Profilbild von Carolinchen89

Carolinchen89

Lesejury Profi
offline

Carolinchen89 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Carolinchen89 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

Wunderschön, mit ein paar Schwächen

Mathilde und Marie
0

"Mathilde und Marie" erzählt - wie der Titel schon verrät - die Geschichte von Mathilde und Marie. Aber nicht nur die Geschichte der beiden Frauen. Viel mehr erzählt das Buch eine Geschichte ...

"Mathilde und Marie" erzählt - wie der Titel schon verrät - die Geschichte von Mathilde und Marie. Aber nicht nur die Geschichte der beiden Frauen. Viel mehr erzählt das Buch eine Geschichte eines Bücherdorfes. Eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt. Über Verlust und das Leben danach. Und über Literatur, Bücher und das Lesen.

Schon die Beschreibung der Geschichte hat mich absolut überzeugt. Ein Buch, in dem es um Bücher geht? Ich bin auf jeden Fall dabei! Ich liebe es, wenn das Lesen in Geschichten eine große Rolle spielt. Und das ist in diesem Buch definitiv der Fall. Redu ist ein Dorf, das aus vielen Buchhandlungen besteht. Die Einwohner lieben Bücher und das Lesen und zelebrieren dies. Zu Beginn der Geschichte war das für mich noch nicht so gut spürbar, wurde aber über die Zeit immer mehr zum Thema.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, war mir aber stellenweise etwas zu ausführlich. Der Autor kann auf jeden Fall schön schreiben und findet immer wieder Beschreibungen für Natur und Umwelt, die das ganze erlebbar machen und auch zum Nachdenken anregen. Für meinen Geschmack waren es stellenweise allerdings etwas zu viele Naturbeschreibungen. Auch wenn diese dafür sorgen, dass man das Dorf und den Wald drumherum förmlich vor Augen hat, so hätte es doch gerne etwas weniger sein dürfen.

Zudem gab es zwischendurch immer wieder Geschehnisse, die so gar nicht zum restlichen Geschehen passen und deren Erwähnung sich förmlich fehl am Platz anfühlt. Man hätte sie problemlos weglassen können, ohne die Geschichte in ihrer Tiefe oder Aussagekraft zu verändern.

Die Charaktere hingegen haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte konzentriert sich tatsächlich auf relativ wenig Charaktere, was ihr absolut gut tut. So bekommt jeder von ihnen eine gewisse Tiefe und spielt auch eine konkrete Rolle in der Geschichte. Als Leserin fiel es mir dadurch auch leicht, den Überblick zu behalten. Ich konnte sie jederzeit gut zuordnen und kam nie durcheinander.

Die Botschaft der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Von Neuanafängen und wie wichtig diese sind. Von Entschleunigung und wie wichtig es ist, dass wir manchmal einfach auch auf uns selbst hören, nach uns selbst schauen und das Tempo aus unserem Leben nehmen. Und von Freundschaften, die wachsen und eine Tiefe erreichen können, die das eigene Leben bereichert. Der Zusammenhalt im kleinen Dorf Redu ist einmalig und ich wünschte mir, dass das im echten Leben auch so sein könnte.

Manche Dinge im Buch sind vielleicht nicht ganz realistisch. Stellenweise habe ich mich dabei erwischt, wie ich versucht habe, Dinge logisch zu hinterfragen, habe aber schnell gemerkt, dass das bei dieser Geschichte nicht nötig ist und auch nicht so sein sollte. Es muss nicht immer alles logisch sein, wenn man in eine Geschichte abtaucht.

Warum letztendlich 3,5 Sterne? Das hat verschiedene Gründe, die ich bereits teilweise in dieser Rezension erwähnt habe. Da sind zum einen die sehr ausführlichen Beschreibungen der Natur. Zum anderen die Dinge, die einfach nicht zur Geschichte passten und die ich eher als Störfaktor, denn als unterstützend für die Geschichte empfunden habe - um was es hier genau geht, kann ich nicht verraten, da ich sonst spoilern würde. Und dann ist da vielleicht auch noch das gewisse Etwas, das mir gefehlt hat, damit das Buch für mich zu einem Highlight wird. Ich habe immer wieder gemerkt, wie das Buch meine Aufmerksamkeit verliert, weil es eben stellenweise sehr ruhig und ohne Highlights abläuft. Grundsätzlich mag ich das sehr gerne und es passt auch total zur Idee der Geschichte. Aber manchmal wäre ich gerne noch etwas gefesselter von der Geschichte gewesen.

Ein Buch mit einer wunderschönen Idee. Wer von uns würde nicht mal gerne ein Bücherdorf besuchen und dort eine kleine Auszeit vom Alltag erleben? Ein Buch, das mich stellenweise verzaubert hat, das mich mitgenommen hat auf eine Reise voller gewaltiger Naturbeschreibungen. Eine Hommage an Bücher und das Lesen und eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt. Hätte mich das Buch noch mehr gepackt, dann hätte es sicherlich die volle Punktzahl gegeben. So muss ich aus den genannten Gründen, leider 1,5 Punkte abziehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt

Love and be loved
0

Ich glaube, dass ich vielleicht ein bisschen mit falschen Vorstellungen an das Buch rangegangen bin, denn alles in allem hätte ich mir einfach mehr Tiefgang gewünscht.

Dies soll aber gar nicht heißen, ...

Ich glaube, dass ich vielleicht ein bisschen mit falschen Vorstellungen an das Buch rangegangen bin, denn alles in allem hätte ich mir einfach mehr Tiefgang gewünscht.

Dies soll aber gar nicht heißen, dass es ein schlechtes Buch ist. Ich habe nur während des Lesens viel darüber nachgedacht, ob das ein Buch wäre, das ich kaufen oder sogar verschenken würde. Wenn ich nur die Beschreibung kennen würde, die gute Wünsche fürs Leben verspricht, die den Selbstwert stärken, dann definitiv. Nachdem ich das Buch selbst aber gelesen habe, bin ich mir nicht mehr ganz so sicher. Denn für den Preis von 20 €, finde ich es tatsächlich ein bisschen dünn.

Es ist korrekt, dass das Buch positive Affirmationen enthält. Und auch die Seiten selbst finde ich wirklich ansprechend gestaltet. Das Design ist relativ minimalistisch, aber ich mag das sehr gerne und finde dass das Buch so auch ein echt gutes Geschenkbuch hergibt. Jede Seite enthält einen guten Wunsch, eine Affirmation. Der Leser wird dabei direkt angesprochen. Unterfüttert werden die Wünsche mit - selbst gemalten - Bildern, die recht einfach sind, die ich aber sehr schön finde und gerne mag. Von Stil bleibt der Inhalt dem Cover treu.

Die Wünsche stehen manchmal nur aus einem kurzen Zweizeiler, manchmal sind sie aber auch etwas länger. Und man muss auf jeden Fall sagen, dass es alles sehr schöne und wertvolle Wünsche fürs Leben sind. Es sind alles Dinge, die ich meinen Kindern auch wünsche, was das Buch eventuell zu einem guten Geschenk zu einem 18. Geburtstag oder ähnliches machen würde. Aber tatsächlich habe ich mich über die komplette Zeit - die ehrlicherweise nicht besonders lang ist - während des Lesens gefragt, wo für mich in diesem Buch der Mehrwert liegt.

Ich bin selbst jemand, der keinen besonders guten Selbstwert hat. Immer wieder suche ich daher auch nach Lektüre, die mich dabei unterstützen könnte, dass dies besser wird. Auch bei diesem Buch erhoffte ich mir zumindest ein paar Impulse, die mich nachdenklich stimmen und mich vielleicht in eine gewisse Richtung lenken. Doch das fehlte mir leider komplett. Möglicherweise bin ich auch selbst Schuld, weil ich eben davon ausgegangen bin, dass das Buch mir diese liefern würde. Für mich ist das Buch, so wie es ist, auf jeden Fall ein schönes Geschenkbuch, wenn man jemandem ein paar gute Worte mit auf den Lebensweg geben möchte. Aber leider auch nicht viel mehr.

Ich mag die Aufmachung sehr gerne und gerade das Cover mit den wunderschönen Blumen sorgt auf jeden Fall dafür, dass das Buch für mich ein Blickfang ist und immer wieder in die Hand genommen wurde. Dass es sich um ein großformatiges Hardcover handelt, ist ebenso gut gelungen und macht das Buch zu einem hochwertigen Teil. Für mich überwiegt die tolle Optik auf jeden Fall, was das Buch für mich zu einem wunderschönen Coffeetable-Book, aber leider auch nicht viel mehr macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2026

Lektüre, deren Tiefgang sich mir leider nicht ganz erschlossen

Tanzende Frau, blauer Hahn
0

Roxana und Camil treffen sich jeden Sommer in einem Ort in Rumänien. Sie erleben Zeiten als Freunde, Zeiten als vielleicht mehr und Zeiten in denen sie nicht wissen, was genau sie sind. Sie beobachten ...

Roxana und Camil treffen sich jeden Sommer in einem Ort in Rumänien. Sie erleben Zeiten als Freunde, Zeiten als vielleicht mehr und Zeiten in denen sie nicht wissen, was genau sie sind. Sie beobachten gemeinsam die Paare und bekommen so jede Menge Geschichten mit, die das Leben so schreibt. Doch ihre eigene Geschichte steht vor einem großen Knall, sie wissen es nur noch nicht.

Klingt verwirrend? War es leider auch ziemlich. Das Buch konnte mich absolut nicht abholen und ich habe mich nicht nur einmal gefragt, was ich da eigentlich lese. Es gab zwar auch immer wieder Stellen, die ich ganz interessant fand, die ich gerne gelesen habe. Aber dadurch, dass mir über fast die komplette Zeit der rote Faden der Geschichte und vor allem der Sinn dahinter gefehlt hat, war ich einfach nicht glücklich damit.

Das Buch ist wirklich nicht dick. Es hat nur etwas mehr als 150 Seiten. Normalerweise würde ich das in wenigen Stunden und an nur einem einzigen Tag lesen. Hier habe ich mehrere Tage gebraucht, weil wir mir zehn Seiten wie eine Ewigkeit vorgekommen sind und ich das Buch dann immer wieder zur Seite legen musste. Ich finde das selbst extrem schade, hatte ich mir doch erhofft ein schönes Bilder der Neunzigerjahre in Rumänien zu bekommen. Sicherlich bekommt man das auch stellenweisen, aber mir hat das irgendwie nicht gereicht.

Ich merke immer wieder, wenn sich mir der Sinn einer Geschichte nicht erschließt, dann verlässt mich sehr schnell die Lust, diese weiterzuverfolgen. Und genauso war es leider auch hier.

Was ich allerdings schön fand, waren die verschiedenen Blickwinkel auf das Thema Liebe und wie unterschiedlich diese aussehen kann. Das wird hier anhand der verschiedensten Paare sehr eindrücklich und deutlich geschildert. Verschiedene Paare in verschiedenen Lebensabschnitten, leben ganz verschiedene Formen der Liebe. Und das mochte ich sehr gerne.

Es gibt dann noch Teile der Geschichte, die in der Gegenwart spielen. Diese konnte ich zu Beginn absolut gar nicht zuordnen, ergaben aber im Verlauf des Buches immer mehr Sinn. Da diese Teile sehr kurz gehalten waren, trugen sie nicht viel zum eigentlichen Geschehen bei, waren aber eigentlich sehr gut zu lesen.

Bei den beiden Protagonisten kann ich nicht wirklich sagen, ob ich sie mochte oder nicht, da sie sich stellenweise so ambivalent verhalten haben, dass ich sie eigentlich nicht so sympathisch fand. Dagegen gab es die ein oder anderen Nebenfigur, die durchaus Potenzial hatte und mich auch überzeugen konnte. In Summe waren es dann aber einfach zu viele Personen, sodass ich irgendwann auch den Überblick verlor und die Namen durcheinander geworfen habe.

Das Ende überraschten mich dann sogar ein bisschen, konnte aber nicht all meine offenen Fragen beantworten. Es ließ mich eher mit dem Gefühl zurück, dass ich froh war, das Buch zuklappen zu können und das tut mir echt in der Seele weh, das sagen zu müssen. Für mich leider kein Buch, das mir länger im Gedächtnis bleiben wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Erwartungen wurden leider enttäuscht

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
0

Puh, wie fange ich nur an. Solche Rezensionen fallen mir wirklich schwer, weil ich das Buch so gerne mögen wollte.

Aber wir fangen mal mit dem Inhalt an. Natalies beste Freundin Cara liegt im Koma. Warum, ...

Puh, wie fange ich nur an. Solche Rezensionen fallen mir wirklich schwer, weil ich das Buch so gerne mögen wollte.

Aber wir fangen mal mit dem Inhalt an. Natalies beste Freundin Cara liegt im Koma. Warum, weiß man nicht genau. Nur, dass Cara am Vorabend mit einem Fremden mitgegangen ist. Natalie möchte das nicht auf sich beruhen lassen und fängt an selbst zu ermitteln. Als sie erkennt, um wen es sich bei dem Unbekannten handelt, schleust sie sich in sein Haus ein und erkennt viel zu spät, in welche Gefahr sie sich damit begibt.

Das Buch fing richtig gut an. Der Prolog war flott, spannend und ließ mich mit vielen offenen Fragen zurück. Genau das, was ich bei einem guten Thriller brauche. Auch die Geschichte selbst beginnt dann wirklich vielversprechend und ich war gespannt, was hinter Caras Geschichte steckt.

Doch dann ging es schon mit den ersten Punkten los, die mich leider sehr gestört haben. Normalerweise mache ich mir beim Lesen keine Notizen, schreibe meine Rezensionen aus dem Gedächtnis. Doch hier kamen immer mehr Punkte zusammen, sodass ich tatsächlich angefangen habe, mir Stichpunkte zu notieren.

Kommen wir zunächst mal zu Schreibstil. Ich finde ihn leider echt einfach nicht gut. Er ist zwar sehr gut zu lesen, aber das liegt daran, dass das Buch auch brutal einfach geschrieben ist. Als dann auch noch die Männer angefangen haben, Natalie ständig "Schätzchen" zu nennen, habe ich gemerkt, wie sich in mir eine brutale Abneigung angebahnt hat. Normalerweise hänge ich mich nicht an einzelnen Worten auf, aber hier hat es mich fast aggressiv gemacht, weil ich es so unpassend fand.

Neben dem Schreibstil fand ich die Hauptperson Natalie einfach auch unfassbar nervig und anstrengend. Zu keinem Zeitpunkt fand ich sie sympathisch oder ihre Handlungen nachvollziehbar. Sie handelt unfassbar naiv und dumm. Sie bringt sich in Gefahr und macht ungefähr jeden Fehler, den man machen kann. In einem Horrorfilm wäre sie die Person die einen in den Wahnsinn treibt, weil sie dauernd dumme Entscheidungen trifft. Selten habe ich so oft meine Augen verdreht aufgrund einer Protagonistin.

Das Buch ist irgendwie auch nicht so richtig spannend. Es soll ja ein Thriller sein und fängt auch auch sehr spannend an. Das Setting ist auch durchaus über die ganze Zeit bedrückend und man merkt, dass irgendwas im Hintergrund lauert. Aber ich hatte nie diese Sogwirkung, dass ich unbedingt wissen muss, was hinter allem steckt. Ich war nie so gefesselt, wie ich es mir gewünscht hätte. Gegen Ende wurde die Geschichte tatsächlich spannend und bekam richtig Tempo. Allerdings fand ich das Finale dann völlig übertrieben und brutal. Es ist zwar fesselnder als der Rest der Geschichte, aber nicht nur einmal dachte ich "echt jetzt".

Leider wimmelt das Buch zudem vor Schreibfehlern, was ich bei Büchern einfach immer ganz schlimm finde. Wenn man ein Fehler durchrutscht, ist das überhaupt kein Problem, das kann immer mal passieren. Aber wenn ständig kleine Fehler auftauchen, dann stört es den Lesefluss. Das sollte nicht passieren.

Die Auflösung hat mich tatsächlich auch ein bisschen überrascht, das habe ich so nicht alles kommen sehen. Allerdings hätte ich auch hier den Epilog nicht gebraucht, weil er für mich nicht zu einem Thriller passt. Ist nicht wahnsinnig schlimm, aber irgendwie einfach nicht passend.

Alles in allem kommt das Buch leider nicht gut weg bei mir. Ich wollte die Geschichte so gerne mögen, sie hatte so viel Potential. Aber vor allem die naive, nervige Hauptperson hat mir das Lesevergnügen echt verdorben. Ihre "ist mir egal, wenn das dumm ist, mache ich jetzt trotzdem so, weil ich es Will" - Haltung, fand ich einfach nur zum Kopfschütteln. Auch andere Protagonisten handeln - vor allem gegen Ende - sehr naiv. Das scheint also ein Muster des Buches zu sein.

Sehr schade, da das Buch sich trotzdem sehr schnell lesen lässt und die Idee eigentlich echt gut ist. Hier kann ich nicht näher darauf eingehen, weil ich sonst spoilern würde. Leider überzeugt der Rest nicht und so war ich froh, als ich das Buch beenden konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2026

Leider nicht überzeugend

Cruel is the Light – Ihre Liebe ist groß, ihre Macht unendlich (Cruel is the Light 1)
0

Selene ist eine Dämonenjägerin und stellt sich tapfer jedem Dämon entgegen, der ihr in den Weg kommt. Zwischen den Dämonen und den Menschen tobt ein brutalter Krieg und die Dämonen kennen keine Gnade. ...

Selene ist eine Dämonenjägerin und stellt sich tapfer jedem Dämon entgegen, der ihr in den Weg kommt. Zwischen den Dämonen und den Menschen tobt ein brutalter Krieg und die Dämonen kennen keine Gnade. Jeder, der sich ihnen in den Weg stellt, wir brutal aus eben jenem geräumt. Lediglich die Dämonenjäger haben die Kraft und den Mut etwas dagegen zu unternehmen. Doch dabei müssen sie auch herbe Verluste einstecken und sehen viele Dinge, die sie nachhaltig verändert. Als Jules und Selene aufeinandertreffen steht die Welt am Abgrund. Ganze Dörfer werden zerstört. Selene und Jules merken, dass sie nur zusammen richtig stark sind. Und auch die Anziehung zwischen ihnen können sie nicht leugnen. Doch Jules hat ein dunkles Geheimnis, das alles zerstören könnte.

Nun ist es wieder soweit und ich muss leider eine Rezension zu einem Buch schreiben, das mir absolut nicht gefallen hat. Von der ersten Seite an, hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Sie beginnt mit einer Übersicht der Exorzisten und Dämonen, die ich schon sehr umfangreich fand und mir nicht wirklich weitergeholfen hat, da ich mir fast nichts davon merken konnte. In der Geschichte wurde zwar immer wieder erwähnt, welche Klasse welcher Dämon hat, aber die zusätzlichen Infos sind nicht hängen geblieben.

Ehrlicherweise würde das nicht so sehr ins Gewicht fallen, wenn das Buch ansonsten sehr gut gewesen wäre. Aber dadurch, dass es das einfach nicht war, fällt das natürlich auch negativ auf.

Und dann muss ich als nächstes leider über den Schreibstil sprechen, den ich vorsichtig ausgedrückt, stellenweise nahezu unlesbar fand. Und zwar nicht, weil sich schlecht ausgedrückt wurde, sondern weil ich ständig den Eindruck hatte, dass das Lektorat eine Stelle gestrichen hat und dabei nicht gemerkt hat, dass nun der Zusammenhang zwischen zwei Sätzen fehlt. Ständige unlogische Perspektivwechsel, die dazu geführt haben, dass ich manche Stellen mehrfach gelesen habe, nur weil ich nicht sicher war, ob ich alles richtig gelesen habe, weil sie mir die Situation nicht richtig erschlossen hat, fand ich extrem anstrengend. Auch Zeitwechsel werden nicht sichtbar gekennzeichnet und führen zum gleichen Ergebnis. Diese Dinge machten für mich das Lesen extrem anstrengend. Jeglicher Spaß ging immer mehr verloren, das Lesen wurde zur Qual und zu Arbeit.

Wenn man immer wieder das Gefühl hat, dass einem Teile einer Geschichte fehlen oder man sich fragt, ob man nicht etwas überlesen hat, dann macht das alles andere als Spaß. Dinge über die ich gerne mehr gewusst hätte, wurden einfach nicht zu Ende thematisiert, was fast wie ein Plotthole wirkte. Ich verstehe hier auch ehrlich gesagt nicht ganz, wo das Lektorat war. Das darf meiner Meinung nach nicht passieren.

Dazu kommt noch, dass ich das Buch einfach auch langatmig fand. Es gab tatsächlich immer wieder Stellen im Buch, die ich spannend fand, bei denen ich auch gemerkt habe, dass mein Lesetempo hochging. Aber die waren viel zu wenig. Viel zu viele belanglose Lückenfüller nahmen mir auch noch das restliche Lesevergnügen.

Die Protagonisten fand ich okay, aber stellenweise waren es auch einfach zu viele verschiedene Namen, die ich durcheinander geworfen habe. Den besten Zugang hatte ich noch zu Jules. Er war mir von Beginn an sympathisch. Unangepasst und mit einem großen Geheimnis hatte er viel Potenzial. Auch Selene war ganz spannend, wenn auch zunächst deutlich unnahbarer. Leider konnten die Protagonisten meine Meinung nicht mehr positiv beeinflussen.

Für mich ist einfach der Schreibstil mit eines der wichtigsten Dinge bei einem Buch. Wenn dieser schlecht ist oder so wie hier, das Lesen extrem erschwert, dann muss wirklich viel passieren, dass das Buch mich noch überzeugen kann. Ich hatte hier so große Lust auf die Geschichte. Der Klappentext klang wahnsinnig gut und auch die Optik finde ich wirklich toll. Aber leider war es die Geschichte für mich gar nicht und das finde ich wirklich schade.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere