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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ein unwiderstehliches Angebot

Grand Cru
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Im Perigord ist viel los. Erst brennt eine Versuchsanlage komplett ab, dann taucht noch ein reicher Amerikaner auf, der Weinberge kaufen will und in sein Imperium einsortieren will. Bruno der Ortspolizist ...

Im Perigord ist viel los. Erst brennt eine Versuchsanlage komplett ab, dann taucht noch ein reicher Amerikaner auf, der Weinberge kaufen will und in sein Imperium einsortieren will. Bruno der Ortspolizist von Saint-Denis hat alle Hände voll, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. In seiner ruhigen Art und Weise sucht er für Ausgleich, da die ehemalige Kommune unter Verdacht steht für den Brand gesorgt zu haben. Bruno hat auch schon einen Verdacht, wer dafür in Frage kommt, da er natürlich alle Leute kennt. Dann kommen auch noch zwei Tote dazu und alles wird auch für Bruno undurchschaubarer.
Der Krimi „Grand Cru“ von Martin Walker ist der zweite Krimi aus dem Perigord mit dem Ortspolizisten von Saint-Denis Bruno als Hauptdarsteller. Dieser Ortspolizist Bruno ist ein sympathischer und immer auf Ausgleich bedachter Polizist, der seinen Ort und die Bewohner kennt, wie kein zweiter. Auch bei diesem Fall ist er wieder mit seiner Ortskenntnis für seine Kollegen ein guter Ansprechpartner. Der Autor zeichnet hier einen bodenständige und schlauen Menschen, der alles für die Gerechtigkeit, aber auch seinen Ort tun würde und immer mit Augenmaß handelt. Natürlich sind auch Emotionen im Spiel, wenn er hingerissen von der Liebe zu einer Frau und zu seinem Ort steht und eigentlich kann ich das gut nachvollziehen. Es menschelt also sehr in Saint-Denis und das ist gut so. Aber auch der Fall ist spannend und hat einen guten Spannungsbogen. Die Story wird sehr behutsam und in einer leichten Bildsprache erzählt, der mich zumindest sehr in den Ort eintauchen lässt.
Ich mag diese Art von regionalen Krimis und ich kann mir gut vorstellen das dieser Bruno auch noch eine Menge neuer Freunde finden wird.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Eine Reisejournalistin auf Abwegen

Mira Belgusto und die tote Winzerin
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Die Reisejournalistin Mira Belgusto hält sich für eine Dokumentation im Veltlin auf. Sie möchte gute Restaurants und Winzer finden und darüber für eine Zeitung und einen Fernsehbericht einen Bericht erstellen. ...

Die Reisejournalistin Mira Belgusto hält sich für eine Dokumentation im Veltlin auf. Sie möchte gute Restaurants und Winzer finden und darüber für eine Zeitung und einen Fernsehbericht einen Bericht erstellen. Als sie mit dem Auto über die Berge fährt, hat sie einen leichten Unfall mit dem Schauspieler Claudio Bertani. Er bietet ihr an bei einem Essen alles zu klären und nimmt sie mit seinem Auto mit in den nächsten Ort. Auf dem Weg läuft ihnen ein kleiner Hund vor das Auto. Auf dem Halsband des Hundes ist sein Besitzer vermerkt, sodass sie zu dem Weingut fahren, um den Hund wieder zurückzugeben. Als sie das Haus betreten, fällt ihnen schon ein komischer Geruch auf und sie finden Bewohnerin tot auf, erschlagen. Eine Nachbarin hat sie entdeckt und auch die Polizei verständigt. Mira und Claudio sind sehr neugierig, wie es mit dem Fall weiter geht.
Der Italien-Genusskrimi „Mira Belgusto und die Tote Winzerin“ von Angelika Lauriel führt uns in das schöne Veltlin und den Comer See. Es ist wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde und auch die Speisen und Weine der Region sind nicht zu verachten, wie die beiden Hauptcharaktere den Leser wissen lassen. Schon das Cover motiviert diesen Krimi zu lesen mit einem wunderschönen Blick von einem Balkon auf den Comer See. Ich kann mir gut vorstellen, wie die Journalistin Mira hier ihre Berichte schreibt und ihre Touren plant, aber auch zusammen mit Claudio versucht den Fall zu lösen.
Der Schauspieler Claudio und die Journalistin Mira sind ein sehr interessantes Ermittlerpaar, das nebenbei auch noch viele kulinarische Erlebnisse hinter sich bringt. Die beiden nähern sich im Laufe des Krimis immer näher an und deshalb sind sie auch ein so erfolgreiches Paar. Er mit einem natürlichen Charme und sie mit einer journalistischen Hartnäckigkeit. Die Dritte im Bunde ist das kleine Hündchen Dulcinetta, das ihr Frauchen verloren hat und immer mit dabei ist. Die Autorin macht das sehr geschickt, die Sichtweise des Hundes immer wieder einzubauen. Der Krimi ist nicht nur schön und leicht geschrieben, also echt was für das Kopfkino, sondern auch spannend, bis es am Ende des Spannungsbogens zur Aufklärung kommt.
Ich mag diese leichten Cozy Crimes, die nicht nur meine kriminalistische Ader bedienen, sondern auch die Schönheiten der Region anpreisen und mich fast auffordern, doch mal wieder dort hinzufahren, da es doch viel Genüsse zu entdecken gilt. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Die große Welle

Die Tote von Nazaré
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Maren Berger war Hauptkommissarin in Köln und nachdem sie angeschossen wurde, erst einmal krankgeschrieben. Sie überlegt sich nach Portugal, nach Nazaré zu fahren, um sich auszukurieren. Dort in der Nähe ...

Maren Berger war Hauptkommissarin in Köln und nachdem sie angeschossen wurde, erst einmal krankgeschrieben. Sie überlegt sich nach Portugal, nach Nazaré zu fahren, um sich auszukurieren. Dort in der Nähe lebt eine Freundin von ihr, die vor einiger Zeit ausgewandert ist und nun eine Pferderanch betreibt. Als sie in Portugal ankommt, merkt sie das sie doch noch nicht ganz bereit ist wieder zu arbeiten. Und prompt findet sie am ersten Tag ihres Aufenthaltes in dem Ort mit der größten Welle für Surfer, eine Tote am Strand. Sie ruft die Polizei und als sie an den Ort des Fundes zurückkehrt, ist die Leiche verschwunden. Der Einzige, der ihr glaubt, ist Kommissar Ferreira und so ist es nicht verwunderlich, dass sich Maren an die Aufklärung des Falles macht.
Der Portugal-Krimi „Die Tote von Nazaré“ von Miguel Silva spielt an der portugiesischen Küste, an der im Winter Mega Wellen für Surfer zu erwarten sind. Das Cover gibt einen ersten Eindruck von der Küstenlandschaft, in der dieser Krimi spielt. Die eine der Hauptpersonen Maren Berger hat eine sehr schwere Krankengeschichte hinter sich. Sie ist im Dienst in den Kopf geschossen worden und hat nur knapp überlebt und hat auch einige Erinnerungslücken und Ausfallerscheinungen, die sie momentan dienstuntauglich machen. Sie hat sich gedacht Portugal ist weit entfernt von Arbeit, Familie und Privatleben, dass sie sich gut erholen kann. Natürlich weit gefehlt, denn sie stolpert über eine Leiche und mitten in einen Kriminalfall. Die zweite Hauptperson ist Kommissar Joao Ferreira, der den Fall auf portugiesischer Seite bearbeitet und zufälligerweise auch deutsch spricht, da er in Köln Sport studiert hat. Er wird im Laufe des Krimis immer wichtiger für Maren, die tiefer und tiefer in diesen Fall eintaucht, wie Surfer in ein Riesenwelle. Die Story ist sehr spannend erzählt und die Verknüpfungen, die der Autor erstellt, sind nachvollziehbar. Die Distanzierung von Freund, Arbeitskollegen und Familie, die Maren erlebt sind bei diesem Krankheitsverlauf auch nachvollziehbar, sie hat das Gefühl einiges in ihrem Leben verändern zu müssen. Dieser rote Faden, den der Autor durch diesen Roman laufen lässt, empfinde ich als sehr spannend und geradlinig, wie die Sprache, die das Ganze bildhaft untermalt. Der Spannungsbogen wird sehr gut aufgebaut und hat natürlich am Ende auch einiges spannendes zu bieten.
Ich finde diesen Krimi sehr spannend und unterhaltsam, eine gelungene Mischung aus Kriminalfall und Landschaftsbeschreibung dieser portugiesischen Region mit ihren Besonderheiten. Dieser Krimi ist für alle, die gute regionale Krimis mögen, empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Geistererscheinungen

Geisterreich Berlin
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Bernd und Irmelin gehören zur E-Bike Staffel Berlins und sind eingeteilt, um die Ankunft des ägyptischen Botschafters mitzusichern. Als Bernd eine verdächtige Person verfolgen will, wird ihm ein Gegenstand ...

Bernd und Irmelin gehören zur E-Bike Staffel Berlins und sind eingeteilt, um die Ankunft des ägyptischen Botschafters mitzusichern. Als Bernd eine verdächtige Person verfolgen will, wird ihm ein Gegenstand in die Speichen gehalten und er stürzt und verletzt sich dabei den Kopf. Im Krankenhaus macht man verschiedene Untersuchungen, doch es ist nichts Auffälliges zu sehen, außer Bernd, der sieht den ehemaligen Kriminalkommissar Ernst Gennat, der im Jahr 1920 lebte und dort sehr erfolgreich war. Er ist sehr verwirrt, denn Gennat gibt ihm Aufträge aus seiner Zeit und Bernd, der nun krankgeschrieben ist ermittelt nun in einem aktuellen Todesfall und einem historischen. Wenn das mal gut geht!
Der Krimi „Geisterreich Berlin – Miezen, Mieter und Mimosen“ von Benjamin Plath spielt in einem sehr interessanten Mix in der Gegenwart und in der Zukunft. So weit, so gut doch außer Bernd sieht niemand, das, was in der Zukunft geschieht. Bernd ist die Hauptperson in diesem Krimi. Eigentlich kein ermittelnder Polizist, doch durch seine Geisterreichen Fähigkeiten ermittelt er in einem Fall, der keiner ist. Es geht eigentlich um einen natürlichen Tod eines Mannes in einem Bordell. Dieser Fall hängt allerdings mit einem Fall aus dem Jahr 1920 zusammen und so wird Bernd auch in den Fall hineingezogen. Das ist schon sehr schräg, was der Autor sich da erdacht hat und es hat auch ein bisschen gedauert, bis ich so richtig eingetaucht bin in diese Story, doch dann hat es mich gepackt und ich bin begeistert von der Idee des Zeitsprungs mitten im Romans. Das habe ich so bisher noch nicht gelesen. Schon im Prolog ist der Beginn dieser gespalteten Story und wenn der Kommissar Gennat, ein sehr bekannter Polizist in Berlin, auftaucht wird es spannend. Für Bernd, weil er sich immer wieder fragt, warum gerade ich, aber auch für die Story, da sie immer perfekt übergeleitet wird in den aktuellen Fall. Genau wie Bernd eine Zeit braucht das Ganze zu verstehen, geht es mir als Leser auch. Das ist geschickt vom Autor, der also Hauptperson und Leser auf eine Stufe stellt. Das Ende ist durch den Spannungsbogen gut ausgearbeitet und ist auch sehr überraschend. Die Sprache finde ich sehr bildhaft und erlaubt mir mich im Roman zurecht zu finden.
Ich finde den Krimi schräg, aber auch wieder gut, da er anders ist als andere. Ich kann den Krimi empfehlen, er ist schon etwas Besonderes.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Mord in der Kirche

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 8: Unheilige Geschäfte
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Ein Mord in Fontenaia und das auch noch an einem Padre aus dem Vatikan. Don Benedetti, der Dorfpfarrer wird niedergeschlagen und liegt verletzt im Krankenhaus. Commissario Martinelli übernimmt die Ermittlungen ...

Ein Mord in Fontenaia und das auch noch an einem Padre aus dem Vatikan. Don Benedetti, der Dorfpfarrer wird niedergeschlagen und liegt verletzt im Krankenhaus. Commissario Martinelli übernimmt die Ermittlungen und Anna hilft wie immer ein bisschen mit. Als dann Loris verdächtigt wird, da die Tatwaffe von ihm stammt muss Anna sich entscheiden. Doch Loris gibt einen entscheidenden Hinweis, dass der Ermordete gar kein Padre war. Jetzt wird es spannend in Fontenaia.
Der Krimi „Unheilige Geschäfte“ aus der Reihe Vino, Mord und Bella Italia von Christian Homma und Elisabeth Frank spielt wieder in dem wunderschönen Fontanaia und die bekannten Hauptpersonen sind auch alle wieder dabei, Schon das Cover ist eine Einladung das Buch zu lesen, Sonne eine kleine Kirche und eine liebliche Landschaft laden den Leser ein. Mit einer sehr bildhaften Sprache nehmen die Autoren mich mit in dieses italienische Dorf. Doch dieses Mal gibt es einen Toten in der Kirch und das in dieser Idylle. Aber der wohlbekannte Vico Martinelli und sein Tema nehmen die Ermittlungen auf. Unterstützt werden sie von Anna, Tomeo und seinem Hund. Doch Anna hat noch andere Baustellen, denn sie verkracht sich mit Loris und auch ihre Mutter muss sie wieder aufbauen. Dann natürlich auch in dem Fall ermitteln. Es ist wieder eine sehr interessante und auch spannende Story, die die Autoren hier erzählen. Der Spannungsbogen ist gut entwickelt und am Ende kehrt auch wieder Ruhe ein in Fontenaia.
Ich mag diese Stories, sie entführen mich und mein Kopfkino in eine schöne Region in Italien und das beruhigt ungemein. Ich bin ein Fan dieser Reihe und kann sie auch gut empfehlen.

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