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Veröffentlicht am 22.03.2026

wirklich nur Fiktion?

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Vysyon, ein Computerprogramm, oder besser gesagt, eine KI sagt verheerende Katastrophe auf der Welt voraus. Katastrophen, die keiner hören will, keiner sehen will und schon gar nicht wahr haben will.
Das ...

Vysyon, ein Computerprogramm, oder besser gesagt, eine KI sagt verheerende Katastrophe auf der Welt voraus. Katastrophen, die keiner hören will, keiner sehen will und schon gar nicht wahr haben will.
Das Plankton stirbt und mit ihm ein Großteil des Lebens in unseren Meeren. Der Ozean kollabiert und die Netze der Fischer bleiben leer. Gleichzeitig versteppen die Böden, der Regenwald trocknet aus. Konventionelle Tierhaltung und Massentierhaltung ist nicht mehr möglich.
Szenarien, die die KI vorhersagt.

Selbst als immer mehr Vorhersagen eintreffen, wissenschaftlich untermauert und bewiesen, wollen die Reichen und Mächtigen weiter machen wie bisher.
Ein paar wenige stemmen sich dagegen. Und ihre Stimmen werden lauter.

Bis sie plötzlich gehört werden!


Das Cover zeigt den Garten Eden. In der Mitte Adam und Eva; beide umringt von friedlichen Tieren, einem blauen Himmel und blühenden Pflanzen. Eine Idylle. Frieden, Wohlstand, Einigkeit.
Doch das Bild wird von einem knall gelben X förmlich zerrissen. Das ehemals besinnliche wird bedroht von Auslöschung.
Ich finde das Coverbild stark und sehr gut zu Titel und Inhalt des Buches gewählt.


Das 2,5°C Ziel ist gekippt.
Die Kornkammer Europas ist von Krieg überzogen.
Öl und Gas kommen spärlicher.
Lebenswichtiger Dünger kommt nicht mehr an.
Transportwege brechen zusammen.
Dem System droht ein Kollaps.

Das Buch von Marc Elsberg? Nein, aber fast! Die genannten Dinge sind Realität. Erschreckende Realität! Und mit diesem Hintergrundwissen. Las sich der Roman des Autors mit einem bitteren, einem ganz bitteren Beigeschmack. Einem Beigeschmack, der schon an Angst grenzte. Bei mir zumindest.
Marc Elsberg schildert eine Welt, in der das Plankton stirbt und damit einen sichtbaren Kreislauf des Grauens startet. Denn die Natur ist miteinander verbunden; jedes Leben zählt und wird eins ausgelöscht, droht auch den restlichen der Untergang.
Mir waren die Folgen bewusst, was Plankton für uns bedeutet, bzw. für das Leben in den Ozeanen, allerdings schildert Marc Elsberg die Folgen dermaßen drastisch, dass ein Weggucken einfach nicht mehr möglich ist! Nicht sein darf! Nein, er ist kein Autor, der mit dem erhobenen Zeigefinger auf seine Leser los geht. Aber doch eindringlich genug, dass ich ans Überlegen kam und die ein oder andere Tatsache im Internet nachlas. Noch ist der Kipppunkt nicht erreicht, der in Eden grausame Realität ist. Noch nicht; aber wir stehen kurz davor.

Diese Eindringlichkeit gelingt Marc Elsberg durch seinen unfassbar schnellen Schreibstil. Kurz, teils sehr kurze Kapitel heizen den Lesestoff gekonnt auf und vermitteln Eile. Die schnellen Sprünge über den Globus und die Charaktere machen das Buch zu einem spannenden Lesehochgenuss. Dabei schildert der Autor nicht nur gekonnt das Sterben auf der Welt und ihre Zerstörung, sondern auch die Alternativen.

Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen ganz unterschiedliche Personen, die alle schnell mein Herz erobert haben! Selbst die Bösewichte fand ich interessant zu lesen, denn auch ihren Ansichten konnte ich folgen und ihre Handlungen nachvollziehen. Leider, muss ich zu meiner Schande gestehen.
Besonders begeistert hat mich an dieser Stelle, wie selbst die Charaktere umdenken und ihr eigenes Handeln in Frage stellen und sogar neue Positionen beziehen können.
Allen voran natürlich Linus. Influencer, lustiger Lebemensch, Draufgänge und Sunnyboy, den man einfach lieben muss. Und doch ist er alles andere als oberflächlich! Der Sunnyboy sieht nicht nur gut aus, sondern beweist auch Verstand, den er mehr und mehr einsetzt. In genau den Dosen, die die Welt gerade braucht.
An seiner Seite die Meeresbiologin Sarah. Sie erforscht das Leben im Meer und hält anfangs von Linus nicht viel. Doch als es ihr gelingt, hinter seine Sunnyboy Fassade zu blicken, bröckelt auch ihre Fassade. Die engstirnige Wissenschaftlerin, die einzig ihren Bereich, das Meer, kennt, blickt plötzlich über den Tellerrand hinaus.
Ebenso ergeht es Piero, dem Erschaffer von Vysyon. Ein geistiges Meisterwerk, hinter dem er sich anfangs versteckt. Doch er muss an die Öffentlichkeit und seine KI verteidigen.

Alle Protagonisten wachsen mit ihren Aufgaben; nehmen sie an und versuchen etwas zu bewegen. Ich finde, dass Marc Elsberg das herausragend gut gelungen ist! Normale Menschen verlassen ihre Wohlfühlzone, um für alle zu kämpfen. Nein, nicht für alle, sondern für ihre Überzeugungen.

Eden ist ein erschreckend realistisches Buch, das mir unter die Haut ging. Wenn ich Nachrichten hörte, musste ich mich zwingen, Realität und Fiktion auseinander zu halten. Noch ist das Buch Fiktion...

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Veröffentlicht am 08.03.2026

von der Liebe zum Inselleben

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Anna ist wieder zurück auf Listland und weitet die Suche nach Fenjas Schwester Martje weiter aus. Beide wollen Martje endlich finden und in den Kreis der Familie zurück führen. Endlich!
Und nicht nur Martje ...

Anna ist wieder zurück auf Listland und weitet die Suche nach Fenjas Schwester Martje weiter aus. Beide wollen Martje endlich finden und in den Kreis der Familie zurück führen. Endlich!
Und nicht nur Martje soll gefunden werden; auch die Liebe möchte endlich einen Weg in Annas Herz finden.

Das Cover zeigt eine leicht verwitterte Holzbank in den Dünen. Mit Blick auf das Ufer, das Meer, den unendlichen Himmel und seinen Bewohnern. Fast gelingt es mir, das Lied der Möwen zu hören und mir den Wind um die Nase streichen zu lassen. Ich liebe dieses Coverbild, da es mich zum Träumen und verweilen einlädt!

Voller Freude und Neugierde ließ ich mich von Gabrielle Engelmann zurück auf die Insel Sylt entführen. Die Autorin schildert sie Umgebung mit soviel Liebe, Intensität und bildlich, dass ich mich ohne Probleme dorthin versetzen konnte. Ich liebe das Gefühl auf den Nordseeinseln zu sein und Gabriella Engelmann gelang es spielend, mich dorthin zu bringen. Und dies mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Intensität, dass ich mich zwischen den Seiten und den Dünen förmlich verlor.
Voller Spannung verfolgte ich die Suche von Fenja und Anna nach Martje. Zwei starke und bodenständige Frauen, deren Leben ich gerne weiter verfolgen würde. Denn in der kurzen Zeit sind sie mir ans Herz gewachsen, da sie Ruhe und Stärke ausstrahlen auch wenn es in ihnen nicht so aussieht.

Während die beiden Martje suchen, wird in einem weiteren Erzählstrang Martjes Leben geschildert. Ebenfalls kraftvoll, gleichzeitig jedoch verloren. Beide Stränge streben unausweichlich aufeinander zu, was mein Herz zum Klopfen brachte. Familie gehört einfach zusammen, egal wie das Leben spielt!

Ich kann gar nicht sagen, welcher Erzählstrang und welcher damit einhergehender Charakter mir besser gefallen hat. Mich mehr fesselt und begeistert. Die schlichte Antwort: Keiner.
Beide Schwestern sind stark und wild wie die Nordsee. Und gleichzeitig beständig.

Mein Fazit

Mich haben die Bücherfrauen begeistert und gut unterhalten! Eine spannende Geschichte in einer Umgebung, die man einfach lieben muss!

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Veröffentlicht am 23.02.2026

er ist gekommen

Messias
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Er ist gekommen, um die Menschheit von Krieg, Terror und Gewalt zu befreien.
Er ist gekommen, um die Menschheit ins Paradies zu führen.
Er ist gekommen, um über vier Milliarden Menschen zu knechten unter ...

Er ist gekommen, um die Menschheit von Krieg, Terror und Gewalt zu befreien.
Er ist gekommen, um die Menschheit ins Paradies zu führen.
Er ist gekommen, um über vier Milliarden Menschen zu knechten unter dem Deckmantel, der Erlöser zu sein.
Er ist gekommen, um zu bleiben...

Das Cover ist in einem blutigen Rot gehalten. Eine schwarze Hand thront über allem, an den Fingerkuppen Angelhaken. Angelhaken, um Menschen zu ködern und sie ganz nach dem eigenen Willen wie Marionetten tanzen zu lassen. Ich finde es in seiner Schlichtheit sehr gut zum Inhalt des Buches gewählt. Auch, oder gerade weil der biblische Bezug damit besonders gegeben ist:

Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer. Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! (Matthäus 4,18 und 4,19)

Andreas Brandhorst hat mich gefesselt mit seinem neuen Roman! In gewohnt spannendem Schreibstil mit Tiefgang und Finesse spielte er mit meinen Wünschen, Sehnsüchten und Hoffnungen. Auf interessante Art und Weise! Auf eine Weise, die ich unterhaltsam und gleichzeitig nachdenklich stimmend fand.
Zu Beginn des Buches ließ ich mich einfach treiben und war gefangen in Andreas Brandhorst Science Fiction Welt: Eine außerirdische Macht, oder gar der Messias ist auf die Erde gekommen, um der Menschheit Frieden und Heilung zu bringen. Der Gedanke ist so unfassbar schön! Doch welche Konsequenzen stecken wirklich hinter dem Weltfrieden und wenn keiner mehr krank wird? Glückseligkeit?
Echt jetzt? Nicht nur ich habe meine Zweifel, sondern auch die Mächtigsten der Welt. Sie heuern einen Serienkiller an, um den Messias zu beseitigen.

Für mich besonders spannend und nahbar wurde das Buch für mich durch die Einzelschicksal, die dieses globale Ereignis auslöste. Ob es ein Wissenschaftler war, oder eine Astronautin, der Papst oder besagter Auftragskiller. Alles sind am Ende des Tages ganz normale Menschen, die ihren Träumen nachhängen. Träumen, die plötzlich zum Greifen nah scheinen und doch einen mehr als faden Beigeschmack aufweisen. Der Verlust geliebter Mensch, der Verlust von Macht oder gar der Verlust von sich selber.

Das alles und noch viel mehr, schildert Andreas Brandhorst in seinem Buch, das mich mehr bewegte und zum Nachdenken anregte, als ich für möglich gehalten hätte! Wünsche und Träume, die plötzlich nicht nur zum Greifen nah sind, sondern erfüllt werden! Du musst nur den einen Schritt machen und alles aufgeben, an das du bisher geglaubt hast und einem neuen Gott folgen!

Mein Fazit

Für mich ist Messias ein Buch für Zweifler, für Augenverschließer, für Hoffnungsvolle und einfach für Menschen, die gute Unterhaltung mit Tiefgang zu schätzen wissen! Ein Buch voller atemraubender Spannung, Kopfkino pur und gewohnter Brandhorst-Qualität.
Einfach super!

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Veröffentlicht am 18.02.2026

wer anderen eine Grube gräbt

Das Signal
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Bei einem schweren Unfall hat Vio ein Bein verloren. Ihre Ehemann Adam kümmert sich rührend um seine Frau und engagiert sogar eine Pflegerin. Doch schnell wird Vio klar, dass Otilia nicht nur ihre Pflegerin ...

Bei einem schweren Unfall hat Vio ein Bein verloren. Ihre Ehemann Adam kümmert sich rührend um seine Frau und engagiert sogar eine Pflegerin. Doch schnell wird Vio klar, dass Otilia nicht nur ihre Pflegerin ist, sondern ihre Gefängniswärterin, die sie auf Schritt und Tritt überwacht.
Zum Glück gibt es noch ihre Freundinnen Romy und Marit, die Vio ein wenig Glück in den Alltag bringen.

Das Cover zeigt einen unbezwingbaren, gewundenen Treppenaufgang, der in die Unendlichkeit zu führen scheint. Der Pfeil einer Positionsbestimmung prangt unerreichbar in der Mitte. Ich finde es gut zu Titel und Inhalt des Buches gewählt, da es Vios Hilflosigkeit zeit, aber auch den Tracker, den sie heimlich nutzt.

Ursula Poznanski hat mal wieder einen spannenden und mitreißenden Roman geschrieben, der mir den Atem stocken lässt. Sie schildert Vio und ihren Kampf zurück ins Leben anschaulich und bewegend. Ich habe sie bewundert und mich immer wieder gefragt, woher sie die Kraft nimmt, weiter zu machen! Nach so einem Schicksalsschlag - ein Bein verlieren und fast verschüttet zu werden in einem Weinkeller - würde ich vor Angst beben. Doch Vio ist ein anderes Kaliber. Sie will unbedingt! Diese Kraft ist einfach grandios!
Doch nicht nur um sich zurück ins Leben zu kämpfen. Vio möchte nicht irgendein Leben, sondern ihr Leben und würde dafür viel tun. Sehr viel. Selbst ihrem Mann, ihrer Freundin und ihrer Pflegerin Tracker unterjubeln, um ihren Alltag zu tracken. Sie zu beobachten. Wie eine Spinne in ihrem Netz, beobachtet Vio die Schritte ihre Mitmenschen, jederzeit bereit, zuzuschlagen.

So sehr ich sie für ihren Lebenswillen bewunderte, noch viel mehr bewunderte ich sie für ihren unbeugsamen Willen, das zu bekommen, was sie möchte. Ursula Poznanski gelang es mal wieder meisterlich, das harmlose Opfer umzukehren. Leichte Zweifel beschlichen mich, die sich im Laufe des Buches verfestigten. Bald schon saß ich nicht mehr von Mitleid zerfließend vor dem Geschriebenen, sondern mit atemloser Spannung! Was steckt dahinter? Wer steckt hinter den Geschehnissen? Unfassbar spannend!

Ich liebe die Charaktere von Ursula Poznanski einfach! Denn keiner ist so, wie er zu Beginn des Buches scheint. Wie sie das immer wieder macht, weiß ich nicht, aber es ist einfach grandios!
Was ich ebenfalls beeindruckend finde, das Buch spielt in einem örtlich ganz begrenzten Raum und hat eigentlich nur fünf Protagonisten. Und trotzdem - oder gerade deswegen - geht mir die Spannung unter die Haut.

Für mich ist Das Signal mal wieder ganz großes Kopfkino!

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Veröffentlicht am 15.02.2026

blutiger Horror vom Feinsten

Das gierige Haus
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In einer ganz normalen Straße steht ein ganz normales Haus. Von außen zumindest. Der Garten etwas verwahrlost, das Gebäude leicht verfallen; wie ein Haus eben aussieht, wenn keiner mehr darin wohnt.
In ...

In einer ganz normalen Straße steht ein ganz normales Haus. Von außen zumindest. Der Garten etwas verwahrlost, das Gebäude leicht verfallen; wie ein Haus eben aussieht, wenn keiner mehr darin wohnt.
In dem verlassen McIntry Haus lebt keiner, weil es seinen Bewohnern das Leben nimmt. Auf brutale Art und Weise. Auf sehr brutale Art und Weise. Wer seinen Fängen entkommt, ist gezeichnet ein Leben lang.

Das Cover zeigt ein typisch amerikanisch Haus: Mehrstöckig, aus Holz und irgendwie verwinkelt. Das Haus erstrahlt in einem blutigen Rotton und mittendrin ein Sprung. Wie wenn ich es durch eine kaputte Scheibe betrachten würde. Ich finde es unheimlich und deswegen sehr gut zum Inhalt des Buches gewählt.

Christina Henry hatte mich von der ersten Seite ihres Buch an ihrer Gewalt. Ich fühlte mich förmlich gefangen zwischen ihren Seiten und las mich in einen gruseligen Blutrausch, der mich einfach nicht mehr los lassen wollte. Die Autorin hat einen wahnsinnig intensiven, packenden und schnellen Schreibstil, der mich einfach begeisterte! Christina Henry versteht es meisterhaft, eine gruselige Stimmung aufzubauen, die mich fesselte.
Besonders gut fand ich, wie sie die Geschichte des Hauses erzählte. Aus der aktuellen Zeit mit vielen Rückblicken und ein langsamer Gang ins Heute. Sie unterstrich damit, wie die grauenvollen Vorgänge anwuchsen, das Entsetzen sich verfestigte und sich tief in das Holz und die Umgebung einbrennen konnte. Aber auch in die Seele der Anwohner, die einfach nicht vergessen können und wollen, was das Böse in dem Gemäuer schon alles angerichtet hat.

Vor allem Jessie spielt eine Hauptrolle. Sie gehört nicht nur zu den Menschen, die direkt von der Brutalität des Hauses betroffen ist, sondern scheint auch in sein Innerstes blicken zu können. Der Verlust ihrer Familie zerstört sie nicht, sondern stärkte sie. Jessie sieht sich als Hüterin an. Als jemand der warnt, der erzählt und auf die Geschehnisse aufpasst. Als das Haus nach einer langen Ruhephase das Morden wieder aufnimmt, erklärt Jessie ihm den Kampf. Von der Beobachterin, zur Täterin!

Ich liebe die Figur von Jessie! Christina Henry ist hier ein Protagonist der besonderen Art gelungen! Vom verängstigten Kind zur aufmüpfigen Jugendlichen, zur besonnen Erwachsenen. Alle Lebenszeiten durfte ich hautnah miterleben und Jessie wachsen sehen. Körperlich und geistig. Stets konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen und begleitete sie in die tiefen Abgründe des perfiden Horror.

Mein Fazit
Buch nicht schräg halten! Sonst läuft Blut raus!
Mich hat es von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert! Ganz großes Kino!

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