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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Wem kannst du trauen

Du musst mich vergessen
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Carrie Cole, angehende Chirurgin lebt heute mit ihrem Mann und den Zwillingen im ländlichen Devon. Nach Jahren des Mutterseins möchte sie neu durchstarten und versucht an ihre alte Karriere anzuknüpfen. ...

Carrie Cole, angehende Chirurgin lebt heute mit ihrem Mann und den Zwillingen im ländlichen Devon. Nach Jahren des Mutterseins möchte sie neu durchstarten und versucht an ihre alte Karriere anzuknüpfen. Bei einem Praktikum in Schweden erfährt sie, dass Johan, der Mann mit dem sie nur einen Tag verheiratet war, aus dem Gefängnis frei gekommen ist. Noch heute muss sie an die traumatischen Ereignisse in Thailand denken, nach der Trauung am Strand wird ihr gerade angetrauter Ehemann von einem bewaffneten Einsatzkommando verhaftet und in ein Gefängnis gebracht. Obwohl ihre Mutter gute Kontakte hat, gelingt es ihr nicht viel über die Umstände zu erfahren und Johan kann keine Aussagen machen. Und jetzt soll es Johan gelungen sein, aus der thailändischen Haft zurück nach Schweden gekommen zu sein ohne sich bei ihr zu melden?

Die Rückblicke in die Vergangenheit bringen immer mehr Licht ins Dunkle und in den anderen Kapiteln erfährt man mehr über ihr heutiges Leben in England. Doch diese eine Nacht kann sie nicht vergessen. Es ist eine sehr berührende Geschichte die sich in einem fulminanten Schlußakt da offenbahrt. Mit dieser Entwicklung hätte ich nicht gerechnet. Der Schreibstil ist einfühlsam und lebendig. Anfangs gibt es ein paar Längen wenn immer wieder das gleiche Thema angesprochen wird, zum Ende hin wird dieser ruhige Roman jedoch recht spannend.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Lebensabend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Bo ist 89 Jahre und lebt alleine mit seinem Hund Sixten in einem kleinen Dorf in Nordschweden. Nachdem seine Frau wegen einer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim ist, sind seine Tage lang. Abwechslung ...

Bo ist 89 Jahre und lebt alleine mit seinem Hund Sixten in einem kleinen Dorf in Nordschweden. Nachdem seine Frau wegen einer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim ist, sind seine Tage lang. Abwechslung sind die wechselnden Besuche des Pflegedienstes und seines Sohnes Hans. Bo ist auf die Hilfe angewiesen da ihm vieles schwer fällt und dann möchte sein Sohn im den geliebten Hund wegnehmen da Bo nicht mehr in der Lage ist lange Spaziergänge mit ihm zu unternehmen. Dabei braucht BoSixten nur findet er keine Worte mehr es Hans begreiflich zu machen.

In seinen einsamen Stunden in seinem Haus in dem Sommer wie Winters der Kamin brennt, denkt Bo an sein Leben zurück und seine Liebe zu den Hunden, die einzige Gemeinsamkeit mit seinem eigenen Vater, dem Alten der in Rückblicken ruppig und eigenbrötlerisch beschrieben wird. Wie vieles wollte Bo mit seinem Sohn besser machen, doch ausgerechnet Hans enttäuscht ihn in dem er ihm den Hund wegnimmt. Als dann auch noch Bos einziger Freund, der allein lebende Ture stirbt verliert er seinen ganzen Halt.

Ein sehr emotionaler Roman über das Älterwerden. Noch kann ich nicht nachvollziehen wie es ist, selbst einfache Dinge nicht mehr selbst ausführen zu können. Das Ende hat mich tief berührt. Der Schreibstil ist teilweise sehr melancholisch.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ziemlich schräg

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!
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Die Urururenkelin von Dr. Frankenstein lebt mit ihrer ziemlich spießigen Familie hoch oben auf einem Berg in einem Schloß. Sie selbst sieht sich als Nachfahrin selbst als Erfinderin. Die Versuche scheitern ...

Die Urururenkelin von Dr. Frankenstein lebt mit ihrer ziemlich spießigen Familie hoch oben auf einem Berg in einem Schloß. Sie selbst sieht sich als Nachfahrin selbst als Erfinderin. Die Versuche scheitern allerdings alle bis auf eines. Als sie auf einer Wiese ein totes Alpaka sieht, gelingt es ihr dieses mit einem Gewitterblitz zum Leben zu erwecken. Jetzt kann es sprechen und verlangt unaufhörlich Kokos Limetten Cocktails. Die Eltern sind allerdings weniger begeistert und schicken das Alpaka ins Irgendwo nach Niergendwo. Gemeinsam mit ihren Freunden gelingt es Nelly das Alpaka aus einem Tierversuchs Labor zu befreien.

Der Schreibstil ist jugendgerecht und recht humorvoll. Auch für Erwachsene eine nette Lektüre. Die aufgeführten Experimente sind auf keinem Fall zum Nachahmen geeignet. Das Cover und die liebevollen Illustrationen werten dieses schmale Büchlein sehr auf.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Zauberhaft

Eine Maus namens Merlin
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Die 83 jährige Helen Cartwright hat keine großen Erwartungen mehr an ihr Leben als sie nach über 60 Jahren in Australien in die englische Kleinstadt zurückkehrt. Der wöchentliche Weg in den Supermarkt ...

Die 83 jährige Helen Cartwright hat keine großen Erwartungen mehr an ihr Leben als sie nach über 60 Jahren in Australien in die englische Kleinstadt zurückkehrt. Der wöchentliche Weg in den Supermarkt ist beschwerlich und ihre Tage ausgefüllt mit Radio und alten Filmen. Als sie eines Tages den Nachbarn beobachtet der ein altes Aquarium an den Straßenrand stellt, nimmt sie es mit und entdeckt darin Spielsachen aus der Vergangenheit mit ihrem Sohn und Ehemann. Doch auch eine Maus hat sich in den alten Sachen versteckt und führt Helen in den örtlichen Haushaltswarenladen um eine Mäusefalle zu kaufen. Doch die Versuche führen zu nichts außer dass sich ihre Hausschuhe in den Klebestreifen der Lebenfalle kleben bleiben. Also nimmt sie die Maus in ihrem Spülbecken auf und nimmt es in Kauf ihr Wasser in der Gästetoilette im Erdgeschoß zu holen. Die zutrauliche Maus führt Helen immer mehr aus ihrem eigenbrötlerichen Leben zur Bibliothek um sich Literatur zu besorgen und mit dem Besitzer des Haushaltswarenladens. Zum Ende hin wird meiner Meinung nach etwas dick aufgetragen, aber das Buch und insbesondere das wunderschöne Cover haben mir gefallen.

Der Schreibstil ist ruhig, auf die Figur der 83 jährigen Helen abgestimmt wie mühsam das Leben und die Wege ins Stadtzentrum sind. Sie ist noch sehr in der Vergangenheit behaftet und wirkt daher auf außenstehende abweisend aber dennoch liebenswert.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Spurensuche in der Vergangenheit

Halber Stein
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Nach dem Tod von Sines Großmutter Agneta in Hermannstadt macht sie sich mit ihrem Vater auf den Weg zur Beerdigung. Sine ist bereits als Kind mit ihren Eltern nach Westdeutschland gekommen fühlt sie sich ...

Nach dem Tod von Sines Großmutter Agneta in Hermannstadt macht sie sich mit ihrem Vater auf den Weg zur Beerdigung. Sine ist bereits als Kind mit ihren Eltern nach Westdeutschland gekommen fühlt sie sich aber immer noch nicht zugehörig. Angekommen in Siebenbürgen nach 20 Jahren sieht sie alles wie zum ersten Mal. Langsam kehren Erinnerungen wieder, sie trifft auf einen alten Freund und spricht mit Bekannten über das Leben ihre Großmutter.

Es ist ein eher ruhiger Roman ohne große Höhen, besticht am meisten durch die detaillierte Beschreibung von Land und Leuten dieses Teils von Rumänien. Auch die Erzählung des Pfarrers über die Geschichte der Siebenbürger Sachsen ist sehr interessant. Nur die Personen blieben für mich nicht richtig greifbar. Trotz des eher melancholischen Themas hat mir das Buch gefallen und mich vom streßigen Alltag abgelenkt.

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