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Veröffentlicht am 15.09.2016

Zwei unterschiedliche Welten genial zusammengebracht

Die Grammatik der Rennpferde
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Salli, eigentlich Salome Sturm, ist 52, Single und unterrichtet Deutsch als Fremdsprache. Sie liebt es, ihren jugendlichen Studenten aus vielen Nationen die deutsche Sprache näher zu bringen, zeigt auch ...

Salli, eigentlich Salome Sturm, ist 52, Single und unterrichtet Deutsch als Fremdsprache. Sie liebt es, ihren jugendlichen Studenten aus vielen Nationen die deutsche Sprache näher zu bringen, zeigt auch in ihrem Beruf viel Engagement und Einfühlungsvermögen. Nur unter dem Fehlen eines akademischen Grades leidet sie, sie hat "nur" das erste Staatsexamen.
Sergej, Anfang 50, aus Russland ausgewandert, spricht nur einige Brocken deutsch und arbeitet als besserer Stallbursche. Seine Leidenschaft gehört den Pferden und dem Pferderennsport. Er versteht die Pferde wie kein anderer, ist ein regelrechter "Pferdeflüsterer", besonders Rennpferde liebt er geradezu.
Auf den ersten Blick haben diese beiden Charaktere und ihre Leidenschaften wenig gemeinsam, doch als Sergej Salli engagiert, um mehr deutsch zu lernen, kommen diese beiden unterschiedlichen Personen und Welten in Kontakt und beginnen bald, Gemeinsamkeiten zu entwickeln, auch wenn das soziale Umfeld von Salli das weder versteht noch akzeptiert.
Die Autorin versteht es, diese beiden Welten und natürlich die beiden Personen auf unnachahmliche Weise miteinander zu verbinden. Mit viel Sachverstand sowohl was die deutsche Sprache und Grammatik als auch was die Welt der Rennpferde anbelangt und mit ebenso viel emotionalem Einfühlungsvermögen führt Angelika Jodl die allmähliche Annäherung von Salli und Segej und ihrer Welten aus. MIr hat diese sehr ungewöhnliche LIebesgeschichte sehr gut gefallen, die Charaktere sind liebevoll detailliert beschrieben, der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und ganz nebenbei habe ich einiges, mir noch Unbekannte über die deutsche Grammatik und Emotionsworte und sehr viel Informatives über Rennpferde gelernt.

Veröffentlicht am 17.02.2026

Unterhaltsame Kurzgeschichten und Liedtexte für alle ab 30

So jung brechen wir nicht mehr zusammen
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Dieses Buch ist eine Sammlung von sehr unterhaltsamen, mitunter aber auch zum Nachdenken anregenden Episodengeschichten. Dazwischen gestreut gibt es auch Liedtexte, die man sich mithilfe der angehängten ...

Dieses Buch ist eine Sammlung von sehr unterhaltsamen, mitunter aber auch zum Nachdenken anregenden Episodengeschichten. Dazwischen gestreut gibt es auch Liedtexte, die man sich mithilfe der angehängten Playlist optisch und akkustisch zu Gemüte führen kann.

Angefangen ab ü30 schliesslich Ü5Ü werden auf lustige aber im Kern wahre Kurzgeschichten die Ärgernisse und Heiterkeiten der entsprechenden Altersklasse aufs Korn gennommen. Von Winkeärmchen bis zu Sport- Bhs mit rutschenden Einlagen, von Menopause bis alternden Eltern , den Schwierigkeiten in Wellness Oasen zu entspannen, kinderlos im Müttercafe....alles ist zum Schmunzeln und bisweilen sogar herzhaftem Lachen bildhaft geschildert.

Mir hat das Buch vergnügliche Lesestunden beschert, mich auch ein bisschen zum Nachdenken angeregt und auf jeden Fall sehr gut unterhalten

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Die Kunst des Briefeschreibens liebevoll näher gebracht

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Die junge Hatoko (Ende 20)hat von ihrer „Vorgängerin“ (wie wir im laufe des Buches erfahren ihrer Großmutter) einen Schreibwarenladen in einem japanischen Dorf geerbt. Mit dem Laden ist auch die Aufgabe ...

Die junge Hatoko (Ende 20)hat von ihrer „Vorgängerin“ (wie wir im laufe des Buches erfahren ihrer Großmutter) einen Schreibwarenladen in einem japanischen Dorf geerbt. Mit dem Laden ist auch die Aufgabe des Briefeschreibens im Auftrag verbunden.
Diese Aufträge erledigt Hatoko sehr gewissenhaft, Papier,Schreibgerät und Schreibstil, Schriftfarbe ja sogar Briefmarke werden liebevoll und sorgfältig ausgewählt, dem Charakter des Auftrags entsprechend.
Die Verschiedenheit der Aufträge bringt viel Abwechslung
Hatoko ist eine sehr ruhige, gewissenhafte Person, die erst im Laufe der Handlung mehr und mehr Freunde gewinnt und mehr erlebt.
Die Briefe sind stets in original japanischen Schriftzeichen abgebildet, mit nachfolgender Übersetzung, so dass der Leser gut in die Kultur eintauchen kann. Auch im gesamten Roman wird viel von japanischer Kultur vermittelt,über Speisen und Getränke, Tempel und Schreine und Gebräuche, der Leser erfährt sehr viel über Japan quasi nebenbei im Laufe der Handlung
Die Roman ist unaufgeregt, doch nicht langweilig..Der Schreibstil ist sehr entspannt, fast ein bisschen meditativ.
Die handelnden Personen, besonders Hatoko und ihre Nachbarin Barbara waren mir sehr sympathisch.
Mir hat das Lesen großen Spaß gemacht, mich gut unterhalten und mich viel über Japan und insbesondere die Kunst des Briefeschreibens gelehrt, ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Eine gefühlvolle Familiengeschichte auf Sylt in 2 Zeitebenen

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Anna, Mitte 50, ist Journalistin. Gerade hat sie einen erfolgreichen Podcast über Autorinnen geführt und plant jetzt mit ihrem Verlag eine Buchreihe dazu. Anfang und Aufhänger dazu soll ein Buch über Fenja ...

Anna, Mitte 50, ist Journalistin. Gerade hat sie einen erfolgreichen Podcast über Autorinnen geführt und plant jetzt mit ihrem Verlag eine Buchreihe dazu. Anfang und Aufhänger dazu soll ein Buch über Fenja werden, letzter Podcast Gast und erfolgreiche Kinderbuchautorin. Auf deren Einladung hin reist Anna nach Sylt, doch als Anna ankommt ist die 85jährige Fenja verschwunden. Auch ihre Kinder Elisa und Eric wissen nicht wo sie ist. So beginnt eine Suche, die die drei tief in die Familiengeschichte eintauchen lässt.
Parallel dazu wird die Liebes- und Lebensgeschichte von Lene, Fenjas Mutter, beginnend im Jahre 1937 erzählt.
Beide Erzählstränge haben mich in ihren Bann gezogen und sind sehr einfühlsam geschildert
Insgesamt waren mir die Hauptpersonen sehr sympathisch und wirkten authentisch.
Alle Mitglieder der Familie und auch Anna vereint eine tiefe Liebe zu Büchern, was mir sehr gefiel.
Durch die verschiedenen Zeitebenen war der Roman sehr abwechslungsreich.
Die wunderbaren Naturschilderungen erzeugten Urlaubsfeeling und weckten die Lust, Sylt und insbesondere Listland zu besuchen
Mir hat der Gesang der Seeschwalben sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den Folgeband über die Bücherfrauen von Listland

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Lesenswerter Alltag einer Pfarrerin in einem niederrheinischen Dorf

Vielleicht hat das Leben Besseres vor
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Das Cover ist schlicht gehalten, eine Frau von hinten auf hellem Grund mit Hund. Es ähnelt sehr früheren Covern der Autorin und bietet daher einen Wiedererkennungswert.
Die Hauptperson ist die Pfarrerin ...

Das Cover ist schlicht gehalten, eine Frau von hinten auf hellem Grund mit Hund. Es ähnelt sehr früheren Covern der Autorin und bietet daher einen Wiedererkennungswert.
Die Hauptperson ist die Pfarrerin des kleinen niederheinischen Dorfes Alpen, Anna von Betterey.
Gerade laufen die Vorbereitungen zum Spargelfest, diesmal sogar ein Jubiläum.
Da wird ein Raffaela,ein verletztes behindertes Mädchen gefunden. Sie lag mit dem Gesicht im Schlamm und ist seitdem im Koma. Unfall oder Absicht?
Die Geüchteküche im Dorf brodelt.
Anne von Geesthuysen fängt perfekt die Atmosphäre eines niederheinischen Dorfes ein.
Die weiteren Figuren sind bodenständig und liebevoll beschrieben, vom Postboten zur neugierigen Pfarrangetellten Frau Erbs, von Annas 90jähriger Tante Ottilie, die im Chor singt und eine gute Probemlöserin ist bis zur tratschfreudigen Bäckerin. Auch der ermittelnde Kommissar passt perfekt ins Dorf. Nur Annas Mutter, durch Heirat adelig, fühlt sich als was Beseres.
Besonders angetan hat es mir der immer wieder für heitere Momente sorgende Mini- Goldendoodle Freddy, Annas Hund.
Die Handlung des Romans bietet viel Abwechslung. Streit um Liedtexte, Sorge um das behinderte Kind, Ermittlungen und auch private Sorgen von Anna.
Alles ist liebevoll und mit viel Einfühlungsvermögen geschildert und sowohl ein spannendes Element durch die Ermittlungen als auch ein Schuss Romantik durch Annas Liebesleben runden das Geschehen ab.
Und immer wieder gibt es witzige Dialoge, besonders wenn Ottlie imSpiel ist.
Insgesamt hat mir der Roman sehr viel Lesevergnügen bereitet, besonders da ich in einem Dorf am Niederrhein wohne und das Dorfleben wirklich authentisch beschrieben fand.
Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung

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