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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Nur wer selbst Narben auf der Seele hat, kann die der anderen auch spüren, sehen und begreifen

Narbenmädchen
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Psychische Erkrankungen sind leider in Unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema und tragen den Makel versagt zu haben, warum eigentlich möchte man sich fragen. Wenn man sich einen Arm bricht, weil ...

Psychische Erkrankungen sind leider in Unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema und tragen den Makel versagt zu haben, warum eigentlich möchte man sich fragen. Wenn man sich einen Arm bricht, weil man durch Unachtsamkeit oder Albernheit gestürzt ist, denkt da nicht einer auch nur ein paar Minuten drüber nach wie dumm das war. Ich denke immer diejenigen, die sich bei psychischen Problemen Hilfe holen, zeigen dass sie Verantwortungsvoll mit sich selber umgehen, erkannt haben, dass sie ein Problem haben und den Mut aufbringen das anzugehen. So wie auch die Protagonistin in diesem Buch, die vier Wochen in eine Klinik für verhaltensauffällig Jugendliche gehen soll. Sicherlich entsteht auch durch ihre Ablehnung gegen dem Aufenthalt und die Nichtkenntnis was sie dort erwartet ein Missverstehen. Therapien setzten auch etwas darauf, das sich Menschen untereinander kennen lernen, in Gespräch kommen, sehen, dass es anderen genau so geht um dann zu merken, dass es ganz normal ist wie man eben ist und jeder seinen Weg erst finden muss. Sicherlich ein Langer und schwieriger Weg, aber wie hier im Buch geht Lara ihn ja nicht alleine. Sie lernt Neo und Finn kennen und schafft es dadurch in ihre Geschichte zu gehen und letztendlich Änderungen zuzulassen. Ein sehr ehrliches, emotional packendes Buch, was sowohl Jugendliche, als auch Erwachsene begeistern wird. Ein Buch, was über seelische Verletzungen, Selbstzweifeln, aber auch der heilende Kraft von Freundschaft erzählt, und letztendlich aufzeigt, wie wichtig Verständnis und echtes Zuhören heutzutage ist. Ich habe das Buch sehr gerne Gelesen, finde solche Geschichten Mutig und wichtig, niemand sollte das Gefühl haben alleine zu sein, alleine mit seinen Gefühlen, Gedanken und Sorgen. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Morgen war gestern heute, aber morgen ist heute gestern

Marie und die Woche ohne Donnerstag
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Die meisten Menschen wünschen sich sicherlich ein T-Shirt um den Montag wegzuzaubern, aber was für ein toller Gedanke einen Tag den man einfach nicht möchte, weil man wie Marie hier zum Zahnarzt muss einfach ...

Die meisten Menschen wünschen sich sicherlich ein T-Shirt um den Montag wegzuzaubern, aber was für ein toller Gedanke einen Tag den man einfach nicht möchte, weil man wie Marie hier zum Zahnarzt muss einfach verschwinden zu lassen. Marie entdeckt auf dem Wochenmarkt einen seltsamen Verkaufsstand, was es dort alles zu sehen gibt, glitzernde Silberringe, schillernde Stoffarmbänder, doch am meisten interessiert Marie ein merkwürdiges T-Shirt, was in herrlichen Farben leuchtet, der Mann, dem der Verkaufsstand gehört sagt ihr, dass es magische Shirts sind und holt noch weitere dazu, es sind genau sieben, sieben Shirts für sieben Tage der Woche und er sagt, dass sie immer genau den Tag anziehen soll, der gerade eben ist. Doch irgendwie gelingt Marie das nicht so richtig und irgendwann steckt sie zwischen den Tagen fest, was Marie letztendlich tun muss, damit alles wieder so ist wie es eben ist kann man in diesem mit viel Wortwitz geschrieben und schön Illustrierten Buch für Kinder ab 7 Jahren entdecken. Ich fand es etwas schade, das die Bilder in schwarz weiß sind, bunte Bilder hätten die ganze Geschichte und vor allem die magischen Momente angenehm umspielt. Dennoch ein cooles Buch für coole Kinder, allen Kindern viele magische Momente beim Lesen. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Wenn man erst einmal einen Namen hat, ist es ganz egal, wie man heißt

Die Namen
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Unser Name ist ein wichtiger Teil unserer Identität und zeigt uns wie wir uns selbst und von anderen wahrgenommen werden, daher ist er sehr prägend für unser Leben welchen Namen wir tragen. Studien zeigen ...

Unser Name ist ein wichtiger Teil unserer Identität und zeigt uns wie wir uns selbst und von anderen wahrgenommen werden, daher ist er sehr prägend für unser Leben welchen Namen wir tragen. Studien zeigen welche Namen wo auftauchen, zum Beispiel gibt es an Universitäten wenig Sandy und Mandys, Kevin und Jason, dafür aber Franziska, Charlotte und bei den Herren Oliver, David, Andreas und so weiter. Auch bei Familiennamen öffnen bekannte Namen Türen, man ist das Kind von … ohne sich zunächst beweisen zu müssen. Ein Name der aus der Feder der Standesbeamtin fließt, wie fühlt er sich an und welchen Einfluss wird er haben. Bear, Julian oder Gordon Atkin, wie klingen diese Namen und welche Folgen werden sie im jeweiligen Leben haben. Das Buch beschreibt in drei Erzählsträngen verschiedene Lebenswege, die sich über die Kapitel hinweg entfalten. Der Schreibstil ist einfach, manchmal emotional fesselnd, allerdings fand ich die verschiedenen Perspektivwechsel zeitweise verwirrend. Die Autorin schafft es aber in jedem Abschnitt die genaue Dosis zu schreiben, das hält das Buch spannend, man möchte es gar nicht aus der Hand legen. Das Buch setzt sich auch mit der Auswirkung emotionaler Gewalt und patriarchischen Strukturen auseinander und sollte deswegen mit einer Triggerwarnung unterstützt werden. Fazit ein sehr gelungener Debütroman, der zum Nachdenken und reflektieren einlädt und ich freue mich jetzt schon auf eine weiteres Buch der Autorin, das Buch ist sehr gelungen und ich habe es sehr gerne gelesen. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Die Hoffnung verhindert das Trauern

Wie Schiffe auf stürmischer See
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Wie geht man als Familie oder Hinterbliebener damit um, wenn jemand aus der Familie verschwindet und man mit der Ungewissheit leben muss, ist derjenige tot wie hier von der Familie angenommen, oder lebt ...

Wie geht man als Familie oder Hinterbliebener damit um, wenn jemand aus der Familie verschwindet und man mit der Ungewissheit leben muss, ist derjenige tot wie hier von der Familie angenommen, oder lebt er vielleicht noch. Möchte man sich nicht an die Hoffnung klammern, dass die Person noch lebt. Die Ungewissheit bestimmt den Alltag, Grace und ihr demenzkranker Vater meistern ihr einfaches Leben, nur ein Ritual am Abend lässt sie Ruhe und Trost finden, eine Tonaufnahme des Seewetterberichts. Eines Tages steht eine junge Frau vor der Tür und behauptet die Tochter des vermissten Sohnes zu sein, sie trägt ein Bild bei sich, was sie und ihren Vater zwei Jahre nach seinem Verschwinden zeigt. Will man sich mit der nun für die Familie kommenden Geschichte auseinandersetzen, oder kann nicht besser alles so bleiben wie es ist. Die junge Dame scheint sehr entschlossen sich auf eine Reise zur Wahrheitsfindung zu begeben und schließlich schließen sich Grace und ihr Vater an. Eine Reise die die drei vor unterschiedliche Herausforderungen stellt und wer weiß, was sie letztendlich finden werden. Ein Buch, was in einer einfachen Schreibweise, offen und schnell zu lesen geschrieben ist und man ist als Leser ein wenig mit auf dieser kleinen Reise der doch sehr unterschiedlichen Menschen dabei. Fazit, ohne die Gewissheit zu haben, ob jemand der verschwunden ist tatsächlich tot ist, sollte man die Hoffnung nicht aufgeben. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 25.01.2026

"Niemand ist wie du und das ist deine Stärke"

Lola im Spiegel
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Nach „Der Junge, der das Universum verschlang“ kommt mit „Lola im Spiegel“ ein zweites Buch des Autors Trent Dalton , ein sehr emotionales Buch. Was sieht man, wenn man in einen Spiegel sieht, Lola, ein ...

Nach „Der Junge, der das Universum verschlang“ kommt mit „Lola im Spiegel“ ein zweites Buch des Autors Trent Dalton , ein sehr emotionales Buch. Was sieht man, wenn man in einen Spiegel sieht, Lola, ein 17-jähriges Mädchen scheint nicht nur sich selbst zu sehen, oder sieht sie sich gar nicht, sondern irgendwie die ganze Welt außerhalb ihres Vans auf einem Schrottplatz am Brisbans River. Sie hat nicht mal einen Namen, lebt in einer Welt mit Armut, Gewalt, dennoch mit einem gewissen Zusammenhalt wie kann man in so einem Leben jemand sein fragt man sich, welche Chance hat man. Das Buch hat zwischen in der Geschichte gewaltige und erzählende Illustration und entwickelt dadurch eine ganz eigene Sprache. Ein Buch mit so vielen Seiten ist oft langatmig, das macht hier Stellenweise auch den Eindruck, aber wenn man dabei bleibt ist es in einer sehr interessanten, sprachlich beeindruckenden Weise geschrieben. Das Cover spricht mich leider nicht an, aber das ist wohl Geschmacksache, ich persönlich finde es zu grell, aber dadurch fällt es auf und vielleicht soll es so sein, dass dadurch Lora und ihre Geschichte von vornherein doch auffällt, auch wenn es für Lola genau das nicht ist. Eine klare Leseempfehlung mit dem Wunsch, dass es noch mehr Bücher den Autors geben wird. Liebe Grüße

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