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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

koreanisches Zeitreise-Abenteuer

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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Nachdem ich mit dem ersten Band anfangs so meine Probleme hatte und mich tatsächlich erst das letzte Drittel so richtig abgeholt hat, war ich wirklich gespannt auf Band zwei. Ich wurde auf jeden Fall positiv ...

Nachdem ich mit dem ersten Band anfangs so meine Probleme hatte und mich tatsächlich erst das letzte Drittel so richtig abgeholt hat, war ich wirklich gespannt auf Band zwei. Ich wurde auf jeden Fall positiv überrascht.

Wir knüpfen nahtlos an das Ende von Band eins an und auch das Pacing und der Spannungsbogen werden weiter aufrecht erhalten. Ich komme mit Jia als Protagonistin irgendwie auch besser klar, als mit Sora. Jia ist ein spannender Charakter. Ich mochte ihre Entwicklung in Band eins bereits, aber hier bekommt sie noch mal mehr tiefe.
Ich finde es erfrischend, dass das Thema Romance nicht zu viel Raum einnimt. Natürlich habe ich mit Jia mitgefiebert und fand die romantischen Szenen wahnsinnig schön geschrieben, allerdings lief das gut neben der eigentlichen Story her. Da lag nicht der gesamte Fokus drauf, was mir persönlich gut gefallen hat. Wirklich toll ist auch, dass einige Szenen gewissermaßen "Tabus" brechen und realistisch Themen und Probleme von Frauen aufgreifen, wie z.B. die Periode. Normalerweise werden solche Themen oft nicht genannt weil es wahrscheinlich einfach in einige Geschichten passt, in der heutigen Zeit aber vollkommen angebracht ist, darüber auch in Geschichten zu schreiben.

Insgesamt ist der zweite Band sehr viel emotionaler und in gewisser Weise ruhiger, als Band eins. Es gibt natürlich spannende Szenen und Kämpfe, aber generell hatte ich das Gefühl, dass es vielmehr um die Charaktere, ihre Entwicklung und Beziehung zueinander geht. Ich wurde von Anfang bis Ende abgeholt. Falls jemand nach Band eins noch am zögern ist, dem kann ich nur empfehlen, Band zwei eine Chance zu geben!

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 18.02.2026

emotionale Achterbahn im asiatischen Setting

The Poet Empress
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The Poet Empress hat mich vor allem wegen des wunderschönen Covers und dem bezaubernden Farbschnitt angesprochen. Nachdem ich die ersten Kapitel gelesen habe, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand ...

The Poet Empress hat mich vor allem wegen des wunderschönen Covers und dem bezaubernden Farbschnitt angesprochen. Nachdem ich die ersten Kapitel gelesen habe, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Zu allererst möchte ich anmerken, dass es sich eher um ein asiatisches Historiendrama handelt mit einigen Fantasyelementen. Wer einen dark/high Fantasyroman erwartet, wird daher ggf. entäuscht sein. Mir hat das Setting allerdings gut gefallen.

Ich konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen und fand besonders ihre Charakterentwicklung sehr stark. Auch ihre Sicht auf die anderen Charaktere, das Geschehen im Palast und die Welt sind sehr schön beschrieben und entwickelt sich stetig weiter. Am Ende des Buches ist Wei tatsächlich kaum noch wiederzuerkennen, da das Erlebte sie unwiederuflich geprägt und verändert hat. Prinz Terren ist ebenfalls ein interessanter Charakter. Anfangs konnte ich ihn aus vielerlei Gründen nicht leiden und seine Taten sind bis zum Schluss nicht entschuldbar, allerdings erfährt man durch verschiedene Rückblenden, was ihn so hat werden lassen, was zumindest eine Erklärung für seine Handlungen liefert und mich emotional oft getroffen hat. Ich habe immernoch gemischte Gefühle, wenn ich an seine Geschichte zurückdenke. Das Buch zeigt hier sehr schön, dass nicht alles Schwarz/Weiß ist und die Charaktere nicht nur gut, oder böse sind.

Das Buch ist angenehm und flüssig geschrieben und die Kapitel sind relativ kurz, was mir persönlich gefällt. Bisher ist es eines meiner liebsten Bücher 2026!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

schräger Thriller mit skurrilen Charakteren

Bullet Train
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Ich weiß gar nicht genau, ob man Bullet Train als Thriller im klassischen Sinne betiteln kann. Es gibt Auftragskiller, Morde, Entführungen und vieles Mehr, aber die Geschehnisse und Charaktere sind so ...

Ich weiß gar nicht genau, ob man Bullet Train als Thriller im klassischen Sinne betiteln kann. Es gibt Auftragskiller, Morde, Entführungen und vieles Mehr, aber die Geschehnisse und Charaktere sind so witzig skurril geschrieben, dass es mich nicht sofort an einen Thriller erinnert hat.

Das die Story in einem japanischen Hochgeschwindigkeitszug spielt, hat mich ein wenig an Mord im Orient Express erinnert, was mich direkt angesprochen hat.
Die Geschehnisse werden aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt, was anfangs etwas verwirrend sein kann, vor allem, da wir auch immer mal wieder in der Zeit springen und Rückblenden eingebaut wurden. Wenn man aber erst einmal alle Charaktere kennengelernt hat, kann man der Handlung sehr einfach folgen. Durch die verschienden Sichtweisen auf das Geschehen konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen. Ich wollte immer wissen, wie es bei den anderen weitergeht.

Ich habe mir direkt Three Assassins, eine Art Prequel, geholt und hoffe, dass es mich ebenso begeistern und unterhalten wird.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

düster, aber sehr schön geschrieben

Der Märchenerzähler
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Ich habe das Buch vor Jahren gelesen, aber es ist eines der wenigen Bücher, die mir nicht aus dem Kopf gingen und die einen auf eine ganz bestimmte Art berühren.
Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen. ...

Ich habe das Buch vor Jahren gelesen, aber es ist eines der wenigen Bücher, die mir nicht aus dem Kopf gingen und die einen auf eine ganz bestimmte Art berühren.
Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen. Es hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Ich wurde, wie bei kaum einem Buch zuvor, in die Welt des Märchenerzählers hineingesogen, musste wissen wie es weitergeht, was passiert und wie die Geschichte endet. Dies liegt nicht zuletzt an dem beeindruckenden Schreibstil der Autorin. Ihre Worte sind traumhaft schön gewählt und in meinem Kopf entstansden sofort die ersten Bilder, wurde immer deutlicher und liefen beinahe wie ein Film vor mir ab.
So wunderschön die Sprache ist, so grausam ist doch die Geschichte. In vielen Rezensionen wird die Liebesgeschichte zwischen Abel und Anna kritisiert, die scheinbar fehlt. Aber nur weil es keine typische Jugendromanze ist, heißt es nicht, dass es keine Liebesgeschichte gibt. Sie ist nur der harten Realität der Charaktere angepasst, ohne Schönreden, oder abgedroschene Phrasen und dennoch konnte ich die beiden Charaktere sehr gut verstehen. Es ist ein sehr trauriges, aber unglaublich schön geschriebenes, Jugenddrama mit phantastischen Elementen, die sich in den Märchenerzählungen wiederfinden und einigen Krimi/Thrillereffekten. Ich habe das Buch direkt ins Herz geschlossen und freue mich sehr, dass es nach so vielen Jahren endlich eine Fortsetzung gibt.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Was nach Peter Pan geschah ...

Der Panfluch
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Ich liebe Neuinterpretationen von Märchen und Sagengeschichten und habe auch schon einige zu Peter Pan gelesen. Mir hat besonders die Idee gefallen, dass es keine Neuinterpretation mit Peter als Protagonisten ...

Ich liebe Neuinterpretationen von Märchen und Sagengeschichten und habe auch schon einige zu Peter Pan gelesen. Mir hat besonders die Idee gefallen, dass es keine Neuinterpretation mit Peter als Protagonisten ist, sondern vielmehr eine Weitererzählung der Geschichte aus Sicht eines komplett neuen Charakters. Taja ist eine Raluka, die verborgen in den Bergen im Zentrum von Nimmerland leben und Geschichten erzählen. Das ändert sich schlagartig, als Peter Pan verschindet, nachdem er Nimmerland von den Piraten befreit hat. Das Land versinkt plötzlich in Dunkelheit und nur Taja scheint Nimmerland jetzt noch retten zu können. Wir begleiten die kleine Heldin auf ihrem größten Abenteuer durch ganz Nimmerland und begegnen vielen bekannten Figuren. Der Schreib- und Erzählstil sind flüssig und ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Ab und zu hat mir nur die Formatierung nicht ganz gefallen, da es teilweise sehr große Lücken zwischen zwei Wörtern gab. Die Geschichte ist spannend und eher für ein jüngeres Publikum geschrieben, daher war ich über einige grausamere Szenen anfangs überrascht. Die Charaktere hätten gerne auch noch ein wenig mehr emotionale Tiefe bekommen können, aber alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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