ist direkt im Fall involviert und er hat einige amouröse Verwicklungen. Das Ende bringt eine überraschende Wendung, die gut erklärt wird, aber für mich nicht einhundert prozentig glaubwürdig war. Es war sehr konstruiert und da man die Handlung komplett neu durchdenken musste, war es nicht einfach, dem zu folgen. Alles in allem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich kann die Reihe empfehlen.

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