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Veröffentlicht am 10.10.2024

Spannender Auftakt mit Luft nach oben: "Monet Family – Shine Bright Like a Treasure"

The Monet Family – Shine Bright Like a Treasure
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"Monet Family – Shine Bright Like a Treasure" von Weronika Anna Marczak ist der erste Band einer Trilogie, der viele interessante Elemente vereint, aber nicht ganz ohne Schwächen auskommt. Die Geschichte ...


"Monet Family – Shine Bright Like a Treasure" von Weronika Anna Marczak ist der erste Band einer Trilogie, der viele interessante Elemente vereint, aber nicht ganz ohne Schwächen auskommt. Die Geschichte dreht sich um die 14-jährige Hailie, die nach dem tragischen Verlust ihrer Mutter und Großmutter zu ihren fünf Halbbrüdern in die USA zieht. Was sie dort erwartet, ist eine Mischung aus strengen Regeln, emotionaler Kälte und geheimnisvollen Familienstrukturen.

Die Grundidee, ein junges Mädchen in ein völlig fremdes, wohlhabendes Umfeld zu werfen, in dem sie sich ihren unnahbaren Brüdern gegenüber behaupten muss, ist spannend und birgt viel Potenzial. Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, vor allem da der Schreibstil einfach und bildhaft ist. Die Erzählweise aus Hailies Perspektive lässt einen ihre Unsicherheit und Trauer spüren, besonders zu Beginn des Buches.

Allerdings zieht sich der Mittelteil der Handlung in die Länge. Viele Szenen wiederholen sich in ihrer Struktur: Hailie verstößt gegen Regeln, wird gerügt, aber es gibt wenig wirkliche Fortschritte in der Beziehung zu ihren Brüdern. Auch hätte man sich mehr emotionale Tiefe und Hintergrundinformationen zur Familie gewünscht. Oft bleiben die Motive der Brüder im Dunkeln, was die Geschichte teilweise unbefriedigend macht. Hier fehlten mir klare Erklärungen, warum sich die Familie so verhält, und warum Hailie keine Antworten auf offensichtliche Fragen erhält.

Die letzten Kapitel hingegen bieten endlich die erhoffte Spannung. Gefährliche Situationen und mysteriöse Andeutungen über die Geschäfte der Familie sorgen dafür, dass man neugierig auf die Fortsetzung wird. Der Cliffhanger am Ende ist gelungen und lässt viele Fragen offen, die Lust auf die nächsten Bände machen.

Insgesamt war "Monet Family" für mich eine unterhaltsame Lektüre, die vor allem bei jüngeren Leser*innen Anklang finden dürfte. Trotz einiger Längen und mangelnder Tiefe in der Charakterentwicklung gibt es spannende Momente und das Versprechen auf eine interessante Fortsetzung. Für mich war es ein solider Auftakt, der aber noch nicht sein volles Potenzial ausschöpft.

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Veröffentlicht am 23.07.2023

Dieses Buch tut in der Seele weh!

Sekunden der Gnade
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"Sekunden der Gnade" ein neuer Thriller von Dennis Lehane.
Der amerikanische Autor Dennis Lehane ist für seinen fesselnden Schreibstil bekannt. Er hat einige sehr erfolgreiche Krimis und Thriller geschrieben, ...

"Sekunden der Gnade" ein neuer Thriller von Dennis Lehane.
Der amerikanische Autor Dennis Lehane ist für seinen fesselnden Schreibstil bekannt. Er hat einige sehr erfolgreiche Krimis und Thriller geschrieben, darunter "Mystic River", "Shutter Island" und die "Kenzie & Gennaro"-Serie.

Lehanes Geschichten zeichnen sich oft durch komplexe Charaktere, spannende Handlungsstränge und überraschende Wendungen aus. Er versteht es, seine Leser in die Welt seiner Bücher zu ziehen und sie bis zum Ende zu fesseln. Dabei greift er gerne auch tiefgründige Themen auf und beleuchtet menschliche Abgründe und moralische Dilemmas.

So geschehen auch wieder einmal in "Sekunden der Gnade". Ich kann dieses Mal gar nicht viel zu diesem Buch schreiben. Es tat mir beim Lesen in der Seele weh, so sehr blickt man in die Welt der 70er mit ihren festgefahrenen Ansichten und Vorurteilen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Lehane formuliert seitenweise Sätze, die in sich nichts aussagen, und dadurch wiederum so viel preisgeben von Kleingeistern der Zeit, von Hass, von Armut, von Nichts und doch so viel. Ich hätte das Buch am liebsten abgebrochen, doch die Geschichte von Mary Pat auf der Suche nach ihrer Tochter, nach Rache und Vergeltung ließ mir keine andere Wahl, als ihr zu folgen und zu ertragen. Ich ertrug Mary Pats Angst, Schmerzen, Hass, Trauer, Wut, Erinnerungen, ...

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Dunkle Mauern, starke Themen, aber kein runder Abschluss

Oxford Blood (Oxford Blood 1)
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Ich hatte echt Lust auf diese Mischung aus Oxford-Setting und Mordfall, und das Buch hat mich auch schnell reingezogen. Die Atmosphäre funktioniert gut. Alte Gebäude, elitäre Strukturen, dieses unterschwellige ...

Ich hatte echt Lust auf diese Mischung aus Oxford-Setting und Mordfall, und das Buch hat mich auch schnell reingezogen. Die Atmosphäre funktioniert gut. Alte Gebäude, elitäre Strukturen, dieses unterschwellige Gefühl, dass man dort nicht wirklich dazugehört. Gerade aus Evas Perspektive merkt man das deutlich, und das hat mich durch die Geschichte getragen.

Eva selbst mochte ich. Sie wirkt wach, reflektiert und reagiert nachvollziehbar auf das, was um sie herum passiert. Besonders die Themen rund um Rassismus, Herkunft und soziale Unterschiede fand ich gut eingebaut. Das fühlt sich persönlich an und nicht wie ein Pflichtpunkt auf der Liste.

Der Kriminalfall an sich hält die Spannung, auch wenn ich nicht komplett mitgerätselt habe, da ich irgendwie sofort ein Bauchgefühl hatte, wer der Täter ist.

Was mich gestört hat, war das Tempo. Der Einstieg zieht sich etwas, dann geht plötzlich alles sehr schnell. Und das Ende hat mich nicht ganz überzeugt. Die Auflösung und Evas Entscheidungen wirkten auf mich etwas zu glatt und nicht ganz verdient.

Unterm Strich ein solides Buch mit starker Atmosphäre und wichtigen Themen, aber mit Schwächen im Aufbau und beim Abschluss.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Gute Idee, aber wenig Nachhall

Bachelorette Party
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The Bachelorette Party von Camilla Sten hatte für mich alles, was ich eigentlich mag. Abgelegene Insel, eingeschlossene Gruppe, zwei Zeitebenen und ein ungelöster Fall aus der Vergangenheit. Der Einstieg ...

The Bachelorette Party von Camilla Sten hatte für mich alles, was ich eigentlich mag. Abgelegene Insel, eingeschlossene Gruppe, zwei Zeitebenen und ein ungelöster Fall aus der Vergangenheit. Der Einstieg hat mich auch direkt abgeholt, vor allem die Verknüpfung zwischen dem alten Verschwinden der „Nacka Four“ und dem aktuellen Junggesellinnenabschied funktioniert gut.

Das Problem lag für mich aber eher im Verlauf und leider im Ende. Die Geschichte zieht sich im ersten Teil etwas, bevor sie später deutlich an Tempo gewinnt. Dann wird es zwar um einiges spannender, aber die Auflösung wirkt recht überzogen und fast schon wie ein Drama, das einfach zu viel will. Dazu kommt, dass ich recht früh ein Gefühl hatte, in welche Richtung es gehen könnte. Die Überraschung blieb dadurch aus.

Mit den Figuren bin ich auch nicht richtig warm geworden. Tessa fand ich noch am interessantesten, vor allem ihre eigene Vergangenheit hatte für mich mehr Spannung als der eigentliche Hauptfall. Die Dynamik in der Gruppe blieb dagegen doch eher flach und langweilig.

Trotzdem ist das Buch kein Reinfall. Es liest sich schnell, hat ein paar starke Momente und die Atmosphäre auf der Insel passt. Für zwischendurch ist das okay, aber es bleibt wenig hängen.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Wer steht da wirklich vor der Tür?

Don't Believe Her
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Die Idee hat mich sofort gepackt. Beste Freundin verschwindet spurlos. Zwölf Jahre später steht sie plötzlich wieder vor der Tür. Und ausgerechnet jetzt ist Ellie mit dem Bruder der Vermissten verlobt. ...

Die Idee hat mich sofort gepackt. Beste Freundin verschwindet spurlos. Zwölf Jahre später steht sie plötzlich wieder vor der Tür. Und ausgerechnet jetzt ist Ellie mit dem Bruder der Vermissten verlobt. Das ist Stoff, den ich gern lese.

Der Einstieg war wirklich stark. Ich wollte einfach nur wissen, was damals passiert ist. Doch als Carla zurückkommt, kippt alles. Ellie glaubt nicht, dass es wirklich ihre alte Freundin ist. Und ich wusste lange selbst nicht, ob ich ihr trauen soll oder ob sie langsam den Verstand verliert. Dieses Spiel mit Wahrheit und Täuschung kann die Autorin gut.

Leider haben mich die Figuren irgendwann nur noch genervt. Kaum jemand wirkt wirklich greifbar. Viele reagieren unlogisch. Ich habe oft gedacht, dass ich in der Situation ganz anders handeln würde. Das hat es mir schwer gemacht, mitzufiebern.

Das Tempo zieht dann im letzten Drittel nochmal deutlich an, plötzlich überschlagen sich die Wendungen. Manche haben funktioniert, andere wiederum waren mir zu extrem oder schlicht unglaubwürdig. Für das Finale braucht man eine große Portion guten Willen. Mir war es am Ende einfach zu konstruiert.

Trotzdem habe ich das Buch schnell gelesen. Es ist kurzweilig, dramatisch und perfekt, wenn man den Kopf ausschalten will. Kein Highlight für mich, aber solide Unterhaltung für zwischendurch.

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