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Veröffentlicht am 20.02.2026

Ein zuckersüßes Plädoyer für mehr Freundlichkeit und Gelassenheit im Leben

Die saure Traube
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Die saure Traube macht ihrem Namen alle Ehre. Sie vergisst keine Stichelei, keine Ungerechtigkeit oder Beleidigung. Schon die kleinsten Dinge regen sie auf und machen sie richtig zornig. Doch so war es ...

Die saure Traube macht ihrem Namen alle Ehre. Sie vergisst keine Stichelei, keine Ungerechtigkeit oder Beleidigung. Schon die kleinsten Dinge regen sie auf und machen sie richtig zornig. Doch so war es nicht immer. Früher war die Traube sogar sehr süß, lebte friedlich mit ihrer Familie auf einem gemeinsamen Rebstock und versuchte aus allem das Beste zu machen. Doch dann wurde sie von ihren Freunden schwer enttäuscht (zumindest dachte die Traube das zuerst) und ein heftiger Groll stieg in ihr auf. Seit dem Tag geht die Traube verbittert und grimmig durchs Leben und lässt alle ihren Unmut spüren. Ein Tag soll jedoch alles verändern. Die saure Traube kommt zu spät zu einem Treffen mit ihrem besten Freund Lenny. Dieser ist ziemlich verärgert darüber, hört sich die Entschuldigung der Traube gar nicht an und verhält sich richtig unfair. Da erkennt die Traube, dass sich Lenny genauso verhält wie sie die ganze Zeit. Sie beschließt, etwas zu verändern – sie möchte wieder eine süße Traube sein!

Die Bilderbücher von Jory John und Oswald sind aus meinem Regal nicht mehr wegzudenken. Mich konnte bisher jeder Band ihrer coolen Bilderbuchreihe begeistern. Und die saure Traube bildet da keine Ausnahme.

Schon das farbenfrohe Cover mit der keck dreinblickenden Traube ist ein Hingucker und fällt einem direkt ins Auge. Die Geschichte dahinter begeistert ebenfalls vom ersten Moment an und ist nicht nur für Kinder überaus lehrreich. Denn in der sauren Traube, die uns die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, wird sich sicherlich jeder in irgendeiner Weise wiederfinden. Ob ihre Enttäuschung und Verärgerung darüber, dass sie von ihren Freunden (vermeintlich) hängen gelassen wurde. Ihr immer großer werdender Groll, der sie zu einem ziemlich sauren Zeitgenossen macht – sehr zum Leidwesen ihrer Mitfrüchte. Und ihr Aha-Moment, dank dem sie wieder lernen wird, das Leben zu genießen und fröhlich und gelassener durch die Welt zu gehen – jeder wird die hier beschriebenen Situationen bestimmt schon einmal erlebt haben. Manchmal passiert irgendetwas, dass einem ziemlich die Laune verhagelt. Doch anstatt immer tiefer in seinem Groll zu versinken und anderen die Schuld dafür zu geben, sollte man Dinge, die einen belasten, sofort klären und sein eigenes Verhalten reflektieren. Die Geschichte der sauren Traube lehrt uns, dass Missgeschicke und Fehler passieren – niemand von uns ist perfekt. Wichtig dabei ist nur, dass wir die Fehler auch bei uns selbst suchen und nicht nur bei anderen und den Mut besitzen, offen darüber zu sprechen. Darüber hinaus erinnert sie uns auch daran, wie viel schöner das Leben ist, wenn man es von der Sonnenseite aus betrachtet und anderen stets freundlich, rücksichtsvoll und höflich begegnet. Dieses Buch regt zum Nachdenken an und bietet viele tolle Gesprächsanlässe und Denkanstöße zum Thema Gefühle. Gleichzeitig kommt es aber auch unheimlich witzig daher, mit seinen köstlichen Wortspielen und Bildern. Vor allem optisch ist auch dieser Band für mich ein echtes Highlight!

Die Illustrationen von Pete Oswald sind jedes Mal ein ganz besonderer Genuss. Ausdrucksstark, bunt und voller Witz und Charme setzen sie das Erzählte perfekt in Szene und zaubern einem immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Es gibt auf sämtlichen Seiten einfach so viele lustige Details zu entdecken. Die Großeltern unserer kleinen Traube zum Beispiel, die mittlerweile Rosinen sind, hihi.

Fazit: Das US-amerikanische Bestseller-Duo Jory John und Pete Oswald hat uns weiteres ein wunderbares Bilderbuch ab 3 Jahren gezaubert, an dem sich Jung und Alt gleichermaßen erfreuen. „Die saure Traube“ ist eine humorvolle und lehrreiche Geschichte mit wertvollen Botschaften und großartigen Illustrationen. Ein zuckersüßes Plädoyer für mehr Freundlichkeit und Gelassenheit im Leben. Ich kann auch diesen Band nur wärmstens empfehlen, ich bin mal wieder begeistert! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Herrlich lustig und unterhaltsam!

Wie man einen Yeti findet
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Liegt bei euch noch Schnee? Wenn ja, habt ihr jetzt noch die Gelegenheit, auf Yeti-Suche zu gehen. Wer weiß, vielleicht findet ihr ja einen. Oder gibt es dieses sagenumwobene Wesen vielleicht gar nicht? ...

Liegt bei euch noch Schnee? Wenn ja, habt ihr jetzt noch die Gelegenheit, auf Yeti-Suche zu gehen. Wer weiß, vielleicht findet ihr ja einen. Oder gibt es dieses sagenumwobene Wesen vielleicht gar nicht? Der kleine Junge in diesem Bilderbuch ist jedenfalls felsenfest davon überzeugt, dass in dem Wald hinter seinem Haus ein echter Yeti lebt. Er ist schließlich ein absoluter Yeti-Experte und kennt alle (27!) Yeti-Bücher aus der Bibliothek. Jetzt muss er nur noch einen Yeti finden. Und dann wird er berühmt! Als es draußen ordentlich geschneit hat (also perfektes Yeti-Finde-Wetter), macht sich der kleine Junge in Begleitung seines Spürhunds Milo auf den Weg. Bestens ausgestattet (auch an eine Ersatzunterhose hat er gedacht. Nur für alle Fälle) stapfen die beiden in den winterlichen Wald und beginnen zu suchen. Doch so sehr der Junge auch späht und schaut, er findet einfach keinen Yeti. Noch nicht einmal den kleinsten Hinweis auf seine Existenz. Der kleine Yeti-Experte ist sich schließlich sicher, dass er sich geirrt hat. In diesem Wald haust doch kein Schneemensch…Oder vielleicht doch?

Ein hinreißend unterhaltsames Bilderbuch hat uns der britische Künstler Matt Hunt hier gezaubert. Es ist einfach so lustig mitzuverfolgen, wie unser kleiner Ich-Erzähler den Yeti nicht bemerkt, während sein vierbeiniger Freund Milo ihn schon nach kurzer Zeit entdeckt hat – und natürlich auch wir Leser*innen. Ein bisschen leid tut einem der kleine Junge natürlich schon, dass er seinen Schneemenschen nicht findet. Gleichzeitig kommt man aus dem Schmunzeln aber auch nicht mehr heraus. Die ganze Zeit ist der Yeti in der Nähe des Jungen. Da lugen seine riesigen Füße zwischen den Bäumen hervor, dort beobachten große Augen das Geschehen. Und obwohl unser kleiner Abenteurer mit Lupe und Fernglas alles absucht und sogar auf den Yeti-Zehen sitzend ein Picknick macht, sieht er den Yeti einfach nicht. Tja, wie heißt es so schön: Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Wie das Ganze ausgeht wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden. Dieses ulkige Versteckspiel führt uns jedenfalls sehr schön vor Augen, wie leicht es passieren kann, dass man den Blick für das Wesentliche verliert, und ermutigt dazu, an seinen Träumen festzuhalten.
Erzählt wird die Geschichte in kurzen, einfachen Worten, die auch schon für die Kleinsten leicht verständlich sind. Text ist insgesamt nur recht wenig vorhanden, die Bilder sprechen meist für sich.

Optisch ist dieses Buch ein besonderes Highlight. Die Illustrationen von Matt Hunt sind humorvoll, bunt und liebenswert, laden zum Betrachten und Entdecken ein und zeigen immer wieder auf originelle Weise kleine Teilausschnitte des riesigen haarigen Schneemenschen. Kinder werden es lieben, auf den Seiten auf „Yeti-Jagd“ zu gehen, aber auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran.

Fazit: „Wie man einen Yeti findet“ ist eine witzige und warmherzige Wintergeschichte, die mit ihren sympathischen Figuren und wunderbaren Illustrationen zu einer urkomischen Spurensuche einlädt. Ein herrlicher Such- und Findespaß für kleine Entdecker ab 3 Jahren. Ich bin begeistert von diesem tollen Bilderbuch und kann nur sagen: Schaut’s euch unbedingt an! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Ein wunderschönes Kinderbuch voller Fantasie und Herz!

Mats und Mathilde 3. Ein Freund wie ein Zuhause
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Der kleine Schwatz Mats Piep möchte unbedingt seine Mama wiederfinden, die er damals nicht in den Süden begleitet hat. Zusammen mit seiner besten Freundin Mathilde Vogelscheuch macht er sich auf den Weg ...

Der kleine Schwatz Mats Piep möchte unbedingt seine Mama wiederfinden, die er damals nicht in den Süden begleitet hat. Zusammen mit seiner besten Freundin Mathilde Vogelscheuch macht er sich auf den Weg nach Farbenfroh, wo er seine Mama vermutet. Die neue Reise der beiden Freunde führt sie erneut in magische Welten voller Gefahren und Überraschungen und lässt sie auf alte Bekannte und viele neue Gesichter treffen. Im Land Wiesengrund werden sie klitzeklein geschrumpft und stoßen auf hilfsbereite Kastanienfiguren. Mit den Himmelsnomaden reisen sie auf einer fliegenden Windmühle durch die Lüfte. In der Stadt der Menschen feiern sie ein wunderschönes Weihnachtsfest...Gemeinsam erleben Mats und Mathilde wieder die unglaublichsten Abenteuer und wachsen mutig über sich hinaus. Ob sie Mats’ Mama wohl finden werden?

Hierbei handelt es sich um den dritten und letzten Band von Mats und Mathilde. Dank kleiner Rückblicke zu Beginn kann man dem Geschehen auch ohne Vorkenntnisse folgen, allerdings macht es erheblich mehr Spaß, wenn man mit dem ersten Teil startet.
Nach meiner großen Begeisterung für die beiden vorherigen Bände, habe ich dem Finale mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen geblickt. Schon beim Cover war es bei mir wieder Liebe auf den ersten Blick und genauso sah es auch dahinter aus.

Ein weiteres Mal entführt uns Christian Wunderlich in die farbenfrohe Welt von Mats und Mathilde und beschert uns zeitlos schönen Lesegenuss vom Feinsten.
Lebendig, warm und mit viel Liebe zum Detail erzählt der deutsche Autor von der abenteuerlichen Suche nach Mats verschwundener Vogelfamilie. In zehn Kapiteln begleiten wir die beiden ungleichen Freunde auf ihrer Reise, tauchen mit ihnen wieder in die wundersamsten Welten ein, begegnen lauter charmant-skurrilen Gestalten und erleben die fantastischsten Abenteuer. Ob das Kastaniendorf, die hungrige Hütte, Himmelshausen oder die launische Wasserstraße – jedes Kapitel ist ein wahres Feuerwerk an fantasievollen Ideen, lädt zum Mitfiebern, Schmunzeln und Staunen ein und begeistert mit herrlichen Wortneuschöpfungen. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch sehr tiefgründig und ergreifend. Vor allem die tiefe, einzigartige Bindung zwischen Mats und Mathilde erwärmt einem so richtig das Herz. Die beiden sind immer füreinander da, vertrauen und respektieren einander und zeigen uns einmal mehr, was wahre Freundschaft ausmacht und wie wichtig es ist, zusammenzuhalten und niemals aufzugeben. Christian Wunderlich ist einfach ein meisterhafter Geschichtenerzähler. Er hat es erneut geschafft, wichtige Botschaften kindgerecht zu verpacken. Besonders die ernsten Themen Tod, Abschied und Vergänglichkeit werden sehr einfühlsam vermittelt.
Das Ende kommt ganz schön traurig daher, schenkt zugleich aber auch viel Hoffnung und hinterlässt ein wohlig-warmes Gefühl im Bauch.

Auch die zahlreichen wundervollen Illustrationen von Anne Hofmann sind mal wieder ein echtes Highlight. Liebevoll, leuchtend-bunt und voller Wärme erwecken sie das Erzählte zum Leben, laden zum Verweilen und Wohlfühlen ein und machen das Lesen zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Fazit: Ein rundum gelungenes Finale haben uns Christian Wunderlich und Anne Hofmann hier gezaubert, mit welchem sie diese wunderbare Kinderbuchreihe perfekt abschließen. „Mats und Mathilde: Ein Freund wie ein Zuhause“ ist eine warmherzige, berührende und magische Geschichte ab 5 Jahren über zwei liebenswerte Helden und eine unvergessliche Freundschaft. Zauberhafter Vorlesespaß voller Fantasie und Herz. Ob Jung oder Alt – ich kann jedem nur ans Herz legen, Mats und Mathilde kennenzulernen, diese Reihe hat das Zeug zum Klassiker! Auch der dritte Band konnte mich komplett verzaubern. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Ein zauberhaftes Mutmachbuch mit wunderschönen Illustrationen!

Mein Freund Leo Löwenherz
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Es hat kräftig geschneit und alle Kinder spielen und toben draußen im Schnee. Nur Patrick sitzt ganz alleine auf einer Bank und schaut mit einem ängstlichen Grummeln im Bauch zu. Aber das ist okay. Denn ...

Es hat kräftig geschneit und alle Kinder spielen und toben draußen im Schnee. Nur Patrick sitzt ganz alleine auf einer Bank und schaut mit einem ängstlichen Grummeln im Bauch zu. Aber das ist okay. Denn er ist nicht wirklich allein, sondern hat Leo Löwenherz, seinen ganz besonderen Freund, den nur er sehen kann. Ihm kann Patrick all seine Sorgen anvertrauen (Ob die anderen Kinder wohl auch gerne mit ihm spielen würden?). Leo macht, dass es Patrick besser geht, feuert ihm beim Ball jonglieren an, klettert mit ihm auf Bäume und nimmt ihm mit auf viele fantastische Abenteuer. Ihre magischen Reisen lassen Patricks Ängste immer kleiner werden, schenken ihm Mut und Kraft. Eines Tages fühlt er sich schließlich so groß und mutig, dass er sich traut, Hallo zu den anderen Kindern zu sagen.

Als großer David-Litchfield-Fan freue ich mich jedes Mal wie ein Schneekönig, wenn ein neues Werk von ihm auf Deutsch erscheint. Die Bücher des preisgekrönten englischen Künstlers sind stets ein Fest für die Augen und voller Fantasie, vermitteln gleichzeitig aber auch wichtige Botschaften. Und sein neues Werk „Mein Freund Leo Löwenherz“ bildet da definitiv keine Ausnahme.

Schon das Cover ist ein Traum und lässt erahnen, worum es dahinter geht. Viele Kinder erschaffen sich einen unsichtbaren Freund, der sie durch schwierige Zeiten begleitet, sie tröstet, beschützt und stärkt. So wie Patrick in dieser Geschichte, ein sehr schüchterner und ängstlicher Junge, der sich nicht traut, auf andere Kinder zuzugehen. Zum Glück hat er Leo Löwenherz. Denn auch wenn dieser nicht real ist, unterstützt er Patrick auf seinem Weg, erlebt gemeinsam mit ihm die tollsten Abenteuer und ist immer für ihn da. Es ist einfach wundervoll zu sehen, wie sich Patrick dank Leo Löwenherz schließlich traut, über seinen Schatten zu springen und er erkennt, dass ihn alle so akzeptieren wie er ist. Dieses Buch feiert die Kraft der imaginären Freundschaften und fördert Empathie und Verständnis. Es zeigt, dass auch unsichtbare Freunde echt und wichtig sind und einen Leben lang für einen da sein können, auch wenn man längst kein Kind mehr ist. Denn auch wir Erwachsene können uns manchmal ziemlich einsam und verzweifelt fühlen und brauchen jemanden, der uns zuhört und ermutigt.

Genauso sanft und liebevoll wie der Text sind auch die traumhaft schönen Illustrationen von David Litchfield. Mal großflächig, mal in comicartigen Panels erwecken sie das Erzählte zum Leben, laden zum Verweilen und Betrachten ein und machen das Lesen zu einem ganz besonderen Erlebnis. Jede Seite ist ein leuchtend buntes Farbfeuerwerk – warm, magisch und voller Detailliebe. Und als Sahnehäubchen obendrauf gibt es für alle David-Litchfield-Fans auch noch ein nettes kleines Easter Egg zu entdecken.

Fazit: „Mein Freund Leo Löwenherz“ ist eine warmherzige und bestärkende Geschichte über die Macht der Vorstellungskraft, den unschätzbaren Wert echter Freundschaft und den Mut, etwas Neues zu wagen. Ein wunderschön illustriertes Bilderbuch ab 4 Jahren, das ich jedem nur ans Herz legen kann. David Litchfield hat es mal wieder geschafft, mich zu begeistern! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Ein absolut bezauberndes Bilderbuch!

Eilig, so unglaublich eilig!
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Ein kleiner Hase hat es eilig, unglaublich eilig. In Höchstgeschwindigkeit flitzt er durch die Gegend, um so schnell wie möglich da sein. Er saust durch das Dorf, durch Straßen, Gassen und an Häusern vorbei. ...

Ein kleiner Hase hat es eilig, unglaublich eilig. In Höchstgeschwindigkeit flitzt er durch die Gegend, um so schnell wie möglich da sein. Er saust durch das Dorf, durch Straßen, Gassen und an Häusern vorbei. Für seine Umgebung hat er dabei keine Zeit. Die wunderschöne Natur, die anderen Tiere – all das nimmt er kaum wahr. Sogar als sein Hut wegfliegt, hält er nicht inne und selbst ein spitzer Dorn kann ihn nicht von seinem Vorhaben abbringen. Immer schneller rast er und nimmt in seiner Eile prompt die falsche Abzweigung. So kommt es, dass er als Letzter ankommt. Die Sonne ist bereits untergegangen und alle seine Freunde sitzen längst gemütlich zusammen. Als sie ihm von ihrem schönen Weg erzählen, erkennt der Hase wie viel er verpasst hat, weil er es so eilig hatte. Nun möchte er die Geschichte noch einmal erleben – aber anders. Du auch?

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es ein Teil meiner Sammlung werden muss. Schon allein das Cover konnte mich direkt verzaubern und was soll ich sagen, die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.

Das Autor-Illustrator-Duo Christian Merveille und Lorenzo Sangiò hat hier ein wunderbares Bilderbuch geschaffen, das uns liebevoll in Erinnerung ruft, einen Gang runter zu schalten und aus dem Weg wieder das Ziel zu machen. Wie oft denken wir, dass der Tag viel zu wenige Stunden hat und die Zeit nur so rennt. Ständig gibt es etwas zu erledigen, immerzu sind wir auf dem Sprung und verlieren dabei viel zu oft die kleinen Dinge aus den Augen. Genau so geht es dem Hasen in diesem Bilderbuch. Ein bisschen erinnert er an das weiße Kaninchen aus „Alice im Wunderland“. Denn auch Christian Merveilles langohriger Protagonist hat es sehr, sehr eilig. In einem Affenzahn flitzt er durch die Geschichte und schenkt seiner Umgebung keinerlei Beachtung. Dabei gibt es überall so viel Schönes zu sehen! Beim ersten Durchlesen achtet man jedoch selbst vielleicht gar nicht groß darauf. Man konzentriert sich viel mehr auf den rasenden Hasen und möchte unbedingt wissen, wohin dieser eigentlich so schnell unterwegs ist. Dieses Buch regt zum Nachdenken an. Vor allem uns Großen liefert es einen wertvollen Reminder, den hektischen Alltagsstress einfach mal beiseite schieben und es viel öfters wie die Kleinen zu machen: Die Welt mit mehr kindlicher Neugier zu betrachten.

Erzählt wird das Ganze auf eine recht einfache, aber herrlich lebendige Weise, die beim Zuhören und Vorlesen gleichermaßen Spaß macht. Vor allem die Wiederholungen werden bei Kindern sehr gut ankommen und begeistert mitgesprochen werden.

Ein besonderer Genuss sind die wunderschönen, großflächigen Illustrationen von Lorenzo Sangiò. Stimmungsvoll, leuchtend-warm und voller Details erwecken sie das Erzählte zum Leben, entführen uns in eine malerische, heimelig-ländliche Dorf-Idylle mit freundlichen anthropomorphen Tieren und laden zum Eintauchen und stundenlangen Verweilen ein. Es gibt es auf jeder Seite einfach so viel zu entdecken. Auch nach mehrmaligen Betrachten stößt man auf neue Kleinigkeiten, sodass das Lesen nie langweilig wird.

Fazit: „Eilig, so unglaublich eilig!“ ist eine warmherzige und unterhaltsame Geschichte ab 4 Jahren, die zum Innehalten und Immer-wieder-durchblättern einlädt und uns daran erinnert, den Moment zu genießen. Ein zauberhaft illustriertes Bilderbuch für Jung und Alt. Ich bin begeistert von diesem Schätzchen, vor allem in die Illustrationen bin ich total verliebt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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