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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2023

Tödliche Schatten der Vergangenheit

Das Schweigen der Klippen
5

Ellis Corbet nimmt uns ein zweites Mal mit auf die malerische Insel Guernsey. Diesmal geht es um die demente alte Dame, Odile. Sie stürzt über die Klippen und wieder meldet sich Kates Bauchgefühl. Unfall ...

Ellis Corbet nimmt uns ein zweites Mal mit auf die malerische Insel Guernsey. Diesmal geht es um die demente alte Dame, Odile. Sie stürzt über die Klippen und wieder meldet sich Kates Bauchgefühl. Unfall oder Mord?
In gewohnt ruhiger Weise nimmt das Team die Ermittlungen auf. Wir treffen auf die bekannten Gesichter aus Band 1. Im Focus steht auch das Pflegeheim, in dem Odile lebte. Dies nimmt Ellis Corbet zum Anlass die Themen Einsamkeit, Demenz und Missstände in Pflegeheimen aufzugreifen.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf den Ereignissen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Dazu gehört auch die Ausgrenzung von Frauen, die sich mit den deutschen Besatzern einließen. Ein mir in der Form bisher unbekanntes Thema. Der Leser erhält durch die , in kursiver Schrift, eingeschobenen Handlungsteile aus dieser Zeit, einen kleinen Informationsvorsprung.
Die landschaftliche Schönheit von Guernsey findet natürlich auch wieder entsprechende Beachtung und weckt die Lust, dort den Urlaub zu verbringen.
Die Geschichte zwischen Kate und Nicolas entwickelt sich weiter. Genau wie in Band 1 bleibt sie aber dezent im Hintergrund.
Die Klappentextaussage, dass die Polizistin und der Archäologe ein Ermittlerteam bilden, halte ich für etwas irreführend.
Der Fall selbst bleibt spannend bis zum Schluss und lebt wieder von der klassischen Ermittlungsarbeit, bei der es auch immer wieder Sackgassen gibt.
Fall, Charaktere und Nebenhandlungen konnten mich wieder überzeugen. Ich hoffe auf eine weitere Fortsetzung. Gerne vergebe ich 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.10.2022

Tolles Kopfkino

Schmerzwinter
8

Aaron Sander hat hier einen außergewöhnlichen Thriller abgeliefert, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend war.

In Hamburg ist ein Serientäter der besonderen Art unterwegs. Jemand, der aus ...

Aaron Sander hat hier einen außergewöhnlichen Thriller abgeliefert, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend war.

In Hamburg ist ein Serientäter der besonderen Art unterwegs. Jemand, der aus weiblichen Opfern auf perfide Art Marionetten kreiert und tief in die Abgründe menschlichen Denkens und Handeln blicken lässt.

Ein Fall, der Jan und seiner Partnerin Anna das Äußerste, sowohl ermittlungstaktisch als auch menschlich, abverlangen wird. Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen.

Der Ermittler Jan, ein Typ mit Ecken und Kanten und einer traumatisierten Vergangenheit. Er hat sich und seine Aggressivität nicht im Griff und droht dabei immer sich, das Team und die Ermittlungen zu gefährden.

Anna, eigentlich Polizeipsychologin, wird ihm bei diesem Fall als Partnerin zur Seite gestellt, als Aufpasserin und Ermittlerin.

Aaron Sander hat einen sehr bildhaften Schreibstil, der automatisch ein Kopfkino entstehen lässt. Man fiebert und leidet mit und kann die, teilweise unerträgliche, Spannung förmlich spüren. Er beschreibt einen Täter, der mit einer unglaublichen brutalen und unvorstellbaren Präzision vorgeht.

Durch die wechselnden Erzählperspektiven, erhalten wir Einblicke in die Gedanken der Ermittler, der Opfer und des Täters. Die Gedanken und Gefühle der Opfer bringen den Leser auch an eine Grenze.

Die Handlung bleibt wendungsreich und eine endgültige Lösung bekommt man wirklich erst auf den letzten Seiten. Der Spannungsbogen ist über das ganze Buch hinweg hoch, mal direkt zu spüren, mal als subtiler Hintergrund.

Der Schluss hatte für mich ein paar kleine Schwachstellen. Mir persönlich waren einige Szenen nicht so ganz schlüssig und die Handlung am Ende erschien mir teilweise etwas überhastet.

Aber insgesamt gibt es 4,5 Sterne für einen großartigen Thriller, der von der Grundidee her nicht neu war, aber fantastisch umgesetzt. Es würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung gibt.

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Veröffentlicht am 23.12.2021

Gelungene Fortsetzung

Angstrichter (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 4)
0

Ein neuer Fall für Jan und Rabea. Ich war gespannt, wie Lars Schütz die beiden Profiler, die ja getrennte berufliche Wege gehen, wieder zusammenführt. Es ist ihm gut gelungen und die beiden sind erneut ...

Ein neuer Fall für Jan und Rabea. Ich war gespannt, wie Lars Schütz die beiden Profiler, die ja getrennte berufliche Wege gehen, wieder zusammenführt. Es ist ihm gut gelungen und die beiden sind erneut ein unschlagbares Team.

Von der Qualität fügt sich das Buch nahtlos in die Reihe ein.

Die beiden lösen diesmal einen Fall/Fälle, die zurück ins MIttelalter und seine grausamen Foltermethoden führen.

Lars Schütz versorgt uns mit sehr detaillierten Beschreibungen und diversen historischen Fakten aus dieser Zeit. Ein rundherum gelungener Fall mit viel Spannung.

Leider hatte ich das Gefühl, dass dies der letzte Fall der Reihe war. Aber ich bin voller Hoffnung, dass ich mich täusche.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Gelungener Reihenauftakt

Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds
0

Das Cover lockt mit seinen goldenen Elementen und dem geheimnisvollen Wald, märchenhaft, mystisch und voller dunkler Geheimnisse.
Die Geschichte beginnt mit den bekannten Hänsel und Gretel Vibes.
Ava ...

Das Cover lockt mit seinen goldenen Elementen und dem geheimnisvollen Wald, märchenhaft, mystisch und voller dunkler Geheimnisse.
Die Geschichte beginnt mit den bekannten Hänsel und Gretel Vibes.
Ava und ihre Schwester Linn werden vom Vater im Wald zurückgelassen, weil er glaubt, nicht mehr für sie sorgen zu können. Verloren und auf sich allein gestellt finden die Mädchen Zuflucht bei Nebula. Die wirkt fürsorglich und beschützend, aber sie trennt die Schwestern voneinander.
Was sind Nebulas wahre Absichten? Die Kinder, die bei ihr leben, haben magische Fähigkeiten.
Die düstere Atmosphäre erzeugt ein schönes Kopfkino und punktet mit einer konstanten Spannung.
Im Mittelpunkt stehen Themen wie Gut und Böse, Vertrauen, Zusammenhalt und das Gefühl von Verantwortung. Besonders Ava wächst über sich hinaus oder versucht es zumindest. Die Verantwortung für ihre Schwester zwingt sie zu Entscheidungen, die sie eigentlich überfordern. Stück für Stück nähert man sich als Leser den Wahrheiten, ohne aber auf alles eine Antwort zu bekommen.
Der Blick auf die Hexe ist hier einmal anders, ihre Motive bleiben noch teilweise verdeckt. Das Ende ist offen für eine Fortsetzung.
Eine märchenhafte, zugleich düstere Geschichte, in der nicht alles gut wird, aber die mit Spannung, Gefühl und viel Herz erzählt wird.
Ein besonderes Märchen für Jugendliche und für Erwachsene, die märchenhafte Geschichten lieben.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Positiv überrascht

Wir Freitagsmänner
1

Ein interessantes, farbenfrohes Cover, das sofort Aufmerksamkeit auf sich zieht. Worum geht es? Wechseljahre mal aus der Perspektive eines Mannes, dessen Ehe gescheitert ist, die Affäre sich davon gemacht ...

Ein interessantes, farbenfrohes Cover, das sofort Aufmerksamkeit auf sich zieht. Worum geht es? Wechseljahre mal aus der Perspektive eines Mannes, dessen Ehe gescheitert ist, die Affäre sich davon gemacht hat und wo es im Beruf auch an vielen Stellen hakt. Skeptisch war ich schon, aber das Buch hat positiv überrascht. Humorvoll geschrieben, aber auch mit feinen Zwischentönen. Henri steht an einem neuen Punkt in seinem Leben, diagnostizierte Wechseljahre. Was macht das mit einem Mann? Mit Episoden aus dem Alltag , Beruf und Familie erzählt uns Henri, wie es ihm damit geht. Dabei stechen vor allem die Dialoge mit seinem gleichaltrigen Freund Felix hervor. Sicherlich werden hier auch die üblichen Klischees bedient, Fahrradfahren, wechselnde Liebschaften, auch in vielen Punkten bleibt die Handlung vorhersehbar. Aber mir gefällt der Grundaspekt, sich das Leben als eine Woche vorzustellen. Das regt durchaus zum Nachdenken an, vor allem,wenn man sich in einem ähnlichen Altersabschnitt befindet. Ein kurzweiliges Buch, ohne den Anspruch ein literarisches Highlight zu sein, aber auf jeden Fall unterhaltsam.

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