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Veröffentlicht am 25.02.2026

Magie im Tal der Könige

Im Zeichen der Kobra
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Mit Im Zeichen der Kobra - Der Raub der Totenmaske startet Fabian Lenk eine abenteuerliche Kinderbuchreihe, die Geschichte und Fantasie sehr schön miteinander verbindet. Gemeinsam mit Illustrator Thilo ...

Mit Im Zeichen der Kobra - Der Raub der Totenmaske startet Fabian Lenk eine abenteuerliche Kinderbuchreihe, die Geschichte und Fantasie sehr schön miteinander verbindet. Gemeinsam mit Illustrator Thilo Krapp entführt er seine jungen Leser nach Ägypten, wo die Zwillinge Yana und Yamon mit ihrer Schwester Anouk und ihrem Onkel Professor Klawitter eine spektakuläre Entdeckung machen. In einer verborgenen Grabkammer stoßen sie auf eine geheimnisvolle Formel, mit der sie sich in heilige Tiere des alten Ägyptens verwandeln können und geraten damit mitten in ein gefährliches Abenteuer rund um einen geplanten Kunstraub.

Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf und kombiniert Archäologie, Magie und Action zu einem temporeichen Mix. Besonders spannend ist dabei die Idee der Tierverwandlung, die dem Abenteuer eine fantasievolle Note verleiht. Gleichzeitig fließen zahlreiche Informationen über das alte Ägypten, das Tal der Könige und das Ägyptische Museum ein. Dadurch entsteht ein spannender Hintergrund mit historischem Flair, der neugierig macht und Wissen vermittelt. Der Schreibstil ist lebendig und gut verständlich, sodass junge Leser leicht in die Handlung eintauchen können. Die schwarz-weißen Illustrationen lockern den Text auf und unterstreichen die Dynamik der Geschichte. Actionreiche Szenen und Verfolgungsjagden sorgen zudem für durchgehende Spannung. Die zahlreichen historischen Begriffe setzen allerdings ein gewisses Vorwissen oder zusätzliche Erklärungen voraus, was den Lesefluss gelegentlich verlangsamen kann.

Ein rasanter Reihenauftakt voller Magie, Geschichte und Abenteuer., der besonders geeignet ist für Kinder, die sich für das alte Ägypten begeistern. Dieser Band bietet eine unterhaltsame Mischung aus Wissensvermittlung und Fantasy und macht neugierig auf eine Fortsetzung.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Blutrote Türen, flüsternde Geister und ein Fluch, der nicht ruhen will

The House Saphir
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Mit The House Saphir - Der blutige Schlüssel greift Marissa Meyer das düstere Märchen von Blaubart auf und mit einem verfluchten Anwesen, einem rastlosen Geist und einer jungen Frau mit einer ungewöhnlichen ...

Mit The House Saphir - Der blutige Schlüssel greift Marissa Meyer das düstere Märchen von Blaubart auf und mit einem verfluchten Anwesen, einem rastlosen Geist und einer jungen Frau mit einer ungewöhnlichen Gabe sind die Zutaten für eine atmosphärische Gothic-Romantasy definitiv vorhanden. Im Mittelpunkt steht Mallory, die zwar keine echte Hexenmagie besitzt, dafür aber Geister sehen kann. Als sie den Auftrag erhält, das Haus Saphir von einem uralten Fluch zu befreien, beginnt ein Spiel aus Täuschung, Vergangenheit und dunkler Magie.

Die Ausgangsidee macht einen sofort neugierig. Eine Neuinterpretation von Blaubart, kombiniert mit Spukhaus-Atmosphäre und einer Protagonistin, die zwischen Betrug und echter übernatürlicher Gabe steht, klingt vielversprechend. Gut gelungen ist auch das Setting. Das alte Anwesen wirkt lebendig, düster und stellenweise herrlich unheimlich. Die Mischung aus Geistern, Fluch, Magie und leichtem Humor sorgt zudem für eine unterhaltsame Grundstimmung. Mallory bringt mit ihrer schlagfertigen, teilweise etwas überstürzten Art Dynamik in die Handlung. Ihre Fähigkeit, Geister zu sehen, ist ein spannender Ansatz, auch wenn ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar wirken. Die Nebenfiguren, insbesondere einige der übernatürlichen Gestalten, stechen teilweise stärker hervor als die romantische Komponente der Geschichte. Die Beziehung zwischen Mallory und Armand entwickelt sich solide, bleibt emotional jedoch etwas auf Distanz. Die Handlung selbst bewegt sich größtenteils auf vorhersehbaren Pfaden, gegen Ende zieht die Spannung jedoch spürbar an und liefert ein rundes, zufriedenstellendes Finale ohne übermäßige Cliffhanger. Als Märchenretelling bleibt die Interpretation eher zugänglich als tiefgründig und ist vor allem atmosphärisch stark.

Eine solide, stimmungsvolle Romantasy mit Gothic-Elementen, die vor allem durch ihr Setting und ihre Grundidee überzeugt. Man wird hier gut unterhalten mit Spukhaus-Vibes, Hexenflair und einer Prise Humor.

Veröffentlicht am 19.02.2026

Zwischen Schatten, Sehnsucht und verbotener Nähe

Nightshade
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Nightshade, der Auftaktband über die Sorrowsong University, entführt seine Leser in eine düstere Dark-Academia-Welt voller Geheimnisse, emotionaler Abgründe und gefährlicher Anziehung. Im Zentrum stehen ...

Nightshade, der Auftaktband über die Sorrowsong University, entführt seine Leser in eine düstere Dark-Academia-Welt voller Geheimnisse, emotionaler Abgründe und gefährlicher Anziehung. Im Zentrum stehen Ophelia Winters und Alex Corbeau-Green, deren Begegnung an einer geheimnisvollen Universität schnell mehr wird als nur ein zufälliges Aufeinandertreffen. Zwischen Gothic-Atmosphäre, Stalker-Mystery und emotional aufgeladener Romance entwickelt sich eine Geschichte, die stark von intensiven Gefühlen, Schmerz, Heilung und gegenseitigem Halt geprägt ist.

Die düstere Universitätswelt wirkt atmosphärisch dicht, fast greifbar durch regennasse Fenster, alte Gemäuer und dieses konstante Gefühl, dass sich unter der Oberfläche jederzeit etwas Gefährliches verbergen könnte. Gerade diese Mischung aus Dark Academia, Suspense und Romance erzeugt schnell einen starken Sog. Die Entwicklung der Charaktere ist zudem prägend, vor allem bei voran Alex. Seine Mischung aus Sarkasmus, emotionaler Tiefe, Loyalität und verletzlicher Vergangenheit sorgt dafür, dass er viele Szenen emotional trägt. Dieses Bild eines nach außen starken, innerlich aber kämpfenden Charakters bleibt hängen. Gleichzeitig entsteht eine Dynamik, die zwischen Beschützen-Wollen, Sehnsucht und emotionaler Abhängigkeit schwankt und die intensiv, teilweise schmerzhaft, aber sehr fesselnd ist. Ophelia bringt eine andere Art von Tiefe mit. Ihre Zerrissenheit, ihre Verletzlichkeit und ihr Wunsch nach Kontrolle sorgen für viele emotionale Spannungsmomente. Ihre Entwicklung zwischen Stärke und Unsicherheit ist Leser greifbar, auch wenn sie stellenweise etwas widersprüchlich erscheint. Die Mystery- und Stalker-Elemente sorgen zusätzlich für Spannung, auch wenn manche Wendungen vorhersehbar wirken. Dafür ist das Ende überraschend emotional und lässt seine Leser mit einem Cliffhanger zurück, der deutlich nach einer Fortsetzung schreit.

Eine intensive Dark-Academia-Romance mit starker Atmosphäre, hohem Suchtfaktor und Figuren, die emotional nachhallen. Die Geschichte punktet weniger durch reine Plot-Komplexität, sondern vor allem durch ihre Stimmung, Emotion und Figurenwirkung und macht definitiv Lust auf Band zwei.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Sprachfeuerwerk zwischen Wahnsinn, Wortliebe und Familiengeschichte

Die Enthusiasten
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Die Enthusiasten erzählt die Geschichte von Vince Bär, der aus einer außergewöhnlichen, buchverrückten Familie stammt. Gemeinsam mit seiner Schwester Elfi und seinem Bruder Marcellus wächst er in einer ...

Die Enthusiasten erzählt die Geschichte von Vince Bär, der aus einer außergewöhnlichen, buchverrückten Familie stammt. Gemeinsam mit seiner Schwester Elfi und seinem Bruder Marcellus wächst er in einer Welt auf, in der Literatur, Kunst und Ideen nicht nur Hobby, sondern Lebensinhalt sind. Besonders Vince verliert sich früh in der Literatur und allen voran in Tristram Shandy von Laurence Sterne. Als plötzlich Hinweise auf einen möglichen zehnten Band auftauchen, entwickelt sich daraus eine fast obsessive Suche, die Vergangenheit, Familie und Gegenwart miteinander verwebt.

Der Roman lebt stark von seiner Sprache. Markus Orths schreibt verspielt, rasant, manchmal überbordend und voller skurriler Ideen, unerwarteter Abschweifungen und origineller Szenen. Dabei entstehen Momente, die gleichzeitig absurd, humorvoll und überraschend berührend sind. Vor allem die Familiengeschichte rund um das Verschwinden der Mutter und die Verbindung der Geschwister zueinander sorgen dabei für emotionale Tiefe zwischen all dem literarischen Chaos. Gleichzeitig verlangt das Buch jedoch viel Aufmerksamkeit. Die Handlung ist bewusst nicht linear, springt zwischen Ideen, Ebenen und Gedankenspielen. Gerade zu Beginn und stellenweise auch später wird das Tempo durch ausführliche Gedankengänge und sprachliche Experimente deutlich gebremst. Wenn man geradliniges Erzählen bevorzugt, tut man sich mit dieser Erzählweise durchaus schwer. Stark gelungen ist jedoch die Verbindung von großen Themen wie Verlust, Identität, Kunst und der Frage, wie Geschichten Menschen prägen. Die Figuren wirken eigenwillig, manchmal exzentrisch, aber immer interessant genug, um neugierig zu bleiben, wohin ihre Wege führen.

Ein ungewöhnlicher, sprachlich intensiver Roman mit vielen verrückten Ideen, emotionalen Familienmomenten und literarischer Leidenschaft. Anspruchsvoll, stellenweise fordernd, aber definitiv besonders.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Zwischen Schicksal, Magie und dunklen Geheimnissen

Capture the Changeling
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Capture the Changeling, derAuftakt der Destined Hearts Reihe, entführt seine Leser in eine vielschichtige Fantasywelt voller Magie, politischer Spannungen und unterschiedlichster Wesen. Im Mittelpunkt ...

Capture the Changeling, derAuftakt der Destined Hearts Reihe, entführt seine Leser in eine vielschichtige Fantasywelt voller Magie, politischer Spannungen und unterschiedlichster Wesen. Im Mittelpunkt stehen Leila und Riven, deren Wege auf schicksalhafte Weise miteinander verknüpft werden, auch wenn ihre Welten und Ziele zunächst kaum zusammenpassen.

Der Roman beeindruckt mit seinem Worldbuilding, denn die verschiedenen Spezies wie Fae, Drachen, Dschinn und Menschen wirken lebendig und haben eigene Motive und Konflikte. Durch die mehreren Perspektiven entsteht ein breites Bild der Welt und der drohenden Entwicklungen, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Gerade die unterschiedlichen Blickwinkel auf gemeinsame Ereignisse sorgen dabei für zusätzliche Spannung. Leila ist greifbar, mutig und emotional nahbar, während Riven mit seiner geheimnisvollen, kontrollierten Art einen starken Kontrast bildet. Die Dynamik zwischen beiden lebt dazu von Spannung, unterschwelliger Anziehung und Konflikten, die sich glaubwürdig entwickeln. Auch die Nebenfiguren und tierischen Begleiter fügen sich stimmig in die Geschichte ein und machen die Welt noch lebendiger. Der Schreibstil ist dabei bildhaft, flüssig und emotional, auch wenn der Einstieg etwas Zeit braucht und stellenweise viele innengedankliche Passagen das Tempo leicht bremsen. Sobald die Handlung Fahrt aufnimmt, entsteht jedoch eine sehr fesselnde Mischung aus Fantasy, Romantik und politischer Spannung.

Ein atmosphärischer, vielschichtiger Fantasyauftakt mit starker Weltgestaltung, spannenden Figuren und emotionaler Tiefe.