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Veröffentlicht am 25.02.2026

Kann man machen

Guardian 2. Gesandter der Unterwelt
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Nachdem mein Buchkaufverbot nun endlich keine Gültigkeit mehr hat, war ich vor einigen Tagen endlich mal wieder in der Buchhandlung meines Vertrauens, um mich nach einigen neuen Schätzen umzuschauen. Dabei ...

Nachdem mein Buchkaufverbot nun endlich keine Gültigkeit mehr hat, war ich vor einigen Tagen endlich mal wieder in der Buchhandlung meines Vertrauens, um mich nach einigen neuen Schätzen umzuschauen. Dabei bin ich über dieses Buch gestolpert, bei dem ich den ersten Teil ganz gerne gemocht habe und mir dachte, dass ich mal schaue, wie diese Reihe weitergeht.

Ich kenne nun schon ein paar Geschichten dieses Genres, muss aber zugeben, dass mir die allwissende Erzählweise nicht so gut gefällt. Das liegt schlichtweg daran, dass ich keine richtige Verbindung zu den Protagonisten aufbauen kann, dass ich die Emotionen nicht richtig greifen kann und den fliegenden Wechsel zwischen den Charakteren an einigen Punkten eher verwirrend als hilfreich empfand. Prinzipiell kann man die Handlungen nachvollziehen, doch gefühlvollen Tiefgang habe ich für mich selbst vergeblich gesucht.

Zhao Yunlan ist weiterhin ein gerissener und energischer Mann, der sich weder von magischen Kreaturen noch Menschen aufhalten lässt. Steinigt mich bitte nicht, aber das Ende rund um sein wahres Wesen habe ich nicht zu hundert Prozent verstanden und hoffe sehr, dass im dritten Band eine kurze und erklärende Zusammenfassung folgt. Dennoch kann ich sagen, dass ich ihn wirklich gerne mochte und gespannt bin, was die Autorin noch mit ihm vorhat.

Shen Wei ist wesentlich zurückhaltender in so ziemlich allem, doch kein weniger interessanter Charakter. Gerade die Kombination aus beiden gemeinsam funktioniert in meinen Augen gut, wenngleich der oben bereits erwähnte Erzähler alles etwas verwischt und die Emotionen doch sehr gefiltert bei mir ankommen.

Beim Lesen dieses Buches hatte ich manchmal den Eindruck, dass Wissen zwischen den Zeilen vermittelt worden ist, welches ich nicht verstanden habe. Manche Informationenschnipsel, manche Rätsel, die gelöst werden, habe ich erst verstanden, als ich mit der Nase darauf gestoßen bin. Zudem kommt noch dazu, dass ich insgesamt nicht alles verstanden habe. Wobei dies eher der Tatsache zuzuschreiben ist, dass die vielen Fremdwörter ohnehin schwerer zuordbar sind und diese Welt doch recht oberflächlich bleibt.

Mit hoher Wahrscheinlich werde ich mir dennoch den dritten Teil kaufen, denn ich möchte doch noch wissen, wie es mit Zhao Yunlan und Shen Wei weitergeht.



Fazit

Müsste ich meine Rezension in einem Satz zusammenfassen, würde ich wohl sagen: Kann man machen. Ich finde die Reihe und auch diesen Band weder besonders gut, noch besonders schlecht.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Leider nicht so gut wie erhofft

How To Find A Fallen Star (New York Magics 2)
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Nachdem mein Buchkaufverbot nun endlich beendet ist, wollte ich die Gelegenheit nutzen, endlich ein paar Reihen zu beenden. „How to find a fallen star“ war eines der ersten Bücher, die mir dabei vor die ...

Nachdem mein Buchkaufverbot nun endlich beendet ist, wollte ich die Gelegenheit nutzen, endlich ein paar Reihen zu beenden. „How to find a fallen star“ war eines der ersten Bücher, die mir dabei vor die Nase gekommen sind. Den ersten Band dieser Dilogie mochte ich wirklich gerne und war gespannt wie Arlyns und Heatons Mission zu Ende geht.

Was ich ähnlich, wie beim ersten Teil wieder sehr gerne gemocht habe, ist der Humor, der sich in fast jeder Zeile finden lässt. Denn gerade dadurch, bekommt diese Geschichte eine schöne Leichtigkeit. Persönlich würde ich dieses Buch als sehr schnelllebig und wunderbar für Zwischendurch beschreiben, denn der große, epische Fantasyroman ist es in meinen Augen nicht. Gerade bei Einsteigern ins Genre kann ich mir gut vorstellen, dass die Reihe perfekt ist um sich in einer wenig komplexen Welt zurechtzufinden.

Das Worldbuilding ist schlicht, aber überzeugt vielleicht auch gerade deshalb, da es keine ewig erläuternden Erklärungen zu allen möglichen Dingen gibt. Es gibt neben den Menschen auch sogenannte Magics, also unterschiedliche Wesen mit magischen Fähigkeiten – wie auch Arlyn und Heaton Magics sind. Für mich als jemanden, der schon viele Bücher mit Fantasy-Elementen gelesen hat, gab es nicht wirklich etwas Neues zu entdecken, aber trotzdem mochte ich diese Welt ganz gerne.

Arlyn und Heaton mochte ich als einzelne Individuen gerne, aber in Kombination noch lieber. Gerade die Dialoge lasen sich humorvoll und konnten mich immer mal wieder zum Schmunzeln bringen. Aber auch hier, so im Vergleich zu meinen Lieblingsbüchern aus den letzten Jahren, hatte ich nicht den Eindruck, dass die Protagonisten das Nonplusultra der Verlagswelt sind. Was völlig in Ordnung ist, denn damit habe ich tatsächlich nicht gerechnet.

Insgesamt hatte ich größere Erwartungen an diesen zweiten Teil, die leider nur zum Teil erfüllt worden sind. Gerne hätte ich einen wirklich spannenden und mitreißenden Schluss gehabt, denn so wie sich dieser präsentiert hat, fühlte sich die Geschichte für mich zu flach und schnell abgekanzelt an. Gerade, dass ein bestimmter Punkt gar nicht aufgeklärt wird – nämlich das andere Irrlicht – hat mich schon enttäuscht. Im Großen und Ganzen betrachtet muss man allerdings sagen, dass wir durchaus eine rasante Jagd hinter uns haben, aber der entscheidende Funke, um „How to find a fallen star“ wirklich und wahrhaftig lieben zu können fehlte für mich leider.



Fazit

Für Zwischendurch eignet sich diese Dilogie wohl perfekt! Wer allerdings auf der Suche nach dem nächsten großen Romantasy-Epos ist wird wohl enttäuscht werden.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Es geht spannend weiter

Bourbon Sins
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Meine Meinung

Zum Ende des Jahres habe ich beschlossen einige Bücher von meinem Stapel ungelesener Bücher zu befreien, die schon einige Jahre dort verweilen. Den ersten Band habe ich demnach zum damaligen ...

Meine Meinung

Zum Ende des Jahres habe ich beschlossen einige Bücher von meinem Stapel ungelesener Bücher zu befreien, die schon einige Jahre dort verweilen. Den ersten Band habe ich demnach zum damaligen Erscheinungstermin gekauft, was mich jetzt allerdings nicht davon abgehalten hat diesen zweiten Band in die Hand zu nehmen.

Ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass ich so schnell wieder Zugang zur Geschichte gefunden habe. Viele Geschehnisse werden zum Glück nochmals kurz angeschnitten und auch das kurze Personenregister zu Beginn hat tatsächlich geholfen sich zurecht zu finden.

Wer viele parallellaufende Erzählstränge nicht mag, wird mit dieser Autorin wohl niemals glücklich. Ich kenne genug andere Bücher von J. R. Ward um zu wissen, dass beinahe alle ihre Geschichten mehr als einen einzelnen Erzählstrang haben. So auch hier, wir begleiten nicht nur Lane und Lizzie, sondern ebenso Edward und Sutton, Gin und Samuel, und Maxwell, der noch fehlende Baldwine Spross ist gegen Ende des Buches ebenso mit von der Partie. Ihr seht, es gibt viele Charaktere, viele unterschiedliche Blickwinkel, aber ebenso viele Geheimnisse, massenhaft Probleme, die das Unternehmen der Baldwines betreffen und irgendwie kommt immer noch was obendrauf.

Mich so richtig mit einem der Charaktere anfreunden konnte ich noch nicht. Es gab viele gefühlvolle Momente, aber ebenso Ereignisse, wo ich über die Protagonisten nur den Kopf geschüttelt habe. Manche Reaktionen waren total übertrieben, manche dagegen fehlte die Überzeugungskraft und das Feuer. Beispielsweise das Wiedersehen von Lane und Max. Jahrelang haben sie einander nicht gesehen, da wirkte das erste Treffen so unscheinbar, so schnell abgekanzelt und das fand ich echt schade. Trotzdem kann ich zugeben, dass ich die Gruppendynamik immer wieder sehr genossen habe. Gerade Lane und Lizzie geben einander so viel Kraft in dieser schweren Zeit und lockern die vielen Notfälle auf. Außerdem bin ich froh, dass neben Lane auch endlich andere der Charaktere anfangen ihr Verhalten in Frage zu stellen, gerade Gin, mit der ich bisher herzlich wenig anfangen konnte scheint endlich etwas aufzuwachen.

Auch der vermeintliche Selbstmord des Oberhauptes der Familie nimmt eine wichtige Rolle ein, denn wie so oft sind die Dinge nicht wie sie scheinen. Ich glaube nicht, dass derjenige, der den Mord gestanden hat es wirklich getan hat, werde mich hier allerdings mit meinen Vermutungen zurückhalten.

Da ich diesen Band ganz gerne mochte und den dritten ohnehin bereits vor Jahren gekauft habe, weiß ich schon, welches Buch mich als nächstes durch die Woche begleitet.



Fazit

Als zweiten Band dieser Trilogie greift "Bourbon Sins" viele Elemente des ersten Teils auf und weitet diese aus – zwar liegen einige Jahre zwischen mir und dem Start in diese Reihe und doch konnte ich mich problemlos zurecht finden und bin sehr gespannt, wie diese Geschichte letztlich ausgeht.

Von mir gibt es 3,5 bis 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Schwieriger Mittelband

The Cruelest Mercy
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Cover

Das Cover passt natürlich perfekt zum ersten Teil der Reihe und schließt sich dem Reihenlayout nahezu nahtlos an. Persönlich ist es mir fast einen Ticken zu schlicht, aber ich mag die eindeutige ...

Cover

Das Cover passt natürlich perfekt zum ersten Teil der Reihe und schließt sich dem Reihenlayout nahezu nahtlos an. Persönlich ist es mir fast einen Ticken zu schlicht, aber ich mag die eindeutige Verbindung zum Inhalt.



Meine Meinung

Natürlich habe ich bereits vor einiger Zeit den ersten Band dieser Trilogie gelesen und war sehr gespannt, ob mich dieser zweite Band ebenso faszinieren kann. Leider liest sich das Buch nicht nur wie der typische Mittelband, sondern ist insgesamt sehr zäh und dreht sich viel im Kreis.

Zahru mochte ich mit Voranschreiten des Buches immer weniger. Ich fand ihr zwanghaftes Bemühen etwas Schlechtes in Kasta zu finden echt anstrengend. Es ist nicht so, dass ich sie nicht verstehen könnte, doch ihre ewige Unentschlossenheit, ist er böse, ist er gut, hat er sich verändert, hat er es nicht, nehmen unfassbar viel Raum ein. Diese Gedanken nehmen viel zu viele ihrer Gedanken ein und haben den Großteil meiner Sympathie für sie irgendwann schlichtweg verschlungen. Sie entwickelt sich leider nicht in die Richtung, die ich gerne gesehen hätte, sondern immer mehr zu jemanden den man tatsächlich fürchten sollte. Viel zu oft nutzt sie ihre Magie zum Schlechten, sie ist impulsiv und verliert immer wieder das große Ganze aus den Augen: Orkena, das Land dessen Leute sie beschützen sollte. Sie ist so sehr mit ihrem kleinen Rachefeldzug beschäftigt, dass sie komplett vergisst, was sie bewirken könnte, wenn sie wollte. Auch ihre „Ich bin eine Göttin“-Einstellung zeigt nur wie deutlich sie sich von ihrer eigenen Macht korrumpieren hat lassen. Sie hat einen ihrer besten Freude magisch beeinflusst, es gibt niemanden der ihre Macht in Grenzen hält und der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel.

Ich bin zwar überhaupt kein Fan von Dreiecksbeziehungen, aber hier passiert praktisch gar nichts zwischen den Parteien. Auch ohne Geschlechtsverkehr kann ich Bücher vergöttern, doch es passiert ganz ehrlich gar nichts. Es gibt keine Spannung, keine Romantik, keine Liebesbezeugungen – von leeren Worten mal abgesehen. Sogar die Beziehungen zwischen den Nebencharakteren wirken authentischer als alles, was Zahru, Jet und Kasta betrifft.

Ist es merkwürdig, wenn ich Kasta trotzdem lieber mag als Jet (und Zahru)? Er ist halt dieser typische Morally grey Protagonist, bei dem man bis zum Ende hofft, dass all diese scheinbar böse Energie zu Gutem genutzt wird. Ich glaube außerdem, ohne Zahrus immerwährender schlechter Meinung würde sein Gesamtbild schon wieder ganz anders aussehen. Neben der eben bereits angesprochenen Beziehungsleere sehen wir von ihm allgemein allerdings ebenso wenig. Was macht der Mann den ganzen Tag? Zudem hätte ich so gerne einige Fragen zu seiner neuen Magie beantwortet gehabt bzw. wie er deren Entdeckung umgangen ist. Ich hoffe da kommt noch etwas mehr.

Inhaltlich passiert leider auch nicht besonders viel. Ja, Zahru trainiert ihre Magie und lebt sich als Göttin ein, aber so wirklich vom Fleck sind wir nicht gekommen. Hoffentlich bringt der Krieg etwas Leben in die Geschichte und hoffentlich lungern wir nicht noch länger in Zahrus ewig hin und her wechselnden Gedanken herum. Trotz der Tatsache, dass ich insgesamt nicht allzu begeistert bin möchte ich gerne erfahren, wie diese Geschichte ausgeht und deshalb werde ich mir den dritten und letzten Band in naher Zukunft wohl kaufen gehen.



Fazit

Wahrscheinlicht hätte ich dem Buch den Titel "Den Downfall der Zahru" gegeben, denn in meinen Augen entwickelt sie sich leider sehr schnell in die overpowerte Protagonistin, die ihren eigenen Weg aus dem Blick verliert – was ich ohnehin selten mag.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Zäher Start, dann immer besser

Immortal Longings
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Cover

Meinem Geschmack trifft dieses Cover nur zur Hälfte. Ich mag die den Inhalt wiederspiegelnde Dunkelheit sowie beiden gegensätzlich dargestellten Personen. Die beiden Gesichter, unten und oben sowie ...

Cover

Meinem Geschmack trifft dieses Cover nur zur Hälfte. Ich mag die den Inhalt wiederspiegelnde Dunkelheit sowie beiden gegensätzlich dargestellten Personen. Die beiden Gesichter, unten und oben sowie die Details entsprechen vom Stil schlicht nicht meinem persönlichen Gefallen.



Meine Meinung

Ich habe bereits vor einigen Jahren eine bekannte Dilogie dieser Autorin gelesen und fand, dass „Immortal Longings“ super ansprechend klang, weshalb ich das Buch letztlich gekauft habe.

Der Einstieg in diese neue Welt gestaltete sich für mich sehr schwierig. Die Erzählweise in Kombination mit dem puren Informationsfluss, gerade was Setting und Worldbuilding angeht, war zu Beginn gar nicht mein Fall. Es fiel mir schwer mich zurecht zu finden, die langen Textblöcke sorgen für einen drögen und langatmigen Einstieg, bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass es nicht nur mir so ergangen ist. Aber, je länger ich an der Geschichte drangeblieben bin, desto besser wurde es tatsächlich. Ungefähr ab der Hälfte war ich im total im Geschehen drinnen und fand auch, dass es sich wesentlich einfach las als zu Anfang. Dennoch finde ich das Worldbuilding hier ganz besonders interessant. Gerade die wechselnden Körper, die Magie als solche, aber ebenso die ganzen Pläne und Intrigen, die immer wieder ans Licht kommen. Der Wettbewerb bringt wahnsinnig viel Spannung rein, wenngleich, ich gerne mehr vom menschlichen Aspekt gesehen hätte. Hier werden am laufenden Band Menschen ermordet und bei den wenigsten davon bekommt man als Leser*innen den Eindruck als, dass es sich dabei um mehr handelt als billiger Abfall. Irgendwo passt das zur Geschichte, doch diese Empathielosigkeit bezwingt für mich auch einen Großteil der Lebendigkeit, die ich hier nun mal sehr vermisse.

Was ich bis zum Schluss leider nur so mittelmäßig fand war das Setting. Die Idee dahinter ist gar nicht schlecht, gerade die beiden Zwillingsstädte, deren verwaschene Grenzen ineinander verschwimmen bringen auf jeden Fall alles notwendige mit, um zu überzeugen. Doch die Beschreibungen sind in meinem Kopf irgendwo am Anfang zu einem immergleichen Einerlei verschwommen. Irgendwie reiht sich ein Treppenhaus, eine Wohnungstür, ein Bordell und ein Internet-Café ans nächste. Überall gibt es massenweise Müll, kaum Sonnenlicht und beinahe jedes Aufeinandertreffen endet in blutigem Schweigen. Ich hätte gerne etwas Erinnerungswürdiges, etwas Greifbares und Herausstechendes gehabt, dass mir im Nachhinein im Gedächtnis bleibt.

Calla und Anton, unsere beiden Protagonisten und Teilnehmer der tödlichen Spiele ergeben eine interessante Kombination. Für Calla gilt ähnliches wie für das Worldbuilding, sie gibt so wenig auf das Leben anderer Leute und will um jeden Preis gewinnen, dass es mir lange Zeit schwer fiel andere Emotionen bei ihr zu entdecken. Sie denkt sehr schwarz-weiß und ist unumstößlich davon überzeugt, König Kasa zu ermorden würde sämtliche Probleme des Landes lösen. Was unlogisch ist, wenn man genauer darüber nachdenkt. Anton mochte ich persönlich eine ganze Ecke lieber – gerade seinen Grund an den Spielen teilzunehmen, seinen beißenden Sarkasmus, aber ebenso seine im verborgen liegende Vergangenheit im königlichen Palast machten seinen Charakter für mich so spannend. Beide gemeinsam haben für mich dennoch ganz hervorragend funktioniert, trotz des Misstrauens und den kleinen Streitereien.

Das Ende war spannungsgeladen, aber für mich noch nicht das Nonplusultra. Doch gerade der Plottwist konnte mich tatsächlich überraschen und eigentlich würde ich gerne losziehen und mir den zweiten Teil kaufen, doch leider hänge ich immer noch in meinem selbstauferlegtem Buchkaufverbot fest bzw. Tat ich das letztes Jahr, vielleicht muss ich demnächst doch ein paar neue Bücher kaufen gehen.



Fazit

Trotz eines zähen Starts konnte mich "Immortal Longings" irgendwann richtig fesseln. Gerade die eher düstere und blutige Stimmung, der Plot-Twist am Ende, sowie die beiden sehr morally-grey Protagonisten sind endlich mal wieder was anderes gewesen.

Von mir gibt es 3,5 bis 4 von 5 Sternen.

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