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Veröffentlicht am 31.03.2026

Faszinierender Einblick in die japanische Mythologie

Der Tengu von Tokio
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Sollte ich das Buch mit einem Wort beschreiben, wäre es vielleicht: ausbaufähig. Die Idee der Story und vor allem die zugrundeliegende japanische Mythologie haben mich sehr fasziniert, aber die Umsetzung ...

Sollte ich das Buch mit einem Wort beschreiben, wäre es vielleicht: ausbaufähig. Die Idee der Story und vor allem die zugrundeliegende japanische Mythologie haben mich sehr fasziniert, aber die Umsetzung weist doch einige Schwächen auf. So ist Leo erwachsener Student, der auch mal Sake trinkt, benimmt sich aber und klingt wie ein jüngerer Teenager. In der ersten Hälfte ist er ein nörgeliger Miesepeter, der andauernde kritisiert was ihm nicht passt, dabei aber relativ passiv rüber kommt statt selbst etwas zu entscheiden.. Das bessert sich zum Glück im Verlauf der Geschichte, als Leo merkt das Tokio doch gar nicht so übel ist wie er es sich eingeredet hat. Trotzdem hatte ich in meinem Kopf immer das Bild eines 15-16 jährigen Jungen, nicht das eines erwachsenen jungen Mannes. Abgesehen davon hat das Buch viele Längen, in denen gefühlt gar nichts passiert. Es braucht weit über die erste Hälfte, bevor es interessant und vor allem spannend wird. Davor gibt es zwar viel informative Details über Tokio, Tee und anderes, und man merkt wie begeistert der Autor sein Faible für Japan mitteilen möchte, doch die Handlung treibt das leider so gar nicht voran. Auch fehlte mir dann letztlich ein Glossar, in dem man verschiedene Begriffe noch einmal genauer erklärt bekommt. Die Idee mit dem Tengu hingegen fand ich klasse, andersartig und ja auch ein wenig exotisch, bringt sie mir doch die japanische Mythologie näher, mit der ich mich bisher kaum beschäftigt habe. Darüber möchte ich gerne noch mehr erfahren, was hoffentlich in der Fortsetzung geschieht. Dafür wünsche ich mir auch, das Leo erwachsener dargestellt als es im ersten Band der Fall ist. Dann stürze ich mich gerne wieder mit Leo in die Fabelwelt Tokios.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Girl Power

Tödliche Freundinnen
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Mein erster Eindruck: das Buch hat einfach Spaß gemacht. Es war eine Mischung aus abgedrehtem Revenge-Thriller, B-Movie und tougher Girl Power, in der die Frauen eindeutig das Sagen und vor allem den Grips ...

Mein erster Eindruck: das Buch hat einfach Spaß gemacht. Es war eine Mischung aus abgedrehtem Revenge-Thriller, B-Movie und tougher Girl Power, in der die Frauen eindeutig das Sagen und vor allem den Grips haben, während die Männer, ganz ehrlich gesagt, durchweg wie Idioten dastehen. Das ist durchaus witzig (ich sag nur Aufmarsch der Pfauen), kommt aber immer wieder auch sehr überzogen rüber. Und das ist für mich auch der Schwachpunkt: vieles war in der geballten Kombination einfach unglaubwürdig, und insgesamt wurden so viele Zufälle und konstruierte Zusammenhänge in die Story hineingepackt, dass es mir einfach ein bisschen zu viel war und die Ernsthaftigkeit flöten ging. Auch die (Re)Aktionen von Mel und Chloe wurden zwar halbwegs plausibel begründet, konnte ich selbst aber oft nicht nachvollziehen. Aber ohne die vielen Geheimnisse hätte es auch keine Handlung geben können, also nehme ich das mal so hin. Trotzdem blieb der Eindruck, dass hie zu viel gewollt wurde und die Autorin sich nicht so recht entscheiden konnte, ob dies nun eine dramatische Liebesgeschichte, ein durchgeknallter Rachetrip oder ein knallharter Thriller werden sollte. Als B-Movie wäre die Geschichte das perfekte anderthalb-Stunden-Popcorn-Unterhaltungsprogramm zum Abschalten. Als Buch ist sie immer noch äusserst unterhaltsam, aber auf die längere Lesedauer auch ein bisschen anstrengend.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Reise durch die Erinnerungen

Die Geister von La Spezia
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Der Einstieg ins Buch ist mir leicht gefallen und ich hatte mich auf eine spannende und fantastische Reise durch die Erinnerungen von Mary Shelley gefreut. Leider war der Mittelteil dann sehr dröge und ...

Der Einstieg ins Buch ist mir leicht gefallen und ich hatte mich auf eine spannende und fantastische Reise durch die Erinnerungen von Mary Shelley gefreut. Leider war der Mittelteil dann sehr dröge und es schien nicht viel mehr zu passieren, als dass die illustre Gesellschaft rund um Lord Byron inklusive der Shelleys mal hier, mal da in Italien residierte, Phrasen schwang und ansonsten diversen Lastern fröhnte. Pat als Beobachterin war immer dabei, und ab und zu wurde auch die Technik hinter ihrem Eintauchen in die Gedanken der Personen angesprochen, aber so richtig umfassend erklärt wurde es für meinen Geschmack nicht. So blieb das ganze immer etwas vage und geheimnisvoll, abgesehen davon dass ich die vielen Sprünge durch Zeit und Erinnerung sehr unruhig und abrupt fand. Erst gegen Ende, nach ca. 80%, nahm die Handlung dann - endlich - Fahrt auf und es wurde sogar richtig spannend. Zugegebenermaßen habe ich der Einbindung von Mary Shelleys Meisterwerk von Anfang an wohl zu sehr entgegengefiebert, auch wenn diese nicht explizit als Thema genannt wird. Nun ja, wie der Autor schreibt hat er sich an vielen tatsächlichen Begebenheiten orientiert, aber abgesehen von den klangvollen Persönlichkeiten geben die leider nicht allzu viel her. Erst als er seine eigene Fantasie ins Spiel bringt, gelingt es ihm aus der nicht allzu spannenden Vergangenheit eine doch noch faszinierende und düstere Geschichte zu weben, wie ich sie mir für das ganze Buch gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Was kann ich für Ihr Ableben tun?

Whispers of Destiny
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Die Idee hinter dem Buch fand ich sehr originell, und die Autorin hat viele faszinierende Themen eingewoben, die auch zum Nachdenken anregen. Die Umsetzung hat mir persönlich allerdings nicht so ganz zugesagt. ...

Die Idee hinter dem Buch fand ich sehr originell, und die Autorin hat viele faszinierende Themen eingewoben, die auch zum Nachdenken anregen. Die Umsetzung hat mir persönlich allerdings nicht so ganz zugesagt. Zum einen war mir der Schreibstil zu locker und manchmal gewollt komisch, was aber nicht meinen Humor traf. Zum anderen fehlten mir einige Hintergrundinformationen, vieles wurde zu schnell eingeworfen und abgehandelt, vor allem gegen Ende ging es Schlag auf Schlag, während vorher manche Szenen vor sich hin dümpelten. Die Hauptperson Blue war mir mäßig sympathisch, da sie oft sehr egoistisch und fast ein bisschen patzig wie ein Kleinkind rüberkam. Insgesamt konnte mich die ungewöhnliche Handlung aber immer wieder überraschen und durchweg gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Amüsant

Agency for Scandal
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Äusserst kurzweilig präsentiert sich die Geschichte um Izzy Stanhope, die im Geheimen für das Finkennest arbeitet - eine Agentur von Frauen für Frauen, die diesen aus prekären Situationen hilft in einer ...

Äusserst kurzweilig präsentiert sich die Geschichte um Izzy Stanhope, die im Geheimen für das Finkennest arbeitet - eine Agentur von Frauen für Frauen, die diesen aus prekären Situationen hilft in einer Zeit, in der Frauen als Eigentum ihrer Ehemänner gelten und keinerlei Rechte haben. Doch dieses Mal geht es nicht nur um das Wohlergehen einer Frau, sondern um eine große politische Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise reicht.

Die Geschichte ist charmant erzählt - Izzy ist gleichzeitig genial als Schlossknackerin und ebenso unbeholfen naiv, wenn es um ihre Gefühle geht. Insgesamt war mir die Erzählweise allerdings trotz aller Abenteuer und gefährlicher Situationen - die aber immer gleich ein gutes Ende nahmen - etwas zu gefällig, vielleicht sogar seicht. Insofern weniger ein spannender Krimi als leichte romantische Unterhaltung, was aber kein Manko sein muss. Fazit: amüsante und auf jeden Fall originelle Unterhaltung.

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