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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2024

Süße Idee mit monotoner Umsetzung

Could it be Love?
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Die Idee, eine schnell verliebte Jugendliche mittels Musik in Parallelwelten springen zu lassen, klingt zuerst spannend. Der Umsetzung hat es jedoch an Konflikt und ausgeprägten Beziehungen gefehlt. Spätestens ...

Die Idee, eine schnell verliebte Jugendliche mittels Musik in Parallelwelten springen zu lassen, klingt zuerst spannend. Der Umsetzung hat es jedoch an Konflikt und ausgeprägten Beziehungen gefehlt. Spätestens nach dem zweiten Weltensprung kann es einem schwerfallen, sich auf die oberflächliche und temporäre Liebesbeziehung einzulassen.

Bonnie als Hauptcharakter wirkte anfangs noch interessant und originell, entpuppte sich aber im Vergleich zu den Nebencharakteren eher als uninteressant.

Der Schreibstil angenehm und dahinplätschern, auch wenn zwischendurch ein wenig überfüllt mit Popkultur-Referenzen und Musiktiteln und Bands zu dem Punkt an dem man sich wie auf Tumblr fühlt.

Dieses Buch findet vermutlich mehr gefallen bei Lesern, die sich leichte queere Unterhaltung wünschen in denen der Puls stetig ruhig bleibt und derweil gute Musik hören möchte.

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Veröffentlicht am 19.04.2024

Unkonventionell, eigenwillig und mittelmäßig

The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding
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„The April Story" von Hank Green ist eine unkonventionelle Erzählung über April May, die durch eine plötzliche Statue in New York City unerwartet berühmt wird. Das Buch thematisiert, wie die Menschheit ...

„The April Story" von Hank Green ist eine unkonventionelle Erzählung über April May, die durch eine plötzliche Statue in New York City unerwartet berühmt wird. Das Buch thematisiert, wie die Menschheit auf unerklärliche Ereignisse reagiert, und beleuchtet, wie eine junge Frau mit plötzlichem Ruhm umgeht.

Der Schreibstil, der eine direkte Interaktion zwischen April und dem Leser herstellt, schafft eine gewisse Intimität, die gut zu Aprils naivem Charakter passt. Obwohl dieser Ansatz anfangs die Ernsthaftigkeit des Buches beeinträchtigen könnte, fügt er sich im Verlauf der Geschichte besser ein. Besonders gelungen ist die authentische Darstellung von Aprils Persönlichkeit.

Jedoch verliert die Handlung nach einem vielversprechenden Start an Schwung. Ab der Mitte des Buches zieht es sich und einige Entscheidungen von April sind schwer nachvollziehbar. Die eigentliche Handlung um die außerirdischen Statuen gerät oft in den Hintergrund.

Das offene Ende und die vielen unbeantworteten Fragen hinterlassen einen unbefriedigten Eindruck. Obwohl das Buch mit seinem eigenwilligen Stil und den gut gezeichneten Charakteren einige Leser ansprechen könnte, bietet es insgesamt nur eine durchschnittliche Leseerfahrung. Die Erzählung hätte straffer sein können, um mehr Fokus und Klarheit zu schaffen.

Insgesamt ist "The April Story" von Hank Green eine interessante, aber nicht vollständig überzeugende Lektüre. Fans eigenwilliger Geschichten und offener Enden könnten dennoch Gefallen daran finden.

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Vielversprechend aber leider langatmig

Northern-Hearts-Reihe, Band 1 - Somebody to Love.
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Kurzmeinung: Vielversprechende komplexe Themen & Beziehungen, die leider an Schreibstil & langatmiger Handlung leiden. Spannung kam nur schwer auf.

"Somebody to love", erzählt die Geschichte von zwei ...

Kurzmeinung: Vielversprechende komplexe Themen & Beziehungen, die leider an Schreibstil & langatmiger Handlung leiden. Spannung kam nur schwer auf.

"Somebody to love", erzählt die Geschichte von zwei Trauernden, die sich auf der Suche nach Antworten über das plötzliche Ableben eines gemeinsamen Geliebten gegenseitig helfen und sich dabei ineinander verlieben. Dabei handelt es sich um die Freundin des Verstorbenen und seinen Drillingsbruder. Konflikt ist also schon vorprogrammiert. Die vielen Fragezeichen darüber, wieso der Verstorbene in jener Nacht in einer Tierhaltung eingebrochen und erschossen wurde, helfen hierbei nicht.

Vielversprechend und komplex, mit großen Vorsätzen, die leider nicht immer erreicht wurden.

Der Schmerz der Hinterbliebenen wird ausführlich und vielschichtig geschildert, liest sich aber dadurch (selbstverständlich) auch nur schwer. Aktive Spannung kommt nur zaghaft auf, da die Handlung um Hendricks Geheimnisse die ersten 100 Seiten gleichzeitig einnimmt und komplett pausiert (das Knacken eines Passwortes mittels Trial-and-Error ist nun mal einfach nicht sonderlich spannend). Stattdessen bekommt die Liebesgeschichte den Hauptfokus des Buches.

Diese liest sich jedoch besonders anfangs noch schwer, da die anfängliche Trauer die aufkeimende Beziehung noch zu stark überschattet. Im weiteren Verlauf wird die Story um das Geheimnis nur noch alle 100 Seiten aufgegriffen und am Ende recht antiklimaktisch aufgelöst. Sehr viel Zeit mit der Auflösung wurde zudem nicht verbracht, da die zwei Hauptcharaktere die gerade zu offensichtlichsten Aktionen nicht durchführen (wie z.B. den Fundort des Laptops komplett absuchen) oder keine Theorien formulieren oder jegliche andere Detektivarbeit vollbringen wollen. Die Auflösung wird ihnen förmlich durch Zufall vor die Füße geschmissen.

Die Emotionen haben in diesem Buch definitiv den Vorrang, leiden jedoch gelegentlich unter dem Schreibstil der Autorin. Einige Dialoge wiederholen gerade gelesene innere Monologe; Absätze bestehen aus denselben 10 Sätzen, und einige Sätze beschreiben einfach sehr wörtlich, was sie dem Leser vermitteln sollen. Die ungleichmäßig langen Kapitel helfen nicht immer.

Nichtsdestotrotz beschreibt die Geschichte wunderschön, wie Menschen unterschiedlich mit Trauer und Schmerzen umgehen, wie schwierig und kompliziert das Weiterleben für Hinterbliebene sein kann und wie sich plötzliche Tode auf Familiendynamiken ausüben können.

Besonders der männliche Hauptcharakter Emil wächst einem sehr schnell ans Herz und man wünscht ihm vom ganzen Herzen ein Happy End. Die Beziehung der Drillinge wird mittels Rückblicke durch die Jahre des Heranwachsens geschildert und trifft den Leser genau ins emotionale Mark. Die ungewöhnliche Liebesbeziehung der zwei Hauptcharaktere fühlt sich verdient und authentisch an und nimmt sich die notwendige Zeit, um den Leser am Ende zufriedenzustellen.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich beim Lesen eher zärtliche und emotionale Szenen statt spannende Action wünscht und die notwendige Zeit mit zwei Charakteren verbringen möchte, die eine schwere, aber sehr realitätsnahe Situation durchleben und einen Neuanfang wagen wollen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Mehr erwartet, leider abgebrochen

Nightweaver
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Ich hatte mich sehr auf Nightweaver gefreut und dafür sogar meine Punkte für das Leseexemplar eingelöst. Darin lag wohl mein Fehler.

Als Piratenfan hatte ich Lust auf dieses Setting und wurde leider enttäuscht. ...

Ich hatte mich sehr auf Nightweaver gefreut und dafür sogar meine Punkte für das Leseexemplar eingelöst. Darin lag wohl mein Fehler.

Als Piratenfan hatte ich Lust auf dieses Setting und wurde leider enttäuscht. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, mit einer anderen Erwartungshaltung ranzugehen, denn der Piratenaspekt steht deutlich weniger im Vordergrund, als ich gehofft hatte.

Ich habe das Buch schließlich etwa zur Hälfte abgebrochen.

Schon in der Leseprobe wirkte der Schreibstil auf mich hektisch. Ich dachte, das würde sich nach der „spannungsaufbauenden“ Einleitung legen, aber leider war das nicht der Fall. Oft konnte ich der Handlung nur schwer folgen, während sich andere Passagen gleichzeitig gezogen haben. Für mich war das eine unangenehm anstrengende Mischung.

Mit der Protagonistin bin ich ebenfalls nicht warm geworden. Sie soll mutig und gerissen wirken, kam bei mir aber eher impulsiv und wenig durchdacht rüber. Dadurch konnte ich weder zu ihr noch zu den gefühlt hundert anderen Charakteren eine richtige Verbindung aufbauen und habe schnell das Interesse verloren.

Die Grundidee finde ich nach wie vor spannend, aber die Umsetzung hat mich einfach nicht abgeholt.

Fazit: Gute Idee, für mich aber nicht stimmig umgesetzt. Abbruch und 2 Sterne. Vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann noch eine zweite Chance. Man sollte hier jedoch eher ländlich geprägte Fantasy als eine düstere Piratengeschichte erwarten.

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Veröffentlicht am 21.02.2024

Potenzial für eine gute Geschichte aber langweilige Ausarbeitung und uninspirierter Schreibstil

Emblem Island – Der Fluch der Nachthexe
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Die Handlung wurde sehr schnell eintönig und der Schreibstil hat es mit jeder Seite verschlimmert.

Tor ist unzufrieden mit seinem Emblem (eine Art magisches Tattoo, die dem Träger Fähigkeiten verleiht) ...

Die Handlung wurde sehr schnell eintönig und der Schreibstil hat es mit jeder Seite verschlimmert.

Tor ist unzufrieden mit seinem Emblem (eine Art magisches Tattoo, die dem Träger Fähigkeiten verleiht) und wird aufgrund seines Wunsches tödlich verflucht. Seine zwei Freundin begehen den Fehler, das nun verfluchte Emblem zu berühren und sind dadurch ebenfalls verflucht. Zusammen begeben die drei sich auf die Reise die Nachthexe „umzubringen“ und den Fluch aufzuheben. Dabei werden sie durch ein Märchenbuch geleitet.

Diese Kurzbeschreibung war leider spannender als die Geschichte selbst.
Die Handlung steckt voller Potential, wird jedoch durch unoriginelle Figuren (ein männlicher mutiger Hauptcharakter, sein immer hungriger „lustiger“ bester Freund und die zu erst unsympathische aber sehr schlaue Bekannte), plötzlich vorgestellte Handlungselemente und einem wirklich trockenen und monotonen Schreibstil schnell zäh, vorhersehbar und eintönig.

Die Kurzgeschichten zwischen den Kapiteln waren anfangs noch eine nette Abwechslung, jedoch verlieren diese schnell an Charm, da der „altmodische“ Erzählungsstil, der bei alten Märchen üblich ist, sich auch in der Haupthandlung durchzieht und spätestens ab der Hälfte einen erschöpft.

Hätte es sich hierbei nicht um ein Leseexemplar gehandelt, hätte ich das Buch abgebrochen.

Dennoch war die erschaffene Welt facettenreich und voller Potenzial und für junge Leser ohne hohe Ansprüche vielleicht ein netter Zeitvertreib

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