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Veröffentlicht am 14.03.2026

Der Mäuserich

Eine Maus namens Merlin
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Helen Cartwright hat über sechzig Jahre in Australien gelebt und kehrt nun nach England zurück. Zurückgezogen lebt sie einsam und alleine in ihrem kleinen Haus und wartet auf ihr Ende. Sie steckt in ihrem ...

Helen Cartwright hat über sechzig Jahre in Australien gelebt und kehrt nun nach England zurück. Zurückgezogen lebt sie einsam und alleine in ihrem kleinen Haus und wartet auf ihr Ende. Sie steckt in ihrem täglichen Rhythmus fest. Dann tritt eine kleine Maus in ihr Leben und aktiviert die alte Dame zu ungeahnten Kräften.

Mir hat sehr gefallen, wie der Autor die Geschichte aufgebaut hat. Man kann Helen dabei beobachten, wie sie von anfänglicher Skepsis zu Mitleid bewegt wird und dadurch zu Dingen fähig wurde, die sie sich vorher bestimmt nie vorgestellt hätte. Anfänglich will sie die Maus los werden und dann wachsen die beiden aber immer mehr zusammen. Das ist eine ganz liebenswürdige Geschichte, die zeigt, wie wichtig soziale Kontakte sind. Die Charaktere, die in dem Buch auftauchen sind unterschiedlich, aber alle sehr sympathisch. Hier wird gemeinsam was bewegt. Das Ende war sehr berührend. Toll fand ich auch den kleinen, aber feinen Humor, der immer wieder aufblitzte und die Geschichte umso liebenswerter machte. Eine tolle Geschichte über eine Tierfreundschaft, die neue Wege eröffnet hat.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Lotsenfamilie

Der Gesang der See
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Kristiane wächst in einer Lotsenfamilie auf. Als ihr Vater stirbt, verspricht sie, dass der Lotsenposten in der Familie bleibt. Sie heiratet dafür. Doch dann stirbt ihr Mann und sie muss sich schwanger ...

Kristiane wächst in einer Lotsenfamilie auf. Als ihr Vater stirbt, verspricht sie, dass der Lotsenposten in der Familie bleibt. Sie heiratet dafür. Doch dann stirbt ihr Mann und sie muss sich schwanger in dieser Männerdomäne behaupten. Wie kann sie es schaffen, dass der Lotsenposten in der Familie bleibt, auch wenn sie diese Arbeit als Frau nicht ausführen darf?

Dieses Buch ist das Debüt von Trude Teige und es ist schwer, es mit der Großmutter-Reihe zu vergleichen. Mir hat gut gefallen, dass persönliche, familiäre Details der Autorin hier eingeflossen sind. Sie zeigt schnörkellos, wie das Leben in Norwegen stattfand. Wie hart man um seine Existenz und um Nahrung kämpfen musste. Man spürt stetig das raue Klima, das Meer, das Salz in der Luft. Damals hatte Kristiane auch noch zusätzlich gegen die Männer zu kämpfen, die sich als mehr wert hielten. Das Hörbuch wird lebendig vorgetragen. Der Stil des Buches lässt mich ein bisschen zwiegespalten zurück. Ich fand die Sätze sehr kurz und abgehackt. Man merkt schon, dass die nachfolgenden Bücher der Autorin viel abgerundeter waren. Aber ich finde es toll, dass dieses Debüt nun auf Deutsch übersetzt wurde und man einen Einblick in die Anfänge der Autorin erhält.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Der Vermisste

Wie Schiffe auf stürmischer See
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Grace zieht nach ihrer Scheidung zurück auf die Farm ihres Vaters Jack. Dieser hat mit seiner Demenz zu kämpfen und Grace gibt alles, um für ihn da zu sein. Seit ihr Bruder Michael vor vielen Jahren auf ...

Grace zieht nach ihrer Scheidung zurück auf die Farm ihres Vaters Jack. Dieser hat mit seiner Demenz zu kämpfen und Grace gibt alles, um für ihn da zu sein. Seit ihr Bruder Michael vor vielen Jahren auf See gestorben ist, haben die beiden nur noch sich. Gemeinsam versuchen sie den Alltag zu meistern, als plötzlich eine junge Frau auftaucht und behauptet, dass Grace Bruder noch leben würde. Die Hoffnung stirbt zuletzt. So machen sich die drei auf Spurensuche. Kann es wirklich wahr sein?

Die Autorin erzählt die Geschichte sehr einfühlsam. Vor allem das Thema Demenz ist stets präsent, denn Jack ist schlimmer als ein Sack Flöhe zu hüten. Stets setzt er sich etwas in den Kopf und führt es unverzüglich aus. Man kann mitfühlen, wie überfordert Grace ist. Dazwischen erfährt man immer wieder, wie es Michael ergangen ist. So kann man mitverfolgen, was sich alles zugetragen hat und was auf See passiert ist. Ich bin der Geschichte sehr gerne gefolgt, da sie so wunderbar ehrlich geschrieben wurde. Vor allem das Ende hat mich ziemlich überzeugt. Die Autorin hat es geschafft, die Spannung bis zum Ende zu halten. Eine wirklich gelungene, liebevoll erzählte, tragische Familiengeschichte!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Inselsturm

Fünf Fremde
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Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es ins Jahr 1995 zurück, wo einige Jugendliche im Schullandheim ihre Klassenfahrt verbringen, bis zwei der Kinder verschwinden. In der Gegenwart ...

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es ins Jahr 1995 zurück, wo einige Jugendliche im Schullandheim ihre Klassenfahrt verbringen, bis zwei der Kinder verschwinden. In der Gegenwart treffen auf der Insel Neuwerk mehrere Personen aufeinander, die schon damals anwesend waren. Wer hat da was zu verbergen? Von der Insel kann keiner mehr flüchten, weil ein Orkan naht und so spitzen sich die Dinge schnell zu. Der Roman ist sehr vielschichtig. Es gibt zu Beginn mehrere lose Fäden, wo die Verbindung erst hergestellt werden muss. Die Zusammenhänge werden Stück für Stück aufgedeckt, bis es am Ende in einem Sturm der Erkenntnisse endet. Die Autorin schafft es, die Spannung bis zum Ende zu halten. Mir hat gut gefallen, dass aus mehreren Sichtweisen erzählt wird. So bekommt man einen Rundumblick der Lage. Wie zufällig sich die Charaktere auf der Insel treffen, wird sehr gut dargestellt. Denn bei der Anreise ahnt noch niemand, was sich da zusammenbraut. Die Stimmung auf der Insel wurde gut eingefangen, vor allem als der Orkan angebraust kam. Da ich schon öfter Urlaub auf Nordseeinseln gemacht habe und im Herbst eine Sturmflut miterlebt habe, konnte ich mich sehr gut in die Situation hineinversetzen. Ich habe mich sehr gut von der Geschichte unterhalten gefühlt!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Die Clique

Kala
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Helen reist in ihre Heimat, weil sie auf eine Hochzeit eingeladen wurde. Dort trifft sie auf ihre Clique aus Jugendtagen, auch wenn nicht mehr alle leben. Als menschliche Überreste gefunden werden, ist ...

Helen reist in ihre Heimat, weil sie auf eine Hochzeit eingeladen wurde. Dort trifft sie auf ihre Clique aus Jugendtagen, auch wenn nicht mehr alle leben. Als menschliche Überreste gefunden werden, ist Helens Interesse geweckt. Wurde ihre Freundin Kala endlich gefunden, die damals spurlos verschwand?

Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln der einzelnen Cliquenmitglieder erzählt. Nachdem geschildert wird, was gerade in der Gegenwart passiert, schweifen die Charaktere ziemlich ausführlich in die Vergangenheit ab und erzählen, wie sich die Clique gefunden hat und was sie zusammen erlebt haben. Dadurch hat sich der Einstieg ins Buch so sehr gezogen, dass ich es schon beiseite legen wollte, weil das alles sehr langatmig erzählt wird. Etwa nach der Hälfte des Buches wird dies dann aber besser, denn dann konnte der Autor durch die Handlung Spannung aufbauen. Mir war die Geschichte insgesamt zu düster und einzelne Szenen waren sehr unschön zu lesen. Irgendwie wird in Romanen Irland immer als sehr düsteres Land mit vielen bösen, eigenbrötlerischen Menschen dargestellt. Das Ende der Geschichte ist äußerst spannend angelegt. Insgesamt ist das Buch keine leichte Kost und hat gewisse Längen, die man überwinden muss, bis die Spannung einsetzt. Dann jedoch kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man weiß, was damals passiert ist.

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