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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

es war lang, gut, aber lang

Yumi and the Nightmare Painter
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„In Ordnung. An diesem Punkt könnten einige von euch verwirrt sein.
Falls dem so ist, befindet ihr euch in guter Gesellschaft, denn zu Beginn hat mich das Ganze auch ganz schön verwirrt.“ (S. 426)

Yumi ...

„In Ordnung. An diesem Punkt könnten einige von euch verwirrt sein.
Falls dem so ist, befindet ihr euch in guter Gesellschaft, denn zu Beginn hat mich das Ganze auch ganz schön verwirrt.“ (S. 426)

Yumi and the Nightmare Painter ist mein zweites Buch von Brandon Sanderson, aber der erste Einzelband. Die Aufmachung ist wunderschön, sowohl innen als auch außen.
Die Geschichte wird abwechselnd von Yumi und Maler erzählt; die Kapitel-Anfänge sind für Yumi in Pink und für Maler in blau gehalten. Dieses Detail hat mir unheimlich gut gefallen.

Was mir nicht so gefallen hat, ist die Langeweile, die mich beim Lesen überkam. Zu Beginn wurden Yumis und Malers Welt sehr ausführlich beschrieben, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Nach ca 25% war es soweit, und die beiden sind sich begegnet. Nach ca 50% habe ich begonnen, quer zu lesen, bis es spannender erschien. Nur so habe ich das Buch beenden können, denn die Geschichte hat sich sehr sehr langsam entwickelt. Der Autor hat nicht nur viel Zeit auf die Weltenbeschreibungen verwendet, sondern noch mehr Zeit auf die Charakterentwicklungen und die Geschehnisse zwischen Yumi und Maler. Es war ermüdend.

Warum habe ich das Buch nicht abgebrochen? Weil es mir irgendwie gefallen hat, vor allem die letzten 70 Seiten habe ich tatsächlich am Stück gelesen und es war großartig. Man könnte die ca 400 Seiten davor definitiv kürzen (für meinen Geschmack), aber es gibt sicherlich genug Leser, die das anders empfinden. Ich mochte Yumi und Maler, vor allem, was aus ihnen geworden ist. Ich mochte die Zusammenhänge, die wilden Nebencharaktere und das Ende.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

ich bin nicht warm geworden

Entseelt
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Kira führt von außen gesehen ein völlig normales Leben, hat eine beste Freundin und ist mit ihren 17 Jahren recht zufrieden. Doch Kira hat keinerlei Gefühle; wenn sie lacht, dann aus logischen Gründen ...

Kira führt von außen gesehen ein völlig normales Leben, hat eine beste Freundin und ist mit ihren 17 Jahren recht zufrieden. Doch Kira hat keinerlei Gefühle; wenn sie lacht, dann aus logischen Gründen und nicht, weil sie es etwas lustig findet. Sie hat auch keine Hobbies, weil sie sowieso keine Freude verspüren kann und deswegen keinen Sinn sieht.
Trotzdem möchte sie manchmal sein, wie alle anderen, und begleitet ihre beste Freundin Riley heimlich auf eine Party. Nach etwas Alkohol überkommt sie das Verlangen, Marlow zu küssen, doch fällt er dabei in Ohnmacht. Am nächsten Tag wird bekannt, dass Marlow gestorben ist. Kira lässt das jedoch nicht, wie erwartet, kalt, denn plötzlich fühlt sie etwas und ist sehr durcheinander. An diesem Tag begegnet sie auch Kayden, der anziehende Augen hat.

Ich bin nicht warm geworden mit dieser Geschichte. Kira war mir viel zu emotional für ein Herz aus Eis. Riley hat sich viel zu schnell angegriffen gefühlt, obwohl sie Kira schon immer kennt und um ihre Gefühlslosigkeit weiß. Kayden war mir zu gewollt mysteriös, der offensichtlich mehr weiß, aber nichts erzählt. Da wäre ich auch wie Kira wütend geworden.
Die Gespräche zwischen Kira und anderen Charakteren wirken immer irgendwie steif und unecht. Nach 145 Seiten habe ich dann aufgegeben. Es sollte eben nicht sein.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

einfach nicht mein Genre

House of pounding hearts
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»„Ich bin kein ungestümes Kind“, murmele ich.
„Doch, Fallon, genau das bist du.“
Mein Ego zerschellt zu meinen Füßen.« (Kapitel 6, 11%)

Was Fallon in fast 80% nicht ganz geschafft hat, haben dann drei ...

»„Ich bin kein ungestümes Kind“, murmele ich.
„Doch, Fallon, genau das bist du.“
Mein Ego zerschellt zu meinen Füßen.« (Kapitel 6, 11%)

Was Fallon in fast 80% nicht ganz geschafft hat, haben dann drei Kapitel Sex für mich erledigt. Ich habe nicht per se etwas gegen Romantik in Büchern, aber wenn mir „geäderte, wippende Ungeheuer“ (Kapitel 56, 82%) entgegen starren, ist das einfach zu viel.

Teil 2 der Kingdom of Crows Reihe schließt direkt an den ersten Teil House of Beating Wings an. Fallon fühlt sich im Himmelreich wie eine Gefangene, aber sie tut auch nicht viel, um das zu ändern. Im Gegensatz zu ihren Freunden Phoebus und Sybille, die das Himmelsreich erkunden, verlässt Fallon ihr zugeteiltes Zimmer nicht. Sie erhebt nicht mal den Anspruch an Körperpflege und frische Kleidung, obwohl sie einen Schrank voll mit neuen Gewändern hat. Sie steigert sich so richtig in das „ich bin so allein, ich bin gefangen, niemand versteht mich“- Gefühl hinein und lebt ihren Zorn gegen Lore mit jeder Pore aus, was auch für ihre Freunde anstrengend ist.
Doch dann kommt etwas Leben in Fallon und sie verlässt das Himmelsreich, um nach Hause zu kehren. Selbstverständlich wird das ein Desaster auf ganzer Linie und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was sie mit dem Ganzen bezwecken will? Ich denke, dass wusste nicht mal Fallon selbst, wirkte jeder Gedanke und jede Aktion improvisiert.
Und dann war es soweit, sie kehrt zurück ins Himmelreich, hat endlich mal ein klärendes Gespräch mit dem Krähenkönig und mehrere Orgasmen. Und schlagartig verließ mich die Lust, dieses Buch, ja die ganze Reihe, weiterzulesen.

Fallon war in ihrer Naivität im ersten Teil sehr unterhaltsam, aber im zweiten Teil hat sie es damit übertrieben. Ihre Naivität ist der Dummheit gewichen. An sich mag ich dieses Geplänkel zwischen zwei Charakteren, die das Schicksal zusammenführt. Auch wenn einer der beiden sich dagegen wehren möchte und klar ist, wie es am Ende ausgeht. Aber Fallon hat dem ganzen die Krone aufgesetzt. Lore ist zwar nicht gerade der gesprächigste Typ, aber Fallon gibt ihm auch keine Chance dazu.

Im Zuge meiner Entscheidung, dieses Buch nicht mehr weiterzulesen und sofort die Rezension zu schreiben, ist mir die Genre-Einordnung untergekommen. Da mir noch ca. 200 Seiten bis zum Ende fehlen, befürchte ich einfach, dass die drei Sexkapitel erst der Anfang der Beziehung waren. Auch der dritte Band, der im Juni erschienen ist, ordnet sich in diese Kategorie ein und das ist nicht mein bevorzugtes Genre. Daher breche ich die Reihe ab.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Ich glaube, ich wachse aus dem Genre raus

Stellar – Liebe bis zu den Sternen
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„Du bist ein Kind der Sterne. Habe Mut und Vertrauen. Dann wirst du deinen Weg finden.“ (Prolog, 2%)

Sanny ist vor ungefähr drei Monaten nach Schottland gezogen, denn ihr Vater hat in Deutschland seine ...

„Du bist ein Kind der Sterne. Habe Mut und Vertrauen. Dann wirst du deinen Weg finden.“ (Prolog, 2%)

Sanny ist vor ungefähr drei Monaten nach Schottland gezogen, denn ihr Vater hat in Deutschland seine Arbeit verloren und in Schottland eine neue gefunden. Deswegen schlägt sie sich mit dem Schulstoff an der neuen Schule herum. Zum Glück hat sie Rhea an ihrer Seite, die nicht locker ließ, bis Sanny sich ihr öffnete. Jeden Freitag schauen sie zusammen Filme und verbringen viel Zeit miteinander.
Außerdem ist Sanny vernarrt in Sterne und das Weltall. Der einzige Trost an ihrem Umzug ist der unglaubliche Blick in den Himmel, wenn die Wolken ihn mal freigeben. Als dann auch noch ein Komet erscheint, kann Sanny es kaum erwarten, mit ihrem Teleskop einen Blick auf ihn zu werfen. Doch ab da geht alles schief, fast hätte sie sogar ihr Teleskop verloren.

Zunächst hatte ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich eine kleine Schwäche für Bücher habe, die in Schottland spielen. Doch dieses Buch hätte auch in jedem anderen Land spielen können, so nebensächlich war der Schauplatz.
Hinzu kamen die Charaktere, die mir allesamt nicht besonders gefallen haben: Sanny hat einen widersprüchlichen Beschützerinstinkt ihrem Vater gegenüber, will sich nicht abwimmeln lassen, tut es aber ständig. Sie möchte endlich Antworten, stellt aber zu viele Fragen nacheinander und erhält trotzdem keine.
Rhea war zunächst ein Mysterium für mich mit ihrem Verhalten und es hätte mich nicht überrascht, wenn sie zu den „Bösen“ gehört hätte. Selbstverständlich zaubert sie ungeahnte Fähigkeiten hervor und rettet die Welt.
Dann ist da noch Darius, ein begnadeter Tänzer, der urplötzlich aus familiären Gründen wieder zurück an Sannys Schule ist, Rheas Schwarm seit einiger Zeit und Italiener. Außerdem erscheint er irgendwie immer in Sannys Nähe, vor allem, wenn irgendwas ganz gewaltig schief läuft.

Die Gespräche der Charaktere waren für mich zu holprig, nicht rund genug. Manche Wörter oder Phrasen wirkten aufgesetzt, als müsste unbedingt Jugendsprache in dem Buch vorkommen. Die Geschehnisse zogen sich teilweise in die Länge, sodass ich das Interesse verlor. (Wie weit muss man sich von seiner Gruppe entfernen, vor allem in einer Gefahrensituation, um Pipi zu machen? Warum nimmt man nicht die beste Freundin mit? Unglaublich!) Allerdings hat mir das Magiesystem gut gefallen, und die Antagonisten waren eine nette Idee, schön dramatisch. Vielleicht bin ich einfach doch zu alt für diese Bücher ...

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Dahlias Entscheidung Cleo das Talent zu geben ist fragwürdig

Kiss of the Nightingale
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„Ich fühle mich, als wäre auch ich nur ein makelloses Gefäß, dessen einziger Zweck es ist, die Menschen um mich herum mit meinem Talent zu unterhalten und zu verzaubern.“ (Kapitel 14, 40%)

Als Cleodora ...

„Ich fühle mich, als wäre auch ich nur ein makelloses Gefäß, dessen einziger Zweck es ist, die Menschen um mich herum mit meinem Talent zu unterhalten und zu verzaubern.“ (Kapitel 14, 40%)

Als Cleodora voller Verzweiflung ein Schmuckstück stehlen möchte, um ihre kranke Schwester zu retten, wird sie von Madame Dahlia ertappt, ihrerseits selbst Diebin. Dahlia ist eine berüchtigte Talentediebin und Cleo wäre ihr unwissenderweise fast zuvor gekommen. Da Dahlia das nicht auf sich beruhen lassen kann, überredet sie Cleo dazu, das gestohlene Talent und damit das Leben der dazugehörigen Operndiva zu übernehmen. Im Gegenzug wird Cleos Schwester Anaella medizinisch versorgt.
Talente sind Edelsteine, die von Eltern an ihre Kinder vererbt werden. Sie enthalten das Können von Generationen und verhelfen ihren Trägern, zu den besten zu gehören. Leider hat Cleos Vater es nicht geschafft, sein Talent vor seinem Tod an Cleo weiterzugeben, sodaß sie zwar die Schneiderei geerbt hat, aber keine Kunden halten konnte. Anaella hat das Talent ihrer Mutter erhalten, kann mit den Kleider-Entwürfen aber kein Geld verdienen.

Über Nacht wird Cleo die neue Lady Adley und nur eine Woche später der neue Opernstar. Doch mit ihrem Ruhm kommt auch ein Auftrag von Dahlia, und Cleo möchte der sinnlichen Madame unbedingt gefallen.

Es ist schon ziemlich fahrlässig, jemandem ein Gesangstalent zu geben, ohne jegliche Ahnung von Musik. Zwar wirkt die Magie des Talents bei bekannten Stücken, doch um etwas neues zu singen, braucht Cleo Vorwissen, das sie nicht hat. Außerdem tut sie sich schwer, um sich unter der gehobenen Gesellschaft zurecht zu finden. Madame Dahlia hat zwar für eine glaubwürdige Geschichte zu Cleos unverhofften Auftauchen gesorgt, aber für Benimmunterricht hat es nicht mehr gereicht?
Cleo verspürt Dahlia gegenüber eine immense Anziehung, möchte ihr alles Recht machen und ihr gefallen. Ganz offensichtlich hat Madame Dahlia ein Talent, daß ihr dabei hilft. Cleo ist leider zu naiv und weltfremd, um die Anzeichen richtig zu deuten. Die „Gefühle“ von Cleo gegenüber Dahlia wirken einfach unecht und aufgesetzt. Die Interaktionen zwischen den beiden missfällt mir.

Bei 48% habe ich aufgegeben. Cleo macht keine nennenswerte Entwicklung durch, bemüht sich nicht, in ihr neues Leben hineinzufinden, oder den Auftrag zu erfüllen. Sie lässt sich von allen herumschubsen und ist Dahlia gegenüber extrem unterwürfig. Wie oben schon erwähnt ist Dahlias Entscheidung Cleo das Talent zu geben schon fragwürdig, und alles, was darauf folgt, gibt dieser Einschätzung nur Recht.
Ich hatte mir mehr erhofft, klingt der Klappentext doch ganz unterhaltsam. Der Vicomte Lenoir hat bisher auch nicht mehr zu bieten als „Der Vicomte ist unerträglich arrogant, doch zugleich hat er etwas Anziehendes.“ (Kapitel 15, 44%) Schade.

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