Dunkle Mauern, starke Themen, aber kein runder Abschluss
Oxford Blood (Oxford Blood 1)Ich hatte echt Lust auf diese Mischung aus Oxford-Setting und Mordfall, und das Buch hat mich auch schnell reingezogen. Die Atmosphäre funktioniert gut. Alte Gebäude, elitäre Strukturen, dieses unterschwellige ...
Ich hatte echt Lust auf diese Mischung aus Oxford-Setting und Mordfall, und das Buch hat mich auch schnell reingezogen. Die Atmosphäre funktioniert gut. Alte Gebäude, elitäre Strukturen, dieses unterschwellige Gefühl, dass man dort nicht wirklich dazugehört. Gerade aus Evas Perspektive merkt man das deutlich, und das hat mich durch die Geschichte getragen.
Eva selbst mochte ich. Sie wirkt wach, reflektiert und reagiert nachvollziehbar auf das, was um sie herum passiert. Besonders die Themen rund um Rassismus, Herkunft und soziale Unterschiede fand ich gut eingebaut. Das fühlt sich persönlich an und nicht wie ein Pflichtpunkt auf der Liste.
Der Kriminalfall an sich hält die Spannung, auch wenn ich nicht komplett mitgerätselt habe, da ich irgendwie sofort ein Bauchgefühl hatte, wer der Täter ist.
Was mich gestört hat, war das Tempo. Der Einstieg zieht sich etwas, dann geht plötzlich alles sehr schnell. Und das Ende hat mich nicht ganz überzeugt. Die Auflösung und Evas Entscheidungen wirkten auf mich etwas zu glatt und nicht ganz verdient.
Unterm Strich ein solides Buch mit starker Atmosphäre und wichtigen Themen, aber mit Schwächen im Aufbau und beim Abschluss.